VERGRÖSSERER AUF LED-BASIS BAUEN 2024

  • Der frühere Thread auf https://forum.grossformatfotografie.de/forum/thread/16429-vergr%C3%B6%C3%9Ferer-auf-led-basis-bauen ist zwar sehr informativ aber eine brauchbare und aktuelle Anleitung für den Bau eines 4x5 LED Kopfes mit Ansteuerung habe ich leider bisher nicht gefunden.

    Würde vlt jemand noch seine Stückliste und Bauanleitung für SW/Splitgrade zur Verfügung stellen?

    Und gibt es irgendwo einen direkten Heiland / Intrepid Vergleich?

  • Mein Setup trifft wahrscheinlich nicht ganz die Fragestellung, aber ich poste es trotzdem mal als Anregung.

    Ich nutze meine Kamera ebenfalls als Vergrößerer und habe mir hierfür eine „Lampenkiste“ mit LED-Panel+Negativbühne und Filterschublade gebastelt. War ursprünglich bloß als Test gedacht, funktioniert aber super. Materialkosten inkl. Lampe ca. 50 Euro. Splitgrade ist via Filter problemlos möglich aber nicht unbedingt erforderlich. Als Timer nutze ich den Philips PDC 011, der sich auch im Zehntelsekunden-Bereich einstellen lässt und ne Blende gibt’s an der Kamera. Als Safelight schraube ich einen Rotfilter auf's Objektiv. Das LED-Panel bzw. die Deckenlampe liefert sehr homogenes, gerichtetes Licht und kommt einer Kondensorbeleuchtung nahe.

    Interessant finde ich auch den Prozess: Kamera = Bild rein/raus.

    Nächster Step ist Umbau auf verstellbare Säule, mal sehen was ich da nehme, vielleicht einen Bohrständer oder so...

    Man kann auf jeden Fall arbeiten mit der Konfiguration und Spaß macht's auch. :)


  • .. eine brauchbare und aktuelle Anleitung für den Bau eines 4x5 LED Kopfes mit Ansteuerung habe ich leider bisher nicht gefunden.


    Dann hast Du auch nicht gesucht, soviel steht fest.

    Darüberhinaus lohnt es sich aber, sich auch mal selbst mit der Materie zu beschäftigen, allein schon mal fürs Verstehen, welche Deiner Anforderungen auf welche Art abgedeckt werden könnten.


    Licht machen können alle LEDs, da reicht es bereits, eine dieser Glühbirnenersatz-LED-birnen einzuschrauben, und sicher geht damit auch etwas Splitgrade über Ilfords Filter.

    Mit "50 Euro" wäre ich persönlich aber noch nicht mal in der Nähe einer Startlinie gewesen - da gibt es einfach gar nichts, was Zuverlässigkeit hinsichtlich einer gewünscht hohen Qualität bieten würde, und Gekauftes offenbarte dann auch gerne mal nicht kalkulierte Handicaps.

    "Funktioniert super", bei nicht unbedingt erforderlicher Splitgradebelichtung kenne ich aus den Anfängen meiner Entwicklung(en), bietet aber kaum Kontrolle, und reichte mir nicht ansatzweise für das Prädikat "super".

    Flickerfreiheit, Konstanstrom und PWM-Dimmung , dazu eine Ansteuerung mehrerer Farben ohne Vor-und Nachglimmen, das wären z.B. einige Punkte für reproduzierbares Arbeiten mit LEDs, über die man sich Gedanken machen kann, aber scheinbar auch gar nicht nicht muß - die eigenen Anforderungen halt.

    In Einheit jedoch mit technisch und spetral klar definierten LEDs, dazu vielleicht mit einem Multifunktionsgerät von RH Design oder dem Nicholas aus Amiland ( Name vergessen), oder natürlich auch einer eigenen Programmierung via Arduino, Rapsbeere und App, kann man m.M.n. dann, vor Allem überhaupt erst dann, einen Vergleich zum Heiland antreten, wenn es, und genau darum gehts beim Heiland, um Qualität, und auch um Komfort gehen soll.

    Preislich bist Du da allerdings auch nicht mehr weit entfernt, mit dem gleichwertigen Eigenbau.

    ...

  • Mit "50 Euro" wäre ich persönlich aber noch nicht mal in der Nähe einer Startlinie gewesen - da gibt es einfach gar nichts, was Zuverlässigkeit hinsichtlich einer gewünscht hohen Qualität bieten würde, und Gekauftes offenbarte dann auch gerne mal nicht kalkulierte Handicaps.

    "Funktioniert super", bei nicht unbedingt erforderlicher Splitgradebelichtung kenne ich aus den Anfängen meiner Entwicklung(en), bietet aber kaum Kontrolle, und reichte mir nicht ansatzweise für das Prädikat "super".

    Flickerfreiheit, Konstanstrom und PWM-Dimmung , dazu eine Ansteuerung mehrerer Farben ohne Vor-und Nachglimmen, das wären z.B. einige Punkte für reproduzierbares Arbeiten mit LEDs, über die man sich Gedanken machen kann, aber scheinbar auch gar nicht nicht muß - die eigenen Anforderungen halt.

    In Einheit jedoch mit technisch und spetral klar definierten LEDs, dazu vielleicht mit einem Multifunktionsgerät von RH Design oder dem Nicholas aus Amiland ( Name vergessen), oder natürlich auch einer eigenen Programmierung via Arduino, Rapsbeere und App, kann man m.M.n. dann, vor Allem überhaupt erst dann, einen Vergleich zum Heiland antreten, wenn es, und genau darum gehts beim Heiland, um Qualität, und auch um Komfort gehen soll.

    Preislich bist Du da allerdings auch nicht mehr weit entfernt, mit dem gleichwertigen Eigenbau.

    Ja, es ist halt eher ne simple Möglichkeit wie man das Ganze mit wenig Aufwand angehen kann. Gerade für Anfänger, die primär am Bild interessiert sind und sich vor den eigenen Abzügen scheuen (weil zu teuer/zu kompliziert/zu viel Gerümpel), ist es vielleicht ne Anregung Wert. Allgemein finde ich es schade, das viele Arbeiten von jungen Künstlern auf der Festplatte ihr Ende finden, anstatt in der Präsentationsmappe oder im Rahmen.

    Ich habe selbst schon paar Jahre in der Duka verbracht und muss sagen, dass ich vor diesem Lowbudged-Experiment auch sehr skeptisch war. Die Ergebnisse haben mich jedoch verblüfft, ich musste mir tatsächlich einige Vorurteile eingestehen. Was die Reproduzierbarkeit anbetrifft, kann ich tatsächlich nichts negatives berichten, da passt wirklich alles zu 100 %. Auch die Schärfe und Auflösung ist sehr hoch und weit weg von "akzeptabel" (kein Vergleich zu Files am Monitor). Ich habe mich bewusst für einen Innenraumstrahler entschieden, die sind nahezu frequenzfrei. Selbst beim Kameratest mit einer 1/8000s konnte ich keine Auffälligkeiten entdecken. Die Lichtmenge ist fast etwas zu hoch, aber die Ausleuchtung dafür sehr gleichmäßig (habs mit dem Spotmeter ausgemessen). Wärmeentwicklung ist kaum vorhanden (lauwarm). Die Tonwerte des Abzugs kommen "für meinen Geschmack" schon sehr gut, aber besser geht natürlich immer. Die Negativentwicklung sollte dennoch auf das System angepasst werden (wie üblich). Ich habe auch ein wenig mit der Lichtstreuung oberhalb des Negativs rumprobiert, andere Scheiben, weißes/schwarzes Gehäuse usw. Der individuelle Look lässt sich hier noch weiter anpassen/finden. Splitgrade ist natürlich umständlich, da Foliefilter, aber wer die Negativentwicklung beherrscht braucht das auch nicht (meine Meinung). Was noch aussteht, ist ein Test mit Papier fester Gradation, mal sehen.

  • Splitgrade - wer die Negativentwicklung beherrscht braucht das auch nicht (meine Meinung).


    Moin,

    wenn es für Dich paßt, hast Du alles richtig gemacht:thumbup:

    Da ich aber fest an lokale Kontraste glaube, welche es aufgrund nicht alles könnender Negative zu manipulieren gilt (Tonwertkontrolle), um zu einem gut ausgearbeiteten (und persönlich interpretierten!) Abzug zu kommen - und spätestens hier trennen sich dann unsere Anforderungen - gehe ich den komplexeren Weg.

    Wobei Komfort ein weiteres Thema für mich ist, und sich das Thema Filter inzwischen erledigt haben sollte (Mehrfarbkopf).

    Spaß an unseren Arbeiten jedenfalls dürften wir Beide haben :)

    ...

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