Posts by arothaus

    Dieses Rückteil passt direkt an die Supra II.

    Ich hab gestern erst wieder vor meiner Supra gesessen und mich gefragt, wie die modernen Rückteile passen. Wenn ich das vertikal (also im Hochformat) montiere passt alles. Aber horizontal wackelt es unten, die zwei Aussparungen, die die Profia Sachen an drei Seiten haben sind genau dort, wo die zwei kleinen Halter der Supra sich befinden. Diese hat unten eine längerer Halteschiene.

    Ich habe hier einen der seltenen 2er Compur Verschlüsse an einem 6.8/165er Angulon, an dem fehlt der Anschluss für einen Drahtauslöser, also diese Gewindehülse. Weiß jemand ob man da ein Ersatzteil aus einem anderem Verschluss einbauen kann? Es gibt da wohl mehrere Ausführungen (rund, eckig), was benötige ich da? Oder ist da vermutlich etwas komplet gebrochen?

    Ich wundere mich über die vielen 240mm Empfehlungen, da diese Objektive schon aufgrund des Copal3 Verschlusses teurer sind,

    Ich hatte ja oben schon auf die lichtschwachen 240er hingewiesen (G-Claron, Apo-Ronar), die haben einen 1er Verschluss (das Fujinon-A sogar einen in der Größe 0). Das 5,6/240er Symmar-S wiegt mit Platine 980g und passt z.B. nur sehr knapp an meine Wista 45.

    Ich habe ein Angebot für sieben 18x24 Kassetten gefunden zum Preis für 560 Euro - also 80 Euro pro Kassette. Ich benötige eigentlich nur eine einzelne Kassette, wenn sich noch Mitstreiter finden würden ich die restlichen sechs zum Selbstkostenpreis weitergeben.

    Hat jemand eine Idee, wo ich sonst noch fündig werden könnte ?

    Da ist einfach Geduld gefragt. Mit der Beobachtung, dass auch viel schlechte Ware unterwegs ist, liegst Du sicher nicht ganz verkehrt. Folgende Problemfelder würde ich im Auge haben beim Kauf:


    1. Sind die Linsen klar? Vor allem eine Eintrübung der Glasflächen im Inneren sind oft nicht auf Produktfotos zu sehen. Solch ein "Nebel" führt zu verringerten Kontrasten und ist manchmal irreversibel. Glaspilz kommt von schlechter Lagerung und führt über kurz oder lang auch zu irreversiblen Schäden. Vor allem ältere Rodenstock Objektve haben manchmal eine Delamination bzw. Separation der Verkittung (als eine Art "öliger" Schimmer zu sehen). Da sollen aber die negativen Effekte nicht so gravierend sein, ebenso wie bei der berüchtigten "Schneideritis" (weiße Flecken am Rand der Linsen im Inneren - v.a. bei Schneider Objektiven). Auch kleinere Kratzer bedeuten fast nie eine Einbuße bei der Bildqualität - vor allem nicht auf der Frontlinse. Das alles sollte aber den Preis mindern.


    2. Ich würde mir mal die Seriennummern der Objektive anschauen, von Schneider und Rodenstock wird man da schnell fündig. Da bekommt man eine ungefähre Vorstellung des Alters der Objektive. Die ganz späten Apo-Versionen würde ich mir zu Beginn sparen, da zahlt man meist deutlich mehr. Mit einem Symmar-S oder einem Sironar-N fährt man auch sehr gut. Ich würde grundsätzlich natürlich lieber ein schönes gepflegtes älteres Objektiv nehmen, als ein "durchgenudeltes" moderneres.


    3. Ist der Verschluss in Ordnung? Verharzte lange Zeiten sind eher ein Wartungsproblem, das lässt sich (gegen Geld) beheben. Wenn der Verschluss gewartet wurde würde ich fragen, wo das gemacht wurde. Überhaupt würde ich darauf achten, dass der korrekte Verschluss verbaut ist. Passt die Blendenskala zum Objektiv? Es gibt manchmal abenteuerliche Kombinationen: alte Verschlüsse mit aktuellen Linsen und umgekehrt. Vor allem Reproobjektive (G-Claron/Apo-Ronar z.B.) sind oft in falschen Verschlüssen. Im Zweifel hier fragen!


    4. Brennweiten: Einsteigern in 4x5 würde ich immer ein 150er empfehlen. Durch die Verstellbarkeit der Kamera bekommt man viele Möglichkeiten. Als Ergänzung finde ich auch ein 90er und ein 240er sinnvoll. Das liegt aber auch an den eigenen Vorlieben und Motiven. Bei den 90ern gibt es lichtschwächere und leichtere Versionen, da würde ich auf alle Fälle ein (eh sinnvolles) Einstelltuch einplanen. Auch bei den 240ern sind die lichtschwächeren Versionen (Reproobektive wie Claron, Apo-Ronar) deutlich kompakter. Ein 5,6/240er Symmar ist schon ein Brummer. Die große Anfangsblende braucht man in der Regel eh nur zum Einstellen für die Mattscheibe. Wenn man nicht grade im Portraitbereich unterwegs ist, nutzt man als Arbeitsblende f/22.

    Stichwort Portrait: Es gibt "Telekonstruktionen" wie das 360er Tele-Xenar. Das sind hervorragende Portraitobjektive, die auch noch einen verkürzten Auszug haben. Das kann von Vorteil sein. Nachteil ist der kleinere Bildkreis, aber das fällt im 4x5" und bei Portraits nicht auf. Der maximal verfügbare Bildkreis gibt die möglichen Verstellreserven an, das würde ich immer im Blick haben, z.B. bei Weitwinkeln für Architekturaufnahmen. Hier eine sehr schöne Übersicht an Objektiven und Spezifikationen: https://lf.animaux.de/lenses


    5. Hersteller. Es gibt die "großen Vier": Schneider, Rodenstock, Nikon, Fujifilm. Letztere sind in Europa seltener anzutreffen. Schau mal in Japan bei ebay, da gibt es ein gutes Angebot an Nikkor- und Fujinon-Objektiven. Die Beschreibungen sind meist relativ gut und ehrlich (genau lesen: "there is haze" und "there is no haze" unterscheidet sich nur durch zwei Buchstaben!). Hinzu kommen noch Zölle und Einfuhrumsatzsteuer, der Versand ist meist sehr schnell. Ansonsten gibt es auch bei uns seriöse Händler. Ich frage bei wertvolleren Sachen inzwischen aber immer nach, ob alles ok ist. Hier im Forum habe ich auch nur positive Erfahrungen gemacht.

    Ich habe u.a. ein Sirui N3204X, das hat ebenfalls vier Beinsegmente wobei der kleinste Durchmesser hier 22mm beträgt. Das Teil ist noch relativ kompakt und trägt meine Wista 45 ohne Probleme. Ich würde auch vermuten, dass etwas dünnere Beine auch noch ausreichen, wenn man keine schweren Optiken oder Stativköpfe nutzt und keine langen Auszüge benötigt. Wobei 15mm schon arg dünn sind.

    Lieber von allem weniger aber dafür in besserer und vor allem langlebigerer Qualität.

    Ja, und vielleicht ist ja der Weg dahin nicht mit moralischen Apellen zu beschreiten. Vielleicht ist es ja sinnvoll, wenn ein Gemeinwesen beschliesst, keinen völlig unkontrollierten Handel zuzulassen. Vermutlich weil es dafür gute Grunde gibt, die schwerer wiegen als das fragwürdige Recht darauf, irgendwelchen Müll für wenig Geld kaufen zu dürfen.

    Und wer weiss, was dann als nächstes kommt: Umsatzbesteuerung von privaten Flohmarktkäufen oder Fotobörsen

    Das ist doch gelinde gesagt Quatsch und Stimmungsmache, weil völlig verschiedenen Sachen durcheinandergemischt werden. Das eine ist der Verkauf von privat an privat. Da geht mit Sicherheit niemand ran, weil nicht zu kontrollieren.


    Hier geht es doch um die Frage, warum ich steuerfrei beim chinesischen Händler kaufen darf? Den Grund dafür kenne ich nicht. Es gibt ja auch keine Umsatzsteuerbefreiung für ein Brötchen beim Bäcker, was nur 40ct kostet.


    Schon mal bemerkt, dass die allermeisten Fotoartikel buchstäblich überall auf der Welt billiger sind als in Deutschland? Auch in Ländern mit höherem Gehaltsniveau als bei uns? Und da schließt sich der Kreis wieder bei der Steuerbelastung.

    Das klingt auch ein wenig nach Suggestivfrage. Warum ist das denn so? Liegt das an der Mehrwertsteuer? Ein geheimes Kartell von Frau Merkel, dem Fotohandel und Bill Gates? Oder könnte es tatsächlich sein, dass dem gar nicht so ist? Da würde mich mal interessieren, welche Zahlen diese Behauptung unterstützen und mit welchen Volkswirtschaften da verglichen wird.

    Moin Leo,


    ich möchte mal vages Interesse signalisieren. Dein Preis ist sehr ambitioniert. Ein paar Details die mir spontan durch denKopf gehen:


    Beim genannten Preis müssen sicher Kompromisse gemacht werden. Da bin ich etwas skeptisch und würde im Zweifel nicht an Details sparen, wenn man eh schon den Aufwand betreibt. Wer billig baut, baut zweimal. Vor allem das Einhalten der Rechtwinkeligkeit dürfte nicht trivial sein. Da sind bisher fast alle dran gescheitert - bis auf Versamask (s.u.).


    Ich würde das Hauptaugenmerk auf große Formate legen. Also lieber auf gutes Handling bei kleineren Formaten verzichten als Kompromisse bei den großen Formaten zu machen. So gesehen könnte man überlegen, ob es wirklich vier Maskenbänder sein müssen. Weniger Bänder = höhere Stabilität bei vermutlich weniger Aufwand und Kosten.


    Gasdruckfedern würde ich nicht nehmen. Wenn du 100 Euro als Preis anpeilst, dürften da nur die billigsten Teile rein die der Markt hergibt und du hast dennoch 10% deines Budgets verbraten. Schau dir mal die Lösung von Kienzle an, oder die mit der Feder von den RRB. Es gibt auch im Möbelbau einfache mechanische Klappenstützen, mit so einer Lösung wäre das Teil noch einhändig zu bedienen.


    Und wenn ich schon mal im Brainstorming-Modus bin, warum nicht das alte Versamask-Prinzip aufgreifen? Sehr wenig Mechanik, einfach zu konstruieren und niemals Probleme mit rechten Winkeln.

    Ja, man findet auch einige Anbieter wenn man mal etwas länger googelt, die meisten werden sich aber vermutlich nicht mit so einem Kleinkram beschäftigen. Wenn es soweit ist, mache ich mal hier eine Abfrage.


    Gruß

    Andreas

    Danke schonmal für den Input! S.K. Grimes, hätte ich auch drauf kommen können. Nur kommen zu den genannten Preisen ja auch noch Fracht und Zoll, da bekomme ich ja fast einen Verschluss für:

    Typical shutter engravings start at $70 with new iris bands for a standard Copal costing $15ea. Other band designs are priced at a case by case situation, cost between $30 – $80.


    An eine Kleinserie dachte ich, weil ja manchmal der Aufwand für das Einrichten größer ist als die Produktion. Auf einen Lasercutter hätte ich zumindest theoretisch auch Zugriff, nur nicht in nächster Zeit. Und ich weiß ich nicht, ob man da in diesen kleinen Maßstäben noch arbeiten kann. Oder ich frag mal bei Schaeffer (http://www.schaeffer-ag.de) an, ob die so etwas machen könnten - die Bleche sind ja sehr dünnn.