Posts by Commander8x

    Quote from "klausesser"

    .....das Umsetzen von Ideen, das "Herstellen" von "Realität" - ähnlich, wie das im Theater geschieht wo ja auch keiner das was auf der Bühne geschieht für die "Realität" halten würde.


    Stimmt. Ich glaube kaum, daß im echten Leben soviel gev...lt wird wie auf der Bühne. :mrgreen:
    Wahrscheinlich ist das die Welt des Regisseurs als "Wille und Vorstellung"....


    Genau deswegen hat es mich in den letzten Jahren zunehmend seltener ins Theater gezogen. Die "Realität", die sich die Akteure da schaffen, interessiert mich nicht die Bohne, geht mich nix mehr an. Schade eigentlich, eine Chance vertan.

    Quote from "klausesser"

    Ein Foto, mit dem der Fotograf NICHT etwas über SEINE Sicht der Dinge mitteilt ist per se unmöglich. So, wie jemand auch etwas über sich erzählt , wenn er eine fiktive Geschichte schreibt, so zeigt/"erzählt" ein Fotograf etwas von sich wen ner ein Foto macht.


    Nanu? Wie ist es dann bei der Auftragsfotografie, wenn ein Auftraggeber dem Fotografen seine Vorstellung überhilft, frei nach dem Motto "Ich habe die Musik bezahlt, also bestimme ich auch was gespielt wird?"


    Oder wenn äußere Umstände (etwa ein repressives Regime) ihn dazu nötigen, seine Sicht auf die Dinge so anzupassen, daß sie nicht mehr auffällig sind und sich im akzeptierten Bereich bewegen?
    Ich denke da z.B. auch an die Werke der Amateur-Arbeiterkunst, die in der DDR im Anschluß an die Bitterfelder Konferenz entstanden sind ("Greif zur Feder, Kumpel!" beispielsweise als Slogan für die Zirkel schreibender Arbeiter). Da wurden ohne äußeren Druck Aberhunderte von Arbeitern am Schmelzofen / in der Raffinerie / auffem Bau erzeugt. Übrigens unter Anleitung von Berufskünstlern, die NPT (Nationalpreisträger) waren oder "Verdienter Künstler des Volkes"...


    Gruß, Matthias

    Hallo Sanchi,


    jetzt zu Dir..... :D


    Quote from "sanchi heuser"

    mir kommt es in der Darstellung der Natur unter anderem auf eine Detailgenauigkeit an, je mehr Einzelheiten desto besser.
    Weil die Ausarbeitung bis in die kleinsten Details, ein sehr wichtiger Aspekt in der Arbeitsweise der Natur ist. Es wäre ja denkbar, daß alles in der Natur viel einfacher, gröber und unkomplizierter aufgebaut und organisiert ist - ist es aber nicht!


    Ich glaube, daß man das so nicht sagen kann. Wer weiß schon, wie "Die Natur" arbeitet? Jährlich werden Nobelpreise für die Arbeit an der Beantwortung solcher Fragen vergeben, aber bislang wurden immer nur klitzekleine Teilergebnisse erreicht. Die Komplexität der Vorgänge in der Natur ist vermutlich höher als unsere Vorstellungskraft, deshalb können wir immer nur Teilwissen erreichen. Mit anderen Worten: Du wirst nie eine genügend hohe Auflösung (Genauigkeit) erreichen, egal wie weit Du in die Details vordringst. Es wird immer noch Fakten und Zusammenhänge geben, die Dir verborgen bleiben. Und wenn Du wirklich ganz tief drinnen bist, dann steckst Du so tief in einem Geflecht aus Zusammenhängen drin, daß Du die Gesetzmäßigkeiten ihres Zusammenwirkens nicht mehr erkennen kannst (sozusagen eine "Heisenbergsche Unschärferelation" für Biologisten).
    Gesetzt den Fall, Du kämst bei der Makroaufnahme einer Blume immer näher heran, die "Auflösung" würde immer größer. Irgendwann würde man nicht mehr erkennen, ob da eine Blume abgebildet wurde, oder nasagenwama ein Darmbakterium. Hat Dir dann die Suche nach den kleinsten Details weitergeholfen? Eher nicht, wenn nämlich die Abbildung einer Blume als Blume Dein Ziel war und nicht die Struktur ihrer ribosomalen DNA.


    Abgesehen von alldem gibt es noch einen Faktor namens "Zufall". Wären wir heute alle Dinosaurier, wenn nicht zufällig der Riesen-Meteorit damals die Erde verfehlt hätte (oder so ähnlich)?


    Vermutlich wird die Lösung so aussehen, daß Du auswählen mußt, welche der von Dir erkannten Eigenschaften / Fakten / Merkmale Dir besonders hervorhebenswert sind. Deren Darstellung wird Deine "subjektive Realität" sein.


    Quote from "sanchi heuser"

    Ich hatte mal die Idee, die Realität "direkt und ungeschönt" zu zeigen. Dabei wollte ich eine Darstellung,"in der jeder kleinste Krümel zu sehen ist" ereichen. Natürlich ist jedes Foto nur ein winziger Ausschnitt, einer riesigen und sich ständig änderndern, Welt.
    Ich wollte deshalb Orte oder Situationen finden, die irgendwie diese, schwer faßbare Wirklichkeit, besonders hervorstechen lassen.


    Ich denke, daß mittlerweile klar genug geworden ist, daß diese Suche ein ganz individuelles Ergebnis zeigen wird; mit anderen Worten: die Lösung des Problems findet sich ausschließlich in Dir und durch Dich, und deshalb wird es eine subjektive, durch Dich geprägte/beeinflusste Antwort sein.


    Quote from "sanchi heuser"

    Was hat es für mich einen Sinn, wenn ich die Schönheit in der Natur suche und versuche, sie in Fotos wiederzugeben, wenn auf der anderen Seite, die Alltagsrealität die Menschen so niederdrückt?
    Mein spontaner Gedanke war, nur noch diese Alltagsrealität darzustellen.
    Dann wiederum dachte ich an die ganzen schönen Szenen in der Natur...


    Ich versuche nun, diese scheinbar entgegengesetzten Seiten, als Polaritäten zu sehen,als verschiedene Sehweisen, die gleichzeitig die Welt einmal als Jammertal begreifen und das andere Mal, als Quelle von Schönheit (oder dem was ich als Schönheit wahrnehme).


    Beides Male kommen mir die vielen Details im 4x5 Format entgegen.


    Wie würdest Du das denn machen wollen, diese "Alltagsrealität" abzubilden? Und wie kann Dir da ein größeres Aufnahmeformat von Nutzen sein?

    ...und ich kann Dir versichern, mich interessiert jetzt weder das eine noch das andere mehr.
    Besonders die Frage "Was wäre wenn...?" geht mir sowas von am A.... vorbei.
    Und ich mag auch nicht mit Leuten darüber diskutieren, die das Wasser nicht trinken mußten, das ihnen gar nicht mal gepredigt wurde.


    Entschuldige meine deutlichen Worte.


    Matthias

    Düsseldorf muss ein Eldorado für Filmfotografen sein.... !
    Ich warte eine Woche, bis die Filme von Fujicolor Gera wiederkommen.


    Quote from "klausesser"

    "Gerätepark" von vielleicht 10 Kameras und 25 Objektiven, 12 Stativen, ..... etc pp. .....
    ......
    Es geht darum, ein im Sinne der Aufgabe ästhetisch wie technisch optimales Ergebnis zu erreichen. EGAL WIE!!.....


    Hallo Klaus,


    "Gerätepark" klingt wie "Apparatemedizin" in meinen Ohren.


    Allerdings ist der Gerätepark allein kein Garant für Erfolg. Man darf zwei Dinge nicht vergessen:
    1. Jedes Gerät ist nur so gut wie sein Bediener.
    2. Wer nicht "sehenden Auges" arbeitet, also nicht den Willen und die Fähigkeit zur Gestaltung besitzt, wird wohl nichts von Wert hervorbringen; also etwas, das entweder gekauft oder von Anderen für betrachtenswert gehalten werden wird.
    Das gilt für Amateure und Profis gleichermaßen.


    Quote from "klausesser"

    Zu zeigen, wie etwas IST erscheint mir wenig interessant. Die Sicht eines Autoren auf ein Ereignis, seine persönliche Einstellung dazu, seine Empfindungen dabei . . kurz: die "Geschichte", die er uns mit einem Bild erzählen will: DAS ist interessant an der Fotografie!
    Je gekonnter er seine Geschichte erzählt, je mehr sie uns berührt, je mehr sie im Idealfall in uns etwas in Bewegung setzt - desto besser ist sie erzählt!


    Mist, jetzt hast Du mir das Wort aus dem Mund genommen. Genau das wollte ich auch schreiben.....
    Das ist das Einfache, das schwer zu machen ist. Man braucht dazu wache Sinne und die Bereitschaft, sich stets selbst zu überprüfen und in Frage zu stellen.


    Ich bin mittlerweile davon überzeugt, daß man einem Bild ansehen kann, ob es mit innerer Beteiligung gemacht wurde oder nur nach Sondierung der Marktlage. Das gilt für die gesamte bildende Kunst - also nicht nur für Fotografie, sondern auch z.B für die Malerei.
    (Ich sehe schon, gleich entwickelt sich wieder mein Lieblingsfeindbild, also bitte niemand was über Jörg Immendorf oder Neo Rauch einwerfen, dann wird mir ungemütlich....)


    Natürlich setzt das zwingend voraus, aß man sich vordem eigentlichen "Schaffensprozess" schon mit seinem Thema befasst und sich innerlich darauf eingestellt haben muss.


    Die Redewendung "...ein Bild muss eine Geschichte erzählen..." halte ich persönlich für eine zu allgemeine Floskel, die gern und oft in Amateurkreisen :mrgreen::mrgreen: benutzt wird. Es gibt sehr wohl Bilder, die nicht sprechen, sondern gerade durch ihre Statik/ihr Schweigen Wirkung entfalten.


    Gruß, Matthias


    P.S.
    Verstehe nicht, was Marx & Co. in dieser Diskussion verloren haben.


    Mir schwellen bei dem Namen gleich die Mandeln, denn ich hatte das sozusagen "in der Praxis", was die meisten Disputanden hier nur aus der Theorie und gelegentlichen Besuchen bei der Ost-Verwandtschaft kennen. Die letzten 19 Jahre der real existierenden M&E&L-Theorie waren meine ersten. So Slogans wie "Die Lehre von Marx ist allmächtig weil sie wahr ist" haben sich mir gut eingeprägt...

    Quote from "sanchi heuser"

    das mit der Antwort als PM, halte ich nicht für eine besonders gute Idee.
    Schon die alten Philosophen haben in der Öffentlichkeit diskutiert 8) .


    Wie´s beliebt.....!
    Aber nicht mehr heute, ich war bis grad eben draußen draußen, Dias machen.


    Bis demnächst, Matthias

    Quote from "klausesser"

    Das Thema ist tatsächlich bemerkenswert - und wurde in tausenderlei Varianten behandelt weil mindstens so alt wie die bildende Kunst selbst. "Weltfremd" würde ich das Ansprechen des Themas also nun nicht nennen . . .


    Das Thema lautete übrigens "Realität und Fotografie" , von _Kunst_ wurde erst später gesprochen.


    Quote from "klausesser"

    NIEMAND - außer Dir selbst gerade - hat übrigens was von "doofen Amateuren mit ihren weltfremden Ideen" gesagt, wenn ich das richtig lese.


    Es hat mich einfach genervt, daß hier eine Menge Leute Nebelkerzen reingeworfen haben, die zur Frage selbst nichts beitragen konnten oder wollten.
    Aber mittlerweile bin ich ja selbst nicht mehr bei der Sache.... Verzeihung.


    Im übrigen: ich erinnere mich noch gut an Deinen Ausspruch (letztens an anderer Stelle), daß Amateure gewisse Dinge einfach nicht begreifen könnten, eben weil sie Amateure seien.
    Ich bin (immer noch) sehr gespannt darauf zu erfahren, was das für eine Geheimwissenschaft ist, die man erst mit der Weihe zum Berufsfotografen erwirbt.

    Quote from "klausesser"


    Das "Echte" oder das "Wahre"? . . . erinnert mich an die Toten Hosen und Heino . . :mrgreen:


    Na, ihr Assos,


    ham Euch die doowen Amateure mit ihren weltfremden Ideen wieder mal schön unterhalten? :twisted:


    Hat gut geklappt, ein Thema mit einem eigentlich bedenkenswerten Thema komplett zu zerreden.
    Für mich ist das wieder einmal ein Beleg dafür, daß man wichtige Dinge besser für sich behält und nicht in einem Inet-Forum breittreten lässt.



    Sanchi,
    ich schreibe Dir meine Antwort lieber als PM, wenns recht ist.

    Quote from "sanchi heuser"

    Zu dem Format: mir kommt es in der Darstellung der Natur unter anderem auf eine Detailgenauigkeit an, je mehr Einzelheiten desto besser.


    Na dann...
    Vermutlich arbeiten wir alle mit der Hypothese, daß sich das Wesen eines Gegenstandes auf seiner Oberfläche widerspiegelt. Das muß allerdings nicht immer so sein.


    Quote from "sanchi heuser"

    Weil die Ausarbeitung bis in die kleinsten Details, ein sehr wichtiger Aspekt in der Arbeitsweise der Natur ist. Es wäre ja denkbar, daß alles in der Natur viel einfacher, gröber und unkomplizierter aufgebaut und organisiert ist - ist es aber nicht!
    Das ist nicht nur eine technische Frage für mich.


    Schnelle Antwort: langfristige Entwicklungen "in der Natur" zielen immer darauf ab, den Energiebedarf zu minimieren.
    Für eine längere Antwort brauche ich etwas mehr Zeit - das Wochenende gehört der Familie. Wenn Du magst, melde ich mich nächste Woche nochmal dazu.


    Quote from "sanchi heuser"

    Und daß es vorrangig auf den Fotografen ankommt...war es denn jemals anders?


    Nein, natürlich nicht. Aber ich zumindest muß mir das von Zeit zu Zeit mal wieder vorhalten. Um nicht in der Flut fremder Bilder zu ertrinken.


    Im übrigen ist das die Antwort auf Deine Eingangsfrage. Ich (der Fotograf) schaffe mir meine subjektive Realität. :!:

    Quote from "LarsHennings"

    kennt jemand eine Stilgeschichte der Fotografie, mit vielen Bildern, damit ich endlich kapiere/ sehe!, was Kunstfotografie in den verschiedenen Zeiten bedeutet, und einiges mehr.


    Da fällt mir spontan "Geschichte der Photographie" aus dem Taschen-Verlag ein, das deckt anhand der George Eastman House-Kollektion ("Kodak") einen großen Bereich ab, mit kleinen Monografien zu ausgewählten, wichtigen Bildern. Ein ziemlicher Brummer, ISBN 3-8228-4775-5.



    Hallo Sanchi,


    interessante Gedanken von Dir, vielen Dank dafür, daß Du sie mitgeteilt hast.


    Diese beiden "Sehweisen" sind (so sehe ich das) ganz verschiedene Dinge, nicht einmal Seiten der gleichen Medaille. Einfach weil sie den Betrachter auf komplett unterschiedlichem Weg erreichen: zum einen das ästhetisch-Schöne, das auf eher unterbewußte Weise ein Wohlgefühl vermittelt, während das "Ungeschönt-Realistische" sofort & direkt eine (emotionale) Reaktion auslöst: Mitleid, Ekel, Abscheu, Wut, Staunen....


    Warum er was und wie fotografieren will, auf diese Frage kann der Fotograf nur individuell antworten. Sein Wille zur Gestaltung (und zur Lösung darstellerischer Anforderungen) wird sich dann in seiner ganz persönlichen Sichtweise widerspiegeln. Man erkennt dann, ob und wie der Fotograf zu (bzw. mit) seinem Thema Stellung bezieht - oder nicht, und dann lichtet er eben unbeteiligt etwas ab.


    Ich würde mal sagen, dabei hilft einem die Kenntnis der gesamten Photographie- und Stilgeschichte nicht wirklich weiter..... :?


    Quote from "sanchi heuser"

    Beides Male kommen mir die vielen Details im 4x5 Format entgegen.


    Auch wenn die "wahren und echten" GF-Fotografen das sicher anders sehen - in dem von Dir geäußerten Bezug spielt das Format meiner Vermutung nach eine untergeordnete (eben technische) Rolle. Es kommt vorrangig auf den Fotografen, seinen Ausdruckswillen und -vermögen an.

    Quote from "Peter K"

    Aber es gab auch welche von Hugo Meyer aus Görlitz.


    Nit chanz.


    "Certos" heißen die, kamen vom Certo-Kamerawerk Dresden.
    Hier ist einer zu sehen, zu einem echt sportlichen Preis.


    Problem scheint zu sein, daß bei diesem Exemplar (und auch bei dem von Voigtländer, den ich habe), jenseits von 10-20 m nur noch "unendlich" kommt, mit der Genauigkeit in diesem Bereich ist es also nicht weit her.

    Du könntest Wolfgang Moersch kontaktieren:


    http://www.moersch-photochemie.de/


    Er hat mir vor einiger Zeit berichtet, daß er einen Neuabzug der originalen Glasplatten besorgt hat. Ich denke, er kann Dir Fragen zur originalen Aufnahmetechnik kompetent beantworten.


    Ich weiß nur so viel, daß Blossfeldt die Pflanzen mit einer damals üblichen GF-Ausrüstung fotografiert hat, also mit langem Balgenauszug und bei Tageslicht. Auch hat er m.W.n. kein Tilt/Shift benutzt, sondern einfach abgeblendet.

    Quote from "Diesch"

    eigentlich war das doch ein Hobbyfofotgraf


    Ohh Gott.....


    .....kann das dann "Kunst sein"? :shock:


    Danke für den Tip mit Arte+7, da kann ich mir den Film nachträglich ansehen (was ohne Fernseher sonst etwas schwierig wäre).

    Quote from "g-estefan"

    der arme kay aber kann sich zurücklehnen und behaupten, er gehe mit kritikern fair und vernünftig um. es gibt ja keine gegenbeweise mehr....


    Nun ja,


    der "arme Kay" hat gerade eben eine Selbstbezichtigung abgegeben. Meinen Respekt.
    Dem könnte eigentlich nur noch eine konstruktive Selbstkritik folgen, aber bitte zur Sache und nach vorn diskutieren, keine Emotionen. :D


    Kay, danke für das Zitat.


    Und wie man sieht, sind die Gegenbeweise sehr wohl noch vorhanden. Ich habe mich seinerzeit schon über die erste Diskussion zum Thema "Aldiparkplatzfotografie" verwundert, und auch einige Bilder und Kommentare von vor der Löschaktion sind mir durchaus noch ein Begriff.


    Eines noch: "De Blääk", den Lastkraftwagen oder die schiefe Laterne gibt resp. gab es wirklich - das wird niemand bezweifeln. Und was da ist, kann man doch auch fotografieren, oder nicht? Warum also so eine Aufregung wegen der Fotos von ihnen? Sind doch nur Fotos. Ich komm da nicht mit.....

    Quote from "Grauer Wolf"

    Ich jedenfalls lasse mir nicht vorwerfen, für ein bestimmtes Bildgenre einen zu kleinen, geistigen Horizont zu haben.


    Hallo Wolf,


    es ging Kay mit seinen "4 Geboten" vermutlich (!) nicht, darum, irgendwem irgendwas vorzuwerfen (sie dienen m.E. eher dazu, seinen eigenen Standpunkt darzulegen). Dieses letzte ist schon ein wenig zugespitzt formuliert, aber soweit ich die Diskussionen hier verfolgt habe, hat Kay niemals irgendwem irgendwas vorgeworfen, er war im Gegenteil ziemlich sachlich. Was man von seinen "Kontrahenten" nicht unbedingt behaupten kann; manche Äußerungen kamen wir wie glatte Unterstellungen bzw. Diffamierungen vor. Z.B. für die Behauptung


    Quote from "g-estefan"

    wenn kay der meinung ist, freundliche und ernsthafte fragen nach einer erklärung für das eine oder andere seiner bilder mit "dir erkläre ich nichts, denn du bist zu blöd." zu berantworten


    habe ich keinen Beleg finden können, aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

    Quote from "H3"

    Und jetzt sagt doch mal bitte was zu den einkopierten Rändern, würde mich freuen. Danke.


    Hallo Jürgen,


    es waren schon andere schneller, aber eins wollt ich noch dazu sagen:
    Manche benutzen den einbelichteten Rand, um zu zeigen, daß das Bild beim Vergrößern nicht beschnitten wurde, sondern komplett aufs Positiv gelangte.


    Inwieweit das eine Notwendigkeit oder eher eine gestalterische Attitüde ist, kann ich nicht einschätzen.

    Quote from "fotokunst"

    vielen Dank für die Unterstützung. Die Wahrheit ist eben nicht aufzuhalten, auch wenn sie nicht zur Ideologie paßt.


    Ähem. Ich habe eine Quelle für ein Zitat beigebracht. Weiter nichts.



    Quote from "klausesser"

    "Das Raketen-Beispiel zielt ja eigentlich nur auf dokumentarisch-journalistische Fotografie,"


    Eigentlich nicht. Er gestaltet, inszeniert seine Sujets höchst stilsicher und gekonnt. benutzt Studiohintergründe (Gemalte oder Gespachtelte - jedenfalls sehr schöne), stellt Hintergründe im Freien auf, benutz auch Draußen schonmal zusätzliches Licht usw.


    Klaus,


    hier sind zwei verschieden Dinge vermüschelt: der Fotograf Rakete und das gefälschte Agenturfoto mit vier statt orig. 2 Raketen.

    Quote from "klausesser"

    Das kann doch nur bedeuten daß der TriX dermaßen GestaltungsBESTIMMEND ist, daß es ohne ihn nicht geht - zumindst nicht so, wie Jim sich das vorstellt . .


    Ich kenne diesen Ausspruch nicht von ihm - las ihn in diesem Thread zitiert zum ersten Mal.
    Norbert glaube ich betonte allerdings, der Satz sei verbürgt . .


    Hier ist die Quelle, ein Interview, bei monochrom.com


    Der genaue Wortlaut ist dieser:


    Quote

    "Wenn Agfa Papier und Kodak den Tri-X einstellt, muss ich leider aufhören. Dann weiß ich nicht mehr, wie ich mir noch helfen soll."

    Hallo Klaus,


    um nochmal darauf zurückzukommen:


    Quote from "klausesser"

    ich liebe TriX und finde das voll in Ordnung, ihn als eines der gestaltungsbestimmenden Elemente anzuwenden - so, wie die Art des Lichts, das man setzt oder die Wahl der Brennweite.


    Ich verstehe, daß die Wahl der Kamera, des Aufnahmemediums (ana/digi), des Formates, des Films das Aussehen einer Fotografie beeinflußt und bewußt "als Effekt", sprich zur Gestaltung, benutzt werden kann.


    Aber als "gestaltungsbestimmend" empfinde ich die Wahl des Filmes nicht. Für mich wären das vorrangig das Motiv, aber auch die Perspektive/Brennweite, das Licht, oder etwa nicht?
    Deswegen zweifle ich etwas am "TriX-Effekt"....


    Gruß, Matthias


    P.S.

    Quote

    Ich ... fände es aber korrekter, wenn Du dann auch deine Beiträge im Thread lassen würdest, die du ja leider gelöscht hast.


    Dem stimme ich ausdrücklich zu.