Wie berechnet Ihr exakt den Schwarzschildeffekt,bzw.Verlänge

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  • Hallo,
    der Schwarzschildeffekt istvom Filmtyp sehr stark abhängig, z. B. :
    gemessene Zeit 40 sek. , korr. Zeit bei T-Max 400 = 105 sek, beim Tri-X = 335 sek!
    also versuchen, Datenblätter zum Material zu bekommen.
    Außerdem werden auch manchmal 2 Werte angegeben, 1xdavon kombiniert mit veränderter Entwicklung, um den Kontrast anzupassen.
    Jetzt das ganze noch mit dem Zonensystem kombinieren....
    Gruß und Gut Licht
    Linhofklaus

  • Hallo Rick,


    also ich habe mir aus den in den Filmdatenblättern enthaltenen Kurven die Zeit rausgerechnet und mir für meine Filme eine kleine Karte mit den Werten gemacht. Das geht ganz gut. Allerdings ist es recht nervig die ganzen Faktoren während er Aufnahme zusammen zubringen. Gut die ISO Zahl des Films kann ich auf dem Beli einstellen. Aber dann muss ich den Auszug noch dazu rechnen, weil oft im Nahbereich arbeite und noch anschließend den Schwarzschild, dann noch die Zugabe um die unrunde Blende weil die alten Objektive ja auch noch die alten Blendenzahlen haben oder sich die neueren nicht genau auf eine halbe Blende einstellen lassen.


    Ich trag die ganze Zeit schon in meinem Kopf die Idee herum ob man nicht die entsprechenden Kurven und Blendenzahlen in einem kleinen Java-Programm zusammenfassen kann, das dann auf einem normalen Handy laufen kann. Dann würde das Teil nämlich endlich mal einen vernünftigen Zweck erfüllen. Vielleicht ist ja jemand unteruns der das realisieren kann.


    Gruss Sven.

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  • Hallo Rick,


    also ich denk mal ich würde mir wünschen einfach den gemessenen Wert einzugeben und dann den verlängerten heraus zubekommen. Mir würde es reichen für die verschiedenen Filmtypen seperate Programme zu haben, aber die Kür wäre natürlich wenn du einfach den Filmtyp auswählen könntest dann die gemessene Zeit eingibst und die verlängerte Zeit heraus bekommst. Wichtig wäre mir halt das es auf dem Handy laufen würde, weil man das ja doch meistens bei sich hat.


    Das andere wäre die Umrechnung von aktuellen Zeit/Blendenkombinationen in die alten, also die mit 1/50, 1/100 ect. Vielleicht so dass man entweder die gemessene Zeit/Blenden-Kombination eingibt und dann die nächst mögliche der alten Kombinationen ausgegeben bekommt. Oder aber dass man nur den Lichtwert eingibt und dann die alte Kombination bekommt.


    Gruss Sven.

  • ...noch schicker wäre es natürlich, wenn man so etwas in den BeLi einprogrammieren könnte, aber um so etwas zu entwickeln ist Gossen, Sekonic und Co. der Markt der Belichtungsmesser inzwischen bestimmt viel zu klein...

  • Hallo


    meine Idee:


    Eingaben:
    - gemessene Zeit vom Belichtungsmesser
    - Auszug
    - Filterfaktor(en)
    - Filmtyp


    Ausgabe: einzustellende Zeit mit Berücksichtigung des Schwarzschildeffektes, der Auszugsverlängerung und der Filterfaktoren


    Ciao
    Marco

    Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst.
    Beweglichkeit startet im Gehirn. (Moshe Feldenkrais)


  • Für manche Filme wäre noch wichtig, ob Tages- oder Kunstlicht. Beispiel: Fortepan 200 hat nur bei Kunstlicht 200 ASA, sonst 100.

  • Hi,
    mit Stufenkeil und Densitometer konnte ich feststellen, dass beim Ilford 100DELTA für Belichtungszeiten von bis zu 32s noch keine Korrekturen erforderlich sind.
    Beim Kodak 400TMY habe ich bis 16s getestet; auch hier muss man die gemessenen Werte noch nicht korrigieren.
    Die Herstellerangaben sind also mit Vorsicht zu genießen.


    LG,
    Guppy

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  • hallo, erst mal :)


    ich habe die Tabelle in Erstehrlinie für die digitale Fotographie erstellt. dort tritt der "Schwarzschildeffekt" nicht auf.
    in Erstehrlinie ist die Tabelle für Langzeitbelichtungen gedacht.


    man macht zuerst ein bild mit maximalem iso und kleinster blende, und kann anschließend, gewünschte isozahl blende (und eventuell Graufilter auswählen) und anschließend die zeit ablesen.



    meist fotografiere ich bei Langzeitbelichtung mit blende 8 bei iso 100,
    di passende Tabelle drucke ich aus und kann dort mit jedem objektiv (beim testen mit der jeweiligen Anfangsblende) die passende zeit aus der Tabelle lesen.



    nun zum eigentlichen Problem, mit dem Schwarzschildeffekt, habe ich mich auch kurzzeitig beschäftigt. Das Problem ist es gibt zwar Formeln dazu, aber leider gibt es keine einheitlichen angaben der Hersteller dazu, meist sind es erfahrungswerte.


    das Problem an Formeln und Tabellen ist auch, in was gebe ich die zeit aus ? in sec? was sind dann 0,002 sec ? oder was sind 856 sec ?
    will man das passend umrechnen muss man da schon mit einer Programmiersprache rann. mit OpenOffice währe es recht umständlich.




    hier ist eine recht gute seite zum thema Schwarzschildeffekt.
    ich hatte da mal nachgefragt ein teil in die tabelle aufzunehmen, aber leider nie eine antwort bekommen.


    http://www.oih.rwth-aachen.de/…/schwarzschildeffekt.html

  • Moin Lieber Grossformatler:


    Nur bei der Efke/Adox PL-100 lauetet die Schwartzschildeffekt Formular wie folgt:

    (Angebebene Zeit) * 2**(1 + log10(Angegebene Zeit) =
    Neue Belichtungszeit.


    z.B. mit eine 2 Seconden Angegebene Belichtungszeit: 2*2**(1 +.30103) = 4.928 Seconden als Neue Belightungszeit mit dem Schwartzschildeffek eingeschlossen.


    Auf jedem Fall braucht man einen Taschenrechner wie der Texas Instruments TI-36X (Solar) aufbringen um die mathametischen Functiones zuerrechnen. Doch hier zu Lande sind solche Taschenrechner spott billig, etwa 12 bis 14 Euro. Denn sie sind in China produciert.


    Ciao,


    Flauvius
    Robert J. Triffin
    Drexel Hill, Pennsylvania
    U.S.A.

  • Moin zusammen,


    anlässlich meines Einstiegs in das GF muss ich mich jetzt erstmals mit dem Schwarzschildeffekt auseinandersetzen. Nachdem ich heute zwei Negative versaut habe, weil ich mich auf das Datenblatt von Ilford verlassen hab, an euch die Frage: Wird die Aussage von guppy unter Praxisbedingungen so bestätigt?

    Quote from "guppy"


    mit Stufenkeil und Densitometer konnte ich feststellen, dass beim Ilford 100DELTA für Belichtungszeiten von bis zu 32s noch keine Korrekturen erforderlich sind.


    Aus dem entsprechenden Diagramm im Datenblatt des Delta 100 entnommene Werte führen jedenfalls für Werte von 4 bzw. 8 sec. zu ganz fürchterlicher Überbelichtung, die nach meiner Schätzung in etwa dem Umfang meiner Verlängerung entspricht.


    Viele Grüße


    Ulrich

    • Official Post

    Hallo Ulrich,


    der von Ilford angegebene Schwarzschildfaktor für den Delta schein mit doch ein wenig hoch. Zumal es sich doch um einen "modernen" Film handelt, bei denen der Schwarzschildfaktor im Allgemeinen geringer ist als bei den Filmen nach älterem Rezept. Deshalb tendiere ich zu guppy's Beobachtungen. Aber vielleicht weiß noch jemand mehr aus eigenen Beobachtungen.


    Übrigens hier gibt es einen interessanten Artikel zu Thema, auch wenn der Delta 100 nicht speziell genannt wird.


    Peter K

  • Quote from "Peter K"

    Aber vielleicht weiß noch jemand mehr aus eigenen Beobachtungen.


    Spricht eigentlich was dagegen, die konkreten Erfahrungen dazu zu sammeln? Der Effekt sollte ja weitgehend unabhängig von individuellen Faktoren sein. Diese Informationen wären also wesentlich besser verwertbar, als solche zu Entwicklungszeiten und effektiven Empfindlichkeiten von Filmen, die ja auch in Foren ausgetauscht werden.

    Quote

    Übrigens hier gibt es einen interessanten Artikel zu Thema, auch wenn der Delta 100 nicht speziell genannt wird.


    Der Link findet sich hier im Thread weiter oben schonmal. Ist sehr interessant. Leider erwähnt der Autor keine Ilford Filme, die von mir versendet werden.


    Gruß


    Ulrich

  • Quote from "chaos004"

    hier ist eine recht gute seite zum thema Schwarzschildeffekt.
    http://www.oih.rwth-aachen.de/…/schwarzschildeffekt.html


    Da wird zitiert. Ich nehme den Band hervor (Dr. Ernst v. Angerer: Wissenschaftliche Photographie. Eine Einführung in Theorie und Praxis. Leipzig, 1943; dritte Auflage). Auf Seite 170 kommt das vollständige Diagramm.


    Wir sprechen also von einer materialabhängigen Kurve, die der Platten- bzw. Filmfabrikant zu seinem Produkt veröffentlicht oder nicht, die Linie gleicher Schwärzung für unterschiedliche Produkte I ∙ t (Intensität oder Lichtstrom ∙ Zeit) gegen die Beleuchtungsstärke (Leuchtdichte).


    Wenn man diese Kurve selber aufzeichnen will, benötigt man eine Einrichtung, mit der man zuverlässig und genau verschiedene Leuchtzeiten und veränderliche Leuchtdichten hat, ein gutes Sensitometer. Auch braucht man ein Densitometer oder einen Densografen. Die Zeiten variieren zwischen ¹/100’000 s und 1000 s (16'40").


    Bedingung für das Prozedere ist selbstredend stets gleiche Entwicklung, für die ich zur Trommelbearbeitung rate.


    Ich stimme zu, daß die Filmfabrikanten an dieser Stelle eine Schuld offen haben.

  • Moin zusammen,


    ich bin kürzlich mit dem Problem bei meinem Einstieg ins GF das erste Mal konfrontiert worden und bin auf apug.org in diesem thread fündig geworden. Ein Forent hat aus den experimentell ermittelten Daten von Bond, die in diesem Beitrag veröffentlicht sind über eine Regression Parameterwerte für eine logarithmische Funktion ermittelt, die nur noch in einem Parameter vom jeweils verwendeten Film abhängig ist. Die Ergebnisse sind hier veröffentlicht. Der vom verwendeten Film abhängige Parameter-Wert lässt sich mit lediglich einer Testbelichtung ermitteln.


    Ulrich

  • Es gibt heute ein Steuersystem für (Kine-) Filmkopiermaschinen, Memochrome, das gleich ein Sensitometer mit sich bringt. Wir haben es seit 2007 in Betrieb bei unseren Einrichtungen für 35-mm- und 16-mm-Film. Es gibt 50 Stufen je Kopierlichtfarbe (RGB), die von ¹/3750 bis zu ¹/75 Sekunde reichen.


    Mit Differenzierung der Farben kann man einerseits noch feinere Abstufung erzielen und andererseits untersuchen, wie sich ein Filmmaterial gegenüber verschieden kurzen Rot-, Grün- und Blaublitzen verhält. Moderne panchromatische Schwarz-Weiß-Filme reagieren mit annähernd logarithmischem Abfall der Dichte auf kürzer werdende Belichtung (im erwähnten Bereich), gewöhnliches unsensibilisiertes Positivmaterial, etwa Orwo PF 2 und Eastman -302 zeigen eine fast perfekte Grauleiter.

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