• Ich bin gerade dabei ein Review für meinen YouTube-Kanal zu erstellen. Dauert noch ca. eine Woche. Da gehe ich auf die Ausstattung und den Workflow ein.

    Auf meiner Homepage habe ich bereits die wichtigsten Daten gepostet: HeindrichsAnalog-Sinar Vario

    Edited once, last by Heindrichs Analog: URL hinzugefügt (January 16, 2023 at 7:23 AM).

  • Wie bereit bei @Heindrichs Analog verlinkten Beitrag zu lesen gibt es die Vario, Zoom und Zoom II. Vorteil ist dass man sie, wie eine Kassette, einschieben kann . Aufgrund der Dicke sind sie nicht für alle Kameras dafür geeignet, können jedoch auch am graflock Back befestigt werden.

    Aufgrund der diversen Einstellmöglichkeiten sind sie nicht so robust wie die sonstigen Rollfilmkassetten.

    Ersatzteile gibt es dafür von Sinar nicht mehr.

    Grüße

  • Der Vorteil ist natürlich die freie Formatwahl (6x4,5 bis 6x12). Wer sich mit einem bestimmten Format begnügen kann, der kann sich auch zu den einfachen Sinar-Kassetten hingezogen fühlen. Dann könnte man aber auch zu preiswerteren Adaptern greifen. Bei mir war es jetzt so, dass die Vario bei der Ausrüstung mit dabei war. Wenn ich vor der Wahl stehen würde, dann würde ich - anhand der aufgerufenen Preise - erst mal schlucken und mich wahrscheinlich für eine Anschaffung entscheiden. Erstens haben solche Entscheidungen nicht immer etwas mit Vernunft zu tun und zweitens hätte man eben zu einer Sinar auch Sinar-Zubehör.

  • Die Sinarkassetten sind faszinierend ... in den Versionen Vario und Zoom auch wirklich flexibel. Ich hatte mal die Panoramakassette 6x12 und eine Zoom. Nachdem sich die 6x12er mechanisch verabschiedet hatte (leider auch keine Reparatur machbar), entwickelte sich bei mir ein ungutes Gefühl. Ich hab die Zoom dann gegen ein Objektiv in Zahlung gegeben. Die Möglichkeit des "Einschiebens" halte ich für begrenzt; ich bilde mir ein, die Sinarkassetten seien noch dicker als die von Calumet, das kann ich aber nicht mehr kontrollieren.

    Die flexible Formatwahl ist toll. Ich habe sie allerdings nicht zwingend gebraucht, und für seltene Panoramagelüste nutze ich die durchaus fragwürdige DaYi.

    Ich (sic!) bin hinsichtlich der sehr filigranen Mechanik etwas misstrauisch. Das ist etwas für Feinmechaniker/Uhrmacher. Die nichtexistierende Ersatzteilversorgung stimmt mich noch weniger heiter.

    Al é bun sciöch' al é ...

  • Ich (sic!) bin hinsichtlich der sehr filigranen Mechanik etwas misstrauisch.

    Da liegen wir beide auf einer Linie. ich befürchte, dass sich eine Reparatur sicher nicht lohnen würde, zumal das Teil Aufnahmetechnisch entbehrlich ist. Nun ist einiges, was wir benutzen, teilweise filigran und lassen wir uns davon abhalten? Ein gewisses Risiko besteht immer. Und mal ganz im Ernst: ist das Stöbern nach Ersatz im Internet nicht auch so etwas wie ein kreativer Prozess? :)

  • Ich habe ein Sinar Zoom und das aber bisher nur für 6x12 benutzt, mich nicht getraut, zwischendurch das Format zu wechseln, weil ich nicht weiß, ob dann Filmstücke leer bleiben.

    An der Sinar ist es schön zu verwenden, bei meiner Linhof Technika III ist es ein bißchen spack einzuschieben, aber es geht.

    Bolter Kanal an der Müritz; Linhof Technika III, Schneider-Kreuznach Angulon 6.8/90, AGFA Scala im Sinar Zoom

  • Ich benutze eine Sinar-Kassette mit dem festen Format von 6 x 9 cm. Was die Dicke angeht, passt die Kassette problemlos in eine Chamonix. Bei der Toyo View 45 geht es gerade so. Bei der Plaubel Junior wird die Feder arg gesteckt. Bei engen Rückteilen ist das Entnehmen immer ein Problem.

    Für ein festes Format habe ich mich entschlossen, weil ich die kleineren Formate sowieso nie brachen würde. Mit der Mamiya RB 67 kann ich 6x4.5 und 6x7 Aufnahmen machen. Falls ich die Korrekturen der GF brauche, "verschwende" ich halt ein bisschen Film und arbeite mit 6x9. Bei 6x12 nehme ich einen Planfilm und wähle den Ausschnitt am Vergrößerer aus. Das ist allerdings deutlich teurer, als ein Rollfim.

    Soweit ich mich erinnere, steht in einem Buch, dass bei der variablen Kassette nach der Umstellung auf ein kleineres Format das nächste Negativ eine große Lücke hat, aber alle weiteren Negative dann mit kleinem Abstand folgen. Bei der Umstellung von klein auf groß bleibt der Abstand klein. Diese Aussage ist aber ohne Gewähr.


    Viele Grüße

    Renate

  • oweit ich mich erinnere, steht in einem Buch, dass bei der variablen Kassette nach der Umstellung auf ein kleineres Format das nächste Negativ eine große Lücke hat, aber alle weiteren Negative dann mit kleinem Abstand folgen. Bei der Umstellung von klein auf groß bleibt der Abstand klein. Diese Aussage ist aber ohne Gewähr.

    Viele Grüße

    Auszug aus der Anleitung:

  • Dann vielleicht doch besser eine feste 6x12 Kassette. Auch wenn die selten wirklich günstiger sind 🫤

    Eine 6x7 Cambo für 4x5 ist mir ja schon zugelaufen inzwischen.

    Die Überlegung scheint mir sinnvoll, zumal, wenn eine 6x7 bereits vorhanden ist.

    Du wirst ja kaum jedes Rollfilmformat an deiner GF-Kamera benötigen.

    Günstiger als eine Zoom sind die 6x12 Kassetten tatsächlich nicht. Es gibt aber große Auswahl im Netz, und es ist problemlos möglich, gute Exemplare zu bekommen. Ggflls. im japanischen Ebay. Da habe ich meine auch her.

    LG, Klaus
    ___
    Langeweile? Was ist das?

  • Hmm, also das klingt jetzt ehrlich gesagt nicht so gut. Das Ding ist anscheinend teuer, fummelig und geht gerne kaputt.

    Es ist richtig, dass komplexe, mechanische Dinge anfälliger für Defekte sind, es resultiert aber nicht zwangsläufig daraus. Bei den Kosten gebe ich Dir Recht, das Teil ist nicht unbedingt ein Schnäppchen. Fummelig ist es jedoch nicht und ob es gerne kaputt geht steht auch noch in den Sternen. Bei meinen Recherchen bezüglich der Standfestigkeit bin ich auf keine Hinweise gestoßen, wo Leute ständig einen Mechaniker bezüglich eines Varios suchen. Das sieht bei anderen Dingen (z.B. Hinterlinsenverschlüssen etc.) schon anders aus, vemutlich weil die auch mehr benutzt werden.

    Du wirst ja kaum jedes Rollfilmformat an deiner GF-Kamera benötigen.

    Nun, dass kann man nicht so genau wissen, weil man bislang auch nicht die Wahl hatte. Ich persönlich empfinde die Möglichkeit als Bereicherung meiner Kreativität. Man wird sehen. Ich schaue mal, dass ich diese Woche noch das Video fertig stelle.

  • Wozu braucht man so eine Sinarkassette? Man kann doch auch eine Ausschnittsvergrößerung aus einem 4x5-Film machen, oder? Wieviele 6x12-Panos müsste ich machen, um die 500 Euro einer guten Sinarksssettte zu amortisieren?

    Edit: Upps, das geht gar nicht, das mit dem Amortisieren. Ein Blatt FP4+ kostet 1,50 Euro. 4 Blatt ergeben 4 Panos für 6 Euro. Ein Film FP4+ in 120 kostet. ...

  • Wieviele 6x12-Panos müsste ich machen, um die 500 Euro einer guten Sinarksssettte zu amortisieren?

    Das kann ich Dir auch nicht sagen, da ich Deine Kalkulation nicht kenne. Mir gehts eher um das haptische: Adaptieren, montieren etc. - bin halt ein Spielkind. Was will man da machen?

  • Fotoimpex Stand heute:

    FP4+ in 4x5": 2,29/Blatt

    FP4+ 120 : 6,90/Film

    Ein Panorama in 6x12 mit entsprechendem Rückteil kostet also 6,90 EUR/6 = 1,15 EUR, Ersparnis etwa 1,15/Bild.

    Ektachrome 100 in 4x5": 7,20/Blatt

    Ektachrome 100 120: 15,60/Film

    Ein Panorama in 6x12 kostet also 15,60 EUR/6 = 2,60, Ersparnis 4,60/Bild. Lohnt sich dann wohl schon nach 100 Bildern.

    Etliche Filme gibt es auch gar nicht als Planfilme, z.B. die neuen Cinestill Filme im Format 120. Und andere hochwertige 6x12-Rückteile wie z.B. das Linhof Techno Rollex in 6x12 kosten noch mehr.

    Grüße
    Andreas

  • Es ist richtig, dass komplexe, mechanische Dinge anfälliger für Defekte sind, es resultiert aber nicht zwangsläufig daraus. Bei den Kosten gebe ich Dir Recht, das Teil ist nicht unbedingt ein Schnäppchen. Fummelig ist es jedoch nicht und ob es gerne kaputt geht steht auch noch in den Sternen. [...]

    Zum Thema "kaputt" kann ich nichts beitragen, das Ding ist alt und gebraucht erworben, sieht noch manierlich aus, funzt tadellos und daß das Filmeinlegen etwas (!) fummelig ist, laste ich der Seltenheit an, die ich das benutze, ich finde es nicht viel fummeliger als ein Habla-Magazin. Was ich 99 Mal gemacht hab...

    Sinar Norma, Sinar ZOOM RF-Magazin, Schneider-Kreuznach Super-Angulon 8/65 mm, Centerfilter; Kodak Ektachrome 64; CanoScan 9950f/Silverfast; GIMP (Rahmen, Farbstich)

  • Bei Fotoimpex kaufe ich nicht.

    ILFORD FP4 Plus 125 Schwarzweißfilm, 4x5inch / 10,2x12,7cm, 100 Blatt für 159,90 EUR, also 1,59 EUR pro Blatt, bei https://www.nordfoto.de/Analoge-Fotogr…latt::9172.html

    ILFORD FP4 Plus 125 Schwarzweißfilm, 120 für 6,52 EUR ab 10 Stück, also 1,63 EUR pro Bild 6x12, bei https://www.nordfoto.de/Analoge-Fotogr…-120::9241.html

    Das 6x12-Bild ist mithin 4 Cent teurer als das 4x5-Bild. Dafür habe ich im 4x5-Bild Fleisch zum Wegschneiden oder dranlassen.

    Nehme ich den geteilten Kassettenschieber und belichte zwei Panos auf ein Blatt Film, kostet mich das Blatt 4x5 nur noch die Hälfte.

    Rollfilm ist einfach sehr viel angenehmer im Handling und da habe ich reichlich Vorräte...

    Aber dann kann ich nicht mehr individuell entwickeln, es sei denn, ich kaufe mit 3 Sinar-Zoom-Kassetten für N-Plus, N und N-Minus ...

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