Posts by arothaus

    Ein Bild wird nicht werthaltiger, weil seine Erstellung besonders lange gedauert hat, und es gewinnt auch nicht an Wert, weil das Aufnahmematerial so teuer ist.

    Danke.


    Manchmal befürchte ich, dass neben einer allgemeinen Nostalgie die Wertschätzung des Aufwandes der letzte Rückzugsort der analogen Fotografie ist. Ich habe die ganze Debatte mitbekommen. In den Anfangstagen der digitalen Fotografie wurde ja tatsächlich noch diskutiert, ob ein Kleinbildfilm nicht ein höheres Auflösungsvermögen habe als eine Digitalkamera. Irgendwann war dann das analoge Mittelformat "fällig" - zum Ende kamen noch Kommentare, dass wenigstens schwarz-weiss als analoger Abzug noch eine Qualität habe, die ein Ausdruck nie bieten würde. Von alledem liest man heute (fast) nichts mehr. Es folgten ein paar Jahre des Schweigens, bis die ersten Fotografen das analoge Material (wieder) entdeckten - nicht weil es "technisch besser" war sondern weil es schlechter war. Die digitalen Bilder waren angeblich zu perfekt. Filmkorn, Staubfussel, Farbverschiebungem und Lichtlecks als "unkontrolierbare" Fehler machen aktuell den Reiz der analogen Fotografie aus. Analog verkauft sich nicht weil es besser sondern schlechter ist als Digital. Das erstmal ganz ohne Wertung. Da steckt natürlich viel Quatsch drin, einfach weil häufig lediglich Dilettantismus zur Maxime erhoben wird. Wenns komisch aussieht, wird es wohl Kunst sein müssen.


    Das Großformat bietet nun die unbändige Freude, mit solch einer antiquierten Technik Fotos herzustellen, die in den Punkten Auflösung, Brillianz oder Tonwertumfang eine Qualität liefern, die digitalen Kameras gleichwertig wenn nicht gar überlegen ist. Dazu kommt ein gradezu "magischer" Prozess: Klobige Kameras, viel Chemie, dunke Tücher und Kammern. Wenns viel Aufwand war, wird es wohl Kunst sein müssen.


    Meiner Meinung nach wird die Frage, was ein gutes Bild sein kann, von alledem nicht berührt.

    Grüße und lasst euren Gedanken freien Lauf

    Ganz ehrlich, im Format 4x5 käme ich persönlich nicht auf die Idee eine Intrepid zu kaufen. Mir wäre die auch zu wabbelig. Einziger Vorteil in meinen Augen sind das geringe Gewicht und die Kompaktheit. Eine (robustere) und kompakte Laufbodenkamera habe ich bereits. Gewicht ist mir egal, meine Strecken kann ich das DIng locker tragen. Wenn es rein um den Preis geht ist jede Sinar F günstiger. Im Laufbodenbereich könnte man vermutlich sogar eine (sehr robuste und präzise) Wista zu dem Kurs einer Intrepid bekommen.


    In 8x10 sieht es bei mir etwas anders aus. Ich nutze das Format sehr selten und habe eine recht unhandliche und sperrige Plaubel in dem Format. Eine Toyo oder Chamonix wäre mir vermutlich zu teuer. Falls ich da doch nochmal Bedarf nach was leichtem und kompaktem verspüren würde, könnte ich mir so etwas wie die Intrepid vorstellen. Oder eine Woodyman.


    Die Kamera ist mir aber keinen weiteren Gedanken/Austausch wert.

    Hat nich geklappt. Aber die 5000er-Grenze winkt langsam.

    Dass die damals nicht selbst auf die Idee kamen, so zu fotografieren (bzw. schon, aber vermutlich nicht einfach so): das sagt einiges aus über uns heute!

    Versteh ich nicht. Wer ist "die", wann ist "damals" und was meinst du mit "so" fotografiert?


    Vermutlich liege ich komplett falsch - sollte es sich aber um die implizite Vermutung handeln, dass "Fotografierende" vor ca. 90 Jahren nie mit starken Untersichten gearbeitet hätten, dann empfehle ich die Lektüre zeitgenössischer Fotoliteratur.

    Die hier muss auch gehen. Der Balgen ist dicht, die Lichtdichtungen wurden erneuert und auch sonst gibt es keine Mängel. Unten war ein Gelenk defekt, das Teil habe ich komplett durch ein baugleiches ersetzt. Der praktische Koffer gehört dazu, ebenso die versenkte Platine und ein Rückteil für Blechkassetten. Ich hätte evtl. auch noch ein Rückteil für moderne Planfilmdoppelkassetten, das ist aber erstmal im Prei nicht mit drin.


    Preis: 185 Euro incl. Versand

    Ich bin immer so "konservativ" wenn es um die Artikelbeschreibungen geht. Also noch mal ein paar Details mit allen Fehlern:


    - An einigen Schrauben und Oberflächen finden sich noch Ablagerungsspuren wie Staub oder Dreck. Es gibt auch ein oder zwei Schrauben mit Flugrost.

    - Das Bankrohr ist hinten etwas angelaufen. Die Vertiefung hat Dreck und Staub gesammelt.

    - Der Griff am Koffer ist bröselig.

    - Aufmerksame Augen sehen, dass unten am Bock der Frontstandarte eine verchromte Schraube fehlt. Die habe ich durch eine identische Schraube von einem Spender ersetzt.

    Ansonsten versteife ich mich zu der reisserischen Aussage, dass das hier eine sehr schöne und gepflegte Universal III ist. Die Balgen sind wirklich "ticko-takko". Ansonsten geht an den Dingern nichts kaputt und ich gebe das Teil besten Gewissens weg. Ich verkaufe die Kamera nur, weil ich noch zwei weitere Universal im Format 13x18 hier habe. Und eine Profia. Und eine Linhof Bi. Und eine Sinar.


    Ihr versteht - ich brauche den Platz ;)


    Falls jetzt jemand gedacht hat "ach, so eine schöne Universal hätte ich auch gerne, aber da fehlt ja das passende Objektiv" - da kann ich auch noch helfen mit einem passenden 180er Symmar im Compur-Verschluss. Der Verschluss wurde vor wenigen Wochen gewartet, das Objektiv ist auch sonst einwandfrei. Mit dem Objektiv (und passender Platine) sowie drei 9x12 Kassetten hätte ich gerne 550 Euro für das Gesamtpaket.

    Nur als Hinweis, wenn es noch teurer bei weniger Bildkreis sein darf, schau nach dem Fujinon-A 9/240. Das ist das einzige 240er welches 8x10 abdeckt und in einem Verschluss der Größe #0 montiert ist.

    Warum fragt ihr nicht einfach die Architekten, für die ihr fotografiert, wie die es haben wollen.

    Perspektivisch korrekt.

    Eine korrekt ausgeführte Unterkorrektur siehst Du nicht

    Doch, ich meine das im Ernst zu sehen. Ich bin da aber auch ausnahmsweise sehr streng. Weitere Vertiefung wäre in meinen Augen nur mit Bildmaterial sinnvoll. Und hier eh offtopic.

    Das steht da aber nicht, lies mal genau.

    "Senkrecht erscheinen" soll es, nicht aber "sein".

    Ich wühl mich mal beizeiten durchs Buch und mach dann einen neuen Faden auf.

    Mit einer Unterkorrektur passen wir uns an die Sehgewohnheiten unserer Augen und Gehirn an.

    Mir sträuben sich immer alle Haare, wenn ich eine "Unterkorrektur" sehe. Für mich ist das immer die Kategorie haarscharf vorbei geschrammt - schlimmer als komplett daneben. Aber vielleicht schaue ich mir zuviele "akademische" Architekturfotos an und bin da kognitiv inzwischen schon anders gepolt.

    Bei Linhof gibt es ja eine beachtliche Menge an Fachbüchern (Stichwort "Verlag Großbildtechnik"). Die sind auch top, und dann gibt es noch was aus dem Hause Sinar, Autor ist Jost Marchesi, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.

    Carl Koch und Jost J. Marchesi: Großformat. Handbuch am Beispiel des Sinar-Systems

    Carl Koch und Jost J. Marchesi: Foto Knowhow. Lehrbuch der Grossformat-Fotografie

    (beide aus dem Verlag Photographe, ich hab die Ausgaben aus dem Jahr 1982 hier)



    Das erste "Handbuch" ist auf 148 Seiten im Grunde eine Mischung aus Produktkatalog und Handbuch. Das "Foto Knowhow" ist ein Lehrgangsbuch mit vielen Aufgabenstellungen auf 234 Seiten. Vielleicht kennt der ein oder andere ja noch das Photo-Kollegium von Marchesi.


    So auch bei Sinar zu lesen..

    Marchesi schreibt:

    Die Wiedergabe eines umfallenden Hauses mag zwar gelegentlich eine interessante Wirkung entfalten, normalerweise widerspricht jedoch ein solches Bild dem subjektiven menschlichen Empfinden. Was senkrecht verläuft, sollte auch in der Wiedergabe wieder senkrecht erscheinen.


    Also nix mit "Überkorrektur". Entweder perspektivisch Korrekt oder nicht-korrekt ;)

    Ich hab da noch mehrere Reste von rumfliegen. Es gab ein ähnliches Kompendium zur Kardan, das hatte aber einen anderen Halter am Balgen für die Stange, die wurde seitlich zur Standarte geführt. Was übrigens selten ist, ist der Halter oben für die Standarte der Technika.

    Ich glaube eher, wir erleben hier die Renaissance der Kritik von Charles Baudelaire an die Fotografie in einem anderem Medium. Alles was da gesagt wird, kann man auf die Fotografie übertragen: Der Apparat, die Technik macht das Bild. Bei der Fotografie ist die Realität der Fundus für die Bildschöpfung. Ich vermute ein Tool wie "Midjourney" schöpft aus einem Fundus an vorhandenen Bildern. Eine Art Zitatemaschiene, die alles neu verwurstet.


    Interessant, dass in dem kritischen Tweet von oben nicht der Tod der Kunst beschworen wird sondern das Ende eines Berufsstandes befürchtet wird. Da geht es dann ganz schnell um Geld und nicht um die hohen Werte der Kunst. Die Maler im 19. Jahrhundert hatten ja auch Angst vor leeren Auftragsbüchern, weil die Kunden nun alle ein Foto als Portrait wollten.

    haste schon mal son Adapter probiert?

    Eine CR2032 mit 3V reicht aber auch völlig.

    Meine Idee war es ja möglich standartisierte Batterien nutzen zu können. Ich wollte auch nicht löten und alles möglichst simpel halten, deswegen der Batteriekorb für die 3xAAA. Das Problem ist tatsächlich, dass diese Lösung nicht sehr kompakt ist. Ich schau mal ob ich etwas eleganteres finde. Es gibt ja unzählige Batteriehalter mit Schalter.

    Auch würde ich eine Vorrichtung ansetzen, mit der das Batterieteil an der Kamera befestigt wird

    schreib ich ja oben (Klett oder Magnet)

    Most of the electronic versions don’t work.

    (skgrimes.com)


    Der Compur Electronic ist nicht sehr beliebt und auch nicht so oft anzutreffen. Nicht nur dass bei Analogfotografen alles mit "Elektronik" (im Großformat besonders?) schnell in Verdacht steht unzuverlässig zu sein gibt es noch ein "Batterieproblem". Das führt dazu, dass die Verschlüsse recht günstig gehandelt werden und Objektive im Compur Electronic meist als "ungeprüft" für einen recht niedrigen Preis verkauft werden. Nach einigen Gesprächen (auch mit Fachwerkstätten) hat sich für mich eher eine gegenteilige Einschätzung als die von SK Grimes herausgestellt: Die meisten der Compur Electronic Verschlüsse funktionieren sehr gut. Sie bergen zudem nicht die Gefahr zu verharzen und bringen absolut exakte Zeiten. Und nicht zu vergessen bieten die Verschlüsse einen erweiterten Zeitenbereich und können bis zu 32 Sekunden belichten.


    Die ursprünglich verwendete Batterie (PX-21 mit 4,5V) ist nicht mehr verfügbar. Als Batterieersatz für die PX-21 habe ich eine Spezialbatterie benutzt, eine LS14500 Lithiumbatterie mit 3,6V. Die reicht von der Spannung und hat eine hohe Lagerfähigkeit. Leider ist die nicht überall erhältlich und zudem auch nicht sehr günstig. Immerhin soll das Teil lange lagerfähig sein.


    Nun habe ich aber auch nur einen originalen Batteriekorb zum Verschluss und der hat auch noch einen recht wackeligen Deckel. So kam die Idee einen neuen Batteriekorb zu nutzen, der möglichst mit gut verfügbaren Batterien auskommt und idealerweise schnell abbaubar ist. Im Elektronikhandel gibt es geschlossene Batteriehalter für AA und AAA Batterien. Die gibt es auch noch mit Schalter was ich gut fand, da ich schonmal leer gesaugte Batterien hatte.


    Dann bin ich mehr durch Zufall auf sogenannte "Zwergkupplungen" gestoßen. Die passen genau auf die Anschlusspins des Verschlusses (2,6mm). Der Batteriekorb hatte schon zwei Anschlussdrähte, also musste nur noch die Kupplung angeschraubt werden und das Ding war fertig. Ich überlegen noch, wie ich den recht klobigen Batteriekorb nun sinnvoll befestige. Man könnte was mit selbstklebenden Magnet- oder Klettstreifen (je an Batteriekorb und Board/Kamera) machen. Vorerst nehme ich wohl ein Gummiband.



    Im Netz findet man auch noch weitere Bastellösungen. Eine Lüsterklemme soll auch als Anschluss funktionieren (dann aber wohl nicht so gut abnehmbar weil geschraubt).


    Irgendwo habe ich mal gelesen oder gesehen dass jemand drei Knopfzellen (SR43?) zwischen die Pins am Verschluss geklemmt hat. Das wäre natürlich sehr schlank und gut bei kleinen Platinen oder Kameras ohne viel Platz. Evtl. könnte man da auch einen Halter konstruieren und in 3D drucken.


    Hat hier noch jemand andere Lösungen?

    ...aber ganz genau die Beschreibungen lesen. Selbst wenn das Objektiv mit "fünf Sternen" (exc. 5*****) beworben wird, kann es sein das Fungus oder sonst was vorhanden ist. Man kann sich sehr gut an den Preisen orientieren, die günstigen Teile haben nahezu alle einen Mangel. Die Fotos sind aber fast immer sehr gut und die Mängel beschrieben (wie gesagt man sollte sehr aufmerksam lesen).

    Ah, ok. Ich kenne noch die Spezialfette für Schneckengänge u.ä. von Losimol.


    Manchmal liest man ja von abenteurlichen Sachen, die so in Objektive geschmiert werden. Das berüchtigte WD-40 ist da schon fast harmlos. Ich gebe alle komplexen und höherwertigen Sachen inzwischen in eine Werkstatt.