Posts by arothaus

    je universeller jemand gelesen werden kann, desto unspezifischer wird es für den Kern einer Sache.

    Ja - aber nein würde ich sagen. Der Universalimus zwingt dazu, die grundlegenden Wesensmerkmale zu offenbaren. Besonders in der Fotografie merkt man doch, dass es starke Divergenzen gibt. Die spannende Frage ist doch, ob es nicht etwas gibt was alle Phänomene der Fotografie gemeinsam gültig beschreibt. Photogrammetrie, Bildjournalismus, künstlerische Fotografie, Werbefotografie, Amateurfotografie, Knipserfotografie etc.

    Man darf aber nicht vergessen, dass Barthes ab den 1970ern dekonstruierte, mithin die strukturalistischen Begriffsarchitekturen einzureißen suchte und Gewissheiten zerstören wollte.

    Klar, die ganzen (de)konstruktivistischen Debatten kamen in den 1970er Jahren ja erst richtig in Schwung, der Positivismusstreit lässt grüßen. Dahinter steckt ja immer auch die Frage, ob es so etwas wie ein objektives, wertfreies Urteil über Phänomene geben kann.


    Für die Fotografie gibt es ja lange die Tradition, die Ihr eine maximale Objektivierung zuschreibt: "the pencil of nature". Da wird stets der Abbildcharakter der Fotografie betont. Da knüpfen natürlich viele Debatten an, wie etwa die Frage ob Fotografie Kunst sein kann. Zugleich gab es immer schon die Strömung, die darauf verwiesen hat, dass das Medium der Fotografie immer auch zwangsläufig subjektiv ist und der Autor das Bild macht und nicht der Apparat (was der Fotograf natürlich gerne hört) oder dass das Foto immer auch einem (medialen oder sozialem) Kontext entspringt (das hört der Fotograf weniger gerne).

    Und dass Du über Kommunikation redest, und ich über Kunstwerke.

    Ohne Kommunikation ist alles nichts.


    Und natürlich ist Fotografie immer auch Kommunikation, weil natürlich schon der Akt des Zeigens eine Kommunikation ist. Dass sich darin nicht alles erschöpft ist klar, und genau da halt ja auch eben Barthes ein.


    Eine rein kunsttheoretische Sichtweise wird in meinen Augen der Fotografie nicht in allen Facetten gerecht. Die Betonung der Autorenschaft ist natürlich evident für die Kunsttheorie und vor allem auch die Praxis. Der Autor ist dabei natürlich im idealsten Sinne jemand der genial-autonom agiert und innovativ ist. Aber viele Fotografen würden sich nicht als Künstler begreifen.


    Das Problem was ich mit einer kunsttheoretischen Sicht habe, ist dass sie nie "universalistisch" ist:

    Das Gegenteil davon ist ein optisches Abbild

    (Sorry dass ich Geos Zitat da jetzt so ans Rampenlicht zerre) Ich würde es nur genau anders formulieren: Die Fotografie ist ein Verfahren, mit dem Bilder mit Hilfe von Licht erzeugt werden. Wikipedia sagt es ähnlich bzw. sogar noch etwas präziser: "...eine bildgebende Methode, bei der mit Hilfe von optischen Verfahren ein Lichtbild [erzeugt/gespeichert wird]."


    Die künstlerische Fotografie ist ein Sonderfall, neben vielen anderen Fällen der Fotografie.


    All diesen Verfahren liegt nun zugrunde, dass es "irgendetwas" gibt, was sich außerhalb der Kamera befindet. Das ist der Referent, das Objekt was Licht aussendet. Besonders in der künstlerischen Fotografie findet ja eine besondere Reflektion darüber statt, was die Fotografie nun ausmacht. Besonders in den letzten Jahren gab es dazu ja Positionen zu Hauf, die sich dem Medium Fotografie selbst gewidmet haben. Und die Erkenntnis von Diesch:

    Was ein Foto zeigt ist niemals so gewesen.

    würde ich natürlich unterstreichen, wenn die Betonung auf "so" liegt. Klar ist jedes Foto nur ein Foto: Es reduziert die Realität, macht sie zweidimensional, schafft einen Ausschnitt, hat eine zeitliche Spanne, hat eigene (oder gar keine) Farben, es richt nicht und man kann nichts hören etc.


    Aber egal was ist, der Fotograf stand irgendwann vor einem "Gebüsch" - es ist (oder war) existent und hat Lichtstrahlen ausgesendet.

    ein Foto zeigt alle Geschehnisse im Zeitraum der Belichtung überlagert.

    Ja

    Was ein Foto zeigt, hat so nie existiert.

    Nungut, jetzt müsste die Frage aufgeworfen werden, was "Existenz" begründet und inwiefern es da einen Bezug zu einem "Zeitraum" gib. Der Hinweis ist natürlich insofern richtig, wenn man da z.B. an die frühe Fotografie mit den menschenleeren Boulevards denkt.


    Bei der Frage des Referenten im fotografischen Bild wird ja allgemein angenommen, die Aufnahme zu einem "Zeitpunkt" stattfindet, und dass das Foto wie ein "Fenster" in die Vergangenheit wirkt.


    Wie oben erwähnt sind mir natürlich die ganzen gegenläufigen Debatten bekannt. Und ich würde nach wie vor daran festhalten, dass die Fotografie von den meisten Menschen in der Praxis noch so genutzt wird, dass sie etwas abbildet was auch so gewesen ist, dass es auch immer so etwas wie eine Zeugenschaft gibt. Sonst würde ja niemand mehr Pressefotografie machen. Hier werden Bilder geschaffen die zeigen sollen wie etwas ist (oder sein soll/kann/muss/darf). Oder Urlaubs- oder Familienbilder. Da sind doch alle immer gleich ganz begeistert, weil sie eben die Oma sehen wie sie mal jung war.

    Das "Spannungsverhältnis von Subjekt und Objekt"? Barthes? - Es gibt so unendlich viele gute Theoretiker - die Bücher sind voller Aufsätze. Barthes ist halt populär, weil da ein schmales, lesbares, kostengünstiges Büchlein bei Thalia im Regal steht, neben Susan Sontag und dem Salgado-Bildband.

    Das war jetzt schon polemisch und ein wenig jovial. Klar gibt es viele spannende Autoren die was über die Fotografie gesagt haben und noch sagen. Ich würde Barthes immer hochhalten, weil er relativ universell gelesen werden kann und zugleich viele Aspekte dessen, was die Fotografie im Kern ausmacht drin hat. Das hält ihm ja auch Peter Geimer (Theorien der Fotografie, 2009) zugute: "Man kann die Fotografie als eine Aufzeichnung des Realen begreifen und zugleich an der Uneindeutigkeit des Aufgezeichneten festhalten" (S. 80).

    Nicht nur das "Gefüge" ist eine Vermutung des analysierenden, interpretierenden und deutenden Subjektes, sondern auch der Gegenstandsbezug des Gezeigten.

    Ja, kann ich folgen. Aber im Sinne eines "operativen" Konstruktivismus fand ich immer die Frage interessant, warum sich bestimmte Bezüge irgendwann durchsetzen und als "gültig" erkannt werden. Vermutlich weil Sie anschlussfähig sind und zu sinnhaften Diskursen führen.

    Das ist auch so bei der Rede vom "Gebüsch": da geht es ja eigentlich darum, einen Bildgegenstand so zu benennen, dass der Hörer/Leser weiß, von welcher Sache man redet. Dass dieses Gebüsch in Realität existiert: das ist für die meisten, die ich kenne, völlig irrelevant. Jedenfalls hat mich noch niemand nach den Geokoordinaten gefragt. Die kommen noch nicht mal drauf, dass der Sensegraben von Bern nur 15 km entfernt ist und die fotografierte Landschaft nicht in Südfrankreich liegen muss.

    Ich denke ich weiß was Du meinst. Und vielleicht hast Du zu wenig Botaniker im Bekanntenkreis, die reagieren bestimmt anders auf dein Bild als diejenigen die schon mehrmals was von Dir gesehen haben.


    Aber dennoch würde ich den meisten Betrachtern unterstellen, dass sie wissen, dass das "Gebüsch" irgendwann mal so ausgesehen hat wie auf Deinem Foto. Völlig unabhängig davon, welche Relevanz das für das Foto hat. Es gab mal genau diesen Zeitpunkt an diesem bestimmten Ort an dem es so aussah, weil Du es fotografiert hast. Diese Gewissheit der "Zeugenschaft" eines Fotos hat sich bis in das digitale Zeitalter hinein gerettet. Trotz aller Diskussionen, dass die Fotografie natürlich nie "objektiv" sein kann, dass sie "manipuliert", Ausschnitte zeigt oder dass es auch gefälschte Bilder geben kann. Eine Spur zum Referenten gibt es immer laut Barthes, und diese Spur kann man nachverfolgen. Das ist bei generativen Bildern einer KI so nicht mehr gegeben würde ich mal als steile These formulieren.

    In Kreuznach ist man seit fast 10 Jahren raus aus dem Schneider (der musste jetzt sein) - sowohl was die Produktion als auch den Service angeht:

    Service


    Grundsätzlich funktioniert der Verschluss einwandfrei, nur die T Funktion verhält sich wie die B Funktion.

    Einfach mal bei Greiner anfragen, da fehlt sicher nur eine Feder o.ä. ich hatte mal ähnliches bei einem Compur Verschluss. Zumindest sollte das kein Grund sein den Verschluss zu tauschen.

    bei einem Super Symmar 110mm XL 5.6 den Copal 1 Verschluss wechseln

    Sorry, aber Du musst das jetzt über Dich ergehen lassen, auch weil ich hier grade wieder so einen Kandidaten liegen haben, wo vermutlich irgendwer "mal eben" den Verschluss gewechselt hat. Das geht natürlich nur, wenn der neue Verschluss auch die passende Blendenöffnung hat - ganz zu schweigen von den bereits erwähnten Problemen der Justierung. Ich bin immer wider erstaunt, dass man das selbt versierten Fotografen erklären muss, dass es eben nicht reicht, wenn da die passende Skala draufsteht. Da bekommt man schon Selbstzweifel ob man ein esoterischer Spinner ist, nur weil man auf den relativ simplen Zusammenhang der Größe der Eintrittspupille zur Brennweite hinweist.

    Ich würde sogar soweit gehen, dass ein Bild für mich nur dadurch interessant ist, dass es sich ab einem bestimmten Moment von der Abbildfunktion löst und ein "künstlerisches Gefüge" zeigt.

    Ja, das "Gefüge" fügt aber ja der Betrachter hinzu - und da spielt natürlich neben dem Bild an sich auch die spezielle Disposition desselben eine Rolle. Wo der einen ein Gebüsch sieht sieht der andere ein künstlerisches Gefüge.


    Das Besondere an der Fotografie ist doch, dass sie in einem besonderen Spannungsverhältnis von Subjekt und Objekt steht. Und ich bin da nach wie vor vollkommen bei Roland Barthes: Eine Fotografie hat eben auch die Eigenschaft in der Betrachtung als Medium komplet zu verschwinden. Zeigt mal ein Foto von einem Gebüsch einem Gegenüber und frag was das ist. Die meisten werden sagen: "ein Gebüsch" - obwohl sie doch eine Fotografie von einem Gebüsch sehen. Jede Fotografie hat also unabhängig vom Betrachter und dessen Wissen ein Versprechen in sich: "so-ist-es-gewesen". Mir ist klar, dass Barthes die Sache durchaus komplexer aufbaut, aber das Vorhandensein des Referenten ist schon ein entscheidender Punkt in der Fotografie. Und genau das ist es ja, was Bilder die von einer KI erstellt werden nicht mehr haben - zumindest nicht unmittelbar und nachvollziehbar.


    Davon ausklammern kann man ja auch das Problem der Wahrheit. Wie bei der Malerei ja auch, dort wurde ja ebenfalls oft beansprucht "wahres" Abzubilden.

    Schutz der Nutzungsrechte mit verbundenem neu zu definierendem Institut ähnlich der GEMA für Musikrechte einsteht

    Es gibt doch die VG Bild-Kunst

    Ein Schutz des geistigen Eigentums vor widerrechtlicher Nutzung

    Was willst Du machen? Das geistige Eigentum am Bild bleibt ja bestehen. Die KI erstellt ja eben keine Collage sondern "schaut" sich Bilder an im Sinne einer Analyse/Inspiration und schafft daraus ein komplett neues Bild. Das machen 99% aller Fotografen ganz genau so.


    Es kann doch nicht sein, dass alle nur an die Dollar denken wenns um diese Technik geht.

    Wie will man das verhindern?

    Checkliste zur Sinar:

    Sind die richtigen Standarten dabei? F1 vs. F2 beachten: F2 hat die Frontstandarte mit gleicher Klemmung am Bankrohr wie die Rückstandarte (so einen dicken Klotz unten). Die F1 hat als Frontstandarte nur eine Hilfs- oder Mehrzweckstandarte (nur einen Bügel unten). Manchmal sieht man auch Angebote, die zwei Front- oder Rückstandarten haben. Das hier ist z.B. keine F2 sondern eine F1: https://www.ebay.de/itm/225877875351


    Laufen die Zahntriebe? Sind die Klemmungen intakt?

    Balgen lichtdicht?

    Wasserwaagen intakt?

    Sind die Endkappen der Bank dabei?

    Ist die Mattscheibe ok? (sind manchmal trübe/geblichen da wo die Gitter sind)


    sinnvolles Zubehör:

    Weitwinkelbalgen, Bankverlängerung, Fresnelscheibe, Kompendium, Koffer

    Plaubel Profia N 4x5" als Set in voll funktionstüchtigem Zustand an. Incl. zusätzlicher Standarte, Verlängerung und insgesamt drei Balgen sowie Kompendium. Die Kamera hat ein Rückteil für die gängigen internationalen 4x5" Planfilm-Doppelkassetten. Bis auf die dritte Standarte passen alle Teile in den Koffer - sehr angenehm zum Transport oder zur Aufbewahrung.


    Alle Klemmungen und Verstellungen funktionieren einwandfrei, die Balgen sind lichtdicht und die Wasserwaagen intakt. Es gibt moderate Gebrauchsspuren, aber nichts was die Funktionalität beeinträchtigen würde.


    Lieferumfang:

    - Profia N 4x5" Vorder- und Rückstandarte (schwarz)

    - eine zusätzliche Vorderstandarte (grau) ohne Wasserwaagen

    - Bankrohr mit Halter und Verlängerung

    - Rückteil 4x5"

    - Objektivplatine (Copal 0; 34,6 mm) ohne Objektiv

    - zwei Normalbalgen

    - ein Weitwinkelbalgen

    - Kompendium


    425 Euro incl. Versand

    Dokumentation über Kirchen in unserer Umgebung

    Wird das eine klassische Baudokumentation? Wie groß sind die Kirchen? Wie frei stehen die? Je dichter die Umgebungsbebauung und/oder je höher der Turm desto schwieriger wird natürlich eine geometrisch "strenge" Ansicht mit paralleler Ausrichtung der Bildstandarte zur Fassade. Die Prinzipien wirst Du als Architekt kennen.

    aktuell ein Super- Angulon 8/75mm ausprobiert

    Die 5,6er Super-Angulone oder Grandagone haben einen größeren Bildkreis (sowohl als 90er als auch 75er) und sind natürlich einen Tick heller. Die haben aber auch eine größere Hinterlinse, welche dann irgendwann mit dem Balgen kollidiert. Noch besser wird das Super-Angulon 5,6/72 XL sein, aber das ist nicht für die Technika gedacht (zu groß und hat vermutlich ein noch kürzeres Auflagemaß als das 75er).


    Im Grunde kann man Dir keinen genauen Ratschlag geben ohne vor Ort gewesen zu sein. Eventuell reicht ein 90er, aber auch das kann schon etwas "knirsch" an der Technika IV werden. Wie kommst Du denn grundsätzlich mit dem Bildwinkel vom 75er klar? Reicht das und Dir fehlt nur der Verstellweg? Oder ist das sogar zuviel Bildwinkel? Ich würd auch immer versuchen mit einer möglichst langen Brennweite bei größerem Abstand zu arbeiten.


    Und auch wenn Du es nicht hören möchtest: Im Grunde ist für eine recht anspruchsvolle Architekturfotografie die Technika die falsche Kamera - wurde ja auch schon angedeutet. "Anspruchsvoll" in dem Sinne, dass viel Verstellung (v.a. Hochverschiebung) gefragt ist. Wer so etwas macht hat in der Regel eine Technikardan oder eine Alpa 12 o.ä. Ansonsten würde ich das hier zu 100% unterstützen:

    Diese Kameras sind inzwischen so preiswert das ich mir das mit der Linhof nicht antun würde.

    Eine Sinar f oder f2 sind für kleines Geld zu bekommen, Adapterplatten für Linhof sind verfügbar. WW tauglich ab 47mm und sogar darunter wenn es sein muss. Wüsste jetzt keinen Grund dafür aber das sehen andere anders

    Die Kassette hat am Holzgehäuse/Rahmen (ohne Schieber) eine Abmessung von ca. 28x21,1 cm. Außen an den beiden Metallführungen an der Schieberseite messe ich eine Breite von ca. 21,7 cm. Die Kassette ist aufklappbar (sog. Buchkassette) allerdings fehlen unten die beiden Scharnierbeschläge (siehe 3. Foto) und der Falz/Feder aus Holz ist an einer Stelle defekt (Foto 5 unten rechts).


    Die Kassette war für meine FKD 18x24 angedacht, dort passte sie aber nicht. Verkauf als Bastlerobjekt, Preis: 10 Euro incl. Versand in Deutschland.

    Huch - es ist schon 2024 und die liegt hier immer noch. Aber das Set wird vollständiger und etwas bessere Fotos hab ich auch noch gemacht.


    Also, wir haben jetzt eine Plaubel Universal III mit einem Weitwinkelbalgen (Auszug ohne Verstellung maximal ca. 30 cm) und einem defekten und wirklich nicht mehr zu rettenden Normalbalgen (Foto siehe oben). An die Rahmen des alten Balgens darf der geneigte Neubesitzer gerne einen hübschen neuen Balgen aus Fernost oder Britannien montieren.

    Hinten hat die Kamera nun eine Reduzierung auf das schöne Format 4x5" sowie ein passendes Rückteil für die schnöden internationalen Doppelkassetten.

    Und was sehen wir da vorne? Das wird ja wohl nicht - oh doch: eine wunderbar silberne Objektivplatine in Hammerschlagoptik mit einer Öffnung für 1er Verschlüsse.


    Der Preis zieht jetzt natürlich radikal an. Wegen "Hammerschlag-Platine", Internationalisierung und Inflation usw auf satte 250 Euro.

    Pro-S Rollfilmkassette mit OVP und einer passgenauen Maske für den Sucher aus dem 3D-Drucker. Die Kassette funktioniert einwandfrei, die Lichtdichtungen habe ich grade erneuert. Am Gehäuse sind Gebrauchsspuren zu sehen. Preis: 80 Euro (zzgl. Versand)


    Polaback zur RB67. Ein weiterer Adapter wird bei diesem Teil nicht benötigt, es wird direkt anstelle des Drehrahmens montiert. Preis: 35 Euro (zzgl. Versand)


    P-Adapter, ebenfalls mit neuen Dichtungen. Preis: 25 Euro (zzgl. Versand)

    Grad letzte Woche gefunden, von Walter Hege im März 1950 in der Zeitschrift "Die Fotografie", passt hier ganz gut:


    Die Liebe zur langen Brennweite verdanke ich außer eigener Beobachtung meinem verehrten, kürzlich verstorbenen Lehrmeister Hugo Erfurth.

    Als ich 1920. zu ihm in die Lehre kam, imponierte mir die große Atelierkamera mit einem Petzval-Objektiv von etwa 60·cm Brennweite. Damit wurden auf 18 x 24 - Platten große Köpfe aufgenommen, die selbst bei flachem Tagesvorderlicht erstaunliche Plastik in der Kopie zeigten.
    Wenn auch, da nie sehr weit abgeblendet wurde, die Ohren meist in Unschärfe lagen, so war der Teil des Gesichtes, der im Schärfebereich lag, ungewöhnlich scharf gezeichnet.


    Diese Eigenschaft der Porträtinstrumente wurde mir 1924 zum großen Nutzen, als ich meine ersten Versuche im Naumburger Dom nach den steinernen Skulpturen machte. Mit einem Euriskop [sic] von Voigtländer von 40 cm Brennweite fotografierte ich meist im Winkel des Betrachters mit nach oben gerichteter Kamera und senkrechter Mattscheibe bei kleinster Blende auf 9 x 12 und vergrößerte daraus sogar kleine Ausschnitte. Meist bekam ich durch den kleinen Bildwinkel dem Augeneindruck ähnliche Bildwirkungen. Die ungewöhnliche Schärfe der Achsenstrahlen bei Verwendung von kleinem Format war hier von sehr großem Nutzen, und es entstanden trotz der großen Vergewaltigung gute plastische Fotos, die dann in meinem ersten Buch „Der Naumburger Dom und seine Bildwerke“ zum großen Teil Verwendung fanden.


    Seit meiner ersten Reise nach Griechenland 1927 besitze ich nun – und Gott sei Dank, ich besitze es noch! – das Triplet 120 cm Brennweite, f:7, von Zeiss, welches die vorher beschriebenen Eigenschaften in noch besserem Maße besitzt.

    Zuerst verwendete ich es zur Wiedergabe von Marmorköpfen im Athener Nationalmuseum (selbstverständlich auch zur Abbildung von Ganzfiguren) auf 18 x 24-, 24 x 30- und sogar 30 x 40- Platten, so daß mancher Kopf in natürlicher Größe abgebildet wurde. Hierbei war das Objektiv 2,40 m von dem aufzunehmenden Gegenstand entfernt. Genau so lang war die Entfernung vom Objektiv zur Platte, so daß eine ebenso lange Kamera notwendig war. Um die Blende recht klein zu bekommen, nahm ich einen Pappdeckel mit einem etwa ½ cm großen Loch und bekam nun auch den Ohrenbereich sehr scharf. Durch die lange Brennweite und weiten Abstand vom Objekt wurde der Gesichtsumfang groß, und Einzelheiten, wie Nase und Mund, waren in richtigen Größenverhältnis angeordnet.


    [Hier weiter als Scan:]





    Mit anderen Worten, es ist eine progressive Verblödung zu erwarten

    Das Problem ist, dass wir uns von Systemen abhängig machen, deren Funktionsweise wir nicht mehr nachvollziehen können.


    Mir wird immer richtig schlecht, wenn ich das Thema „Digitalisierung und Schule“ höre. Was dann meist passiert ist das Anschaffen von irgendwelchen Geräten und Plattformen. Ipad, Laptop und Whiteboard: Die Schüler werden Gerätebediener und die meisten daddeln damit dann nur noch rum. Eigentlich müssten die lernen, was ein Code ist oder wie ein Algorithmus funktioniert. Das Fach gehöt eigentlich in die Grundschule - als Basis und im Idealfall ohne „Gedaddel“ und Geräte.