• Thementag »Rohstoffe in Sachsen – Kaolin« - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr - sachsen.de


    Da steht, das Seilitzer Kaolin wurde/wird für Meissen genutzt.


    Das Schlebener wird wohl mehr in der Industrie verwendet. Vielleicht zu viel Quarz +X? Jedenfalls fur Kaolin eine mächtige Lagerstätte.


    Ich möchte gern dazulernen darum die Frage: Warum hast Du ein Orangefilter verwendet? Also was war Dein Hintergedanke? Die Lagerstätte wird ja wahrscheinlich gräulich-weiß, bei Verunreinigung mit Eisen eventuell gelblich gewesen sein.

    Edited once, last by numerus (April 5, 2024 at 6:33 PM).

  • Alles klar, dass wusste ich noch nicht, sorry für meinen Fauxpass.
    Seilitz sieht auf dem Luftbild auch interessant aus, das werde ich mir bei Gelegenheit auch mal ansehen.

    Zum Filter:
    Damit habe ich bloß den Kontrast angehoben, um die Strukturen des Kaolins besser zu differenzieren bzw. um mehr Zeichnung der weiß-grauen Masse zu erhalten.
    Meiner Meinung ist es immer besser, den Kontrast möglichst vor dem Negativ eizusteuern (nicht ausschließlich im Labor), hierdurch bleiben mehr Grautöne erhalten. Ähnlich wie bei einer Musikproduktion, je besser das Eingangssignal, desto weniger Verluste entstehen im Nachgang.
    Vor der Aufnahme habe ich durch verschiedene Filter auf das Motiv geschaut und dabei nur auf hell/dunkel Differenzierungen geachtet. Die Filterfarbe muss man dabei völlig ausblenden (erfordert ein wenig Übung). Der Orangefilter hat mir dabei am besten gefallen. Ohne Filter wären die ganzen Krümel nicht so richtig herausgekommen.

  • Hab vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich denke noch zu sehr Lehrbuchmäßig und frage mich, bei welchen Farben im Bild ich welche Filterfarbe nutzen möchte. Mir Fällt es in der Tat auch recht schwer, das eingefärbte Mattscheibenbild vergleichend zu beurteilen, wenn ich Filter Aufschraube (außer vielleicht dir Wolke am Himmel).


    Kaolin ist übrigens ein spannender Rohstoff. Das wir ihn überhaupt finden und haben, ist geologische Besonderheit.

  • Die Texturen sind hier wunderschön wiedergegeben. Ich finde es interessant, dass Sie wegen des Aussehens des Kaolins einen Orangefilter verwendet haben. Ich verwende selten Filter, und wenn, dann hängt meine Wahl eher von den Himmelsbedingungen als von anderen Faktoren ab, wenn der Himmel Teil meiner Komposition ist. Die Tatsache, dass ich mit dieser Methode einige Erfolge erzielt habe, zeigt, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, an die Fotografie heranzugehen. In der Kunst ist keine Methode besser als eine andere. Das Hauptproblem bei optischen Glasfiltern besteht meiner Meinung nach darin, dass sich die Hersteller nicht an einen einheitlichen Standard für die Farbtiefe halten, geschweige denn für die Namensgebung. Aus diesem Grund halte ich es für notwendig, für jedes Objektiv, das ich verwende, mehrere verschiedene Gelb- und Orangefilter mitzuführen (glücklicherweise scheint es bei Rotfiltern weniger Unterschiede zu geben - die meisten meiner Rotfilter sind ähnlich, wenn nicht sogar identisch mit einem Wratten 25 oder 29). Auf jeden Fall ist das nicht wichtig. Wichtig ist, dass Sie wieder einmal ein Foto veröffentlicht haben, das zeigt, dass Sie die von Ihnen verwendeten Materialien gut beherrschen. Gut gemacht!

  • Schade,dass die meisten Händler sich im Bereich Filter auf B+W konzentrieren. Heliopan hatte immer ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, die aktuelle Preisliste ist immer noch die von 2018, seit dem hat B+W mehrfach die Preise angehoben.

  • Digital braucht man die ja eher weniger, oder?

    Das würde mich auch mal interessieren.
    Damit werden Kontrast/Tonwerte ja auch schon vor dem Sensor beeinflusst, wodurch die Bildbearbeitung reduziert werden könnte.
    Ist halt bloß die Frage, ob die Digicam mit dem heftigen Farbstich richtig zurecht kommt.
    Weiß da jemand was, also ob es Sinn macht auch bei der Digicam SW-Filter zu nutzen?

  • Bei Digital machen Gelb - und Rotfilter durchaus Sinn. Der atmosphärische Dunst wird herausgefilter. Meine EOS hat bei SW eine Filtersimulation eingebaut für Gelb und Rot, bei leichtem Dunst sind aber die Aufnahmen mit vorgesetztem Filter deutlich besser. Ganz extrem wird es mit vorgesetztem IR Filter, die Details in der Ferne kann nachträglich keine Bildbearbeitung herbeizaubern.

  • Die feinen Abstufungen der Grautöne der weissen Erde gefallen mir sehr. Auch den Bildaufbau finde ich spannend. Die Flächen und Linien in der Grube, lassen diese auf dem zweidimensionalen Foto schön plastisch erscheinen. So sehr, dass ich am liebsten mit Bagger und Lastwagen darin spielen möchte.

    Beim herunter scrollen dieser Seite, wandert das Bild nach oben. Dabei ist mir folgendes ins Auge gesprungen: Wenn der obere Bildrand etwas nach unten gezogen wird, ungefähr auf die doppelte Höhe des Baumes am linken oberen Bildrand, wirkt das Bild für mich insgesamt geschlossener und gefällt mir noch etwas besser. (ob das nur mir so ergeht?)


    (Wenn ein Präparator für geologische Präparate Kaolin präparieren muss, ist er danach ko)

  • Die feinen Abstufungen der Grautöne der weissen Erde gefallen mir sehr. Auch den Bildaufbau finde ich spannend. Die Flächen und Linien in der Grube, lassen diese auf dem zweidimensionalen Foto schön plastisch erscheinen. So sehr, dass ich am liebsten mit Bagger und Lastwagen darin spielen möchte.

    Beim herunter scrollen dieser Seite, wandert das Bild nach oben. Dabei ist mir folgendes ins Auge gesprungen: Wenn der obere Bildrand etwas nach unten gezogen wird, ungefähr auf die doppelte Höhe des Baumes am linken oberen Bildrand, wirkt das Bild für mich insgesamt geschlossener und gefällt mir noch etwas besser. (ob das nur mir so ergeht?)


    (Wenn ein Präparator für geologische Präparate Kaolin präparieren muss, ist er danach ko)

    Vielen Dank!

    Ja den Schnitt könnte man noch machen, gefällt mir damit auch etwas besser.
    Hierdurch würde auch das Korn etwas weniger dominieren, was mich sogar ein wenig stört.
    Das ist halt die Nebenwirkung aus forcierter Entwicklung, (N+1) und Orangefilter sowie der Digitalisierung.
    Aber nachbearbeiten wollte ich es nicht, es ist halt ne Arbeitsprobe die mir zeigt wie es ist und was ich zukünftig noch verbessern könnte. Das Feilen am analogen Handwerk, möglichst pur und rudimentär, ist ja auch der besondere Reiz an der Sache.

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