Posts by arothaus

    Wie Sie auf den Fotos sehen können, handelt es sich um den Verschluss in der falschen Größe.

    Der Verschluss wird die richtige Größe haben (#1), ist aber dennoch insofern "falsch", als dass die Blendenskale nicht zum Objektiv passt: Die aufgedruckte Skala begint bei f/6.7 und nicht bei f/9. Zudem fehlt eine Abdeckung an der Vorderseite, deshalb die komische Lücke zwischen Objektiv und Verschluss.


    Da Reproobjektive ohne Verschluss recht günstig sind, findet man immer wieder welche, die nachträglich in den (erstbesten) Verschluss montiert wurden.

    Ich habe beim Aufräumen ein älteres Longar 2,5 (bzw. 250) gefunden mit 57,2mm Aufsteckfassung. Keine Kratzer, kein Pilz, keine sonstigen Defekte. Hatten wir doch hier letztens als Thema, vielleicht hat jemand Interesse gefunden.


    Preis: 10 Euro incl. Versand als Brief.


    Bei ebayKleinanzeigen gibt es jetzt einen Käuferschutz, das Geld wird einem Treuhänder überwiesen und erst nach Bestätigung (bzw. einer Frist) dem Verkäufer ausgezahlt. Die "Kleinanzeigen" gehören ja nicht mehr zu ebay, da ist man nun scheinbar drauf aus, den Fernabsatz anzukurbeln. Inwiefern dieser neue Verkäuferschutz für Missbrauch anfällig ist kann ich nicht einschätzen.

    Es gibt günstige Nachbauten aus China, die Platinen sind aus schwarz eloxiertem Aluminium und passen sehr genau. Meistens sind die mit "ShenHao" oder "Gaoersi" beschriftet. Sie sind u.a. über ebay oder auch AliExpress zu beziehen, hier z.B.: https://de.aliexpress.com/item/10000002011496.html

    Der Händler "etone" scheint identisch mit dem Händler "ecbuyonline2008" auf ebay zu sein und hat recht viele Sachen für das Großformat im Angebot. Ich habe da schon öfter gekauft und positive Erfahrungen gemacht. Die Platinen gibt es für ca. 15-20 Euro in diversen Größen, da kommen dann noch Steuer und Einfuhrabgaben drauf.

    warum das Loch exzentriert

    Grundsätzlich gibt es die 4x5" Technika Platinen (99x96mm) mit zentriertem Loch (center hole bzw. offset hole) und mit nach unten versetzter Öffnung (off-center hole). An einer Linhof Technika muss die Öffnung dezentriert sein, um das Objektiv bei allen Nullstellungen komplett mittig in der Bildebene zu haben. Für einen Technika sind also nach unten versetzte Öffnungen "normal". Die Wista 45 (SP) ist hingegen so konstruiert, dass ein zentral auf der Platine angebrachtes Objektiv auf "null" sitzt. Ein nach Linhof-Spezifikationen versetzt montiertes Objektiv sitzt also hier bei allen Nullstellungen "zu weit unten" ("fall" - im Sinne von unterhalb der optischen Achse in der Bildebene). Das kann wie gesagt gewünscht sein, führt dann aber zu Einschränkungen beim maximalen "rise"/"shift". Anders herum hat man mit einer Technika und einem zentriert sitzenden Objektiv schon einen kleinen "rise" eingebaut.


    Falls Du Linhof Platinen an eine Monorail-Kamera (Plaubel, Sinar o.ä.) adaptierst, würde ich mal darauf achten, ob der Adapter "normale" Linhof Boards erwartet. Falls ja, würden die zentrierten Platinen auch da zu einem "rise" in den Nullstellungen führen.

    die keinen nach unten abklappbaren Boden haben, wie z.B die Wista 45 SP.

    Meine Wista 45 SP kann den Boden ein wenig nach unten abklappen.

    Auch der Verkäufer ist nicht verpflichten die verkaufte Ware zurückzunehmen. Das ist eine freiwillige Leistung des Handels.

    Wenn der Verkäufer eine mangelfreie Ware anbietet, muss er diese auch liefern, egal ob privat oder Händler.


    Ein Gewährleistungsausschluss greift nicht, wenn ein dem Verkäufer bekannter Mangel beim Verkauf verschwiegen wurde oder der Verkäufer bewusst falsche Angaben zu dem Kaufgegenstand gemacht hat.

    aus: https://rechtsklarheit.de/blog…s-bei-privaten-verkaeufen

    Bei den ebayKleinanzeigen ist momentan so ein Sironar 150mm drin. Das Objektiv hat eine "Linhof Gravur und die Seriennummer fängt mit "8 7xx xxx" an, das Objektiv ist also etwa von 1973. Der Verkäufer gibt noch an: Es ist eine Triplet optik- durch die Verwendung von hinterem Glasselement bekommt man eine zusätzliche lange Tele Optik von 400 mm!

    Die Blendenreihe am Compur zeigt jeweils drei Brennweiten:

    f = 100 - 135 - 150 (weiße Beschriftung)

    f = 300 - 400 - 450 (gelbe Beschriftung)

    Die maximale Blende ist in der gelben Reihe dann mit "16" angegeben.

    Andererseits: Da wir hier ja alle vom Fach sind, muss man sich auf die Aussage, ein Artikel sei technisch ok, schon verlassen können.

    Ich bin kein Jurist, aber wenn ein Artikal als technisch einwandfrei verkauft wird, sich aber dann doch als defekt herausstellt, ist der Kaufvertrag wohl ungültig, weil die angebotene Leistung (funktionstüchtige Kamera) nicht erbracht wurde. Das hat auch gar nichts mit Rücknahmen, Gewährleistung (oder gar Garantien) zu tun. Ich habe schon mehrmals mit Verkäufer zu tun, die meinten mit Hinweisen auf Privatverkauf (keine Rücknahme!) alles abbügeln zu können. Im Zweifel kam dann noch der Hinweis, dass die Sachen ja auch eh alle schon alt wären.


    Ein Sonderfall sind natürlich Transportschäden oder wenn der Verkäufer der Ansicht ist, dass der Schaden erst beim Käufer durch (evtl. sogar unsachgemäße) Nutzung entstanden sei.

    Die nach vorne neigende Kante des linken Baukörpers scheint nicht korrekt ausgerichtet. Zumindest kippen die beiden weißen Doppelkanten leicht im Uhrzeigersinn, das sorgt zumindest bei mir für einen leicht schiefen Eindruck.

    Meiner Meinung nach funktionieren solche Motive am besten in der Zentralsperspektive.

    Ergibt aber auch keine "natürliche" Perspektive, weil der Betrachter selten in mehreren Metern Höhe vor einem Gebäude schwebt, sondern sich als Fußgänger auf Augenhöhe vor dem Erdgeschoss befindet, da wo auch der Fotograf steht.

    Das ist die wahre Architekturfotografie.

    Ich habe letztens noch Bilder von jemandem gesehen, der ein Hochstativ verwendet und fand die Ergebnisse bis auf wenige Ausnahmen nicht überzeugend im Sinne einer "wahren" Architekturfotografie. Die gängige Konvention folgt auch nicht diesem Diktum, weder historisch noch aktuell.

    Ich werde die nächsten Tage probieren, ob der Entwickler entwickelt oder ob er nicht mehr funktioniert.

    Sollte er nicht mehr funktionieren, werde ich mir über die bei dem von Jockel123 genannten Rückruf angegeben Mail-Adresse Ersatz beschaffen.

    Kodak selbst hat bei mir nicht reagiert, der Händler hat dann ausgetauscht. Laut Auskunft zeichnet sich die defekte Charge dadurch aus, dass nicht die volle Dichte erreicht wird. Also kein "sudden death", sondern ein Problem welches man nur schwer mit einem Teststreifen eruieren kann. Ich würde mal die Chargennummer kontrollieren. Von "flockigen Schlieren" habe ich nichts gehört im Zusammenhang mit dem Rückruf.


    Ich beende die Chemie-Aufbewahrung in Getränkefalschen jetzt.

    Ja, Glasflaschen für Chemikalien kosten nur ein paar Cent, das würde ich auch immer so handhaben und empfehlen. Auch für selbsterklärte Eremiten.

    Von Toyo gibt es Platinen in verschiedenen Größen. Meist erkennt man die gängigen 4x5 Linhof Platinen, die an der Wista 45 sitzen, an den beiden abgeschrägten Kanten unten sowie der Nute unten mittig.

    Ich biete eine Plaubel Universal in der ersten Version an. Sie ist noch recht gut erhalten und ist scheinbar nicht "zusammengewürfelt". Die Kamera hat gegenüber der zweiten Version noch nicht die Möglichkeit zur direkten Seitverschiebung der Frontstandarte. Indirekt ist die Seitverstellung durch das simultane Verdrehen der Standarten natürlich möglich. Die Funktionen sind alle gegeben, der Balgen ist dicht und die Wasserwaagen intakt. Lediglich die Lichtdichtungen müssten erneuert werden. Zum Lieferumfang gehören die beiden Standarten, der Balgen und das Bankrohr mit Bankhalter. Der Halter bietet die möglichkeit einen Ausleger zu nutzen und kann als 2-Wege Neiger dienen, das ist sehr praktisch und funktioniert auch mit stabilen Dreibeinstativen.


    Preis: 150 Euro


    Bei Bedarf hätte ich evtl. noch eine Reduzierung mit internationalem 4x5" Rückteil sowie Objektivplatinen da. Falls etwas Geduld da ist kann ich auch noch die Lichtdichtungen erneuern, das muss ich eh noch bei einer anderen Kamera erledigen.

    Aber ich meinte, woran erkenne ich bei einem Angebot, ob es sich um eine solche "Tele-Konstruktion" handelt ?

    U.a. an der Benennung der Objektive. Bei Nikon oder Fujifilm haben die ein "T" im Namen. Bei Schneider sind es die Modelle "Tele-Xenar" oder "Tele Arton", Voigtländer "Telomar" oder Rodenstock "Rotelar". Oft erkennt man die Telekonstruktionen daran, dass der Aufbau vor der Blende deutlich länger ist als dahinter. Du musst im Prinzip bei jedem Objektiv recherchieren, ob der Bildwinkel ausreicht, hilfreich ist diese Liste: https://lf.animaux.de/lenses


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