Agfa Contone - Wirklich so niederempfindlich, oder stelle ich mich nur doof an?

  • Ahoy allerseits!

    Vor ein paar Wochen habe ich in der Bucht etwas günstigen Planfilm 13x18 geschossen - Agfa Gevatone Contone P230p, um genau zu sein, eigentlich ein Separationsfilm, aber auf der Jagd nach Deals hat mich der ursprüngliche Einsatzzweck noch nie abgehalten.

    Nach etwas rumprobieren bekomme ich nun mit einem Rating von ISO 1/16 bis 1/32 ordentliche Belichtungen (nein, kein Zahlendreher), was mich doch stark verwundert. Das wäre nochmal deutlich unempfindlicher als so manches Fotopapier.

    Deshalb meine Frage: Mache ich bei der Belichtung oder Entwicklung (aktuell 5 Minuten in HC110 Verdünnung B) vielleicht irgendwas falsch? Gibt es sonst eine Methode, um die Empfindlichkeit zu steigern?

    Das Material ist außerdem relativ grobkörnig, was man sonst ja eigentlich dem "schnellen" Film zuspricht....

    LG, Leon :)

  • Hallo Leon,

    der Agfa Gevatone Contone Pan P230p war ein panchromatischer Film zur Reproduktion von Vorlagen. Eigentlich ist er extrem feinkörnig. Die Bezeichnung "P230p" bedeutet, dass er panchromatisch (P), normale Gradation (2) und einen recht dicken Schichtträger (3) auf Polyester-Basis (p) besitzt.

    Hinsichtlich der Empfindlichkeit war er schon sehr niedrigempfindlich (ca. ISO 3-6), als er noch in den 90ern produziert wurde. Fotopapiere (frisch) liegen in ähnlichen Bereichen. Ich vermute, dass Dein Film mindestens 25 Jahre alt ist. Wenn er sehr grobkörnig wird und nur noch einen Bruchteil der Empfindlichkeit hat, ist er wohl eher schlecht gelagert worden und hat seine ursprünglichen Eigenschaften verloren. Hast Du mal andere Entwickler (Feinkorn?) getestet oder den Film densitometrisch ausgemessen?

    Grüße

    Andreas

  • Hi Andreas, vielen Dank für deine Antwort!

    Online habe ich vergeblich nach mehr Informationen zum Film gesucht, jetzt bin ich schlauer :)

    Ich habe auch noch zwei Packungen des gleichen Films in 8x10, den ich vielleicht zuschneiden werde. Hoffe der ist etwas frischer.

    Aktuell habe ich leider keinen anderen Entwickler oder ein Densitometer.

    Liebe Grüße, Leon

  • jetzt bin ich schlauer :)

    Hallo Mampfer, ich würde doch gerne an Deinen Erfahrungen profitieren.

    Ich habe auch diesen Film und ihn einmal, weil das auf der Packung stand, in Documol entwickelt. Aber nun, da es keinen Documol mehr gibt suche ich nach Tipps, die mir helfen mit dem schönen Film umzugehen.

    Im Voraus vielen Dank

    und Grüße aus dem sonnigen Norden

    Jo

  • normale Gradation (2)


    Nee, Andreas,

    "normal" war immer schon die 3.

    2 ist "spezial".

    Wiki bestätigt das:

    • 0 = extraweich
    • 1 = weich
    • 2 = spezial
    • 3 = normal
    • 4 = hart
    • 5 = extrahart


    Ich habe auch diesen Film und ihn einmal, weil das auf der Packung stand, in Documol entwickelt.


    Dann würde ich mal den Rollei RHC (high contrast) versuchen ( ich nahm den gerne für Baryt). Der ist aber unbezahlbar derzeit.

    Preiswerter ginge es mit Fomapans Hydrochinonentwickler LQN; den hab ich aber, um in etwa 1:1 an den RHC ranzukommen, maximal 1:1 verdünnt.

    Ansonsten käme mir noch Röntgenfilmentwickler in den Sinn, der reißt nämlich das Röntgenbild binnen 30sec aus dem Silber, ist also das Gegenteil von ausgleichend entwickelnd :)


    Nach etwas rumprobieren bekomme ich nun mit einem Rating von ISO 1/16 bis 1/32


    Kann ich mir unabhängig von den Packungsangaben gar nicht vorstellen.

    ...

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    Nee, Andreas,

    "normal" war immer schon die 3.

    2 ist "spezial".

    Wiki bestätigt das:

    • 0 = extraweich
    • 1 = weich
    • 2 = spezial
    • 3 = normal
    • 4 = hart
    • 5 = extrahart

    Stimmt im Prinzip... ;)

    Agfa Gevaert bezeichnet in dem Buch "Gevaert Manual of Photography" zu den Gevatone Papieren die Gradationen allerdings wie folgt:

    Contrast grades:—

    o for very hard negatives
    1 for hard negatives
    2 for normal negatives
    3 for soft negatives
    4 for very soft negatives
    5 for extremely soft negatives

    Grüße
    Andreas

  • Bei drei Din belichtet, 8Minuten entwickelt

    Ergebnis: wasser wie dünn.

    Also kein Erfolg

    Morgen probiere ich es mit nofin docu.

    Ich würde da völlig anders hantieren:
    Zuerst die ungefähre E-Zeit ermitteln (das geht mit einer Entwicklung eines Filmschnipsel/Steifen nach Sicht in der Schale bei Tageslicht) und erst danach an die Netto Empfindlichkeit des Films rantasten.

  • Alles noch einmal.

    Nun habe ich noch einmal eine ganze Blende dazu gegeben und es wird deutlich besser.

    Also auf fast null Din belichtet und das geht. Habe bei einer Belichtungszeit von, gemessen 30 Sekunden, noch mal verdoppelt und das Ergebnis ist im grünen, kopierbaren Bereich.

    Schade, daß es Tetenal nicht mehr gibt. Der Documol war schon sehr schön für solche Aufgaben.

    Grüße Jo

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