Posts by klausesser

    <Habe z. Zt. nur zwei Labors parat, die noch optisch ausbelichten. >


    Ach - da gibt´s schon noch einige.


    Ich halte die ganze Diskussion Analog/Digital für überflüssig. Es kommt immer drauf an, was man macht, machen will oder erreichen will.
    Bei den meisten Fotografen läuft das sowieso parallel - ich kenn aber keinen, der alles digital macht . .


    Fakt ist, daß es mehr denn je auf die Fähigkeiten der Leute ankommt, die mit den Dateien oder den Dias/Negativen umgehen. Denn wenn in den Labors keine guten Leute mehr sind und keine sehr guten Geräte, dann wird das kritisch.
    Aber es gibt immer noch Labors und Spezialisten, die eher Wert auf äußerste Qualität legen als auf´s schnelle Fertigwerden.


    Und anstatt viel Geld und viel Platz in eine Duka für 4x5" oder größer anzulegen bzw. einzurichten scheinen mir ein A3+ Drucker wie ein Epson 2400 und ein guter Filmscanner oder Flachbettscanner für Dias/Negative ab 9x12cm deutlich ökonomischer und ergonomischer.
    Ich hab hier noch einen 4x5" Durst mit Kaltlichtkopf stehen . . feines Gerät - aber lange, lange nicht mehr benutzt . .


    Ich schätze, es wird auch in absehbarer Zukunft immer noch Labors geben, wo man seine Filme entwickeln lassen kann oder gelegentlich auch mal einen nassen Print bekommt.


    Ansonsten: selbermachen . . digital 8) . Das Fotografieren auf MF/GF mit anschließendem Digitalisieren und EBV und ausdrucken ist eigentlich DER Hit!
    Inzwischen auch qualitativ . .


    Hi Klaus!


    "Die alten Säcke hier kennen ihn vielleicht von Crosby, Stills, Nash & Young."


    Du sagst es! :D


    Gruß, KLaus

    <Angeblich werden die Tintenstrahldrucker ja immer besser, nur, wann sind sie gut genug im Vergleich zum analogen GF-Abzug? >


    wenn Dir das hilft: ich hab vor einiger Zeit einen S/W-Job fotografiert und den auf zwei Schienen realisiert:
    1) klassisch auf S/W-Film und in einem der besten deutschen (reinen S/W ) Labors entwickeln und printen lassen.
    2) parallel auf Kodak EPP Rollfilm (war alles 6x6) fotografiert, ausgewählte Dias mit dem Trommelscanner gescannt und auf einem Epson 4800 ausdrucken lassen.


    Tja - was soll ich sagen . . kurz gefasst: ich werde das in Zukunft nur noch in Farbe fotografieren, trommelscannen und auf so einem Drucker ausdrucken lassen.
    Im Labor hab ich einen kompletten Tag mit an der Schale gestanden bis das so wurde, wie ich es wollte.
    Am Mac hab ich das nachts in Ruhe gescannt und bearbeitet, dem Dienstleister eine Testdatei auf seinen ftp-server geschoben und gegen Mittag war das Ganze auf dem Punkt und die 8 Motive wurden so gedruckt, wie das an der Schale nicht besser gegangen wäre.
    Qualitativ war es zumindest nicht schlechter - vielleicht besser, das ist schwer zu beurteilen.
    Auf jeden Fall aber ist das Handling eindeutig vielseitiger variabel, schneller auszuprobieren (nass kann man ein Print schlecht beurteilen und Hochglanztrocknen auf Trommel oder Presse ist auch nicht so mein Ding . . ) und so weiter.
    Gute (!) Fotodrucker sind inzwischen absolut eine Alternative. Du mußt nur bereit sein, entsprechend Kohle in Tintn und Papiere zu stecken.


    Traurig für eine Menge Labors - aber Fakt. Allerdings ist es nicht gerade billig das so zu machen, denn die Jungs im Labor hatten spezielle Tinten und Papiere, die eine Heidenkohle kosten - aber das war ja nicht Deine Frage . . :wink:

    <aber die digitale Ausbelichtung ist immer nur mit 300-400 dpi bei den kleineren Bildformaten, bei Grossbildern ab 20x30 die Hälfte. Das ist für meine Augen einfach nicht genug; nur für oberflächliche Betrachtung anspruchsloser Motive tauglich. Doch lassen wir das, darüber rege ich mich immer wieder auf >


    Na ja - "für die oberflächliche Betrachtung anspruchsloser Motive tauglich" . . :roll:


    Keiner hält Dich davon ab, bei Sander z. B. in Gursky-Manier belichten zu lassen. Außer vielleicht deine Brieftasche . . . :D


    http://www.sander.de/produkte_fineart.phtml
    (wurde übrigens von August Sander gegründet . . )

    Hallo David!


    Ich würde Dir für 9x12 eher ein 75er empfehlen - wenn´s etwas teurer werden darf auch ein gutes 65er oder 47er mit Centerfilter.
    Ein 75er oder auch 65er ist rel. günstig zu kriegen und es muss nicht unbedingt ein Centerfilter drauf.
    Ein 90er finde nicht so wirklich prickelnd bei 9x12.

    <bin nämlich gespannt welche Auflösung ein
    MF-Dia aus einer 50j alten Rolleiflex so bringt. >


    wenn das adäquat gescannt wird, eine ziemlich Gute 8)


    Gruß, Klaus


    Hier in Düsseldorf und ein paar andere Städten gibt´s PPS nicht mehr - vielleicht hat es sich in HH als Lab gehalten. Ich würde mich freuen, weil ich gute 20 Jahre PPS-Kunde war.


    Gruß, Klaus

    "Für Normalanwender ist ein Fotospaziergang im Wald sicher gefährlicher als der Besitz eines Objektivs mit Fungus. "


    vor allem, wenn er sich zu leichtsinnig der am Wegesrande wachsenden verlockenden Nahrungsmittel eindeutiger Formgebung bedient . . . :lol:


    Aber im Ernst: lies mal den Link zu Zeiss zu dem Thema.


    "in a special cabinet whose interior is heated to 40°C (max. 50°C) using a fan heater/ incandescent lamps, thereby reducing the relative humidity"


    "Note: In general, Carl Zeiss does not accept instruments infested by fungus."


    P.S.: aus dem Link von 4x4:
    "Ist der Befall nicht stark, soll es ja schon genügen, das Objektiv in die Sonne zu legen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. "


    Das ist genau das, was man auch nit einem Fön erreichen kann . . :P - obwohl mir gerade einfällt, daß es glaube ich nicht nur um die Wärme, sondern eher um die Zusammensetzung des Lichts angeht . . oder?
    Dann wäre vielleicht auch eine UV-Lampe nicht allzu verkehrt?

    <ein Pilz sieht völlig anders aus als ein Belag. Pilz sieht ähnlich aus wie Spinweben, hat also eine netzartige Struktur. Belag, wie er sich oft im Inneren von Objektiven über viele Jahrzehnte hinweg bilden kann, definitiv nicht. >


    ich weiß - das mit dem Belag scheint der Vorläufer zu sein - jedenfalls fing das bei meinen Objektiven so an. Einige Zeit später entstanden die ersten unregelmäßigen Linien.
    WENN sich im Inneren des Linsensystems ein Belag bildet, dann hat das ja was zu bedeuten. Denn eigentlich dürfte da nichts reinkommen, was einen Belag erzeugen könnte . . auch Feuchtigkeit nicht - dagegen war der Fön gedacht, nicht gegen den Pilz selbst.


    Aber - laß Dich einfach überraschen . . :P Die Aussagen, die ich von Schneider und Zeiss bekommen habe waren ziemlich eindeutig: ich kann die Dinger abschreiben.

    <Und genauso baff werden wir sein, wenn es die ersten Digibacks gibt, die halt ein gutes analgoes 13x18 Negativ oder Dia einfach ins Eck stellt auf den Markt kommt. Fuer mich eine Frage von ein paar Jahren. >


    möglich - fragt sich, in wievielen Jahren . . und zu welchem Preis 8)


    Das ist doch der Punkt: es muss sich wirklich lohnen . .

    "Wenn ich wüsste, welchen Scanner die Firma benutzt ("Betriebsgeheimnis"), könnte ich das korrekte Profil zuweisen."


    wenn die Leute ein Geheimnis draus machen welchen Scanner sie benutzen, dann gibt es dafür zwei Gründe:
    1) sie müssen sich ihres Scanners schämen . .
    2) sie geben das außer Haus und tun so, als hätten sie selbst gescannt.


    Was sollte es sonst für einen Grund geben, den Scanner nicht nennen zu wollen.


    Die besten Ergebnisse bekommst Du von einem Trommelscanner - wenn jemand dran steht, der ihn angemessen bedienen kann.
    Es gibt nichts Schärferes und auch nichts Besseres.


    Beim Scannen wird immer nach Ausgabegröße bei 300dpi berechnet - m. E. darf ein A4 Scan um die 30€ kosten. Ich weiß das nicht mehr so genaus aus dem Kopf, weil ich seit einiger Zeit selber einen T-Scanner habe.

    Hallo Wolfgang!


    Lass das Ding zu! Du hast mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Pilz drin. Und dessen Sporen können andere Objektive "infizieren".


    Zeiss z. B. nimmt überhaupt keine Objektive mehr an, die einen Pilz (Fungus) haben. Die lassen sie nicht ins Haus - sicher nicht ohne Grund.
    Von Schneider weiß ich´s nicht genau - auf jeden Fall aber ist das teuer!


    ich hab hier auch ein 300er und ein 360mm Symmar - beide mit Belag und immer deutlicher sichtbaren Spuren. Auch jeweils nur auf Vorder- bzw. Hinterglied.
    Auf den Rat eines Freundes hin hab ich Verschlüsse und Objektive mit einem heißen Fön reichlich angeblasen - es darf nicht der geringste Rest an Feuchtigkeit vorhanden sein, dann wächst der Pilz zumindest nicht weiter.


    Man kann ein Symmar aber auch "halb" benutzen . . . . :?


    Gruß, Klaus

    Hi!


    Ich miete des Öfteren mal Digibacks (Aptus oder Valeo von Leaf) zum anhängen an meine Hasselblads.
    Das ist nett - rechtfertigt aber keinesfalls den Preis. In meinen Augen zumindest nicht, denn ich produziere keine Kataloge oder sonstige immer wiederkehrende Mengenfotos.
    Wenn ein Kunde unbedingt digitale Dateien haben will, dann muß er halt drauflegen - er wähnt sich da manchmal in der vermeintlichen Wonne einer Kostenreduzierung ggenüber analog . . was Blödsinn ist (trifft vielleicht zu, wenn man 500 Schraubenzieher am Tag ablichtet oder auf dem Land wohnt . . .)
    Der Arbeitsaufwand für den Fotografen ist höher als bei Analog - bis auf die anderthalb Stunden Labor, die man an Zeit einspart . .
    Dafür hat man als Fotograf die NAchbaerbeitung am Hals und ersetzt dem Kunden die Druckvorstufe (mit allen Umständen und Fallstricken) und der Kunde meint dann auch noch, es könne ja nun etwas billiger werden:"ist ja digital" . . :roll:


    Qualitativ übertreffen selbst meine 6x9/12/17cm Velvias, auf dem Trommelscanner mit um die 4000dpi gescannt, auch ein Aptus sehr deutlich. Von den 4x5", 5x7" und erst recht 8x10" mal ganz abgesehen.
    Einen guten gebrauchten Trommelscanner kann man schonmal bei ebay schnappen - die 3-4000€ sind gegenüber einem um die 30000€ Aptus wirklich exellent angelegtes Geld - das Aptus ist in zwei Jahren veraltet, der T-Scanner arbeitet noch die nächsten 20Jahre genausogut wie er es schon die letzen 10 Jahre getan hat . .
    Ein guter T-Scanner verliert ebensowenig an Qualität wie eine GF-Kamera und veraltet kaum. Ganz anders als bei digitalem Equipment.


    Aber ich stimme zu, daß RAW-Dateien aus einem guten DigiBack einfach super aussehen und sich auch gut drucken lassen.
    Aber - wenn man mal einem Junior-AD ein 8x10" ans Fenster hält (Leuchttische - was ist das . . ? Haben wir hier nicht . .), dann ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie das Kinn runterfällt . . :D


    Undf wenn es RICHTIG groß und RICHTIG gut werden soll . . dann ist Digital m. E. NOCH nicht die Alternative . . .

    "Wer hat noch eine Kamera die noch nicht beurteilt worden ist?
    Und für alle neueren Mitglieder auch deine Meinung ist gefragt! "


    Ok - ich hätte da zwei Sachen:


    1) eine 4x5" Wista Field (Metall). Hab ich sehr günstig auf ebay geschossen, nachdem mir ein Köfferchen mit einer TechnikaV + diversen Objektiven aus dem Auto geklaut wurde . . vor einer Eisbude . . :evil:
    2) ein 6x17cm Rollfilm-Handkamera aus China.


    zu 1)


    Die Wista ist nicht so elaboriert wie die Technika - aber sie erfüllt ihren Job genausogut. Bei einem doch eher deutlichen Preisunterschied . . ich hab für die Kamera auf ebay mit einem 150mm Sironar ca. 500€ bezahlt . . :D - an dem Teil hatte noch keiner gesungen . . taufrisch.
    Da passen die mir verbliebenen 65/75/90/120mm SuperAngulons rein - die Platten sind identisch.
    Internationales, drehbares Rückteil, sehr langer Balgenauszug (ähnlich wie die Technika) shift-, tilt- und swingbare Objektivstandarte und tilt- und swingbare "Mattscheibenstandarte" - Shift hinten indirekt.


    Das Teil ist für den Preis ultragenial und - wie gesagt - funktioniert genausogut wie meine TechnikaV :oops: . Nur nicht so elegant und superverarbeitet (vom Hingucken her).
    Sieht aus wie eine Toyo Field.


    Zu 2)


    Nachdem ich schon immer mal eine Rollfilm-Panoramakamera haben wollte, mir aber rein für Spaß (als Werbefotograf braucht man sowas eher selten) die etlichen Tausender für eine Technorama oder Dr. Gilde oder Fuji dann doch etwas happig erschienen, hab ich eine 6x17 aus China bekommen. Ein aus dem Vollen gefrästes Teil, das sicher noch die nächsten paar Generationen überleben wird.
    Da hab ich ein 90mm SuperAngulon drauf und das Ganze ist phantastisch - für weit weniger Kohle als von Linhof, Gilde, Fuji oder sonstwas.
    Man kann mit einem Knopfdrehen von 6x17 auf 6x14 und 6x12 umstellen - auch während des Betriebs!


    Der gleiche Hersteller - DaYi - stellt übrigens eine Rollfimkassette für internationale 4x5" Rückteile her. Damit sowas an einer 4x5" funktionieren kann gibt es einen Mattscheibenansatz, der ebenfalls in das 4x5" Rückteil eingeschoben wird und die Mattscheibe/Filmebene so nach hinten versetzt, daß die 17cm Breite ausgeleuchtet werden. Die tauscht man nach dem Einstellen gegen die Rollfilmkassette aus (Einstellebene ist nat. identisch 8) ). Ich hab das mit einem 75/90/120mm SA ausprobiert und es ist Klasse, wenn man Verstellmöglichkeiten braucht, die die Handkamera mit Aufstecksucher naheliegenderweise nicht hat.


    Ich hab mir ein leichtes Stativ (Manfrotto 055 mit Kopf 229) gekauft, um nicht was Schwereres für diese beiden doch eher leichten Kameras mitschleppen zu müssen.


    Kann so eine 6x17cm-Handkamera nur wärmstens empfehlen - leicht, klein (na gut: relativ klein) und schnell. Bei einem 90mm SA muß man nicht groß fokussieren, Parallaxe ist nicht problematisch.
    Mit einem Velvia oder feinkörnigem S/W-Film und einem guten Scan - ich hab einen Trommelscanner - kann man da richtig große Prints von machen :D


    Ja - mal sehen, was ich noch so finde :)


    Ach ja: für 8x10" hab ich eine Linhof Kardan Bi. Ultrastabil, sehr gut einstellbar - ist mir offen gesagt lieber als die SinarP (hab ich auch noch eine), weil die Standarten völlig frei achsverschwenkbar sind. Ich arbeite sehr viel mit extremen Axialschwenks, um Unschärfen freier positionieren zu können - kommt halt auf die Arbeitsweise an. Leider ist die Kardan Bi mörderschwer - ich hab sie im Sommer mit im Schwarzwald auf nem Job gehabt . . da hab ich mir was Leichtes aus Holz gewünscht . . 8) , denn es geht auch nur mit einem entsprechend schweren Stativ - ich hab dann zwei benutzt, als ich ein 360mm Symmar eingesetzt hab.
    Ein Foto mit dem 240mm Symmar von dem Job stell ich gleich mal in die Galerie.

    "Also diese Quetschrollen wie bei 4x5 Polakasstten gibt es nicht für 8x10 und die Filme und Kassetten sind entsprechend der Größe teuer.
    Eine Entwicklungsmaschine kann man evtl. leihen ich werde mal bei Calumet nachfragen. "


    Die Quetschrollen sind in der Entwicklungsmaschine, in die die Kassette mit dem Film eingeschoben wird. Dann wird auf das Positiv-Papier ebenfalls eingeschoben (da sind die Kissen mit den Chemikalien drin) und beide werden durch die Quetschrollen gezogen.


    Übrigens kann man eine bestimmte Baureihe der elektrischen Maschinen auf Kurbelbetrieb umrüsten.


    8x10" Polaroids sine G E I L ! Auch und vor allem die in S/W 8)

    "Also muss es zur damaligen Zeit durchaus üblich gewesen sein, große Dias zu projizieren, sonst gab es auch keine sinnvolle Verwendung, "


    die sinnvollste Verwendung für GF-Dias war und ist immer noch natürlich hochwertiger Druck . .


    Als Linhof-Spezialist (zumindest vom Namen her :wink: ) müßtest Du eigentlich den Lampenkopf-Ansatz für 4x5" oder 5x7" Linhofs kennen, den man zum Projezieren und auch zum Vergrößern (was ja nicht unähnlich ist) nehmen konnte.
    Hab ich neulich noch beim Spazierengehen im Fenster eines Fotogeschäfts gesehe, das sich in Auflösung befand.