APO Symmar-L vs. APO Symmar vs. Symmar-S

  • Hallo Leute,


    im GF besitze ich 3 Schneiderlinsen. Bei 4x5" aber auch auf 6x12 stelle ich fest, das die Auflösung zwar nicht schlecht ist, aber vergleiche ich sie mit 6x7 aus MF (Bessa-III), merke ich, dass die Linse aus der Bessa höher auflöst (ohne zu Messen, nur nach Blick und Gefühl). Meine 3 Linsen sind alle älter eine ist von 1976, das 120er (Symmar-S) und 90er (Super Angulon) und 210er (APO Symmar) sind aus den 1998er Jahren.


    Meine Frage nun: Wie performen die neuen Symmar-L Linsen gegenüber den alten? Hat da jemand Erfahrung?


    Danke!

    • Official Post

    Ich denke, dass Du in Bezug auf die Auflösung kaum einen Unterschied zwischen einem APO-Symmar und den neueren APO-Symmar-L sehen wirst. Aus Umweltschutzgründen wurden bei dem "L" die Glaszusammensetzungen geändert und es wurde der Bildwinkel leicht erhöht, sonst tat sich aber wohl nicht viel in der Abbildungsleistung.


    Entscheidender ist eher der Rest der Aufnahme- und Verarbeitungstechnik und ob diese mit der Bessa vergleichbar war: Planlage des Films (Kassette), verwendete Blende, Verwendung von Kompendium/Sonnenblende zur Minimierung von kontrastmindernden Reflexionen etc. An welchen Stellen im fertigen Bild stellst Du die Unterschiede fest: in der Bildmitte oder am Rand? Wurden beide Filme gleich verarbeitet (Filmmaterial, Entwicklung, Scan/Vergrösserung)?


    Grüsse,
    Andreas

  • Hi Andreas,


    > Entscheidender ist eher der Rest der Aufnahme- und Verarbeitungstechnik und
    > ob diese mit der Bessa vergleichbar war: Planlage des Films (Kassette),
    > verwendete Blende, Verwendung von Kompendium/Sonnenblende zur Minimierung
    > von kontrastmindernden Reflexionen etc.
    Kompendium hatte ich leider nicht drauf (ist erst neulich gekommen) - aber beim nächsten mal. Aufgenommen habe ich mit dem 120er Symmar-S (von 1976) bei Blende 16 & 22 (sollte optimal sein für das Objektiv). Die Bessa hatte auch Optimalblende (4..5.6). Wie gesagt, ich habe keine Linien gezählt aber wenn ich mit der 10fach Lupe raufschaue, sehe ich Unterschiede. Planlage, etc. war ok - hab' 'ne gute 6x12 Kassette :).


    >An welchen Stellen im fertigen Bild
    > stellst Du die Unterschiede fest: in der Bildmitte oder am Rand?
    Habe eher mittig geschaut, aber auch den Gesamteindruck mit einbezogen.


    >Wurden
    > beide Filme gleich verarbeitet (Filmmaterial, Entwicklung,
    > Scan/Vergrösserung)?
    Gleicher Film (E100). Entwickle E6 zu Hause, also gleicher Prozess/Parameter.

  • Es ist eine alte Weisheit das Kleinbild Objektive mehr auflösen müssen wie MF Objektive und wiederum MF Objektive mehr wie GF Objektive. Ebenso ist es auch klar das die Theoretisch mögliche Auflösung bei f5,6 viel höher ist wie bei f16!


    Fakt ist auch das ein MF Negativ viel stärker vergrössert werden muss wie ein GF Negativ!


    Mein APO Symmar 210mm war lange mein Referenz Objektiv wenn es um höchste Schärfe ging, bis es durch das noch etwas höher Auflösende Siranon SE 240mm auf den 2. Platz verdrängt wurde, weil es noch ganz zart besser kleine Details auflöst!


    Gruss Armin

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  • johnars schrieb:


    Es ist eine alte Weisheit das Kleinbild Objektive mehr auflösen müssen wie MF Objektive und wiederum MF Objektive mehr wie GF Objektive. Ebenso ist es auch klar das die Theoretisch mögliche Auflösung bei f5,6 viel höher ist wie bei f16!
    Fakt ist auch das ein MF Negativ viel stärker vergrössert werden muss wie ein GF Negativ!
    Gruss Armin


    MOIN,


    so ist es !
    was war ich erstaunt ,als mein 250er Zeiss Sonnar ( für die HABLA ) mein 240 Symmar in den Schatten stellte. Der große Bildkreis kostet !

  • johnars hat geschrieben:
    > Es ist eine alte Weisheit das Kleinbild Objektive mehr auflösen müssen wie
    > MF Objektive und wiederum MF Objektive mehr wie GF Objektive.


    Es ging aber nicht um alte Weisheiten, sondern um die Unterschiede von APO Symmar-L vs. APO Symmar vs. Symmar-S. Falls da jemand Erfahrung gemacht hat?


    Danke!

  • "Es ging aber nicht um alte Weisheiten, sondern um die Unterschiede von APO Symmar-L vs. APO Symmar vs. Symmar-S. Falls da jemand Erfahrung gemacht hat?


    Danke!"


    Da kann ich dir einfach empfehlen, alle drei zu kaufen und selbst zu testen, denn der Unterschied wird so klein sein, dass du Mühe haben wirst es selbst herauszufinden.
    Und wenn du eine Missbrauchte Gurke erwischst wird sie schlechter sein wie die anderen.
    Von den obigen würde ich einfach das Symmar S nicht nehmen, weil älter und damit die Gefahr besteht das es schon mal etwas gelitten hat.
    Ansonsten glaube ich das ein stabiles Stativ und Kopf und genau fokusieren und sehr genau Planlage des Filmes mehr bringt wie das oder dieses Objektiv weil wenn du eine Rübe hast wirst es merken!


    Gruss Armin

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  • MikeN hat geschrieben:
    <SNIP> (ohne zu Messen, nur nach Blick und Gefühl).


    Das könntest Du folgendermaßen machen, ganz ohne Film zu verbrauchen:


    Montiere die Linsen nacheinander in Unendlich-Stellung in der GF-Kamera. Auf die matte Innenseite der Mattscheibe machst Du zwei Markierungen, eine in der Mitte und eine nahe am Rand. Aber nur so, dass Du sie hinterher wieder abkriegst - Edding auf Tesafilm oder ähnliches. Stell eine Lampe hinter die Mattscheibe und sieh durch das Objektiv! Bei welcher Linse sind die Markierungen schärfer?


    Du kannst die Abbildungsfehler extrem genau erkennen, wenn Du mit stark vergrößerndem Fernglas, Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv o.ä. durch das Objektiv siehst. Wenn alles vorher auf unendlich eingestellt ist, ist der Abstand von Kamera und Fernrohr egal.

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