Was waren meine/Eure peinlichsten GF-fehler!

  • Stativ und Habla ins Auto, auf ins Gebirge.


    Stativ aufgebaut, meinen 1. Rollfilm vor Ort ins Habla-Magazin eingelegt, und losgelegt. 2 Aufnahmen gemacht, alles wieder säuberlich in den Koffer gelegt, Habla natürlich mit Tuch zuvor gereinigt, und verstaut. Nach ca 300m wieder ein schönes Motiv gesehen.
    Alles wieder von vorne: Stativ ,Koffer raus, alles Montiert, Ausschnitt gewählt, 3 Aufnahmen gemacht, und alles wieder in das Auto.
    Nach weiteren 4-500 m sehe ich wieder ein schönes Motiv, natürlich Auto abstellen, alles raus und fotografieren. Hab ja 12 Aufnahmen zu machen, und das ja wohl an einen einzigen Vormittag. Hatte ja nur einen Rollfilm zu dieser Ausrüstung zur Verfügung.
    Jedenfalls hab ich dann 5 Tage auf den Rollfilm gewartet, und siehe da, ich hab 12 mal belichtet, aber aufs Papier, denn mir ist es gelungen, den Film falsch in das Habla-Magazin einzulegen. Darauf hin hab ich mir die Laufrichtung des Filmes mit einem wasserfesten Stift auf die Klappe die die Filmspule hält, gezeichnet.
    Aber bekanntlich kann man nur aus Fehlern lernen!


    Die Linhof Technika aufs Stativ "ungeöfnet"
    Personen positioniert incl. Kleinkinder!
    Da ich aber ca 1 1/2 Jahre sie nicht mehr benutzt hatte, gelang mir es leider nicht, die Kamera zu öffnen. Ich brauchte dazu mind. 30 min, wobei ich mir beim öffnen einen Finger einklemmte, und mir der Auftraggeber daraus befreien mußte. Das geschreie der Kleinkinder hab ich Heute noch in den Ohren.
    Auf jedenfall waren die Aufnahmen alle in Ordnung.

  • Zwischen den Hochhäusern bei der Wiener Uno-City hab ich den Schieber kurz auf die Kamera gelegt. Eine Windböhe hat gereicht, und ich konnte zusehen, wie er gemütlich zwei hohe Stockwerke runtersegelt, auf einen teifer gelegenen Straßenrand.
    Also leicht nervös alles abgebaut, eingepackt und aufs Rad geschnallt, weil ich die Kamera nicht aus den Augen lassen wollte – der Weg zur unten verlaufenden Straße war nicht zu erkennen.
    Fast eine halbe Stunde bin ich dann durch Parkdecks, Zubringerstraßen, Tunnels, Durchfahrten und sonstwas geirrt, bin in Sackgassen stecken geblieben und hab Fahrverbote missachtet, bis ich eine Zufahrt zu der Straße gefunden hab.
    Kam mir vor wie Franz Kafka, der sich in Metropolis verirrt.
    Der Schieber war noch da.
    Jens

  • Darf es auch eine KB-Anekdote sein? Könnte bei GF ja auch passieren..
    Ich hab mal in den Dolomiten Objektive gewechselt und fand, dass sich gut getrocknete Kuhkacke prima als Ablage für nicht benutzte Objektive dient. Ca. 150km weiter lag ich dann an einem herrlichen Gebirgssee mit wunderschönem Bergpanorama im Hintergrund, welch eine Kulisse!
    Leider stand das nun benötigte Objektiv noch auf einer weit entfernten Wiese auf einem trockenen Kuhfladen.Die 150km zurück mit meinem kleinen Wohnmobil haben wegen der Serpentinen ewig gedauert, das Objektiv war leider weg.
    Seitdem kommt alles schön zurück in Tasche oder Rucksack.

  • Hallo beiernander!
    Meine grösste 'Pleite' war auch KB, ich trau mich kaum, sie zu erzählen:
    Für's Landbauamt hatte ich eine ganze Menge Blaupausen (unterschiedliche Größen bis max. ca.1,5 x3m) auf KB- Dia zu machen.
    Also jede Menge Agfaortho KB gegauft (sollte dann auf Positiv umkontaktet werden), im Studio an der Wand grosse Pinwand gebaut für die Vorlagen, Reprolicht gemacht, Kamera auf's Stativ, ausgerichtet- und los.
    Hab den ganzen Nachmittag gebraucht, um die Vorlagen zu wechseln und zu montieren, die Kamera anzupassen etc.
    Ich fotografiere und fotografiere - Irgendwann find ich's merkwürdig, daß der Film gar nicht voll wird...
    Bis ich dann festgestellt habe, daß die Filme noch alle schön brav in der Schachtel waren, und meine Kamera schöne Luftnummern fotografiert hat.
    Ich war ziemlich froh, daß der Kunde nicht dabei war!

    Mein Credo:
    Fotografenmeister - ja, aus Überzeugung!
    Deswegen 'besserer' Fotograf? - wohl kaum.

  • Schönes Makro mit Chilis eingerichtet, Hintergrund mit Ölflaschen vor Weiß gestaltet. Eine Stunde eingeleuchtet, mit Digitalkamera "Polas" von der Beleuchtung gemacht. Dazu den Aufbau digital dokumentiert. Schärfenbereich berechnet, ein wenig Scheimpflug über die vordere Schote.
    Für den Makromaßstab soviel Auszug gemacht, wie der Balgen hergibt - aber den Auszug nicht mit einberechnet. Vier schön weiße Negative mit einem leichten roten Fleck an der Stelle, wo eigentlich das weiße Hochlicht auf der Chili sein sollte.... :oops::oops:

    A four by five is no different from your digital point-and-shoot. There´s a lens in front, a film in the back and a lot of darkness in between. In fact, such a big camera consists of 60% darkness.

  • Quote from "lindworsky"

    Zwischen den Hochhäusern bei der Wiener Uno-City hab ich den Schieber kurz auf die Kamera gelegt. Eine Windböhe hat gereicht, und ich konnte zusehen, wie er gemütlich zwei hohe Stockwerke runtersegelt, auf einen teifer gelegenen Straßenrand.
    Also leicht nervös alles abgebaut, eingepackt und aufs Rad geschnallt, weil ich die Kamera nicht aus den Augen lassen wollte – der Weg zur unten verlaufenden Straße war nicht zu erkennen.
    Fast eine halbe Stunde bin ich dann durch Parkdecks, Zubringerstraßen, Tunnels, Durchfahrten und sonstwas geirrt, bin in Sackgassen stecken geblieben und hab Fahrverbote missachtet, bis ich eine Zufahrt zu der Straße gefunden hab.
    Kam mir vor wie Franz Kafka, der sich in Metropolis verirrt.
    Der Schieber war noch da.
    Jens



    Hallo Jens,


    ja, die Ecke kenne ich gut. Ich habe dort einmal 10 Monate und in diesem Jahr noch einmal 6 Monate im Ares Tower gearbeitet. Und mich jeden Nachmittag im Sommer geärgert, weil ich keine Kamera mit hatte und dabei haben die Hochhäuser dort so supergeile Reflexionen, die so laut schreien: los, fotografier mich !!! Und als ich dann endlich meine Kamera mithatte - hatte ich keinen Film mit :evil::evil:


    Eine meiner dummen Geschichten ist mir mit meiner Mamiya 6 MF (Sucherkamera) passiert. Drei wunderschöne Aufnahmen gemacht von auf Sand liegende uralten toten Baumstämmen und Wurzeln - bloss leider vergessen den Deckel vom Objektiv zu nehmen :shock::shock: . Das habe ich erst gemerkt, als ich 3 klare s/w Negative auf dem Film hatte......
    :oops:


    Viele Grüße


    Klemens

  • Erstens Offtopic und zweitens uralt Thread.


    Trotzdem, Matthias: "Scharfer Pictorialismus", die Signatur kenne ich aus dem NFF. Kann das sein?

    Gruß,
    Edgar


    ________________________
    Mediamarkt?
    Ich bin doch nicht blöd!

  • "Zum Glück versiegelt Kodak die 50er Packung intern als 2x25, so ist zumindest die andere Hälfte nicht verloren. "


    Ich denke das nur die obersten 5-10 sheets im Eimer sind, die anderen werden höchstens vereinzelt am Rand leichten Lichteinfall haben. Ich würde da mal einen Test machen, denn du hast ja bestimmt das Licht sofort wieder ausgemacht als es gesehen hast!


    Gruss Armin

    " You push the button and we do the rest."
    Kodak Werbespruch!
    Today
    "You push the button and the pixels do the rest"

  • mgeiss hat geschrieben:
    > NFF = Nikonforum?


    Genau das. Wenn ich mal wieder drüber stolpere, lass ich es Dich wissen :)



    Noch zum Thema: Ich, ganz stolz meinen KB-Freunden die Linhof vorgeführt, hatte die Master Technika auf dem Stativ, welches auf einem Tisch stand. Bei der Vorführung der Standartenverstellung passierte es dann: Das Schneider Super Angulon samt Objektivplatte fiel einfach heraus, knallte auf den Tisch, von da auf die Sitzbank, und ab auf den Boden: Klöngggg :shock::shock:


    Ich hatte im Halbdunkeln die Objektivplatte nicht _hinter_ die Haltenasen in die Sicke gesteckt, sondern davor. :shock:


    Mir blieb fast das Herz stehen. Aber oh Wunder, es ist _nichts_ passiert, das Objektiv ist nach wie vor tadellos in Ordnung, nur eine winzige Delle am äussersten Aluring zeugt von der Katastrophe. Gute, Deutsche Wertarbeit eben, ohne Plastiknäschen die abbrechen können, und ohne nennenswerte, schwere, bewegliche Teile.


    Glück gehabt.

    Gruß,
    Edgar


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  • Nach Katalogdruck, fragte der Kunde warum in einer Schrankwand eine Kamera liegt, es sollten doch nur Firmeneigene Dekos verwendet werden. So wurde meine olle M2 "unsterblich"
    Man hat beim Filmeeinspulen ja oft (ich jedenfalls) die Augen zu: 12 Jobospulen mit je 2 120ern fertig und SEHE plötzlich undeutlich die Spulen! Der Lehrling hatte `ne Pangrünlampe 15Watt am anderen Ende des Negativlaps angelassen, aber ich hab nicht kontrolliert!
    Waren alles SW Modefotos mit ca. 12.000DM Produktionskosten, glücklicherweise waren fast alle am nächsten Tag noch in der Stadt.
    Archithektur: Sinar 8x10 in fast 4 Meter Höhe notwendig, im Sack fehlte eine! Fobastange, zurück ins Studio, wieder zum Aufbau. Mitten auf der Fassade sassen zwei automatische Fensterputzplattformen.
    Nur wer nicht arbeitet macht keine Fehler, aber Humor ist wenn man trotzdem lacht.

  • fotolkw hat geschrieben:
    > Nach Katalogdruck, fragte der Kunde warum in einer Schrankwand eine Kamera
    > liegt, es sollten doch nur Firmeneigene Dekos verwendet werden. So wurde
    > meine olle M2 "unsterblich"


    Ich muss sagen, der ist wirklich mal gut :D

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