Wozu Großformat?

  • Hallo Fotografiebegeisterte!

    Ich verwende meine 4x5-Kamera aus zwei Gründen: zum einen weil ich so auch noch den Kirchturm mit auf das Bild bekomme - ohne hässliche, stürzende Linien (also der "Verstellmöglichkeiten" wegen) und zum anderen, weil ich durch den größeren Abbildungsmaßstab eine geringere Schärfentiefe erzeugen kann als bei kleineren Formaten (wenn ich sie denn benötige).
    Jetzt fällt mir aber mehr gar nicht ein. Klar, der Detailreichtum. Aber ich habe nicht vor, meine Fotos ins riesige Maß zu Vergrößern, auch arbeite ich nicht in der Werbung bzw. kommerziell, denn ich bin "Hobbyfotograf". Was sind eure (anderen?) Gründe, so umständlich zu fotografieren, wo man mit einer Kleinbildkamera nebst guter Optik und Film-/ Entwicklerkombination doch schon hervorragende Ergebnisse erlangen kann? Oder wollt ihr jedes einzelne Negativ separat entwickeln? Oder geht es einfach nur um eine Art Technikbegeisterung? Oder sind es die alten Optiken, die ihr gerne verwendet und die ja nun ein großes Format voraussetzen?

    Gruß, Thomas

  • Hallo,

    Ich würde auch den Spass an der Sache nicht unerwähnt lassen wollen; es ist einfach ein herrliches Feeling, die ganze Apparatur zu bedienen, also das fotografische Handwerk.

    Die Faszination des Entstehens und Erschaffens erlebe ich unmittelbar .

    Jedes entwickelte Negativ/Dia in meinen Händen lösst unweigerlich Verzückung aus.

    Ich sehe was auf meinen Negativen - ohne Lupe.

    Ich kann formatfüllende Nahaufnahmen machen.

    Und in diesem Jahr möchte ich auch bei grooossen Prints vom grossen Format profitieren.
    Inzwischen kann ich fotografieren und gleich im Anschluss entwickeln, hab also mein Ergebnis zügig vorliegen (na gut, das ginge bei KB notfalls auch).

    Die feinen Kontraste im Detail wären auch zu erwähnen.

    GF ist sehr komplex - ich kann viel erlernen. Auch das gehört für mich mit dazu.

    Auch wenn - wie hier oft diskutiert - der Qualitätsvorsprung schwindet:

    ICH WILL MEIN Negativ/Dia/BILD IN DER HAND :)

    Gruss,
    Ritchie

    ...

  • Hallo Thomas,
    gerne beantworte ich hier Deine kleine Umfrage.
    Ich verwende eine Großformatkamera aus folgenden Gründen:
    Neben den von Dir schon genannnten zwei schwerwiegenden Argumenten greife ich zur Großformatkamera, weil sie einen hohen Erlebniswert besitzt. Durch eine gewisse Schwerfälligkeit nehme ich meine Motive und das drumherum viel intensiver wahr. Eine Bildkomposition entsteht viel analytischer und nicht so spielerisch wie bei der digitalen. Außerdem belastet mich jedes Foto monetär und zwingt mich dazu sehr überlegt vorzugehen. So viele Bilder wie nötig, so wenig wie möglich! Eine Menge Dinge sind also zur Belichtung und Ausarbeitung der Filme zu beachten um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen. Man kann auch das neue Wort "Gehirnjogging" einwerfen, was den Reiz ausmacht. All dies gilt natürlich grundsätzlich für analoge Fotografie, die Stufen steigen aber mit der Formatgröße und den höchsten Erlebniswert finde ich mit der Großformatkamera.
    Wenn ich die Großformatkamera mal mit in den Urlaub nehme, dann bestätigt sich dies ganz besonders. Nach Jahren erinnere ich mich eindringlich an die Orte wo ich meine Fotos gemacht habe -ganz ohne die Fotos tatsächlich vor Augen zu haben. Wie Fixpunkte markieren sie rückblickend meinen Weg und zwar nicht nur den fotografischen. Es geht also auch um Erinnerungen und schließlich besteht daraus unser aller Leben.
    Bei Landschaft-und Architekturfotos schätze ich insbesondere die Auseinandersetzung mit der Umgebung. Bei Porträts liebe ich im Bildergebnis den Ausdruck der Abgelichteteten; wie sie da warten auf das Auslösen, das ist manchmal sooo schön!

    Letztlich geht es zwar um das Ergebnis, aber für mich persönlich ist es allerdings bereits schon der Weg, der mir Freude bereitet und etwas bedeuten kann. In erfolgreicher Kombination (Weg & Ziel) bedeutet mir ein sehr gutes Foto mit der Großformatkamera aufgenommen daher sehr viel, (hohe Wertschätzung), hier geht es sicher auch um Anerkennung. Wenn ich meine eigenen Bilder so sichte, dann versuche ich gelegentlich tasächlich eine persönliche monetäre Bewertung und frage mich etwa: was würde ich dafür bezahlen, damit ich dieses Foto gemacht habe? Die Wertschätzung (nur der sichtbaren Bestandteile!) von Bildmaterial aus der Großformatkamera fällt dabei oft ganz ordentlich aus und ich müßte tief in die Tasche greifen.
    Ich arbeite natürlich auch viel -sogar überwiegend- digital und möchte keinesfalls darauf verzichten, aber in vielen Punkten kann sie einfach nicht "mein analoges Großformat" ersetzen. Hier wird oft der Einwand gebracht, keiner wird zum saloppen Umgang mit der digitalen gezwungen, man könne die digitale ja wie eine analoge Kamera bedienen, d.h. sehr, sehr sorgfältig arbeiten, ggf. Licht per Hand einmessen, Display aus usw... na so blöd bin ich dann doch nicht, man würde einfach die "digitalen Vorteile" verschenken und die Bildergebnisse wären trotzdem anders; auch wenn ich mir Mühe geben, die Bilder sehen irgendwie anders aus.
    Nicht dass hier jemand meint ich fotografiere mit der digitalen Kamera schlampig, nein, immer so gut wie ich es eben kann, aber es reißt schnell mal was ein, ich bin schnell zu Experimenten bereit und lasse es auch mal drauf ankommen. Viele Dinge wie beispielweise ein Weißabgleich lassen sich schließlich auch später erledigen...(und bereiten einem Kopfzerbrechen)...dann versuche ich ein Foto doch noch ohne Stativ, bis es schließlich klappt...und ich löse beim Porträt wohl wissend, es ist nicht gut, dennoch aus, aber das Model bleibt immerhin motiviert...dafür sind die digitalen Dinger gemacht und haben ihre Stärken (und gleichzeitig ihre Schwächen!).
    Im übrigen kann ich dieses ganze retuschierte Zeug (auch aus meiner eigenen Produktion!!) gelegentich nicht mehr sehen und habe gerne mal zur Abwechselung ein Bild vor Augen wie es aus meiner GF-Kamera kommt. Auch ist mein Geschmack analoger Fotos beständiger, was daran liegen mag, dass ich zwar in der Dunkelkammer entwickele, mich selber dort aber nicht mehr so. Bei der digitalen Verarbeitung sehe ich meine Fehler von gestern sehr genau und lerne stets neue, bessere Bildbearbeitungsschritte.
    Nur weil die Fotografie für mich auch eine Leidenschaft ist, kann ich das mit der Großformatfotografie durchhalten. Ich bleibe einfach gerne im analogen Training und liebe darüber hinaus auch die mechanischen Abläufe. Nur ganz selten macht Großformat als Dienstleister Sinn, wirklich ganz selten, aber es kommt vor und dann freue ich mich ganz besonders.
    Die Frage wozu Großformat habe ich damit aus meiner Sicht versucht zu beantworten. Es ließ sich dabei leider nicht vermeiden in die alte Diskussion "analog- digital" abzudriften, aber Großformat bedeutet für mich analog und umgekehrt.
    Beste Grüße. hako

  • Neben dem schon genannten, wäre da noch vor allem bei der 8x10 der grosse Fernseher sprich die Grosse Mattscheibe, die für die Komposition einfach der Hammer ist.
    Und ein 8x10 Dia zu sichten ist halt schon auch einfach nur geil!

    MFG Armin

    " You push the button and we do the rest."
    Kodak Werbespruch!
    Today
    "You push the button and the pixels do the rest"

  • Hallo Thomas,

    ich fotografiere im Großformat, weil es einfach Spaß macht und eine Abwechslung zum (Arbeits-)Alltag vor dem Computer ist. Außerdem bedeutet für mich die langsame umständliche Arbeit mit der Kamera mehr Beschäftigung mit dem Motiv mit dem Ergebnis, daß meine Bilder besser sind und die Ausschußquote deutlich niedriger ist, als bei kleineren "schnelleren" Formaten.

    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Grossformat in Farbe gibt es bei mir inzwischen eher selten. Da wo ich Scheimpflug oder eine sorgfältige Gestaltung auf der Mattscheibe brauche. Digital, bei mir mit KB Format, gestaltet sich manches einfach anders. Detailreichtum erreiche ich digital aber besser. Für Druckvorlagen sowieso.

    In SW gerne 4x5 oder 6x12 cm. Da lassen sich schöne Bilder machen. Vielleicht auch weil ich keinen Pigmentausbelichter besitze, sondern noch bei Rotlicht auf guten alten Ilfobrom FB ausdrucke und dann das Bild auf echter Pappe vor Augen habe.

    Gerne hab ich auch das Pröbeln und Ausprobieren, eben das Handwerkliche am Bildgestalten auf der grossen Mattscheibe. Allerdings gilt immer noch: Mit Großformat lassen sich viele Probleme lösen, die man ohne Grossformat gar nicht hat.

    Aber SW in 4x5, genauso wie mit Tri-X in Kleinbild, das werde ich noch lange machen.
    Hoffentlich bleiben die Emulsionen und Filme noch einige Jahre in der Qualität stabil und frusten nicht.

    Henning

  • Quote from "TomT"

    ich fotografiere im Großformat, weil es einfach Spaß macht...


    Guter Grund! :)

    Quote from "TomT"

    ...Außerdem bedeutet für mich die langsame umständliche Arbeit mit der Kamera mehr Beschäftigung mit dem Motiv mit dem Ergebnis, daß meine Bilder besser sind und die Ausschußquote deutlich niedriger ist, als bei kleineren "schnelleren" Formaten.


    Ohne die oft wiederholte Diskussion aufwärmen zu wollen: Hierbei kriege ich wieder die "Krise". Es gibt nicht einen Grund, mit der DSLR weniger sorgfältig zu arbeiten... ;)

    Ansonsten: Bei mir gelegentlich noch GF, wenn die Arbeit/Anwendung es unbedingt erfordert (SW, Verstellungen etc.). Digitale Produktion ist schneller und billiger...

    Gruß
    Wolf

    You're only as good as your last job. Today's great shot is what keeps the work coming in.
    Gary Perweiler

  • Quote from "Grauer Wolf"

    Ohne die oft wiederholte Diskussion aufwärmen zu wollen: Hierbei kriege ich wieder die "Krise". Es gibt nicht einen Grund, mit der DSLR weniger sorgfältig zu arbeiten... ;)

    Hallo Grauer Wolf,

    Deine Meinung sei Dir unbenommen. Objektiv mag es keinen Grund geben, allerdings trifft es auch auf mich zu, dass ich im GF sorgfältiger arbeite. Fehlende Konditionierung? Möglich. Allerdings muss ich mit der Kamera kein Geld verdienen und kann und will es mir daher aussuchen, ob ich mich derart konditionieren will. Das ist mir aber zu anstrengend für ein Hobby. Daher lasse ich mich durch die Wahl des Formates ohne Stress und mit gehöriger Portion Freude konditionieren.

    Berufsfotografen haben diese Freiheit zugegebenermaßen nicht.

    VG

    Tobias

  • Hallo und vielen Dank für die Antworten bzw. auch Einblick in eure Arbeitsweise.
    Wenn ich zusammenfasse, dann würde ich sagen, dass zu den einigen (aber nicht immer notwendigen) technischen Vorteilen noch etwas dazukommt, was mit dem eigentlichen, späteren Bild an sich weniger zu tun hat, allerdings nicht zu unterschätzen ist: ein gehöriges Stück an Ruheerfahrung, ja vielleicht "Meditation" sogar, wenn man sich so - vor einer großen Mattscheibe, noch dazu unter einem Tuch - allein eine halbe Stunde lang (vielleicht in der Natur) auf ein Motiv konzentriert. Das dürfte natürlich ein nicht zu verharmlosendes Argument sein. Die vielen Menschen, die Angeln als ihr Hobby nennen, könnten ihren Fang ja auch einfach im Supermarkt kaufen.
    Ich selbst kann das "meditative Arbeiten" mit der Kamera aber auch bestätigen, wenn ich so darüber nachdenke. Mittlerweile habe ich eine entsprechende Arbeitsweise aber auch auf den Kleinbildapparat übertragen und muss sagen, dass ich damit ähnlich ein Gefühl der "Entspannung" erfahren kann bzw. eine intensivere "Beziehung" zum (landschaftlichen) Motiv aufbauen kann, wenn auch - zugegeben - nicht ganz so intensiv wie mit der Großformatkamera.

  • Hallo Grauer Wolf,

    Quote from "Grauer Wolf"

    Es gibt nicht einen Grund, mit der DSLR weniger sorgfältig zu arbeiten... ;)

    sicher hast Du damit recht, und es ist ein achtbares Ziel, aber...

    Bei Kameras der Kategorie (vergleichsweise) klein, schnell, ggf. mit Automatiken aller Art ist die Versuchung groß, einfach auf den Auslöser zu drücken ohne viel nachzudenken. Bei digitalen Kameras kommt erschwerend hinzu, daß man meinen könnte, "den Rest" mit Photoshop richten zu können.

    Die umständliche Arbeit im Großformat bewirkt bei mir das Gegenteil. Allein der Aufwand, um die GF-Kamera aufzubauen, läßt mich schon mehrmals überlegen, ob es das Motiv wirklich wert ist und wie ich es in Szene setzen will.

    Ich möchte betonen, daß ich hier nur für mich spreche, ich kann mir aber vorstellen, daß es anderen Fotografen egal ob Amateur oder Profi ähnlich geht.

    Gruß Thomas

  • Quote from "TomT"

    Bei digitalen Kameras kommt erschwerend hinzu, daß man meinen könnte, "den Rest" mit Photoshop richten zu können.


    Ja, das glauben leider viele. Aber was nicht in Form von Licht aufgezeichnet wird, läßt sich nachträglich nicht wirklich perfekt korrigieren... Ich mag diese "schludrige" Arbeit nicht. Im Idealfall (Lichtführung!!!) kommt das Bild fix und fertig aus der DSLR und bedarf keiner Nacharbeit mehr... "Photographieren" bedeutet "mit Licht zeichnen", nicht "Pixel schrubben"!

    Gruß
    Wolf

    You're only as good as your last job. Today's great shot is what keeps the work coming in.
    Gary Perweiler

  • Ich mache Dokumentation, genauer: ich versuche, den Bestand der Ortschaften vor und die Veränderung durch den Braunkohletagebau Garzweiler II in Bildern festzuhalten. Das eine oder andere Bild habe ich hier ja auch schon mal gezeigt (z. B. https://forum.grossformatfotografie.de/viewtopic.php?p=70806#p70806 oder https://forum.grossformatfotografie.de/viewtopic.php?f=37&t=7956 ).

    Meine Aufnahmen mache ich aus Gründen der Beweglichkeit im Gelände und auch aus Zeitgründen überwiegend auf 6x6. Aber manchmal muß es eben die Sinar sein, und zwar dann, wenn ich die Breite des 6x12-Formates brauche oder die Verstellbarkeit der Kamera zusammen mit dem großen Bildwinkel eines GF-Weitwinkels oder eben auch alles zusammen auf einmal in einer Aufnahme. Und dann schleppe ich die Sinar eben auch durchs Gelände (na gut, die schwerste Arbeit erledigt dabei ne faltbare Sackkarre).

    Die oben verlinkten Innenaufnahmen der Kirche hätte ich mit einer starren Kamera gar nicht machen können - da wäre vom Gewölbe nicht viel zu sehen gewesen oder die Bilder wären wie die der vielen Zeitungsfotografen bei der Entwidmung von schief nach schräg aufgenommen, damit die zentrale Säule (die für dieses Gebäude das zentrale Herzstück war) auf dem Bild zu sehen ist. Mit GF mache ich das doch etwas entspannter...

    Und die Serie über das Verschwinden des Otzenrather Ortskerns konnte nur mit der GF gemacht werden, weil es für 6x6 kein vergleichbar starkes WW gibt. Die kürzeste Brennweite für 6x6 ist das 40er - und das reichte nicht, um den Ort mit allen wichtigen Identifikationsbestandteilen (Schule links, Kirche bzw. nach dem Abriß dahinter sichtbar kath. Pfarrheim rechts und ganz rechts am Bildrand Bäume des kath. Friedhofs - das Herz des nicht mehr exisitierenden Ortes) auf einem Bild festzuhalten. Da mußte es 6x12 mit dem 65er sein.

    Es gibt aber auch Aufnahmen, da kann man nicht dort sein Stativ aufbauen, wo es eigentlich genau stehen müßte, um z. B. eine Fassade oder ein Detail in einem bestimmten Bildausschnitt aufnehmen zu können. Hier schätze ich neben der vertikalen auch die horizontale Verschiebbarkeit der Standarten, die es erlauben, dennoch sein Bild genau so machen zu können, wie man es im Kopf "sieht".

    Gruß
    Dieter

  • Bonjour,

    tja - warum kauften wir uns nach so vielen Jahren einen fast ausgestorbenen Dinosaurier? Aus blöd hatten wir angefangen unser Sony Alpha 350 auf ein 15 Markt vom Flohmarkt Holzstativ zu stellen und weil das Display der Live View nicht hell genug war, zur Belustigung aller ein schwarzes Tusch über den Kopf zu hängen. Tja, auf einmal standen wir in einer anderen Welt - nur noch wir und das Motiv. Alles ließ sich komponieren, die Bilder wuchsen in zwei Wochen wie vorher nicht in 10 Jahren. Dann kauften wir uns noch einen einen Meter langen Kabelauslöser… und ärgerten uns fortan über nicht - wirklich - scharfe Bilder. Wir panschen gern im Labor und sitzen in der Arbeit viel zu viel vor der Mattscheibe… Alles in allem hat der Spaß mit Vergrößerer, Sinar und Optik was bei tausend Euronen gekostet - für gewaltige S/W-Ergebnisse. Wieviel hätten wir für digitale Ausrüstung mit Drucker, Monitor und Rechner ausgeben müssen um gleichwertige Ergebnisse zu bekommen?

    LG

    vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sacht: und von dem jesparnten Monöten holta süch füx ma nen lekka Püstazüenees, jawohl!)

  • Also ich kann mit GF genauso schlampig arbeiten wie digital. Analog ist es definitiv einfacher was zu versemmeln und es nicht zu merken. Ich denk nur an den Schwarzschildfaktor den man schnell vergessen hat zu berücksichtigen. Ansonsten muss man mit GF nicht langsamer sein als digital. Egal ob vom Stativ oder aus der Hand.

    Zappa, du vergleichst Äpfel mit Birnen. Du hast deine GF Ausrüstung gebraucht gekauft. Du müsstest zum heutigen Neupreis rechnen und dann würde die Sache schon anders aussehen. Und ja wenn ich mich anstrengen würde, würde ich für nen 1000er vergleichbare digitale Qualität liefern können, vielleicht sogar für weniger, wenn wir uns auf eine Printgröße von 30x40 einigen würden. :P

    Und allen die mich jetzt für einen Judas halten, sei gesagt, dass ich mich nachher noch ins Labor begebe und ein paar Lithprints mache um anschließend den Goldtoner auszuprobieren. :lol:

    Wichtig ist immer das Ergebnis, wie man dazu kommt ist zweitrangig.

    Gruss Sven.

  • Hallo Sven,

    da wünsche ich dir viel Erfolg bei diesen Versuchen, den Goldtoner finde ich fantastisch! Du kennst ja sicher die übliche Anwendung mit den vorher mit Schwefeltoner behandelten Bildern.

    Aber lass den Schwefeltoner mal weg...

    Baryt im Goldtoner ohne Vorbehandlung bekommt einen herrlich kalten blauschwarzen Ton. Und lustigerweise wird der Goldtoner in der Wirkung besser, wenn er schon eine Weile benutzt worden ist.

    Viele Grüsse

    Michael

    Will unsre Zeit mich bestreiten,
    ich laß es ruhig geschehn.
    Ich komme aus anderen Zeiten
    und hoffe, in andre zu gehn.

  • Als ich mir vor Jahren die Ausrüstung zusammengekauft habe hies es: Shift und tilt bei Digital wäre auf Grund der im Verhältnis großen Bautiefe der digitalen Rückwände gegenüber dem sehr dünnen Plan-Film auf lange Sicht im Nachteil. Hierdurch solle es zu Ungenauigkeiten kommen. Stimmt das, wie ist hier der Stand der Technik?
    Selber hatte ich festgestellt, daß helle Lichter bei Digitalaufnahmen zu weißen Löchern, die bei Analog Filmen noch differenziert abgebildet werden.
    Meine Objekte erfordern nach meiner eigenen Auffasung ein hohes Maß an Authentizität. Die Wirklichkeit möchte ich mir nicht im Nachhinein auf dem Bildschirm passend machen. Insoweit schätze ich die Eigenschaften der optischen Bank wo das Bild vor Ort "komponiert" wird.
    Ich lese öfter, daß die Objektive für Analogkameras im Vergleich zu Objektiven, die für Digital entwickelt wurden ungenau seien. Was bedeutet das für die Qualität ? Aufgrund dessen, daß es nicht denkbar erscheint, daß digitale Rückwände z.B. auf 12 x 9 anwachsen werden seien diese Objektive nur noch für eine kurze Zeit sinnvoll einsetzbar. Oder werden uns evtl. scan-Rückteile wieder Möglichkeiten eröffnen mit altem Material weiterzuarbeiten?
    Wie hoch ist die Qualität von Analogen Großformat-Fotos wirklich im Vergeich mit Digitalaufnahmen. Im Netz habe ich schon ein paar Tests gefunden, die aber Objektivität vermissen lassen, da die Aufnahmen absurderweise nach dem scannen beider Ergebnisse verglichen wurden,das ist ja als ob man eine Schallplatte auf CD kopiert hat und dann den Klang mit einer anderen CD vergleicht - Zeitverschwendung. Hier interressiert mich aber das qualitativ beste Ergebnis bei geshifteteten Aufnahmen. Bin ich mit analog 13 x 18 noch auf dem richtige Weg?

    LG Christian

  • Hallo Christian,

    nach bald 25 Jahren Grossformat in 4x5" bin ich nun dabei, meine Sinar Norma auf 13x18cm auszubauen. Und mit den grossen Negativen werden dann Salzdrucke gemacht...

    Viele Grüsse

    Michael

    Will unsre Zeit mich bestreiten,
    ich laß es ruhig geschehn.
    Ich komme aus anderen Zeiten
    und hoffe, in andre zu gehn.

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