E6-Entwickler

  • Hallo mal wieder.


    Ich würde gerne E6 selbst entwickeln und frage mich nun, welches Entwickler-Set man am besten nimmt.


    Tetenal mit drei Bädern oder Fuji mit sechs. Kennt jemand beide Verfahren und kann was über die Qualität der Filme nach der Entwicklung und über den Unterschied im Aufwand sagen?


    Danke schonmal, Thorsten.

  • wir haben in unserem AT3 15 Jahre das 3 Bad von Tetenal genutzt für Fuji und Kodak, das Ergebniss war immer erstklassig, auch pushen bis zu 2 Blenden ohne Problem möglich, bekommt man in den grossen Kanistern und in den kleinen Abpackungen, Gruss FRank :P

  • Ich habe jahrelang den 3-Bad-Prozeß von Tetenal benutzt (Ektachrome- und Fujichrome-Filme). Die Ergebnisse waren makellos! Warum also größeren Aufwand treiben?
    Übrigens sind's eigentlich 4-Bad resp. 7-Bad Prozesse, wenn man das abschließende Stabilisierungsbad mitzählt.

    Gruß
    Wolf


    You're only as good as your last job. Today's great shot is what keeps the work coming in.
    Gary Perweiler

  • Alles klar, danke für die Antworten.


    Könnt Ihr mir sagen, wie lange ein angebrochenes Set hält und wie viele 4x5-Filme man mit dem 1-Liter-Set machen kann?



    Frank: Wie genau muss man die Zeiten ändern um mit E6 zu pushen?

  • Kref hat geschrieben:


    > Könnt Ihr mir sagen, wie lange ein angebrochenes Set hält und wie viele
    > 4x5-Filme man mit dem 1-Liter-Set machen kann?


    Der Liter reicht für 12 KB- oder 120er Rollfilme, einen Rollfilm kannst Du zu 4 Blatt 4x5" ansetzen (wichtig, wenn verschiedene Formate genutzt werden). Damit ist man auf der sicheren Seite.
    Ich habe die beiden Entwickler immer mit Protectan abgespritzt und GLASFLASCHEN (2,8 ltr. Chemikalienballons) verwendet (Plastikflaschen sind nicht gasdicht)! Haltbarkeit? Theoretisch, glaube ich, 4 Wochen. Praktisch war bei mir der Durchsatz so groß, daß sich die Frage gar nicht stellte... Angebrochenes Konzentrat soll unter Schutzgas 6 Monate halten.


    Kleine Anmerkung: Das Stabi-Bad in einer Schale durchziehen, die für nichts anderes verwendet wird. NIEMALS im Entwicklungstank!

    Gruß
    Wolf


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    Gary Perweiler

  • Hallo Wolf.



    Deiner Rechnung nach kann ich also 48 Filme mit einem Liter entwickeln. Bei einem Liter heißt das, dass etwa 20ml pro Film "verbraucht" werden.


    Ich entwickel die Filme in Röhren, die ich von Hand im Wasserbad drehe, ein Film pro Röhre und 60ml Arbeitslösung. Das heißt, ich müsste die Arbeitslösungen drei mal wiederverwenden können. Muss ich bei der zweiten und dritten Verwendung die Entwicklungszeiten verlängern?


    Gruß,
    Thorsten.

  • Kref hat geschrieben:


    > Ich entwickel die Filme in Röhren, die ich von Hand im Wasserbad drehe, ein Film
    > pro Röhre und 60ml Arbeitslösung. Das heißt, ich müsste die Arbeitslösungen drei
    > mal wiederverwenden können. Muss ich bei der zweiten und dritten Verwendung die
    > Entwicklungszeiten verlängern?


    Wie sich das bei Deiner Methode auswirkt, kann ich nicht annähernd abschätzen, da ich mit so kleinen Volumen und einzelnen Filmen nie gearbeitet habe. Ich habe mich an die Rollfilm-Einteilung gehalten, also Film 1-4, 5-8, 9-12. Anfallende Planfilme wurden den jeweiligen "Gruppen" zugeteilt und entsprechend entwickelt. Fielen also 4 Planfilme in den Bereich 5-8, wurde die entsprechende Entwicklungszeit benutzt. Hat funktioniert...
    Hier sind übrigens die Zeiten nachzulesen:
    http://www.ffr-film.de/pdf/Tetenal.pdf (Seite 11)


    Ich hab den Verdacht, Du kommst bei Deiner individuellen Methode nicht um eigene Versuche herum...

    Gruß
    Wolf


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    Gary Perweiler

  • Hi Wolf.


    Ich vermute auch, dass es mit den Röhren absolut nicht gut klappen wird und ich am Ende nach ein paar Testbildern eine passende Jobodose anschaffen werde. Die Röhren sind super für SW-Entwicklung, wo man nur die Entwicklerflüssigkeit mit großer Präzision einsetzen muss. Für mehrere Bäder wirds wahrscheinlich nicht klappen.


    Im Gegensatz (vermute ich zumindest) zu Dir bin ich ein purer Hobbyknipser, der vielleicht alle ein bis zwei Wochen ne Fototour macht und mit 4 belichteten Filmen zurückkommt, da ist die Frage nach Durchsatz und schneller Verarbeitung irrelevant.



    Andere dumme Frage:
    Das Tetenal-Datenblatt gibt für Rotationsentwicklung die gleichen Zeiten an wie für Kippentwicklung. Da ich keinen Prozessor hab, der mir die Tanks dreht, werde ich also kippen müssen. In welchem zeitlichen Abstand sollte man Kippen und wie oft bei den einzelnen Kippaktionen sollte man den Tank drehen?


    Gruß, Thorsten

  • Kref hat geschrieben:


    > Das Tetenal-Datenblatt gibt für Rotationsentwicklung die gleichen Zeiten an wie für
    > Kippentwicklung. Da ich keinen Prozessor hab, der mir die Tanks dreht, werde ich
    > also kippen müssen. In welchem zeitlichen Abstand sollte man Kippen und wie oft
    > bei den einzelnen Kippaktionen sollte man den Tank drehen?


    O.a. Link, Seite 12:
    "Der Kipprhythmus bei manueller Entwicklung beträgt für den Erstentwickler, Farbentwickler
    und das Bleichfixierbad während der ersten 15 Sekunden ständig, dann alle 15 s einmal
    kippen."
    Und wie gesagt, Stabibad (enthält Formaldehyd!) in einer nur dafür benutzten Schale, nie im Entwicklungstank...


    Das funktioniert ganz gut. Ich habe schon improvisieren müssen (Entwicklung vor Ort ohne Zugang zu professionellen Gerätschaften; Ich brauchte halt sofort die Ergebnisse...) und in einem auf 38°C ± 0.3°C aufgeheizten Aquarium (ohne Fische drin natürlich :mrgreen: ) E6 entwickelt. Den Combiplan Tank habe ich abwechselnd nach links resp. rechts gekippt, die Jobodose für Roll- und KB-Film erhielt bei jedem Kippen einen zusätzlichen Dreh aus dem Handgelenk. Das Ergebnis war immer tadellos und an die Plantscherei erinnere ich mich heute noch mit breitem Schmunzeln...

    Gruß
    Wolf


    You're only as good as your last job. Today's great shot is what keeps the work coming in.
    Gary Perweiler

  • Also wenn ich home E6 machen möchte, dann finde ich, ein Jobo Prozessor mit Rotation und Wasserbad sllte unbedingt genutzt werden, alles andere ist Murks :mrgreen: dann kannst du deine Filme auch in s Labor schicken. Die kleinen ATL bekommst bei ebay zu kaufen, wobei ich glaube das doie Preise wieder steigen, es sei du holst dir als Selbstabholer ein ATL3 :lol::lol::lol::lol: , wir haben unserer ATL3 auch noch, und dann hab ich noch ein kleines ATL und eien elektrischen Rollenbock, welchen ich zum Fixieren nutze. Jobo bringt auch ein neues ATL raus, kauf es, wenn du genug Mäuse hast, Gruss Frank :shock::shock::shock:
    http://www.photoscala.de/Artik…im-Analoglabor-Jobo-CPP-3

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