'Schriftsatz / Fonts' für die Einbelichtung in Fotoprints

  • Hallo,

    weiß jemand, ob es sozusagen vorgefertigte Schriftsätze gibt, die zum Beispiel als Untertitel in analoges Fotopapier einbelichtet werden können. Ich denke an Schablonen, also Filme mit Schriftzeichen darauf, die man auf durchsichtiges Trägermaterial montieren kann und dann im Kontaktverfahren auf Fotopapier belichtet. Gab es oder gibt es hier Standardschriften als 'Schriftsätze' o.ä. von Fotoherstellern?

    Danke!

  • Frag mal das Künstliche Gehirn / KI ob die sowas im Portfolio hat.

    Denn. Es gab mal:

    Kalligrafen, Schreibmaschinen, Satzbleigußmaschinen, Reprokameras, Kontaktkopier Geräte, Filmbelichter, Strich und Reprofilm in Meterware, und, und, und, und…………………………..

    PS:
    Bei guter Handschrift wird das „Auskopieren (weißer Text)“ mit einer Jod Lösung (5% -10% in Alkohol) und Metallener direkt auf dem Silberhaltigen Material gehen.

    PS:
    Tintenstrahl Drucker und Transparäntfolie = Großer Mist!!!!!!

  • Hallo,

    Standardschriftsätze kenne ich nicht.

    ich würde das so lösen:

    Text auf weißem Papier ausdrucken.

    Papier mit Dokumentenfilm abfotografieren und

    Einbelichtung mit Vergrößerer auf Fotopapier,

    Wenn kontaktet werden soll - Großformatfilm benutzen

    Grüße

    Ralf

  • Das währe die Richtige Vorgehensweise unabhängig von der Quelle (Belichter, Kalligraf, Schreibmaschine…) aus der Der Satz kommt. Nur das alles hat zur Zeiten einer KI einen /zwei Hacken.

    1. Mit welchem Drucker drucken?
    2. Mit welchem Film ist das realisierbar?

    Der einzige Drucker der ein tiefschwarz (einiger Maßen) und randscharfen nicht gerasterten Text auf Papier drucken kann ist ein SW Laserdrucker. Aber wer hat noch so eine „alte Gurke“ im Einsatz.

    Jetzt zum Punkt 2.
    Mit einem Halbton Film ist das Vorgehen nicht realisierbar:

    1. keine „absolute“ Randschärfe
    2. Korn / Schleier / Transparenz
    3. keine Dichte

    was haben die "kreativen" Vandallen dem Anwender noch übriggelassen?
    Ich antworte mir selber. Die KI.

  • Laserdrucker sind keine alten Gurken, ich hatte mir vor 2 Jahren einen gekauft, weil die Tintenstrahler mir immer eingetrocknet sind.

    Die Lösung heißt Copyshop. Als Film würde ich einen FO5 benutzen, davon habe ich noch ein paar letzte Planfilme.

    "Mit einem Halbton Film ist das Vorgehen nicht realisierbar:" - Sicher?

    Aber es gibt ja auch noch den Adox CMS 20.

    Einen RPX 25 mit entsprechendem Reproentwickler kräftig entwickeln, Eventuell anschließend den Film bleichen, dass er wieder vollständig klar wird.

    Einen Versuch wäre es wert, wenn man den CMS20 nicht nutzen will, denke ich.

    p.s.: es gab auch mal Buchstaben zum aufreiben - vielleicht ist das für dich genug KI.

  • Ich war grad mal im Keller unten. Ich habe da ein paar Sätze Kunststoffbuchstaben gefunden, die man wohl für solche Zwecke auf die Prints legen könnte. Waren wohl ursprünglich dafür gedacht Titelduas herzustellen. Sind in zwei Größen einmal rund 2 cm und einmal 1 cm.

    Gruss Sven.

  • Ab 1cm Schriftgröße wird es ein Folien Plotter mit der indirekten Übertragung auf eine glasklare (ULANO Montage Folie) machen. Das Problem bei der ganzen Geschichte ist eine seitenglatte Maske mit scharfen Rand zu bekommen, sonnst selbst bei ausreichen Anpressdruck ist das Streulicht nicht zu vermeiden. Bei dem kopieren Schicht durch den Träger entsteht der gleiche Effekt.

  • Habe kürzlich Schrift belichtet, ging perfekt, reines Schwarz und Weiss:

    In Layoutsoftware gesetzt, umgewandelt in Negativ, auf Arista OHP Transparency Film Clear mit Epson 3880 (Mattschwarz) ausgedruckt.

    Lieber Gruss, Sascha

    Was anderes habe ich auch nicht behauptet. GROßER MIST!


    Wobei:
    Wenn man keine Vergleiche in der Hand hat oder kennt, kann man das sogar als perfekt einstufen.

  • Nochmal:
    Ein Tintenstrahler ist kein Freund von Text und Grafiken. Mit eingescannter Text/Grafik haben sogar die Laser Belichter Schwierigkeiten (im Grunde nicht möglich) eine Strich Zeichnung als Strich Zeichnung zu reproduzieren. Dabei lasst sich so ein Belichter fast auf 4000 DPI pro Rasterpunkt so nebenbei hochjagen.

    Ganz grob:
    Alles was in einem Pixel Verfahren/Raster in den Rechner rein und raus kommt ist sein reiner Strich mehr. Na gut. Vektor Daten, PostSkript, TrueType, BitMap…… Schriften. Kann Das alles ein Tintenstrahl Drucker. Nein! Das kann der nicht. Alles was der kann ist eine Rastersimulation. Kann das irgendeine Bildbearbeitungssoftware? Nein! Mehr als ein Tintenstrahler bringt die auch über die Bühne nicht.


    Nachtrag.
    Da bleibt noch die Frage zu klären, wenn es wirklich so ein Misst ist wie ich das hier aufziehe, warum macht man es dennoch?

    Weil:
    Man hat nichts mehr anderes zur Verfügung
    Gegen die Ausradierung von Material / Technik / Leute gab keinen Widerstand (Maul auf. Feind des Fortschtits. Populist)
    Man hat es irgendwann als „perfekt“ eingestuft (weil billiger und man braucht kein fundiertes Wissen)
    Jetzt ist es legal Mißt zu produzieren. Den die Friedenstörer mit Ihrem analogen Wissen sind weg und fungieren jetzt als Trolle.

    Edited once, last by geo (May 25, 2024 at 2:10 PM).

  • In Layoutsoftware gesetzt, umgewandelt in Negativ, auf Arista OHP Transparency Film Clear mit Epson 3880 (Mattschwarz) ausgedruckt.

    Ja, das sind so die Mittel, die man heute noch zur Verfügung hat. Für eine so große und halbfette Schrift wie in dem Bildbeispiel geht das auch einigermaßen. Man hat ja dann einen gewissen Betrachtungsabstand und man hat ja auch den Vergleich nicht mehr.

    Mit den Feinheiten, die bis in die 1980er/90er Jahre hinein mit Fotosatz, reprofotografischen Mitteln und hochauflösendem orthochromatischem Strichfilm qualitativer Standard waren, hat das allerdings nur wenig zu tun. Damit konnte man auch kleine Schriftgrade, feine Schriftschnitte und ausgesparte Schriften abbilden, ohne dass Kanten, Haarlinien und Serifen von Pixeln angefressen wurden. Hat aber keinen Sinn, dem nachzutrauern. Heute ist man mit weniger zufrieden, mehr wird auch nicht bezahlt, und diese Technik und diese Materialien, da hat geo schon recht, gibt es heute nicht mehr.

    Eine Alternative liesse sich mit einer mittels Illustrator in Vektorpfade umgewandelten Schrift, Ausgabe als Postscript und Verarbeitung in einem Laserbelichter erreichen. Ausbelichtung in einer Offset- oder Siebdruckerei, die noch nicht mit CTP bzw. CTS arbeitet (spezialisierte Lithoanstalten gibts ja heute auch nicht mehr). Das habe ich schon ein paar Mal gemacht. Ersatzweise geht das evtl. auch in einem Laserdrucker zuhause. Ob es für Letzteren aber hochauflösenden Film in haushaltstypischen Konfektionierungen gibt, da bin ich momentan auch überfragt. Was ich da normalerweise so an handelsüblichen Folien sehe, hätte man früher höchstens für den Overheadprojektor im Schulunterricht verwendet.

    LG, Klaus
    ___
    Langeweile? Was ist das?

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