• Hallo allerseits,

    von Zeit zu Zeit ist es immer gut, das eigene Tun mal kritisch zu hinterfragen. Außerdem macht es meistens Spaß, mit Leuten zu sein, die ähnliche Interessen haben. Weshalb ja auch dieses Forum.

    Vor diesem Hintergrund die Frage:

    Gibt es aktuell interessante Workshops zum Thema "Analoge Schwarzweißfotografie, Schwerpunkt Zonensystem und Fine Art Printing"?

    Also sowas wie das, was z.B. Andreas Weidner weiland anbot?

    Viele Grüße

  • Meinst du so etwas?

    Andreas
    May 20, 2019 at 9:36 PM

    Wenn man jemanden weiß, der solch einen Workshop leiten könnte, kann man auch selbst organisieren.

  • Otto Beyer
    December 27, 2021 at 11:03 AM
  • Hm, ich fragte nach aktuellen Workshops.

    Mir geht es nicht darum, das Testen zu lernen. Leute, die Bilder von mir haben, wissen das.

    Mir geht es eher darum, mit anderen, die das Zonensystem und das Vergrößern in der Dunkelkammer ebenfalls praktizieren, zusammen zu sein und mich auszutauschen. Einfach zu sehen: wie machen andere das, was ist für andere an meinem Zugang interessant?

    Die Kurse bei Linhof gehen auch nicht darum, dem totalen Neueinsteiger ins Großformat Sinn und Zweck einer Kamera zu erläutern. Es wird vorausgesetzt, dass jemand bereits Erfahrungen gesammelt hat und weiß, was er wissen will.

    Ich finde den workshopartigen Austausch in puncto "Grossformat" jedenfalls immer sehr anregend, seit ich ab und wann mit anderen Fotografen an bestimmte Orte rangehe und in der Praxis diskutiere.

    Vielleicht sollte man das Thema anders angehen.

    Wo hat es eine große Dunkelkammer, in der fünf bis sieben Personen Platz haben und arbeiten können?

    Ausgehend von diesem "critical point of failure" könnte man einen Workshop dort organisieren und jemanden anfragen, der oder die den Teilnehmenden ein großes Vorbild wäre.

    Sodann käme noch die Terminierung und die Unterbringung.

  • betrachte es als eine mögliche Bezugsquelle

  • ...die das Zonensystem und das Vergrößern in der Dunkelkammer ebenfalls praktizieren...

    Interessante Aussage vor dem Hintergrund, dass das Threadthema ja "Fine Art Workshop" lautet. Ich habe da offen gestanden selber auch noch nie drüber nachgedacht: Bedeutet "Fine Art Photography" automatisch auch "Zonensystem"? Geht das Erstere auch ohne das Letztere? Oder fällt das zwingend definitorisch in eins?

    Bemerkenswerterweise wird einem, googelt man "fine art photography", als deutschsprachiger Wikipedia-Eintrag der Link zu "Künstlerische Fotografie" vorgeschlagen. Etwas weiter drunter folgt dann der amerikanische Eintrag zu "Fine-art photography". Indem das Zonensystem allerdings nicht ein einziges Mal erwähnt wird.

    Hat sich der Bärtige mit dem Strohhut in einem seiner Bücher oder Interviews dazu mal ausgelassen? aksak_maboul, du kennst dich doch so gut aus in der amerikanischen Szene, war dieser Punkt irgendwann einmal ein Thema?

    Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt.

  • "fine art" ist im Englischen einfach nur "Schöne Kunst". Also bildende Kunst, nicht Handwerk. Dass ich das jetzt mit "Zonensystem" in einem Satz erwähnte, kann darauf zurückzuführen sein, dass ich mal Weidners "Workshop Fine Art" durchgearbeitet habe. Jedenfalls liegen beide Themen bei mir im Interessensbereich.

    Ob man Kunstfotografie mit Zonensystem assoziieren muss? Würde Willi Beutler einen Neofin-Kurs anbieten, interessierte der mich auch. Oder ein Belichtungsmesserseminar von Sekonic, nur für Lichtmessung mit Kalotte. Oder ein Kurs im Verkratzen von Negativen ... - "Zonensystem" wäre ein Ausgangspunkt, nicht die Endstation.

  • Wenn es um klassische, "akademische" Landschaftsfotografie geht ist man bei Bruce Barnbaum vielleicht gut aufgehoben: https://www.barnbaum.com/workshops

    Barnbaum ist regelmäßig in der alten Welt unterwegs. Habe selbst keine Erfahrungen und kenne nur sein Buch "The Art Of Photography" - aber vielleicht hat ja jemand anderes hier was zu berichten. Und an Workshops und Coachings mangelt es ja heutzutage nicht - Bjørn Joachimsen (um einen weiteren Fotografen zu nennen) hatte einen speziellen Großformat-Workshop in Norwegen, vielleicht kommt da ja wieder was: https://www.fotografjoachimsen.no/international-workshops

  • Gute Tips.

    Danke, Euch allen, für die Rückmeldung.

    Vielleicht ist es einfach der Umstand, dass ich seit kurzem wieder mit der KB-Kamera knipse. Essayistischer.

    Varg bringt etwas auf den Punkt, wenn er spricht vom "100. Wasserfall" spricht, <a href="RE: Schlecht Wetter Bild">Schlecht Wetter Bild</a> - ertappt: ausgerechnet gestern fotografierte ich meinen ersten echten Wasserfall in 13x18 ...

    In welche der beiden Richtungen geht man? In die bekannte oder in eine andere?

    Barnbaum und Joachimsen sind künstlerisch recht dominant, oder?

    Gruss an alle

  • In welche der beiden Richtungen geht man?

    Was soll Dir der Workshop bringen? Ich kenne Bruce Barnbaum nicht persönlich und auch nicht seine Workshops - für mich persönlich klingt das auch eher uninteressant. Wenn ich aber "Fine Art" und "Großformat" höre muss ich automatisch an amerikanische Fotografen denken. Oder meinetwegen eben der genannte Andreas Weidner. Im Grunde das, was ich mit "akademisch" bezeichnet habe (wobei es es ja im Grunde eben nicht an einer "Akademie" verortet ist) meint einen Stil, der prominent von Ansel Adams vertreten wurden. Mit "akademisch" meinte ich zum eine eine spezifische (erwartbare) Bildgestaltung mit entsprechenden Sujets zumeist im Bereich Landschaft, Stilllife oder Portrait/Akt. Technisch sind das alles sehr versierte Fotografen. Dem wurde (ohne das werten zu wollen) oft entgegnet, dass sich die Fotografie im strengen Abarbeiten eben dieser formalen Regeln erschöpft.

    Ich vermute, dass ein Workshop etwa bei Wolfgang Zurborn anders ablaufen wird und andere Schwerpunkte setzt: https://www.lichtblick-school.com/

    Aber auch das mag nur meinem eigenen Erwartungshorizont geschuldet sein. Ich denke an Workshhops/Coachings zum Thema Fotografie mangelt es aktuell nicht.

  • Wolfgang Zurborn beschäftigt sich - nach meinem Wissen - vor allem mit der Gestaltung von Fotobüchern:

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  • Das ist durchaus interessant. Aber auch ideologisch. - Gegen die ungeordneten Bilder! Wider das disparate Material! Ordnung ins angesammelte Chaos! Weltschöpfung als Reihenfolge! Aber die eigene, angelieferte bereits aufgeräumte Serien sind suspekt. Offener Blick des Fotografen, das heißt: misch Dich nicht in meine Ordnung ein - sei lieber "intuitiv"! (Wobei "Intuition" eigentlich doch eher die Bedeutungsvoraussetzung ist ..., aber wir leben aktuell ja sowieso im Zeitalter des Doppelsprech ...) Man nehme es sportlich, als lesbares Gefüge, das ist die sequentielle Challenge.

    Vielleicht ein wenig überdimensioniert für meine paar Bilder. Wenn ich nur daran denke, so viele Bilder erst mal abzuziehen, wie die hin- und herschieben, wird mir schwindlig.

    Die Bilder sind allerdings stark. Auch von der Gestaltung her, Farbe, Strukturen, alles gekonnt herausgearbeitet.

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