Charakteristik verschiedener Vergrößerersysteme

  • Hallo!


    Ich halte gerade Ausschau nach einem 8x10 Vergrößerer und bin dabei auf die Seite von Kienzle gestoßen:


    http://www.kienzle-phototechni…C-Baureihe/C252/c252.html


    Jetzt muss ich die blöde Frage stellen, weil mir in diesem Fall grundlegendes Wissen fehlt:


    Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kopfsysteme?


    "Farbmischkopf, Gradationswandelkopf,Halogen-kaltlichtkopf, Splitgradekopf oder auch Kondensor erhältlich."


    Farbmischkopf: klar, unumgänglich, wenn man Farbe machen möchte.
    Gradationswandelkopf: muss nicht sein, weil man den Farbmischkopf nehmen könnte. Ist aber wahrscheinlich bequemer beim Einstellen. Weitere Vor- und Nachteile?
    Halogen-Kaltlichtkopf: Wofür eignet sich dieser?
    Kondensor: detto


    Jetzt ist es raus, danke schonmal.


    Rene

  • Die konventionelle Weisheit sagt:


    Kondensorbeleuchtung gibt bis zu eine Gradationsstufe härtere Abzüge und deutlicher sichtbare Kratzer und Staub.
    Diffuses Licht (alle Misch-Aufsätze) ist weicher und verringert die Ausfleckarbeit.
    In der Schärfe soll es keine Unterschiede geben.
    Nicht alle hatten dieselben Meinungen und Erfahrungen dazu.


    Ich vermute, dass das auch vom Film und Arbeitsblende abhängt. Habe es aber nie restlos ergründet - ist wohl eher für Kleinbild-Vergrößerungen wichtig.

  • Hallo,


    Uli hat's schon gesagt: Ohne Kondensor ist das Bild weicher.
    Der Grund ist, das beim einem Kondensor die Lichtstrahlen fast parallel auf das Negativ treffen, beim einem Diffusor eben nicht. Dadurch ergibt sich ein unterschiedlicher Streuverlust in den dichten und weniger dichten Partien des Negativs beim Kondensor (Callier-Effekt). Der Verlust bei einem Diffusor dagegen ist in allen Dichten des Negativs gleich.
    Um das auszugleichen, kann man SW-Filme für reine Diffusorbeleuchtung auch länger entwickeln (statt mit G=0,55 bei Kondensorgeräten mit G=0,7 bei Diffusor).
    Was Uli auch schon gesagt hat: Kratzer und Staub fallen beim Kondensor schneller auf.


    Gradationskopf: lohnt sich nur, wenn man wirklich weiß, dass man nie 8) Farbe machen will. Nachdem ich lange Jahre an einem Farbkopf die Gradation per Tabelle eingestellt habe, weiß ich die schnelle Einstellung am Gradationskopf meines neuen Kienzle sehr zu schätzen: man dreht eben nur noch an einer Schraube...
    Splitgrade ist m.W. eine automatische Steuerung (mit Pult). Von Heiland Elektronik entwickelt.
    Halogen-Kaltlicht ist wohl Standard (Halogenlampe mit einem kleinen (Kaltlicht)Spiegel in einer Fassung). Opallampen gibt es -so weit ich weiß- nur in ziemlich alten Geräten (?).


    Gruß,
    Volkmar

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