• Das ist nunmal so ...

    [Ich habe hier im Forum oft genug meine Plaubeleien erwähnt. Die Dinger benutze ich aus historischen Gründen. Aber ich würde sie nicht als transportable Lösung empfehlen. Die wirklich brauchbaren Modelle sind unhandlich und schwer; auch eine Universal, die 13x18 kann, ist ein Monster.]

    Ein Sinarexperte oder -fan bin ich sicher nicht. Aber ich fände eine Sinar für den Studioeinsatz charmant. Für den "Außeneinsatz" nimmt man ein kurzes Grundrohr mit zwei f-Standarten dazu, falls es nicht sowieso ein f-System wird. Das ist transportabel und mit dem Rest kompatibel. Für den benötigten langen Auszug braucht man dann zusätzlich nur eine Bankverlängerung. Die ist auch gut transportabel und schnell vor Ort montiert. Der Rest kann ja aufgebaut mitgenommen werden. Gesamtvorteil: Nur ein System!

    Das sind aber nur ein paar Gedanken,basierend auf meiner Idee, das Plaubelsystem handlicher zu machen (vgl meine "hpeco/suprawide").

    Will man sich das unbedingt antun, so einen Brocken in aufgebauten Zustand rumschleppen, dann muß es auch jedem klar sein was Das bedeutet. Denn eine Klappkamera ist das wirklich nicht.

  • die gleich mit 50cm Bank kommt

    Cambo ist auch ok. Mir ging es um eher geringes Gewicht und Transportabilität. Daher die Idee mit kurzem Grundrohr und schnell anschraubbarer Verlängerung.

    Will man sich das unbedingt antun, so einen Brocken in aufgebauten Zustand rumschleppen

    Nein, natürlich nicht unbedingt. Aber man kann nicht alles haben. Ich finde eben nur die Idee mit zwei Kamerasystemen nicht sonderlich praktisch - daher mein Gedanke für "anderthalb" Systeme.

    Al é bun sciöch' al é ...

  • Mir ging es um eher geringes Gewicht und Transportabilität.

    …wobei es ja immer Leute gibt, die 3-4 Kilo mehr tragen können. Hier wird ja keine Kamera für eine Wanderung gesucht. Wenn ich im „Feld“ fotografiere habe ich meist ein Fahrzeug dabei, das Zitat von Adams erspare ich uns jetzt.

    Was mich mehr nervt ist, wenn die Kamera ewig lang aufgebaut werden muss. Zudem ist es für mich hilfreich, wenn ich das Teil auch mal 50m auf dem Stativ schlüren kann. Mit einer leichten Bank ist das (für mich - noch) kein Problem. Kommt natürlich auch aufs Stativ an.

    Die Plaubel Universal ist da sicher an der Grenze, weil komplett aus Metall. Zudem ist die Verlängerung der Bank bei der Universal nicht elegant gelöst und man findet da kaum Teile. Dafür sind die fast immer in 13x18 und absolut unverwüstlich. Es gibt die auch im Koffer (bei den Kleinanzeigen ist grad eine drin), da hat man recht wenig Aufbau weil die Standarten schon auf der Bank sitzen.

    Sinar F ist eigentlich immer eine sehr gute Empfehlung. Nur in 5x7“ wird das evtl. ein Problem bzw. teuer. Cambo kenne ich nicht würd ich aber mal auf die Liste setzen. Die Linhofs sind leider für Anfänger schwer zu durchblicken - da gibts eine Unzahl an Modellen - auch immer welche die Nachteile wie etwa nicht wechselbare Balgen o.ä. haben.

    Toyo könnte noch spannend sein, kenn ich aber selber auch nicht. Im Zweifel poste mal hier, wenn Du eine Frage zu einem konkreten Modell hast.

    Und wie immer der goldene Rat: Egal was du kaufst, kauf möglichst ein Set. Am besten mit Optik.

  • Es deutet darauf hin, dass eine Kamera mit optischer Bank erforderlich ist. Langfristig werde ich wohl auf zwei Kameras zurückgreifen müssen. Es ist ein wenig bedauerlich, aber die Anforderungen sind wohl zu unterschiedlich. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es eben nicht.

    Wenn ich noch einmal querschießen darf: das Fujinon T 400 passt - wie die Tele-Xenare und andere Telekonstruktionen auch - hervorragend an die Rittreck,

    Man muss nicht gleich eine optische Bank anschaffen, zumal die ja dann auch einen - teuren - langen Balgen sowie ein entsprechendes langbrennweitiges Objektiv und zumeist noch einen Verschluss braucht, auch wenn es sich um ein Ronar 480 mit Hinterlinsenverschluss handelt. Allein diese Kombi aus Ronar und HLV inkl. Supermegaspezialauslöser OHNE Blitzanschluss (!) kostet ja schon mindestens 600 Mäuse, und ein langer Horsemanbalgen weitere 250 bsi 350 ... Und damit hat man noch nicht einmal eine Kamera oder ein stabiles Stativ.

    Natürlich ist eine optische Bank sehr vielseitig, und erst die Sinar-Kameras ... ABER: was braucht man das beim Portraitieren? Da verlagert man selten Schärfenebenen. Eher hat man sein Setup, das funktioniert und fertig. Da wird nichts mehr geändert, das würde das Modell nur kirre machen, das hat ja eh schon 1000 Watt in der Birne, vom Flashen.

    Nee, das ist alles unrealistisch. Da schaufelt man sich sein eigenes Grab, und am Ende muss dann doch die Fieldcamera her, sag ich jetzt mal superpolemisch im Interesse einer angeheizten Diskussion.

    - Wohingegen ein Fujinon T 400 oder 600 ... naja, da wäre man mit ab 300 - 400 quid irgendwie ungefähr dabei ... Und das Tele könnte man mit der Rittreck auch zur "Location" bringen. Blitznippel hat es auch, wegen Copal, und die Drahtauslöser passen eh. Oder irgendein unvergüteter Anastigmat mit funktionierendem Verschluss, ein Turner Reich Satzobjektiv, oder ein Hugo Meyer Satzplasmat?

    Schau mal da: das ist das, womit der gemeine Ami sein Geld im Portraitbereich verdiente, als man in Hollywood noch noch mit Film arbeitete:

    https://www.ebay.ch/itm/305369038742?itmmeta=01HQZY3F5X0TCNHV9N63QT1YQ8&hash=item471969bf96:g:ZqMAAOSwtUZlsVrL&itmprp=enc%3AAQAIAAAAwLbekHSeSN7b1s%2FoTY9LiqAvDkkuwWMKM%2B9nkEM87bVwl9uHa1c%2FZs%2FDbP7LqcR%2FaM82yx%2FrjRKX0rACMkx02PxNQrvA67oRHnfKR5NUVVrZQOuJXuxHwceRHWkbPzzRFUntXk3bNN3RrjV6ubL235Bmhd8tQDsrEnWy099oVVRWDSXFK2ipKBeN9WaaG%2Bp5GM7rqjDkY5mzYnSBGh2m9SbUwxEzuPi657PyyyKEdKVaJqd1ge8RsNCyXU%2FM0B2BSQ%3D%3D%7Ctkp%3ABk9SR4Tzjf6_Yw

    https://www.ebay.ch/itm/255869556014?itmmeta=01HQZY1Z0JKHAHHVYQJ93RXZ6D&hash=item3b9303952e:g:V1MAAOSw9xxjkh~P&itmprp=enc%3AAQAIAAAA4BEIde4Mmahmeq24soiSIzwKi2E4azI%2BIoU20eXayLE1xZKt7yoiUR7iLBYYsiFG0WZ214a0m%2F1SRQcg9AjVBtdxWdk0WXOkGbd2ZL%2Bb190tWGZemPJgIOBaJnGZKg0nQfAFxsPH%2F435pAlhe%2Bc0aplTARJZtz%2Fo7MeTXbRlwazxzUfsqgzBLr253Nw9hdoS3Sq0Bz2OamgwNgCkX1dmXB%2Fq6A1xwnvByhJZAk9nHjdc1WAixXR7R7OpdrN%2Frh%2FyEEdnMuo59nhwUEmgREmMq3GVsXA5Hu7%2BiqYXfJgYcKUf%7Ctkp%3ABk9SR67wh_6_Yw

    https://www.ebay.ch/itm/335279599884?itmmeta=01HQZXZPDTAPRFJQ5PXBC9B63Y&hash=item4e1038b10c:g:b7QAAOSw5mRl36ae&itmprp=enc%3AAQAIAAAAwBnbJLuXaOjb9eiQqaWT8aRBcUJZVtLXpJYMZVopfm7oDYadhY4mCIVg%2BC9I7E%2FhdTRgszP%2BprKuTk0G4HeUZTVruAJ7CzQBdkTdPicE9R1U1ZWv561gUHZznIULzM8fz5u%2F9GOczkEkIvdLKwPRZn8bLdAyXOeDnPJKTCMGUS2J4op47zNHTK25jQ0ZevTAraLEoCuJmdif%2FXqm49jEpKiEmLvKQy4Dx865LwBUt16RaWMj%2FiX3PZc4AMUgYoXl0Q%3D%3D%7Ctkp%3ABk9SR4Dn_v2_Yw

    Dem schaue ich gerne zum Chillen zu. Inspiriert mich bisweilen aufs Neue.

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  • Hallo Philipp,

    viel ist schon geschrieben worden.

    Du hast bereits konkrete Vorstellungen, was Du möchtest und hast ein tolles Beispiel Deiner Arbeit gezeigt.

    Ich fotografiere fast nur Portraits und Akt und fast nur im Studio. Dazu benutze ich im Grossformat eine Sinar P. Damit bin ich sehr zufrieden. Ich habe alle Möglichkeiten, die ich brauche und ich könnte, falls nötig sogar noch ausbauen. Mit nach draussen habe ich die Sinar P noch nie mitgenommen. Die paar Portraits, die ich im Grossformat draussen in einem Park gemacht habe, entstanden dann mit einer Graflex. Ansonsten begnüge ich mich mit der Mamiya RB67, wenn ich draussen Portaits und Akt fotografiere. Das ist schon genug zum herumschleppen.

    Deinen Entscheid für eine Kamera auf optischer Bank finde ich gut. Bei einer Sinar hast Du die Möglichkeit einen Hinterlinsenverschluss zu benutzen. Das ist sehr vorteilhaft für alte Objektive ohne eingebauten Verschluss. Gerade wenn Du am Portrait interessiert bist, wirst Du vielleicht auf den Geschmack von alten Objektiven kommen. Siehe auch die Beiträge hier von Varg. Er zeigt wunderbare Beispiele, was solche Objektive zu bieten haben und er kann sehr gut Hintergrundwissen dazu vermitteln.

    Des weiteren sind längere Brennweiten für Portraits vorteilhaft. Mit einer Laufbodenkamera kommt man schnell mal an die Grenzen. Auch weil man in den grossen Bildformaten beim Portrait bereits schon im Nahbereich ist, benötigt man lange Auszüge. Zum Beispiel eine Schneider Symmar 360mm f5.6 ist so gross und schwer, das kriegt man kaum an eine Laufbodenkamera. Auch schon nur wegen der Grösse der Objektivplatine. Das ist übrigens ein ganz wunderbares Objektv für Portraits. Besonders die mit einfacher Vergütung. Mit der Sinar habe ich keine Einschränkungen. Natürlich braucht es das nötige Zubehör, wie Bankverlängerung, langer oder zweiter Balgen, Hilfsstandarte, ein stabiles Stativ. Das alles wird schwer und sperrig zum herumtragen und finanziell kommt mit der Zeit eine schöne Summe zusammen.

    Mit 400 Ws bist Du vermutlich eher an der unteren Grenze der benötigten Blitzleistung. Aber es lässt sich sicher damit arbeiten. Das lässt sich ausbauen. Es muss ja nicht alles sofort auf einen Schlag sein.

    Freundliche Grüsse, stephan

  • Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass es eine kleine Planänderung gibt: Ich bin nun stolzer Besitzer einer wunderschönen Ritreck 5x7 Kamera.

    Warum diese Entscheidung? Nun, es gibt mehrere Gründe:

    Zum einen hatte ich bereits vor meinem Entschluss zur optischen Bank schon ein Gesuch gestellt. Wie der Zufall es so will wurde mir dann eine Kamera in sehr gutem Zustand angeboten, komplett mit 8 Filmhaltern, zwei Rückteilen und einem Objektiv zu einem recht günstigen Preis. Außerdem hat mir die Kamera einfach unglaublich gut gefallen.

    Zum anderen bin ich der Überzeugung, dass ich nicht um zwei Systeme herumkommen werde, da mir die Lösung mit einer optischen Bank zum Mitnehmen für mich nicht passt. Ich bin nicht mit dem Auto, sondern hauptsächlich mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, mit so einer Holzkiste werde ich nicht glücklich.

    Ein weiterer Grund ist, dass ich glaube, dass dies ein guter Einstieg ist, um erste Erfahrungen zu sammeln: Es ist das erste Mal Großformat, die Entwicklung von Planfilmen, die Arbeit mit externem Lichtmesser, Swing/tilt ... Die Liste könnte endlos weitergehen. Ich hoffe, dass ich mit diesem einfacheren System herausfinden kann, was ich wirklich benötige und was nicht, und erste Erfahrungen sammeln kann. Mit den gesammelten Erfahrungen, Wünschen (und auch mit stärkeren Blitzen) kann ich dann eine bessere Entscheidung treffen, was ich benötige und dann eine Kamera auf optischer Bank auswählen. Bis dahin ist dann vielleicht auch das Budget besser und ich vielleicht auch bereit für 8x10... So werde ich dann die Rittreck weiterhin als tragbare Portraitkamera behalten.

    Ich möchte mich bei euch allen für eure Hilfe bedanken und freue mich darauf, jetzt von der Theorie wegzukommen und mit dem Fotografieren anzufangen, und euch bald (nach meinen Prüfungen in ein paar Wochen) meine ersten Ergebnisse präsentieren zu können!


    Clickma Danke dir für die Nachricht! Die Vintage-Linsen finde ich sehr interessant, ich habe den neuesten Test von Varg bereits verfolgt! Ich möchte allerdings erst einmal sicher im Umgang damit werden und reproduzierbare Ergebnisse erzielen, bevor ich anfange zu experimentieren. Ich bin gespannt, wie weit ich mit den 400W komme!

    Danke auch an geo  hppruefer  Diesch für euren Input, es hat definitiv meinen Horizont erweitert, auch wenn es jetzt etwas anderes geworden ist!

  • Na, wie schön.

    Für deine Absicht mit den Portraits kann es sein, dass du die komplette Kamera hin und her bewegen musst, damit der Ausschnitt und die Schärfe wie gewünscht sind.

    Ich habe Portraits auf 13x18 mit einem 300mm Sinaron gemacht. Die scharfe Zone ist da schon sehr eng.

  • Die Entscheidung wirst du nie bereuen. Vor allem die Kamera ist in einem perfekten Zustand und mit einem neuen Balgen.

    PS:
    Für dein Portrait Vorhaben mit der Art wie du das machst würde ich dir dazu noch das 6x9 Rittreck Rollfilm Rückteil empfehlen. Da ist man wesentlich flexibler, schneller, kosten günstiger und vor allem mit 300mm Objektiv Brennweite im 6x9 Format hat man das „perfekte“ Mittel um Kopf Portraits zu machen.

  • Das Sinar-Rückteil für 13x18 passt auch.

    Hat die 13x18 Sinar hinten eine Rückteilaufnahme von 210x210 mm (wenn ich das richtig im Kopf habe)? Oder muß da gebastelt werden?

    PS:
    Sorry. Das war ne falsche Info von mir.
    Bei der Rittreck Rückteilaufnahme sind es 220x220mm.

    Edited once, last by geo (March 6, 2024 at 3:45 PM).

  • Die vier keilförmigen Klemmen treiben sich durch die Federspannung des Rückteils hinter den Rahmen der Balgenmontage (und zerstechen den Balgen, wenn man die Keile nicht mit Isolierband polstert). Ansonsten ist das Sinarrückteil einige Millimeter kleiner, schließt aber lichtdicht und hält Bombe.

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