erste dunkelkammer

  • nach mehr oder weniger erfolgreicher eingewöhnung in sowohl die analoge fotografie als auch meine heiß geliebte cambo, muss ich endlich selbst vergrößern. ich habe eine wäschekammer die ich ein wenig ausbauen werde, und der fotograf dem ich assistiere schenkt mir seinen laborator 1200 und so einiges an zubehör.


    ich habe leider kein fliessend wasser in dem raum, und sehr staubfrei ist er sicherlich auch nicht, aber es gibt ja antistatikpinsel und air-in-a-can.


    ich habe gestern mal einen kleinen raumplan entworfen wie die dunkelkammer denn so ungefähr aussehen könnte, und wollte euch nun fragen, ob ich etwas vergessen habe, und noch unerwartete kosten auf mich zukommen könnten.


    da ich ein armer student bin, und mein konto leerer als leer ist(weil dieses ganze material so verdammt teuer sein muss) muss als tisch eine kombination aus "doka"-platten, die noch vom umbau des elternhauses zur verfügung stehen, und 3 stabilen böcken herhalten.


    im anhang der raumplan. bitte unbedingt um verbesserungsvorschläge, aber ich bitte euch auch mir in keinem fall davon abzuraten, sondern bei möglichen schwierigkeiten konstruktive lösungen in den raum zu werfen.


    danke vielmals.


    miow



    [Blocked Image: http://img832.imageshack.us/img832/2494/dukax.jpg]

  • Hi,


    vier Verbesserungsvorschläge:


    - auf kleineren Formaten arbeiten. Zumindest Deiner Zeichnung nach besteht ein krasses Missverhältnis zwischen Deinem Papierformat und Deinen Wässerungsmöglichkeiten. Gibt aber auch noch andere Gründe für kleinere Formate.
    - wenn auf 40x50, dann in nur einer Schale entwickeln, stoppen und fixieren. Das spart erheblich Platz. Den brauchst du für den Trockenbereich.
    - Alle in dem Raum gelagerten Textilien möglichst hinter Türen bringen, oder mit Folie abdecken. Nichts macht so viel Staub wie Textilien.
    - Vergrößerer bei Nichtgebrauch mit Folie abdecken. Die ganze Entstauberei von Bühne und Negativ nützt nichts, wenn der Vergrößerer eingestaubt ist.


    Viel Glück


    Ulrich

  • Hallo,
    Man soll den Trockenprozess, sprich Vergrösserer, und Nass- Entwicklung- räumlich trennen, am besten an eine zb linke Wand alles ohne Wasser Rechte Wand Schallen, es ist nicht nur wegen Strom und Wasser Unverträglichkeit, es ist wegen Chemiespritzer, Dämpfe die dein Vergrösserer mit der Zeit versäuchen werden.
    Viel Spass!
    Paulius

  • wie kann ich in nur einer schale entwickeln stoppen und fixieren? als trockenbereich ist im moment die duschkabine geplant, die nur 2 zimmer weiter ist. wäscheständer kann ich problemlos während der arbeitszeit aus der kammer geben.


    ich werde sicherlich hauptsächlich kleiner vergrößern, will mir ber jedenfalls die möglichkeit für 40x50 vorbehalten(kleinere schalen sind auch vorhanden) den vergrößerer abzudecken ist leicht möglich, da ich sogar eine abdeckung dazubekommen habe.


    ich hatte vor in meinen wasserkübel immer so 2 bis 3 abzüge zu geben, und dann unter der dusche die eigentliche wässerung vorzunehemen.


    danke für deine antwort.


    lg miow

  • Das ist sicher eine gute Idee, aber wenn es geht-Räumlich trennen ist besser- es kann einfach nichts unabsichtlich in der chemie fallen oder umgekehrt chemie tropfen es genügt zb ,nur eine von vielen szenarios, ein Spritzer auf den Vergr.Tisch, unbemerkt natürlich, dann legst Du ein Negativ drauf beim Bild wechsell und hast den "saustall", es ist einfach besser zutrennen man arbeitet entspannter.
    Gut Licht!
    Paulius

  • Quote from "miow"

    wie kann ich in nur einer schale entwickeln stoppen und fixieren? als trockenbereich ist im moment die duschkabine geplant, die nur 2 zimmer weiter ist. wäscheständer kann ich problemlos während der arbeitszeit aus der kammer geben.


    Du hast drei ungef. 2l fassende Gefäße. Ich benutze dafür so Teig-Rührschüsseln aus Plastik (nein, die werden nicht in der Küche benutzt). Du schüttest den Entwickler in die Schale, schiebst deinen Abzug mit dem Gesicht nach unten da rein, nach gut zwei Minuten kippst Du den Entwickler zurück in die Schüssel und gießt Stopbad ein. Nach einer Minute Stop raus und Fix rein. Anschließend ziehst Du mit deiner Schale ins Bad um. Wenn Du RC Papier verwendest ist das nach vier Minuten ausgewässert und kann auf die Leine. Deine Schale ist dann auch wieder sauber für den nächsten Durchgang. Baryt ist eine andere Nummer. Das würde ich mir unter deinen Bedingungen nicht antun.

    Quote


    ich werde sicherlich hauptsächlich kleiner vergrößern, will mir ber jedenfalls die möglichkeit für 40x50 vorbehalten(kleinere schalen sind auch vorhanden) den vergrößerer abzudecken ist leicht möglich, da ich sogar eine abdeckung dazubekommen habe.


    ich hatte vor in meinen wasserkübel immer so 2 bis 3 abzüge zu geben, und dann unter der dusche die eigentliche wässerung vorzunehemen.


    Bei RC-Papier ist das mit dem Sammeln nicht sinnvoll, weil die Gefahr für Knicke relativ hoch ist, gerade bei so großen Lappen. Die gehen bei RC-Papier auch nicht wieder raus. Außerdem dringt Wasser bei längerer Hälterung an den Rändern in die Papierzwischenlage ein. Das ist auch nicht nötig, weil PC-Papier nach rund vier Minuten ausgewässert ist.


    Ulrich

  • muss die schlusswässerung direkt nach dem fixieren passieren? oder kann ich damit auch 10 minuten warten? ich könnte mir dann einfach 1-3 schalen auf den boden stellen, dort die gefixten abzüge zwischenlagern und dann mit ihnen duschen gehen. natürlich würde ich dazwischen nicht das negativ wechseln, aber ich will auch nicht nach jedem versuch ins badezimmer rennen.


    ich hatte grundsätzlich schon auch baryt vor, aber erst wenn ich mich halbwegs in die materie eingelebt habe.


    nass und trockenbereich zu trennen werde ich wohl nicht ganz schaffen, aber ich bin ein recht sorgfältiger mensch, und hoffe, dass mir eine platte zwischen vergrößererund schalen reichen wird. ich bezweifle, dass ich mich an einen workflow gewöhnen kann wo ich für jeden teststreifen 3 mal umleeren muss, also wird es wohl doch eher die 3 schalen variante werden.


    ich danke euch jedenfalls für die schnellen und konstruktiven antworten.


    lg

  • Hallo!


    Hier meine Tips... Da ich lange Zeit nur in meiner Zweckentfremdeten Küche entwickelt habe, dann nur in einer Improvisierten Dunkelkammer, kenne ich Deine Probleme zugute!


    Mein Vorschlag wäre zunächst dieser:


    Tausche den Vergrößerer mit der Letzten Schale Deiner Reihe, sodass Deine Schalen in einer Reihe stehen und der Vergr. dazu im rechten Winkel an der rechten Wand. Dadurch ließe sich eine geringe räumliche Trennung erreichen (und ob man nun von links nach rechts oder umgekehrt arbeitet solle das Ergebnis nicht beeinflussen).


    Aus Platzgründen hatte ich mir mal einen Aufsatz aus drei Holzbrettern gebastelt, welche es mir erlaubte vier Schalen in zwei Reihen übereinander zu stellen. Gearbeitet habe ich dann im Uhrzeigersinn: rechts oben entwickelt, darunter Stopp daneben Fix I darüber Fix II ...


    Gelegentlich sammele ich auch RC-Papier vor der Wässerung in einer Schale; trotz 45min. und Formate bis zu 30X40 hatte ich keine Probleme mit knicken oder eindringenden Wasser... Das Problem ist mir bekannt, aber in meiner Praxis noch nicht begegnet.


    Das Papier mit der Schichtseite nach unten in eine Schale zu legen... ich sage mal: erfordert Übung! hat mir schon mal Kratzer in die Schicht eingebracht. Bei größeren Formaten hebe ich die Schale vorne leicht an, lege das Papier hinein und stelle die Schale wieder ab. Das nun "zurück-schwappende" Wasser bedeckt schnell das gesamte Papier.


    Zur Wasserversorgung gibt es sog. Wassertaxis (Wassertanks aus den Camping / Caravan Bereich); haben mir lange Zeit gut gedient. Einer mit heißem Wasser, einer mit kalten.


    Für die Aufstellung des Vergrößerers würde ich nach einer Stabileren Lösung suchen! Wacklige und/oder Vibrations anfällige Konstruktionen können zur Unschärfe führen.


    Hoffe hilfreich gewesen zu sein!


    HerrBert


  • Wenn ich so große Abzüge mache, dann hab ich drei 18x24 Schalen für die Teststreifen. Wenn ich mit den Teststreifen durch bin, dann räum ich die weg (Chemie kommt in die Schüsseln) und ich mach die Abzüge. Bis 30x40 kann ich problemlos in drei Schalen machen, aber darüber wird das eben eng. Meine Duka ist auch nicht groß, aber für eine private Duka ist der Nassarbeitsplatz schon durchaus ordentlich. Kann das evtl. auch sein, dass Du den Durchsatz überschätzt? Wenn ich große Abzüge mache, dann hab ich bisher maximal vier Baryt-Abüge von höchstens zwei Motiven geschafft, dann war der Abend rum. Aber vielleicht stell ich mich auch nur dusselig an.
    Der Durchsatz mit RC-Papier kann größer sein. Bei mir ist er es vor allem bei meinem normalen Format 24x30 auf RC-Papier, obwohl ich die Abzüge im Anschluss an die Entwicklung einzeln unter fließendem Wasser von Hand wässere. Früher hab ich die alle zusammen in der gefüllten Badewanne gewässert. Dabei kontaminiert man mit jedem neuen Blatt die schon weitgehend ausgewässerten Bilder wieder mit Fix. Man weiß also nie genau, wann die fertig sind. Außerdem haben die Blätter die Neigung sich aufeinander zu legen (wenn man lange genug wartet, hat man die alle wieder ordentlich gestapelt aufeinander ;) ). Die in Schalen 10 Minuten ohne Wasser zwischenzulagern ist keine besonders gute Idee. RC-Papier ist nicht nur sehr schnell ausgewässert, das ist auch sehr schnell trocken. Du musst dir den Workflow auch mal zeitlich überlegen. Das entwickeln dauert schon von der ersten Schale bis zur letzten mit jeweils abtropfen lassen zwischendurch im Minimum so ungefähr 6-7 Minuten. Bei Baryt kommt bei mir noch vier Minuten fließende Wässerung (RC wäre danach fertig) dazu, bevor der Abzug 15Minuten in einer Auswässerungshilfe und anschließend für eine halbe Stunde im Wascher (für Studenten zu teuer) landet.
    Baryt-Papier mach ich (auch nocht nicht lange) wenn ich 30x40 oder 40x50 Abzüge mache. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob irgend jemand den Unterschied bemerkt und sich somit der Aufriss überhaupt lohnt, wenn die erstmal hinter Glas an der Wand hängen. Andererseits interessieren sich für meine Bilder auch keine Kuratoren oder Galeristen, dann mag das anders aussehen. Allen anderen sonst war das Papier bisher herzlich egal.
    Die Empfehlung, den Vergrößerer nach rechts zu stellen, würde ich auch unterstützen.



    Ulrich

  • Hallo Miow!
    Zunächst mal: Herzlichen Glückwunsch zum Laborator1200! Hast du den mit Kondensor, oder Mischschacht?
    Von der Plexiglasscheibe direkt neben dem Vergrösserer würde ich Dir dringend abraten, denn ich bin mir ziemlich sicher, daß hierdurch ziemlich viel Licht vom Belichteten Papier zurück-, und wieder rein ins Papier reflektiert. Ausserdem behindert's die Armfreiheit, die Du zum Abwedeln und Nachbelichten brauchst!
    Hab selber seit vielen Jahren meine Vergrösserer (u.a. auch den 1200) 'ungetrennt' im gleichen Raum neben den Wannen stehen.
    Solltest allerdings, wenn Du Kaltlichlampen drin hast, besonders darauf achten, daß der Trafo nicht nass, oder auf Dauer feucht wird!
    Ich find (persönlich) die Anordnung der Wannen zwar nicht optimal, aber unter den gegebenen Umständen ok.
    Der workflow sollte von links nach rechts sein(aber das ist individuell verschieden, bist Du rechts- oder Linkshänder?).
    Das Wässern kannst Du bei PC machen, wie Du willst, allerdings darfst Du wirklich KEINE KNICKE!!! reinbringen.
    Herzlichst: Stefan

    Mein Credo:
    Fotografenmeister - ja, aus Überzeugung!
    Deswegen 'besserer' Fotograf? - wohl kaum.

  • Quote from "Stefan Caspari"

    Hallo Miow!
    Zunächst mal: Herzlichen Glückwunsch zum Laborator1200! Hast du den mit Kondensor, oder Mischschacht?


    mischschacht

    Quote from "Stefan Caspari"

    Von der Plexiglasscheibe direkt neben dem Vergrösserer würde ich Dir dringend abraten, denn ich bin mir ziemlich sicher, daß hierdurch ziemlich viel Licht vom Belichteten Papier zurück-, und wieder rein ins Papier reflektiert. Ausserdem behindert's die Armfreiheit, die Du zum Abwedeln und Nachbelichten brauchst!


    okay lass ich bleiben.

    Quote from "Stefan Caspari"


    Hab selber seit vielen Jahren meine Vergrösserer (u.a. auch den 1200) 'ungetrennt' im gleichen Raum neben den Wannen stehen.
    Solltest allerdings, wenn Du Kaltlichlampen drin hast, besonders darauf achten, daß der Trafo nicht nass, oder auf Dauer feucht wird!
    Ich find (persönlich) die Anordnung der Wannen zwar nicht optimal, aber unter den gegebenen Umständen ok.


    das erste mal als ich in ner duka war, waren die wannen von links nach rechts, aber ich kanns andersrum wahrscheinlich auch nicht schlechter.

    Quote from "Stefan Caspari"


    Der workflow sollte von links nach rechts sein(aber das ist individuell verschieden, bist Du rechts- oder Linkshänder?).


    rechtshänder.

    Quote from "Stefan Caspari"


    Das Wässern kannst Du bei PC machen, wie Du willst, allerdings darfst Du wirklich KEINE KNICKE!!! reinbringen.
    Herzlichst: Stefan


    also auch bein schon (an)getrocknetem papier?


    Quote from "Ulrich Drolshagen"


    Die in Schalen 10 Minuten ohne Wasser zwischenzulagern ist keine besonders gute Idee. RC-Papier ist nicht nur sehr schnell ausgewässert, das ist auch sehr schnell trocken.

  • Hallo,
    ich würde als "Zwischenlager" für das Papier eine wasserdichte Plastikkiste entsprechender Größe empfehlen. Einerseits läßt sich solch eine Kiste besser zum Wässerungsort tragen und andererseits wird - bei entsprechend hohem Wasserspiegel - das Papier kaum aufschwimmen, so dass man hier bedenkenlos die Papiere vor der Wässerung sammeln kann. Die Kiste sollte stabil und nicht zu niedrig sein!
    Viele Grüße
    Christian

  • hallo,ich arbeite seit fast 30 jahren in einer ähnlichen anordnung.nach der fixierung lagere ich die abzüge in einem
    wassereimer(es gibt sie in verschiedenen größen als aufwischeimer rechteckig ca.30cmx45cm).du kannst die abzüge(je
    nach größe) dort hineinlegen,ohne knicke.für größere abzüge(seltener)benutze ich eine alte entwicklungstrommel damit beim transport zum wasser nicht alles voll fixier kleckert.
    wenn du dann noch die grundlagen,z.b.wasser von elktro trennen beachtest kann eigentlich nichts passieren.
    (ich habe alle zuleitungen von der decke kommend verlegt ca. 30cm von der decke entfernt.)wenn du nach der arbeit vernünftig lüftest ist eigentlich alles i.o.,wichtig den raum nur feucht aufwischen nicht fegen,in der zwischenzeit
    die geräte abdecken.
    ich habe jednfalls noch KEINE probleme mit dieser konstellation gehabt.
    viel glück, spaß und erfolg
    rainer


    bitte die fixierten abzüge nicht trocken zwischenlagern,das könnte fecken geben.

    liebe zur schönheit ist geschmack
    das schaffen von schönheit ist kunst
    ralph waldo emmerson

  • ich habe jahrelang in schalen entwickelt. zum glück war ich gezwungen mir einen jobo processor zu kaufen. um es kurz zu machen, ich arbeite jetzt ausschliesslich rotierend in der dose. ich entwickele papiere bis 60x80 cm mit 500ml frischchemie. in der schale wären dafür 12 liter notwendig. negative verarbeite ich im processor, die positive auf einem kleinen roller.
    vorteile der rotation sind,
    1. geringer platzbedarf
    2. einwegchemie
    3. man kann im hellen arbeiten
    4. keine geruchsbelästigung


    ich kann's nur empfehlen.
    gruss, boris

  • Quote from "miow"

    [


    also auch bein schon (an)getrocknetem papier?


    Hallo Miow,
    also antrocknen lassen würd' ichs natürlich nicht.
    Eimer ist nicht schlecht(Bilder vorsichtig mit der Schicht nach innen rollen).
    Andere Möglichkeit wäre noch eine Schale mit Wasser, die Du auf einen Hocker o.ä. stellst(in der Nähe der Tüt müsste lt. Zeichnung ja noch Platz sein.
    Zur Not kannst Du die Wanne auch auf den Boden stellen...
    Herzlichst: Stefan

    Mein Credo:
    Fotografenmeister - ja, aus Überzeugung!
    Deswegen 'besserer' Fotograf? - wohl kaum.

  • [quote="miow"]kann ich die trennung mit einer einfachen plexiglasscheibe (75x75) die ich zwischen vergrößerer und schalen stelle vornehmen?


    Die Plexiwand kannste sparen. Du sollst entwickeln und nicht duschen :D
    Gruß
    aragon

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