noch'n Versuch mit Berg

  • Neulich

    haben wir uns nur knapp verfehlt. Wir heben den schönen Tag für einen Ausflug von Bozen aus genutzt.


    der Blick dabei doch klar Richtung Berg geht

    ja, die Landschaft führt den Blick wie mit einem Trichter.


    Wie gleiche Dinge sich unterscheiden, indem verschiedene sie sehen!

    und was unterschiedliche Wetterlagen ausmachen. Jetzt fehlt nur noch ein Blick mit Wolken, die die Bergruppe verdecken.

    Beide Fotos sind vom fast gleichen Standort aus gemacht.

    Und ich kannte diesen Blick auf die Drei Zinnen noch nicht.

    Es gibt da an der Landstraße einen Aussichtspunkt auf diese Berggruppe mit Erklärungen.

  • So, und jetzt ist es meiner Meinung nach perfekt. Und das kann ich begründen.

    Im ersten Bild ist die Filterung des Himmels und der Drei Zinnen stärker, und deswegen hätte ich erwartet, dass auch die Lokalkontraste in den beiden Waldpartien links und rechts etwas höher wären, in dem Sinn, dass man links etwas mehr Spitzlichter und kräftigere Schattenprofile an den Zweigen sieht. (Ein wenig wie bei Andreas, bei dem aber der Dunst eine ganz andere Rolle spielt ...)

    Im zweiten Bild aber, in dem Du wunderbarerweise die Atmosphäre zuläßt, die eine wundervolle ferne Luftigkeit der Höhe vermittelt, aus der der Firn herausschimmert und nicht als weißer Placken herausknallt wie im ersten Bild, in diesem zweiten Bild also wird dieses Schimmern vorbereitet durch die atmosphärische Zusammenfassung des Waldes. In diesem zweiten Bild ist folgerichtig auch das spitzlichte Glitzern der Zweigformen des mittleren Baumes, der auf die Drei Zinnen zeigt, ausgeschaltet. Das ist sehr gut. Licht braucht Form nicht zu brechen, sondern artikuliert sich mit ihr, nicht gegen sie.

    Also, mir gefällt das zweite Bild sehr gut, und es ist auch nicht so brutal kritisch gegen die Menschenmasse, für die im ersten Bild ein Riesenplatz reserviert wird. Hier im zweiten Platz ist das Lokal bespielbar. Die Repoussoirfiguren bieten und Zugänglichkeit an. Wir können uns einversetzen und den Ort explorieren.

  • Ich empfinde die Version mit der Filterung als schöner und wohl auch näher an der natürlichen Wahrnehmung,
    Adaption usw. Der hellste Punk bei dem wohl den Schnee meint ist, ist in der Ausarbeit wohlmohne Probleme
    in den Ausgabebereich zu bringen. Im übrigen ist da in beiden gezeigten Versionen keine Zeichnung zu finden
    und muss auch nicht.
    Was der Herr Adams meint ist ja nun auch egal, ich mag Labskaus, er vielleicht nicht. Nebenbei glaube ich
    irgend wo mal gelesen zu haben, das der gute Mann auch nicht ganz so farblos unterwegs war.
    Warum die Filterei nun Effekt sein soll, verstehe ich nicht. Hier wird doch auch nur der Kontrastumfang in das Filmmaterial
    eingepasst um zum gewünschten Ergebniss zu kommen. Macht man das mit Zoneneinteilung und N +/- Entwicklung
    nicht auch nur? Nebenbei wähle ich bei der Endverarbeitung ja auch die Gradation meines Geschnacks.

    @Aksak
    Wieso sollte man hier einen Blaufilter benutzen?

    es ist Zeit zu gehen

  • Ich werde mal bei Herrn Adams nachlesen - vielleicht entdecke ich ja noch die Bergfotografie für mich. Dann fahre ich gleich wieder los zum Ausprobieren, denn hier ist mit den Bergen nicht so viel Auswahl.

    Im Tal ist für mich die Wiedergabe von Begrünung, Himmel und Backsteinwänden, Straße, Weg ohne Filter am besten.

    Naja, und manches is dann auch Geschmacksache - ich mag keinen dunkel gefilterten Himmel, bei anderen kann er gar nicht schwarz genug sein. Und es soll immer dramatsich sein und digital alle Regler auf Anschlag.

    Übrigens bin ich noch auf eine lustige Tabelle im Zusammenahng mit den Bergen gestoßen: da wird die "Dominanz" eines Berges jeweils angegeben. Kaum einer der Berge erreicht die Dominanz des Deichs hier im Norden :)

    Ja, ja, ich weiß, alles Quatsch.

  • Guadarmar by by : das mit dem Blaufilter ist ein Spaß. Gegen die Filterei sagt ja niemand was. Bei Adams wird darauf verwiesen, dass im flachen Land eine Gelbfilterung manchmal wichtig wird, weil mehr Dunst da ist, insbesondere in Industriegebieten. es kann ja auch sein, dass Dieter, der bisher v.a. um Bremen herum fotografiert, sowas in seiner Gegend öfter braucht als in den Bergen.

    Zum Kontrast: der ändert sich im Bild, von Ort zu Ort im Bild, ohne Filter, während er mit Orangefilter vereinheitlicht wird, was das Bild etwas mehr Fläche werden lässt, mit starker Textur freilich. Hier ein Vergleich, was ich meine - ich hoffe, das ist gestattet:

    Im ersten, gefilterten Bild bleibt der Kontrast in der umrandeten Zone gleich. Im ungefilterten Bild verändert er sich in die Tiefe: er nimmt ab. Die Felswand links der Drei Zinnen scheint mir zum Bildrand links kontrastreicher zu werden. Das ungefilterte Bild entwickelt für mich mehr Tiefenraum.

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