Scanner oder weiterhin abfotografieren ??

  • Hallo Forum brauche ein bisschen entscheidungs- Hilfe .

    Liebäugele mit dem Epson V850 Scanner der aber nicht gerade günstig ist !

    Momentan fotografiere ich meine 4x5 Negative mit meiner Sony a 7R2 (42 mp) 3mal versetzt ab und füge sie dann in Ligtroom zusammen so das ich zum Schluss ca. 70 mp habe die ich dann

    mit Negative Lab entwickle .

    Vorteil ist schon mal das es wesentlich schneller geht als Scannen, aber bleibt da die Qualität beim abfotografieren auf der strecke was meint ihr ?

  • Abfotografieren tue ich nur Kleinbild-Dias, weil das speziell bei großen Mengen mit dem Nikon ES1 sehr komfortabel geht und ich keine Lust habe, die Filmschnipsel für den Scan aus- und wieder einzurahmen.

    Mittel- und Großformat-Negative scanne ich mit dem Epson V800 und der Software Epson Scan2 am Mac. (Silverfast habe ich auch, funktioniert bei mir aber nicht so gut.)

    Bei einer mittleren Scan-Auflösung von 2400 oder max. 3200 spi (mehr ist eh nur in der Scanner-Werbung existent) erreiche ich bei 4x5" Vorlagen Bildauflösungen von mindestens 110 Megapixel. In – wie ich finde – sehr guter Qualität. Beim Abfotografieren mit der Z7 und Mikro-Nikkor komme ich da qualitativ nicht ran. Und Einzelaufnahmen korngenau zu stitchen ist mir zu viel Hantier.

    Zum Epson gibt es Filmhalter. Die Glaslosen sind meistens im Lieferumfang und arbeiten mit Quetschrand, was zumindest an den Bildrändern für Unschärfe sorgt, die mit Glas gibt es als teures Zubehör. Die billige Plastikscheibe wirkt aber schärfemindernd. Das habe ich nach einigem Rumprobieren verworfen. Bei mir landet der Film direkt auf dem Vorlagenglas, Schichtseite nach unten. Das Bild ist dann seitenverkehrt und wird mit Photoshop einmal gespiegelt. Wenn der Film mal nicht plan liegt, dünne Glasscheibe drauf, ggflls. Antinewtonglas. Bei Ilford-Filmen gibt es aber kaum noch Newton-Ringe, weil der Filmträger nicht mehr so hochglänzend ist wie früher. Staub ist ein Thema, ja. Man muss halt sauber arbeiten. Tut man im Analoglabor ja auch. Der Rest wird am Rechner ausgefleckt.

    LG, Klaus
    ___
    Langeweile? Was ist das?

    Edited once, last by bonnescape.de (January 14, 2024 at 2:56 PM).

  • Nach wie vor erziele ich die besten Ergebnisse wenn ich scanne. Meinen Epson V700 habe ich jetzt wohl schon über 10 Jahre, von daher relativiert sich der Anschaffungspreis.

    Kleinbild fotografiere ich auch schon mal ab aber dann muss ich das ganze Geraffel immer erst aufbauen, lohnt nur wenn es ein ganzer Film ist.

    Großformate scanne ich nur, meist 2400 DPI bei 9x12/4x5" oder 1200 DPI bei 18x24/8x10"

    Für 9x12 und 4x5 nehme ich die Maskenrahmen von meine Durst 1000. Die Schärfeebene passt einwandfrei, die Negative liegen plan ohne Kontakt zum Auflagenglas.

    Die Scans habe ich schon auf 75x120cm ausbelichten lassen. Werden erstklassig

    Ich nutze nur die Epson Software zum Scannen, dann Rawtherape und GIMP.

    Für mich sind die Ergebnisse völlig ausreichend, Photoshop oder Lightroom habe ich nie vermisst was jede Menge Geld spart. Ich spende dann lieber einmal im Jahr an die Programmierer Community.

  • Mittel- und Großformat-Negative scanne ich mit dem Epson V800 und der Software Epson Scan2 am Mac. (Silverfast habe ich auch, funktioniert bei mir aber nicht so gut.)

    Bei einer mittleren Scan-Auflösung von 2400 oder max. 3200 spi (mehr ist eh nur in der Scanner-Werbung existent) erreiche ich bei 4x5" Vorlagen Bildauflösungen von mindestens 110 Megapixel. In – wie ich finde – sehr guter Qualität. Beim Abfotografieren mit der Z7 und Mikro-Nikkor komme ich da qualitativ nicht ran. Und Einzelaufnahmen korngenau zu stitchen ist mir zu viel Hantier.

    Klaus, du schreibst: Langeweile? Was ist das?

    Beim Scannen würde ich schreiben: Geduld, was ist das? :)

    Ich fotografiere fast nur ab, mache auch nur noch S/W. Dafür benutze ich die Essential Film Holder EFH schon seit einigen Jahren. Damit habe ich einen KB Film oder Rollfilm in einigen Minuten digital. Nehme den Film nach ca. 3h trocknen direkt ungeschnitten vom Hänger, schiebe ihn durch und hänge ihn dann wieder auf, so dass er genug Zeit zum Trocknen hat.

    Wenn ich später bei der Bearbeitung eine höhere Auflösung haben möchte, kann ich immer noch Teilbilder stitchen, in LR kein Problem.

    Der Fokus ist bei f/11 kein Problem, im Gegensatz zu der ungenügenden Kalibrierung von meinem V800.

    VG Dierk

  • Hallo Darko,

    ich fotografiere meine Negative auch ab (Canon 5DmkII), stitche aber nichts zusammen und fotografiere auch nicht formatfüllend da ich kein Makro habe, bisher reicht mir das.

    Kumpel von mir hat einen Epson V700, die Ergebnisse hatten mich nie so richtig überzeugt. Dabei ging's mir garnicht so sehr um die hohe Pixelmasse, sondern um die Tonwertdifferenzierung. Ich bezweifle dass der Scanner in diesem Fall sensibler anschlägt wie deine moderne Sony. Mein Kumpel nimmt mittlerweile auch wieder die Kamera.

    Beim Abfotografieren kommt es zudem sehr darauf an, welche Lichtquelle verwendet wird, das hatten wir hier im Forum ja schon mal angerissen.

    Eine Gewissheit ob dir der Scanner was taugt, wirst Du wahrscheinlich nur bekommen wenn Du dir das Teil mal bestellst und testest (hast ja 14 Tage Rückgaberecht). Der Vergleich wäre auch mal ein schöner Beitrag hier.

  • Klaus, du schreibst: Langeweile? Was ist das?

    Beim Scannen würde ich schreiben: Geduld, was ist das? :)

    Hi Dierk,
    Langeweile kenne ich nicht. Das hängt mit einem chronischen Mangel an Zeit zusammen.

    Geduld hab ich auch nur wenig. Auch das ist eine Folge von Zeitmangel.

    Passt also. Das hast du gut erkannt. 😉

    LG, Klaus
    ___
    Langeweile? Was ist das?

  • Erfahrung mit dem Händler: Ich hatte meinen V800 dort gekauft. Alles bestens. Ich hatte ihn dann aber sehr bald weiter verkauft, weil ich mit dem Fokus unzufrieden war. Man muss sehr exakt einstellen (den Filmhalter in der Höhe), dass die Filmebene in der Fokusebene liegt. Dann soll er recht gut sein, zumal bei 4x5 natürlich.

    Ich habe mir dann einen steinalten Topaz 2 gekauft, der einen Autofokus hat und nebenbei selbstredend spitzenmäßig scannt.

    Viele Grüße aus Köln

    Gerhard

  • hallo,

    ich fotografiere auch ab und zwar genau mit deiner Kamera aber bestückt mit einem 105mm Sigma Makro .

    Bei fast 1:1 ergibt das 25 Einzelbilder , die ich in Affinity photo zusammensetze.

    Ist man mit weniger zufrieden braucht man auch keine Großformatkamera ….;-)

    Grüße Alex

  • Du kannst dir wenn dir der Preis für den 850 zu hoch ist auch dein 4x5 negativ mit dem Epson v600 einscannen, das mache ich momentan auch noch so da ich den Scanner vor der 4x5 Kamera hatte, der Workflow ist ähnlich wie bei deinen DSLR scan, erst eine Hälfte dann die andere und via Photoshop zusammen rechnen. Funktioniert super, aber bei 8x10 wird es dann nicht mehr funktionieren falls du in der zukunft einen Sprung höher machen willst.

  • ... 25 Einzelbilder , die ich in Affinity photo zusammensetze.

    Ist man mit weniger zufrieden braucht man auch keine Großformatkamera ….;-)

    Sollte man nicht so eng sehen :).

    Ein großer Vorteil ist doch auch das einfache Handling der separaten Entwicklung (auf das Geschnipsel hätte ich kein Bock mehr).

    Wenn man primär Abzüge erstellt und die Dateien bloß als Kontaktabzüge dienen, find ich's ok.

    Und für die Präsentation im Netz wird die Datei sowieso eingedampft.

    Sehe bei den riesen Dateien eher Vorteile für's Drucken.

  • Mein älterer Epson Perfection 4990 verrichtet immer noch seine Dienste , mit verschiedenen Auflagen, teils selber hergestellt für 9x12/ 13x18. Auflösung mit 4800 dpi ist gut, erzeugte TIFFS sind bis 1GB gross.

    Stitching hab ich einige Male probiert, war mir zu fummlig und die Nacharbeit um überhaupt erstmal ein ganzes Negativ zu haben, zu ungenau. Photomerging in PS is mMn suboptimal

    bleibt gesund!

    Andreas

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