Opalleuchtmittel E27 250/300Watt. Was ist das Besondere an O

  • Hallo in die Runde.
    Mein Laborator 138 COLOR hat schon einiges austesten müssen als Ersatz für die „Betagten“ 250/300Watt Leuchtmittel.
    Alles Fehlversuche. Das Licht kommt nicht gleichmässig.
    Mir gefällt aber die einfache Licht-Farben-Technik mit dem Filterwechsel.
    Was ist denn das Besondere der Opal-Lampe?
    Meine 2 leben noch beide. Ich komme an das Innere der Leuchte also nicht heran.
    Wie ist sie innen aufgebaut?
    Nur ein Standart-Leuchtwendel und die innere Opal-Beschichtung?
    Was ist das Besondere der Opalbeschichtung?
    Sie gleicht Lichtunterschiede aus?
    Wenn ja, dann denke ich an folgenden Umbau.
    3 100Watt herkömmliche Reflektorleuchten mit Leuchtwedel leuchten auf eine ebene wärmefeste Glasplatte, die eine Opalbeschichtung hat. Diese Platte liegt direkt vor dem Wärmschutzfilter von den Labaratoren.
    Einfach ist doch ganz einfach! Nur wenn es so einfach währe, dann gäbe es das schon.
    Wo liegt der Haken?
    Oder defekte E27 unten aufschneiden, 400Watt Halogenstab neu rein, oben Entlüftung einschleifen, fertig
    Machbar?

    Gruss vom Berthold aus dem Sauerland

  • Hallo Berthold,

    wenn Du erst einmal beschreiben würdest was genau das Problem ist, was siehst Du wenn Du ein Negativ aufs Grundbrett projizierst, bevor Du über einen Umbau spekulierst würde das sicher helfen. :roll:

    Hat eine mattierte - das Glas ist wie bei einer Mattscheibe mechanisch oder chemisch angerauht - Lampe einen "hot spot" wo der Glühwendel einen hellen Fleck bildet, leuchtet die Opallampe gleichmäßig hell über den ganzen Kolben weil dem Glas aus dem der Kolben geblasen wurde ein fein verteiltes streuendes Mittel beigemischt. Heute oft ein Mineral wie Kryolith, früher auch Knochenasche. Oder der Lampenkolben wurde mit einer dünnen Schicht Opalglas überzogen. Das Ergebnis ist derselbe, man kann das Vergrößerungsobektiv abblenden und das Negativ wird immer noch gleichmäßig ausgeleuchtet.

    Der Laborator 138 läßt sich auch mit einer Punktlichtbeleuchtung verwenden. Das ist eine Glühlampe die wie in einem Autoscheinwerfer auch einen kleinen Glühwendel hat. Diese Lampe wird im Lampenhaus in allen drei Dimensionen so verschoben bis beim gewünschten Vergrößerungsmaßstab der Glühwendel durch den Kondensor genau in die Blendenebene des Vergrößerungsobjektives abgebildet wird. Wird dann statt der Lampe mit klarem Kolben eine mit mattiertem eingesetzt läßt sich das Objektiv abblenden. Vielleicht muß die Lampe noch etwas nachzentriert werden wie z. B. um die Längsachse gedreht werden.

    Das Ganze kann aber nur funktionieren wenn die Gesamtbrennweite des Kondensors auf die Brennweite des Vergrößerungsobjektiv abgestimmt ist.

    Ein Lampenhaus zu konstruieren ist wie Du ja gesehen hast keine Kleinigkeit, sowohl so dass zumindest ein größerer Teil des Lichtes in der Bildbühne ankommt als auch dass die Lampe, die Fassungen usw. nicht überhitzen. Und elektrisch sicher sollte es auch noch sein!

    Peter

  • Opalleuchtmittel E27 250/300Watt. Was ist das Besondere an Opal?

    Hallo in die Runde.
    Nachtrag:
    Ich habe gerade eine Quecksilber-Hochdruckleuchte zerlegt. Sie sieht ähnlich aus wie unsere Opal-Lampen. Innen liegt eine sehr empfindliche weisse Pulverschicht im Glaskolben. Sie lässt sich mit einem Schraubendreher sehr einfach zusammenschieben, also zerstören.
    Was ist denn, wenn hinter so eine defekte 250/300Watt Lampe 2 Halogen-Brennstäbe senkrecht montiert werden?
    Das Licht würde also 2 mal diese Opalschicht durchdringen und eventuell sehr gleichmäßig abstrahlen? Jau, das gefällt mir sehr gut!!!
    Gruss vom Berthold aus dem Sauerland

    PS. Peter bin in Eile.
    Peter, die Antwort zu Dir kommt etwas später.

  • Hallo Peter.
    Eine Stimme, die es wissen könnte sagt:
    Alle dieser alten „ATLAS-Leuchtmittel 250/300W“ altern. Bei unsachgemässer Lagerung noch schneller. Und in 25 Jahre dringt so einiges ins Innere des Leuchtmittels. Wenn man Pech hat, macht es sofort PENG, wenn nicht ist die Standzeit deutlich weniger. Soll ich jetzt bei EBAY für rund 200€ 2 Neuwertige 25-jährige kaufen, oder eine Alternative suchen?
    Also suche ich die Alternative. 3 Möglichkeiten sind immer im Leben für jedes Problem machbar.
    Der Umbau auf 5 Halogenstäbe brachte Farbringe auf dem Grundbrett, wenn das Licht über einen Hammerschlag-Hintergrund-Reflektor abgestrahlt wurde. Bei einem weissem Reflektor-Blech war das deutlich besser, aber die 5 Halogenstäbe waren deutlich auf dem Grundbrett sichtbar. Eine mattierte Glas-Mattscheibe vor dem Original-Laborator-Wärmeschutzfilter war schon besser ist aber durch die Hitze geplatzt.
    Jetzt suche ich wieder weiter nach einer einfachen Lösung.
    Mein Gedankenweg:
    1) Eine helle ausgleichende wärmefeste Mattscheibe vor dem Wärmeschutzfilter
    und z.B. 3x100W E27 Standart Vergrösserungslampen strahlen auf diese und fertig.
    2) Oder neues Licht direkt durch die Original-250/300Wattleuchte, wenn diese mal defekt ist.
    3) Oder ? 200€ für 2 Neue Alt-Originale ausgeben, Vakuumverpacken und beten.
    4) Und noch kann ich hier Fragen und Tipps bekommen. Noch leuchten meine Beiden.

    Auf der Suche nach dem Richtigen, von einem der seinen Laborator mit Glühleuchte liebt,
    Euer Berthold aus dem Sauerland.

  • gibt es keine keine kleinen opal lampen mehr?
    die kann man ja vll auch im laborator zentrieren?! man muss dann nur länger belichten wegen der geringeren energie?

  • Peter, hab Nachsicht mit mir und entschuldige!
    Bei meiner ersten Antwort habe ich erst beim Senden gesehen, das Du bereits geantwortet hattest.
    Darum mein Hinweis, das ich Dir später Antworte.

    Mein Anliegen: Den Laborator für die nächsten 20 Jahre fitt halten!
    Der Vergrösserer hat eine 100 000fache bewährte Lichtanlage über diese Opal-Lampen für SW.
    Einfach, robust und geht immer.
    Diese Leuchtmittel sind eine Rarität geworden. Also wollte ich noch schnell 2 horten.
    Da lese ich, das dass nicht so einfach ist. Sie altern, ohne das sie im Leuchteinsatz sind. Über mehrere Jahrzehnte lässt das Glas doch so einiges schädliche nach innen durch. Peng-tot, oder nicht mehr so lange standfest.
    Wie kann man also diese einfache, preiswerte Lichttechnik einfach mit frischem Material ersetzen?
    Und dann kam meine Frage auf: "Was macht dieses Opal so besonders gut, und wie kann man es einfach ersetzen".
    Die Antwort suche ich und möchte sie erproben, wenn es eine Lösung sein könnte.
    Suchen und fragen kann ich auch nur im deutschspragien Bereich. Ich kann kein Englisch aber gut werkeln und schrauben.
    Klar, die Firma Heiland bietet für gutes Geld tolle Lösungen jenseits der 1000€. Habe ich (noch) nicht.
    Und wenn ich über Farbköpfe lese, kommt sehr oft: "Keine Ersatzteile mehr lieferbar, Filter sersetzen sich, Elektronik defekt, usw". Und lese ich über LED´s als Ersatz, dann werden sie zwar immer heller und leistungsstärker aber in ihrem Farbsprektum nicht unbedingt besser.
    Das bremst mich dann auch wieder aus. Oft ist der einfache auch der richtige Weg.
    Auch nehme ich das Leben recht locker mit Humor. Peter, bitte nicht böse sein mit mir.
    Gruss Berthold

  • hallo berthold,

    wenn es professionell sein soll und die nächsten 20 jahre halten soll und du etwas tiefer in die tasche greifen kannst - empfehle ich dir einen aristo kaltlichtkopf.
    siehe hier: http://www.aristogrid.com/cold_light_chart.htm

    bei meinem deVere 507 bin ich auf eine bastellösung verfallen, es bot sich an, zumal ich den vergrösserer nur für sw benutze. dabei habe ich allerdings das komplette lampengehäuse rausgeschmissen und die kondensorschublade so umgebaut, das da jetzt 3 halogenbrenner a` 100 W über einer durchgefärbten weissen acrylglasscheibe sitzen. filter kommen bei mir jetzt unters objektiv.

    grüsse uwe

  • Hallo Berthold,

    warum soll eine Glühlampe nicht auch nach zwanzig Jahren oder länger nicht mehr funktionieren? Vorausgesetzt dass die Lampe nicht schon benutzt wurde, kurz testen macht nichts. Denn sobald der Wolframdraht richtig heiß wird dampft auch schon Metall ab und läßt den Draht nach und nach dünner werden. Dazu kommt noch dass sich der doppelgewendelte Glühdraht streckt und so durchhängt. Denn durch das Ziehen des Drahts richten sich die Kristalle zwar in einer stabilen Kristallebene [110] aus da aber das Metall knapp unterhalb des Schmelzpunktes erhitzt wird um dann wieder abzukühlen wenn die Lampe ausgeschaltet wird entstehen Versetzungen usw. im Metall an denen der Draht dann irgendwan bricht. Kann eine neue Glühlampe noch geschüttelt werden wenn sie z. B. transportiert wird hält das eine gebrauchte Lampe nicht mehr aus. Ist ein Glaskolben erst einmal abgepumpt und dann mit Schutzgasgemisch gefüllt und abgeschmolzen ändert sich an der Gaszusammensetzung praktisch nichts. Natürlich nur so lange wie der Kolben nicht zerbricht. :wink:

    Also mein Rat, kauf Dir ein paar originalverpackte 250W-Opallampen von einem Leuchtmittelhändler und leg sie Dir auf Lager.

    Peter

  • Auch wenn Fachleute wissenschaftlich argumentieren, zeigt die praktische Erfahrung, dass beim Laborator (Kondensorkopf) bei grössen Negativformaten (5x7 Inch)auch ein grosser Durchmesser (110mm) des Leuchtmittels zwingend erforderlich ist. Kann diese Bedingung nicht erfüllt werden, ist es eigentlich müssig, über Kondensorkombinationen in Verbindung mit den passenden Brennweiten etc. zu diskutieren.
    Theoretisch basieren alle Vergrösserer quasi auf an der Quelle auf diffuses Licht. Beim Laborator übernimmt das Opal-Leuchtmittel die Funktion einer Mischbox und die nachfolgenden Kondensoren sorgen für den optimalen Strahlengang (möglichst viel Licht möglichst senkrecht, parallel und gleichmässig durch die Negativschicht zu bringen).
    Praxis: Bei meinem138er werkelt ein handelsübliches 250W Klarglas Halogen-Leuchtmittel aus dem Baumarkt plus ein Opalglas in der Filterschublade. Die Knackpunkte sind:

    1.) Opalglas möglichst dünn (Filterwirkung) und in optischer Qualität. Kunststoff eignet sich nicht, auf die Dauere wird der wellig, schmilzt,verfärbt, verbrennt.
    -- 1.b) Position des Opalglases an einer funktionell machbaren Stelle.
    2.) Die Position des Leuchtmittels muss durch "try and error" ermittelt werden.
    -- 2.a) nicht so nahe an der Filterschublade, um dem Opalglas den Hitztod zu ersparen und eine höchstmögliche gleichmässige Ausleuchtung selbiger zu erreichen.
    -- 2.b) nicht zu weit enfernt, da die Lichtleistung spürbar abnimmt.

    Es ist mir schon klar, dass auf dies Art nicht die volle Leistung à la was wäre wenn.. erreicht werden kann. Also bitte keine Diskussionen über Heiland, CLS-Kopf und dergleichen, ich will meinen Kondensorkopf so wie er ist so lange wie möglich am Leben erhalten, ohne einen Schrank mit Leuchtmitteln füllen zu müssen, die heute zu exorbitanten Preisen am Markt liegen und/oder meinen Nachfahren testamentarisch zur sorgfälltigen Aufbewahrung zu vererben sind.

    Hermann

  • Zum Abschluss.
    Allen erst mal Danke für Eure Beratung!

    --Augen zu und DURCH!--
    Ich habe gerade für stolze 128€ 2 Stk unbenutzte 300Watt 11cm Durchmesser Atlas Glühleuchten bei EBAY ersteigert.
    Einen magnetischen Spannungskonstanthalter besitze ich jetzt auch. Einfach, ohne Elektronik und Hammerfest. Er senkt die aktuellen 230V auf die alten 220V gut herab. Die Leuchten werden nun im vorhergesehenem Spannungs-Normalbetrieb betrieben.
    Die neuen 300Watt werden meine 250W ersetzen.
    Ich hoffe damit die 4,5x6cm Negative etwas schneller (ähnlich dann wie 6x9) durchlichten zu können.
    Mit 6x9 war es eine Freude zu arbeiten. Die Kondensatoren (Latico 180/130) sind angepasst.
    Die Reserveleuchten werde ich optimal einlagern. Ein Lage dünne Haushalts-Klarfolie. Danach mehrere Lagen Alufolie.
    Zum Schluss wieder einige Lagen dünne Haushalts-Klarfolie, Trockenmittel zulegen und dann alles Vakuumverpackt. Damit hoffe ich dem u.a.bösem Sauerstoff etwas mehr ausgebremst zu haben. Ob es sein muss, ist mir egal. Der Ratschlag war glaubhaft, der Aufwand ist gering. So hoffe ich die nächsten 20 Jahre, von der Beleuchtung her, Ruhe zu haben. Der Rest vom Vergrösserer ist eh Hammerfest.
    Gruss aus dem Sauerland Berthold

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