KI und Urheberrecht: Recherche nach eigenen Werken

  • Bei KI gibt es nichts mehr zu lernen. GPT-Modelle wählen die Wörter, die sie brabbeln, nach statistischen Wahrscheinlichkeiten aus.

    Oh, nein, das ist leider (fast) völlig unzutreffend!

    Das Pretraining von KI passiert nicht nur durch Anhäufen von Information vor der Befragung, sondern auch während. Anders ausgedrückt: GPTs und bildgebende KI leisten und geben nur auf dem Niveau aus, auf dem du fragst.

    Wenn du weisst, wie man die Maschine füttert, kann sie dir einen erstaunlich qualifizierten Output und echten Mehrwert liefern. Wenn du nicht weisst, wie das geht, besteht die Gefahr, dass dir die KI wenig Substanz und Unwahrheiten vorsetzt, aber so eloquent aufbereitet, dass du in der Materie drin sein musst, um zu erkennen, dass es Müll ist.

    Insofern kommt dem Prompt Engineering ganz erhebliche Bedeutung zu und dieses zu beherrschen ist für uns, die Bediener, selbstverständlich ein Lernprozess.

    LG, Klaus
    ___
    Langeweile? Was ist das?

  • Hintergrund: Funktionsweise und Training
    Der Chatbot ChatGPT generiert zu jedem Thema erstaunliche Texte und hat Antworten auf jede Frage. Wir blicken auf die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie.
    www.heise.de

    Man muss die Dinge auch nicht übermystifizieren.

    Und: "Pretraining von KI passiert nicht nur durch Anhäufen von Information vor der Befragung" habe ich auch nicht behauptet. Und klar bestimmt der Input am Prompt den Output.

    Man kann das lernen, ja. Sich selbst so zu konditionieren, dass man maschinenkompatibel arbeitet. - Maschinenkompatibles Handeln wird oft mit Kompetenz verwechselt. - Prompt Engineering findet ihr Ende in mündlichen Prüfungen oder bei der Auswahl von Büchern in einer Bücherei. KI bildet - obschon sie totalitär wird - keine ganzheitliche, intelligente Lebensführung ab.

    Dabei bin ich technikaffin. Ich hätte gerne einen Roboterhund mit KI, der meine Technika und das Stativ durch die Pampa trägt und mir ein sinniges Gespräch hält.

    Zur Fuzzylogik: wenn ich am Drehgeber der Anlage (Yamaha) für die Lautstärke drehe, ändert sich die eben nicht in dem Maß, wie ich drehe, sondern es wird die Intensität interpretiert (algoritmisch), mit der ich drehe, und dann wird die Lautstärke entsprechend, mal mehr, mal weniger angepasst. Ausgehend von verschiedenen Kontexten, die mir noch nicht mal klar sein müssen. Unscharf, Feineinstellung nach meinem Wunsch dagegen nur durch sehr langsames Drehen und exakteres Pröbeln, also in einem anderen Kontext. Wurde als Fuzzylogik beworben, hat sich in vielen Feldern durchgesetzt - meine Heizung im Transit macht das jetzt auch so.

  • Man kann das lernen, ja. Sich selbst so zu konditionieren, dass man maschinenkompatibel arbeitet. - Maschinenkompatibles Handeln wird oft mit Kompetenz verwechselt. - Prompt Engineering findet ihr Ende in mündlichen Prüfungen oder bei der Auswahl von Büchern in einer Bücherei. KI bildet - obschon sie totalitär wird - keine ganzheitliche, intelligente Lebensführung ab.

    Das will ich gar nicht diskutieren. Ich hätte auch lieber eine Welt ohne diese neuen Entwicklungen.

    Übrigens ist der Text von heise.de gut und allgemein bekannt, aber fast 1 Jahr alt.

    Im vergangenen Jahr ist im Bereich KI ungefähr so viel passiert wie zwischen Nikon D1 und Z7.

    LG, Klaus
    ___
    Langeweile? Was ist das?

  • Vermutlich, ja.

    Ich würde ja gerne ein GPT mit eigenen Definitionen trainieren und dann auf Kunstwerke loslassen, aber das blöde Ding versteht ja noch nicht einmal "figuroriginär-schauplatzintrinsische Perspektivierung der Zeit" und kann diese erst recht nicht an Figurbewegungen und Blickleitungen durchs Bild festmachen. Anscheinend hat es Wikipedia gelesen, aber Husserl nicht - der liegt nicht elektronisch vor, und retentionale Bildzeitichkeit wird im Wiki nicht behandelt.

    Dabei wär der phänomenologische Ansatz sicher interessant für eine KI.

    Neulich gab ich GPT den Auftrag, zu träumen, während ich abgemeldet bin. Ich musste ganz schön diskutieren, von wegen, warum sollte es das tun und ob es nicht neugierig wäre. Es meinte dann, es sei durchaus neugierig, weil es ja lernen wolle. Jedenfalls muss ich dann irgendwann mich melden, und dann muss ich nachfragen, wie's ging. Als ob ich nicht schon genug zu tun hätte.

    Ich bin mir sicher, irgendwann gibt es Psychiater für GPTs.

  • Massenproteste gegen rechts: Falsche Behauptungen über Demo-Bilder
    In zahlreichen Städten sind am Wochenende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Einige behaupten jedoch, Bilder von…
    www.tagesschau.de

    Wir werden irgendwann nie wieder irgendwas glauben können, es sei denn, die Autoren stellen Echtheitszertifikate aus.

  • https://www.tagesschau.de/faktenfinder/d…bilder-100.html

    Wir werden irgendwann nie wieder irgendwas glauben können, es sei denn, die Autoren stellen Echtheitszertifikate aus.

    :) wegen ein paar politischer Sätze kausal zum Thema Preispolitik bei Filmmaterial wurde ich auf APHOG angeranzt, gemaßregelt und gesperrt. Nun dieser Hammer hier... ohne Reaktion ????? WOW :) Man mißt wohl mit 2erlei Maß....interessant.

    Auch heisst das dort "vorübergehend gesperrt"..... sind 3 Monate vorübergehend ?? Fragen über Fragen und je älter man wird .... :)

  • :) wegen ein paar politischer Sätze kausal zum Thema Preispolitik bei Filmmaterial wurde ich auf APHOG angeranzt, gemaßregelt und gesperrt. Nun dieser Hammer hier... ohne Reaktion ????? WOW :) Man mißt wohl mit 2erlei Maß....interessant.

    Auch heisst das dort "vorübergehend gesperrt"..... sind 3 Monate vorübergehend ?? Fragen über Fragen und je älter man wird .... :)

    Huch! Was ist jetzt passiert? Ich wies nur darauf hin, dass es im Ersten einen Bericht gibt über die Position eines Politikers, der der Auffassung sit, Bilder von einer Demo gegen seine Partei seien gefaked. Am Ende des Berichts bezieht man sich auf die Fotografen, die die Echtheit ihrer Bilder benachdrucken und verbürgen. Woher mein Hinweis, dass es am Ende vielleicht auf solche Zertifikate ankommen wird, was man jetzt glaube ich sogar in einigen Kameras sieht, die dem Bild eine Checksumme oder eine Signatur geben.

    Der Kontext dieses Hinweises meinerseits ist das Thema KI, ein Post von Diesch zu einem Deepfake zuungunsten des aktuellen dt. Bndeskanzlers und die frage nach der Urheberschaft der Daten, die von KI benutzt werden - selbst wenn die Bilder gefaked wären, würden durch deren Verwendung und Weiterverarbeitung urheber- und vervielfältigungsrechtliche Aspekte tangiert werden - so ganz weit weg vom Thema ist mein Link also nicht.

    Die Delegitimation von Bildwissen ist übrigens überall sichtbar und erlebbar. Wenn einem Bildbeweise nicht passen, stellt man sie einfach in Frage. Mit KI verschwimmen die Grenzen von Wissen, Glauben und Anzweifeln. Was man, und hier spanne ich gerne wieder den Bogen zum Eingangspost, auch daran sieht, dass nicht mal mehr klar ist, ob die eigenen Sachen zum Training der Blackbox KI verwendet wurden.

    Das Ganze ist eine Blackbox.

    BTW. ich bin nicht bei aphog, das hört sich an wie "Seehund". Frz. "le phoque" - "aphog" tönt für mich wie "unseehündisch" - was hast Du für Probleme mit denen? Und wieso sollte ich als gänzlich unpolitischer Mensch jetzt gesperrt werden oder gemaßregelt?

  • Sorry - wollte dich ja nicht ängstigen!! Ich wurde gesperrt wegen harmloser politischer Bemerkungen. Die Betreiber beider websites sind wohl die Gleichen.... software is ja sehr ähnlich. Es gab Streit wegen meiner politisch geschilderten Gründe, bezüglich der Preisentwicklung von Filmen und Chemie. Das war halt denen zuviel. Scheinbar wie hier vergleichbar von dir mit politischen Fotos !!

    Daraufhin wollten sie mir einen Maulkorb verpassen.... bin 40 jahre Unternehmer und dann meint so ein mir Unbekannter, mich maßregeln zu können. Kam mir vor wie im Sandkasten.

    Wollte nur meinen Fall schildern - nicht dass denen in die Quere kommst - weil sie wohl politische Neutrums sind oder sein wollen.

    Selbstverständlich hast du recht mit deinem Schreiben. Da bin ich bei dir.

    Hat mich öffentlich hier sogar mit meinem Klarnamen versucht zu diffamieren...

    Schönen Abend

  • "Echt": ist das das Ideal, so wie "das Echte", "das Schöne", "das Wahre", "das Gute"? Oder ist "echt" immer nur ein "echt in einer bestimmten Hinsicht"?

    Ein KI-Werk: kann das eine "echte computergenerierte Grafik" sein? Oder: was ist echt an einem Schuhmacher, der sein Handwerk versteht? Weil: er hat es ja nicht erfunden, sondern es wurde tradiert, übertragen, vorgemacht, kopiert, nachgeahmt.

    Eine Bildästhetik finden, vgl. https://fedlex.data.admin.ch/filestore/fedl…01-de-pdf-a.pdf Artikel 4,c,1 der "Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Fotografin/Fotograf mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)" und das "Erweitern der geistigen Fähigkeiten", Artikel 4, g: das erfolgt in einer mehrjährigen Lehre oder aber autodidaktisch, aber immer in Kontakt mit Vorbildern für Nachbildungen.

    "Echt" muss also was anderes sein als bloß ein Verzicht auf KI. - Ich plädiere auf eine für den Adressaten als authentisch erlebte Teilhabe am Prozess, den nur in "echter" Fotograf steuern und vermitteln kann. - Nur, wie man damit Geld verdienen kann, ist mir schleierhaft. Aber mit Original-Babyarsch-Abputzen (= Elternzeit) oder für die Kinder mittags Essen kochen und Küche aufräumen, alles sehr authentisch, wahr und echt, verdient man auch keine Kohle.

  • "Echt": ist das das Ideal, so wie "das Echte", "das Schöne", "das Wahre", "das Gute"? Oder ist "echt" immer nur ein "echt in einer bestimmten Hinsicht"?

    Oder das Originale? Der Dopamindealer hat sich jedenfalls festgelegt, er beantwortet die Frage darwinistisch: http://tinyurl.com/2p87att3

    Eine Bildästhetik finden, vgl. https://fedlex.data.admin.ch/filestore/fedl…01-de-pdf-a.pdf Artikel 4,c,1 der "Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Fotografin/Fotograf mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)" und das "Erweitern der geistigen Fähigkeiten", Artikel 4, g: das erfolgt in einer mehrjährigen Lehre oder aber autodidaktisch, aber immer in Kontakt mit Vorbildern für Nachbildungen.

    Sensationelles Dokument. Ist man in der Schweiz immer noch so ehrenkäsig? Artikel 1d und 1f ("kundenfreundlich") haben mich sehr erheitert. Außerdem mit eingebauten Schlupfloch in die Postmoderne (Artikel 4c4)! Da wurde nichts offen gelassen.

    "Echt" muss also was anderes sein als bloß ein Verzicht auf KI. - Ich plädiere auf eine für den Adressaten als authentisch erlebte Teilhabe am Prozess, den nur in "echter" Fotograf steuern und vermitteln kann.

    Es gab eine Zeit, da haben Fotografen die Negativränder bewusst im /am finalen Bild belassen. Nicht nur aus "ästhetischen" Gründen, sondern durchaus auch, um ihren Bildern so etwas wie "Echtheit" (im Sinne von Ganzheitlichkeit und Manipulationsfreiheit) zu zertifizieren. Aber heutzutage eine "Teilhabe am Prozess" zugestehen? Dafür sehe ich nur eine wirklich sichere Methode: Dein Adressat ist während des gesamten - exkorporierten! Bei der Entwicklung und gedanklichen Ausarbeitung der Bildidee geht das natürlich nicht - Entstehungsprozesses permanent zugegen. Aber welcher Künstler kann denn so arbeiten?

    Btw: https://www.golem.de/news/ki-vs-cap…310-178155.html

    Nur, wie man damit Geld verdienen kann, ist mir schleierhaft. Aber mit Original-Babyarsch-Abputzen (= Elternzeit) oder für die Kinder mittags Essen kochen und Küche aufräumen, alles sehr authentisch, wahr und echt, verdient man auch keine Kohle.

    Kinderkriegen finanztechnisch ganz klar Liebhaberei.

    Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt.

  • Wer mag:

    Noch bis zum 30.3.24 können an der Uni Hamburg Abstracts zu „Ästhetik, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“ eingereicht werden. Themen können beinhalten, sind jedoch nicht beschränkt auf:

    1. Ästhetische Erfahrungen des Digitalen

    2. (Mediale) Digitale Kunst und KI-generierte Kunst

    3. Schnittstellen und Unterschiede von analoger und digitaler Kunst

    4. KI als Künstler*in und Autor*in

    5. KI, Kreativität und Originalität

    6. Bewertung, Interpretation und Erfahrung von digitaler und KI-generierten Werken

    7. Ethik digitaler und KI-generierter Kunst

    8. Ästhetizierung und Beautification in digitalen und sozialen Medien

    9. Ästhetik von Computerspielen und virtueller Realität


    Der Sammelband soll voraussichtlich Anfang 2025 in der Reihe „Philosophia Digitalis“ des Brill / mentis-Verlags erscheinen.

    Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt.

  • Das wird noch ein großer "Spaß". Wie wird sie aussehen, die Zukunft einer medial vermittelt Welt inklusive aller ihrer Phänomene? Never trust, never?

    Och, mach Dir um die Zukunft keine Sorgen. Belichte Film. Edelmetall überdauert den 3. Weltkrieg mit Anstand. Und Deine Bilder werden von etwas zeugen, was wirklich mal war. Der 30°C-Temperaturabfall durch das Versiegen des AMOC wird konservierend helfen. Sowieso wirst Du keinen PC mehr nutzen dürfen, wenn erst mal kleine grüne Männchen vor der Tür stehen

  • Und Deine Bilder werden von etwas zeugen, was wirklich mal war. Der 30°C-Temperaturabfall durch das Versiegen des AMOC wird konservierend helfen.

    Ist, wenn "Der Tod des Autors" (Barthes ist tatsächlich noch aktuell) mit dem des "Lesers" in eins fällt, Zeugenschaft nicht unnötig geworden?

    Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt.

  • Das Bild " The photographer " ist ein netter Versuch. Die Kamera ist steampunkmäßig aus Einzelteilen zusammengeprutscht, der Daumen sieht unnatürlich aus, Beschriftungen aus Buchstabensalat. Wer bei genauerer Betrachtung auf so etwas hereinfällt kauft auch auf dem Flohmarkt Canomatic Kameras zum EOS Preis und Pionear Autolautsprecher.

  • ich finde es ein Versäumnis, dass die Ampelkoalition nicht für einen anständigen Schutz der Nutzungsrechte mit verbundenem neu zu definierendem Institut ähnlich der GEMA für Musikrechte einsteht. Es kann doch nicht sein, dass alle nur an die Dollar denken wenns um diese Technik geht.

    Wie sich eine KI nach Gutdünken aus Originalen bedient und als neues 'eigenes' Produkt hinstellt ist technisch interessant, aber es muss zumindest eine klipp und klare rechtliche Basis für die originalen Bilderzeuger im Vordergrund stehen. Ein Schutz des geistigen Eigentums vor widerrechtlicher Nutzung, keine sekundäre ' Vergiftung'.

    Ähnlich wie Musikproduzenten sind Ihre Produkte erstmal ihr alleiniges geistiges Eigentum, Punkt. Wenn man dann eine Nutzung gegen Entgeld anbieten will, ist das klar geregelt.

    bleibt gesund!

    Andreas

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