Posts by Commander8x

    Quote from "klausesser"

    Nur gehst Du für meinen Geschmack zu weit wenn Du schreibst: "meistens aus Unfähigkeit oder niederen finanziellen Beweggründen."


    Das find ich nicht in Ordnung - nicht nur ist es reine Spekulation sondern es klingt auch sehr nach einem sattsam bekannten und meist an Stammtischen zu hörenden Rundumschlag gegen eine Kunst, die "mir nichts sagt" . . .


    Na, na, na. ich bin ja nicht blind und taub, und in einer Kneipe war ich voriges Jahr zum letzten Mal.


    Ich weiß sehr wohl, vovon ich rede; ich meine z.B. eine ganze Generation junger Nachwuchskünstler, die hier in Halle heranwächst, und deren Lebensplanung offenbar darin besteht, irgendwann öffentliche Kunstförderung abzugreifen und ansonsten viel Spass zu haben. Habe einen Kommunikationsdesign/Fotografie - Studenten sagen hören, Fotografieren sei "fun". ?!
    ???????


    Es muß doch möglich sein, Roß und Reiter zu nennen, ohne gleich als dummer Ignorant hingestellt zu werden, der von nix ne Ahnung hat. Okay?
    Meine Meinung war vielleicht etwas plakativ (und damit mißverständlich) formuliert, und das Wort "meistens" hätte ich vermeiden sollen.
    Ich kann Dir bei Bedarf noch mehr Beispiele nennen, ganz spekulativ ist meine Meinung also nicht.


    Quote

    Und wieso betonst Du dann eine Dualität von CD und Platte? Auf beiden ist die Musik drauf.


    Das stammt doch nicht von mir, das kam schon vorher als Gleichnis für analog/digital.



    Quote

    Und ich höre mit Freuden, daß es auch Dir um die Musik geht und nicht um das Speichermedium und nicht um die Technik die dahinter hängt . .
    Auch mir geht es um die Musik - ich liebe Mozart auch über mein billiges Autoradio.


    REDEN über Fotografie/Musik/wasauchimmer ist immer etwas weit hergeholt. Geredet wird viel.
    "Es gibt nichts gutes, außer man tut es." - in diesem Sinne.


    Quote

    Alles, das NICHT "pur" ist ist eine Beeinflussung, ein Formen der Realität - also ein Effekt.


    So gesehen, ist alles Effekt. Allerdings ist die Realität schwer formbar, wohl eher das Abbild von ihr.
    Schon der Prozeß der Aufnahme auf ein lichtempfindliches Medium ist ein "Effekt", der selektiv Einzelnes aus der Realität herauslöst:

    Quote

    Fotografie ist eben nicht objektiv, kann es nicht sein.

    Quote from "klausesser"

    "Um so mehr wundert es mich, daß Du Dich eher abfällig über die gute alte Schallplatte äußerst."


    Entschuldige Matthias - Du scheinst nicht zu lesen was ich schreibe . .


    Ich äußere mich KEINESWEGS "eher abfällig" über die Schallplatte


    Stimmt, Du schreibst (sinngemäß) über die "Beschränktheit von Plattenspielern und anderen Abspielgeräten". Ich hätt es nochmal vorher lesen sollen, war meine Faulheit....


    Quote

    Gerade bei Streichern bringt das SEHR viel "Schmelz" und "Transparenz" . . eine "normale" Anlage bringt das durch ihre eingenen Systemfehler (Nichtlinearitäten) fast zwangsläufig mit sich.
    So, wie "normale" CD-Player gern mal etwas kühl und leicht hart klingen.


    Nun besteht ja ein Orchester nicht nur aus Streichern, nuwohr.
    Und das Auditorium nicht nur aus mit Oberklasse-Geräten ausgestatteten Zuhörern.
    Will sagen, an der Musik gibt es mehr als die technische Seite der Wiedergabe, die Spielfreude oder -technik der Musizierenden z.B.
    Ich höre Musik aus der Konserve, um DAS zu hören, nicht um die Wiedergabequalität einzuschätzen.



    Quote

    Warum, zur Hölle, sollte jemand unbedingt auf TriX fotografieren wollen . . . . . :P8) ?


    Es ist ein Effekt. TriX wählt man bei der Aufnahmen ja auch deswegen, weil er diesen TriX effekt bringt.


    So, ein Effekt. "Effekt durch Filmwahl" hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Wäre aber in Zukunft evtl. eine Überlegung wert.
    Bei mir ist es 25er (wenig), 100er oder 400er, je nach der Tages- und Jahreszeit.
    Gepaart mit robuster (fehlertoleranter und reproduzierbarer) Entwicklung.

    Guten Morgen, und frischauf ans Werk.


    Quote from "klausesser"

    "Einverstanden. Aber das Neue muß sich bewähren. Gegen das Alte. "


    Wer legt fest, wann und ob es sich bewährt hat?


    Tja, das ist eine sehr schwere Frage, die ich auch nicht schlüssig beantworten kann. Ich würde sagen, evtl. durch die Wertschätzung der Nachwelt.? (Zweifelhafte Antwort, ich weiß)
    Machen wir doch eine Probe: kennst Du Johann Friedrich Fasch? (ohne zu googeln). (Offene) Antwort nicht nötig....


    Quote

    Das scheint mir allerdings, verzeih, recht oberflächlich gesehen. Du unterstellst da Leuten Dinge, die Du offen gesagt nicht beurteilen kannst - oder kennst Du diese Künstler persönlich und ihre Beweggründe?


    Jedes Ding hat eine Oberfläche, und eine Substanz darunter. Bei einem Bild schaut man zwangsläufig zuerst auf die Oberfläche. Warum sollte ich einen Künstler persönlich kennen, um mir (m)eine Meinung darüber zu bilden, ob unter der Oberfläche eine Substanz ist? Das ist überhaupt nicht notwendig, denn sonst würde jedes Kunstwerk mit seinem Erschaffer sterben.
    N.B. habe ich in Düsseldorf studiert und durchaus Werke der von mir Genannten in natura gesehen. Ich habe sogar mehrfach durch Lüpertz´ Atelierfenster gelinst.


    Quote

    Ihn auf die schiere Größe seiner Arbeiten reduzieren zu wollen zeigt einen Mangel an Beschäftigung mit seinen Arbeiten. Was ja nicht schlimm ist - nur sind dann solche Beurteilungen nicht viel wert! (bitte nimm mir meine Deutlichkeit nicht übel).


    Die Deutlichkeit nicht, aber die unterschwelligen Unterstellungen. Und ich bin nicht beleidigt, nur verwundert.
    Es dürfte klar sein, daß es sich immer um meine persönliche und subjektive Meinung handelt - das habe ich doch überdeutlich gemacht. Ich kann sicher erwarten, nicht als inkompetent und oberflächlich angesehen zu werden, nur weil sich meine Einschätzung von der anderer Leute unterscheidet.


    Ich habe durchaus versucht, in Gurskys Bildern Hinweise darauf zu finden, warum er seine Motive so aufgenommen hat, wie sie mir gegenüberstehen. Mag sein, daß ich nicht kompetent genug war, um etwas zu finden.
    Meine Meinung (!) dazu ist, daß ein gut gemachtes Werk der Kunst anpackt, auch wenn man nicht 50cm nah daran steht.


    Quote

    Sieht das nicht nach erzkonservativer Ablehnung neuer oder auch nur "anderer" Richtungen aus als die, dir man selber kennt weil sie tradiert sind?


    Tut es das? Vielleicht bin ich ein wenig "wert"konservativ. Ich bin nämlich der Meinung, daß man auch als Nicht-Ausübender sehr gut beurteilen kann, ob sich ein Künstler mit seinem Thema auseinander gesetzt hat, ob er eine manifeste Gestaltungsidee hatte, diese mit Bedacht umgesetzt hat, er länger auf seinem Gebiet tätig ist und dergleichen. Ist das nicht der Fall, oder der Künstler arbeitet vorsätzlich schludrig, und erntet damit Geld und Anerkennung, kann man das durchaus als Scharlatanerie bezeichnen, finde ich.



    Quote

    "Das Undeutliche, Unkonkrete ist die Vorstufe zur Scharlatanerie - zur Vorspiegelung von Dingen ("Inhalt"), die eigentlich nicht da sind, meistens aus Unfähigkeit oder niederen finanziellen Beweggründen."


    Das kann ich nun gar nicht nachvollziehen - es ist so wie Du es sagst eine glatte Diffamierung: ("meistens aus Unfähigkeit oder niederen finanziellen Beweggründen.")
    .....
    Ich frage mich welche Beweggründe jemand haben kann, so in der Art über andere zu urteilen, Matthias.


    Eigene Anschauung darüber, wie heutzutage Kunst gemacht wird. Und wie sie sich öffentlich darstellt.


    Quote

    Bitte fass das nicht als Beleidigung auf! Ich bin da durch Norbert vorsichtig geworden - der übrigens sinngemäß ähnlich argumentiert und über ander urteilt, selber aber nicht beurteilt werden möchte und sich sofort beleidigt fühlt . . Ich hoffe, das ist bei Dir anders.


    Na nicht doch. Schon deswegen nicht, weil ich nichts öffentlich habe - einfach aus dem Grund, daß ich es selbst nicht für vorzeigenswert halte. Ich übe noch, sozusagen.


    Quote

    Bei gründlichem Bedenken KANN man aber dahinterkommen daß mehr Tiefe drin ist als oberflächlich betrachtet.


    Das KANN so sein, ja. Aber man kann beim Bedenken zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

    Hallo Klaus, hallo Sanchi, hallo Wolf,


    ich dachte schon, das Thema hier wäre tot, gestorben an Mißverständnissen und verletzten Eitelkeiten. Da war es besonders schön, Eure letzten Beiträge zu lesen, eben weil das jetzt nicht im Hickhack stecken bleibt.


    Ich verfolge diesen Thread schon ein paar Tage, habe mich aber bisher als Newbie in diesem Forum aufs Lesen beschränkt. Nun will ich doch mal zusammenfassen, was mir dabei durch den Kopf ging.


    Quote from "Grauer Wolf"

    Die Fotografie befindet sich im Augenblick in einem Spannungsfeld zwischen analog und digital, zwischen traditionell und modern. Letztendlich sollte (und tut es auch oft) aus diesem Diskussionen etwas neues entstehen, ein neuer Weg, der die Fotografie weiterbringt. Ein Weg, der die besten Eigenschaften beider Methoden vereint.


    Jede Kunst befindet sich im Spannungsfeld zwischen alt und neu, immerzu; das war auch bei den Impressionisten so oder bei Bach. (In seiner Jugend war er unerträglich neu, als alter Mann halsstarrig altmodisch. Tja, so kanns gehen.)


    Quote from "klausesser"

    Mit sich ändernden Techniken ändert sich auch Ästhetik - bzw. sie weitet sich aus, es kommen neue Formen der Ästhetik dazu.
    Wie in der Kunst generell


    Einverstanden. Aber das Neue muß sich bewähren. Gegen das Alte.


    Nicht bewährt hat sich etwas -in meinen Augen, wohlgemerkt - immer dann, wenn es oberflächlich bzw. unkonkret ist. Es vermeidet, Stellung zu beziehen, konkret zu werden, etwas deutlich zu machen. Norbert aka "fotokunst" hat das in seinem (leider) gelöschten Beitrag postuliert, und dem stimme ich zu.


    Das Undeutliche, Unkonkrete ist die Vorstufe zur Scharlatanerie - zur Vorspiegelung von Dingen ("Inhalt"), die eigentlich nicht da sind, meistens aus Unfähigkeit oder niederen finanziellen Beweggründen. Ich persönlich rechne da die Beuys-Epigonen Lüpertz und Immendorff dazu (um zur Abwechslung mal ein paar Düsseldorfer ins Spiel zu bringen), aber auch die meisten der so hochgejazzten "Leipziger Schule". Auch Pop-Art war m.E. ein großer Bluff. Ebenso Gursky: er hat vor allem anderen das Prinzip "size matters" verinnerlicht, als Verkaufsargument.
    Es wundert also nicht, wenn ich mit "unscharfen" Fotografien nicht viel anfangen kann. Es mag sein, daß damit an das Unbewußte, Hintergründige in unserer Vorstellungswelt appelliert werden soll; aber hätte derjenige dann nicht besser ein Bild gemalt? Ich glaube, daß viele Leute nur deswegen fotografieren, weil sie meinen, nicht malen zu können.



    Quote

    Wer glaubt Musik von Mozart, Beethoven oder Bach klänge heute so wie zu deren Zeiten der befindet sich arg im Irrtum.
    Beethoven würde einen modernen Flügel wahrscheinlich ohne Hörrohr hören, Bach hätte die Goldberg-Variationen vielleicht direkt für´s Klavier geschrieben nachdem er Glenn Gould´s Version gehört hätte


    Der erste Satz stimmt. Der Rest ist Spekulation, auch wenn ich Deine Vorliebe für Glenn Gould teile. Woher sollten B.oder B. wissen, wer in 200 Jahren ihre Musik wie spielt? Hm? Weißt Du, was einer in 200 Jahren denkt, wenn er eines Deiner Bilder ansieht? Spielt das für Dich überhaupt eine Rolle?


    Eins kann ich Dir immerhin sagen: ihre Musik war von höchster technischer Schwierigkeit, damals wie heute, von Ausgestaltung gar nicht zu reden. Es bedurfte und bedarf lebenslangen Übens und Beschäftigung mit dieser Musik, um sie angemessen wiedergeben zu können.
    (Und so ist es mit allem, auch mit dem Fotografieren. Man muß am Ball bleiben - üben, üben, üben. Ansonsten droht eine Inflation der Mittelmäßigkeit.)


    Quote

    Ich selbst bin ausgesprochener Liebhaber akustischer (nicht verstärkter) Musik und alter Instrumente. Ich höre sehr aufmerksam Musik


    Um so mehr wundert es mich, daß Du Dich eher abfällig über die gute alte Schallplatte äußerst. Ich kann an meiner Durchschnitts-Anlage ganz genau hören, daß eine CD nicht die Klangqualität der Platte erreicht, mag die auch knistern oder rumpeln. Das kann man sehr gut hören. (Und daß man einem CD-Klang nur ein bißchen Rumpeln und Knistern beimischen muß, um den Klang einer Schallplatte nachzuahmen, war ein Scherz, nicht?) Mein Urteil über HDCD steht mangels Abspielgerät noch nicht fest....
    (Der Ehrlichkeit halber sei hinzugefügt, daß ich seit ca. 30 Jahren ein Streichinstrument spiele und viel Kammermusik mache.)


    Quote

    Ich stehe nämlich auch dadrauf - werde verrückt, wenn ich einen geilen Stratocaster, Telecaster oder LesPaul oder PRS Sound höre wie von Eric Clapton oder den Strat-Slide von Bonnie Raitt, aber auch Richie Blackmore in "Child in Time" oder David Gilmore´s Strat und LapSteel auf diversen PinkFloyd-Stücken.


    Merkwürdich. Du fragst doch auch nicht andere Fotografen nach ihren Kameras, oder?? :roll:


    Quote

    Fotografie ist vielschichtig
    ......
    Da gibt es die sehr bewußte, sehr konzentriert Gestaltete, die relativ Freie Experimentelle oder Experimentierende, die höchst Präzise Produktfotografie, die Stillifes auf hohem Niveau oder die "einfach so" ausehendem aber enorm Aufwendige wie z. B. die von Jim


    Ich habe mir das Buch lange angeschaut. Und meinen Kaufreflex erfolgreich bekämpft. Nicht wegen der Bilder oder der Qualität - es ist ein erstklassiges Fotobuch. Mich langweilt, daß er durchweg Prominente aufgenommen habe, die mir von den Medien schon seit Jahren aufgedrängelt wurden und die MIR sowas von wurscht sind, selbst wenn sie mit höchster Meisterschaft auf TriX gebannt wurden! Was hab ich davon zu sehen, daß Müller-Westernhagen vor geschätzten 30 Jahren weniger Falten hatte? Reinweg nix. So ein Promi-Fotobuch finde ich langweilich.
    Nicht langweilig finde ich dagegen die Porträts in "Diva in Grau" von Helga Paris - um ein Gegenbeispiel zu bringen.


    Quote

    Wenn ich will, daß ein Foto von mir nach TriX aussieht muß ich zuerst mal überlegen, warum.
    Dann wähle ich Hintergrund und mache ein Licht, wobei BEIDES zum Stil des TriX passen muss. Einschließlich desjenigen, den ich dann fotografiere.


    Ich kann das aber genausogut digital - und gebe dann im Rechner dem Foto einen TriX-Charakter.


    NIEMAND könnte das erkennen. Dafür kann ich das zu gut . . :P:oops:8)


    Selbst wenn - wozu soll das gut sein? Dann kannst Du doch ebensogut gleich den Film nehmen, wäre das nicht zielgenauer? Um nicht zu sagen, ehrlicher?
    Wenn schon etwas digital fotografiert wurde, warum zur Hölle soll man das hinter einem virtuellen 400 ASA-Korn verbergen wollen?


    Quote from "Grauer Wolf"

    Ich sehe das Problem in erster Linie in einer unkritischen Technikverliebheit, die das Mittel zur Gestaltung zum Selbstzweck erhebt.


    Das ist das eigentliche Problem. Kaufen ist viel leichter als Gestalten.


    Berufs-Musiker unterhalten sich nicht über ihre Instrumente. Sie suchen das für sie passende, und dann wird geübt, ein Leben lang, wenns sein muß.
    Laien kaufen Carbon-Saiten, wegen des "Klangs"!



    Quote from "Grauer Wolf"

    Bilder[n], die in unserem Inneren entstehen, die vor dem geistigen Auge auftauchen. Diese gilt es zu verwirklichen und nicht einfach die Kamera in die Gegend zu halten und im Grunde genommen schlicht die Realität zu kopieren.


    Genau.


    Gute Nacht,


    Matthias

    Quote from "fotokunst"


    Habe heute einen Job für einen Kunden im Studio fotografiert:
    D-I-G-I-T-A-L !!!! (Nikon D-200)
    .......


    Ich weiß, ich bin ein Schwein, daß ich sowas mache, aber hätte ich ihm die Wahrheit gesagt, könnte ich 50% meines Honorars in den Schornstein schreiben.
    So ist heute der Fotografen-Alltag.


    Dann bete mal, daß der Sohn mit den Photoshop-Kenntnissen nicht die EXIF- oder IPTC-Daten findet...... :wink: :wink:


    Im Ernst, auf diese Art seine Arbeit zu machen, finde ich nicht okay, schon gar nicht für einen Profi.
    Ich als "Profi"-Wissenschaftler kann auch keine Daten erfinden oder verbiegen, nur weil mir was nicht in den Kram paßt.
    Und würde ich als Auftraggeber hinter sowas kommen, wäre das todsicher mein letzter Auftrag gewesen.


    Aber noch was anderes:
    Norbert, ich finde es schade, daß Du Deine Beiträge gelöscht hast. Ich habe das eben erst bemerkt, als ich Deine ersten Worte zum Thema hier nochmal nachlesen wollte, um etwas daraus zu ziehen. Ich fand sie nämlich für mich durchaus bedenkenswert, und die Diskussion wirklich anregend. Jetzt ist der Thread kaputt, und das finde ich schade.

    Nun gut, ich hatte meinerseits auch nicht 100% ernsthaftig und zielgenau geantwortet.
    Also kein Wunder, daß das Mißverständnisse gibt.....


    Inzwischen sieht es so aus, daß der Fotograf krank geworden ist und das Schnupper-Date erst mal ins Wasser fällt.
    Er will sich melden, wenn ein neues Treffen ins Auge gefaßt werden kann.
    Ich werde berichten.


    Gruß. Matthias

    Quote from "klausesser"

    Die Mentor ist sicher ein historisch und technisch interessantes Gerät . . aber wie bereits meine Vorredner sagten, nichts für Landschaften.

    ......

    Quote

    ich fotografiere mit Kameras - nicht mit Images "guter alter Zeiten" . . .


    Ich rate Dir eher zu einer leichten und präzisen 4x5" in aktueller Technik und mit aktuellen Objektiven und sonstigem Zubehör.



    Hallo Klaus, hallo Peter!


    Dank auch an Euch für die eindeutigen, gut begründeten Statements (contra Linhof, pro moderne GF-Kamera)! Sehr hilfreich für mich, da sie meiner Suche weitere Impulse geben.


    Als (nicht berühmter) Amateur kann ich ja ganz und gar frei entscheiden und mir meine Ziele selbst stellen ohne Rücksicht auf Auftraggeber / den Markt oder wasauchimmer, ich muß es auch selbst bezahlen. Ich werde mir den Technik-Oldie erst mal beschnarchen und hoffe, daß das bei meiner Entscheidung pro/contra Großformat weiterhilft. Die Frage, welche Kamera es werden wird, ist erstmal nicht vorrangig. Und ich kenne den Preis für die Mentor noch nicht....


    N.B. Ich bin zwar kein ausdrücklicher Fortschrittsfeind, der gezielt einen "alten Look" anstrebt, dennoch fotografiere ich am liebsten auf APX und entwickle mit Rodinal. Es macht mir auch gar nichts aus, gelegentlich Kameras zu benutzen, die andere vielleicht als "Technik-Schrott" klassifizieren würden.
    Will sagen, das Diktum modern=gut gilt für mich nicht ausschließlich. Ich könnte da auch einen Kompromiß eingehen.

    Hallo Ihr drei,


    zuerst einmal vielen Dank für Eure ausführlichen Kommentare! Sie helfen mir wirklich weiter. Mal sehen, ob das Wunder-Web mir noch weitere Informationen herausgibt.


    Eine habe ich schon gefunden: auf dieser Seite
    http://www.largeformatphotography.info/docter-optik.html
    gibt es ausführliche Informationen über die GF-Objektive von Zeiss Jena. Überhaupt scheint diese Seite wertvolle Informationen für Einsteiger wie mich bereit zu haben, das werde ich mir mal ausführlicher zu Gemüte führen.


    Daß die Mentor-Kameras nicht für "echte" Weitwinkel gedacht waren, habe ich schon am Fehlen eines WW-Balgens gesehen. Ich bin auch nicht so ein Purist, daß ich keine anderen als die Original-Linsen verwenden würde. Ich wollte nur die Wahrscheinlichkeit prüfen, eines direkt mit der Kamera zu bekommen.


    Was mich an diesem Angebot reizt: es kommt alles aus einer Hand, und der Verkäufer kennt die Sachen aus eigener Arbeit. Daß das hohe Gewicht ein Nachteil ist, war mir schon vorher klar. Ich werde nächste Woche erst einmal die Kameras beschnuppern und dann entscheiden, ob ich sie überhaupt kaufen möchte. Wenn ich wirklich ernsthaft in GF fotografieren möchte, dann wird das sicherlich nicht die einzige Kamera bleiben.



    Lieber Matthias,
    vielen Dank für Deine Angebote. Falls ich davon Gebrauch machen möchte, melde ich mich später noch mal.
    Ach ja, die Treppe runter zur Küste in Stubbenkammer ist letztes Jahr nach einem großen Abbruch komplett gesperrt worden. Man kann also nur noch die große Runde von Lohme nach Saßnitz machen.


    Gruß, Matthias

    Guten Morgen,


    nachdem ich bereits eine Weile hier mitlese, will ich mal aus dem Schatten treten und mich kurz vorstellen. Und, wie es der Zufall so will, habe ich auch gleich ein paar Fragen.


    Mein Name ist Matthias, ich bin inzwischen im guten "mittleren Alter" und fotografiere schon seit meiner Kindheit (angefangen mit Pouva Start, dann Beirette und später Exa 1c). Entwickeln und vergrößern habe ich von meinem Vater gelernt. Nach einer längeren Durststrecke mit analogen und digitalen Knipsen bin ich vor ca. 3 Jahren wieder intensiver eingestiegen und habe bis jetzt vorwiegend mit KB, aber auch gelegentlich 6x6 fotografiert. SW entwickle ich selbst, Farbnegativ/-Positiv wird außer Haus gegeben. Mangels Platz für eine DuKa lebe ich derzeit mit einem Filmscanner und einem Diaprojektor; ich habe auch Cyanotypien ausprobiert, mit hybrid hergestellten Zwischennegativen.


    Daneben habe ich gelegentlich auf "was Großes" geschielt, daher auch meine Anmeldung hier. Ich möchte eigentlich erst mal ausprobieren, ob mir das Arbeiten mit einer Großformat-Kamera liegt, und die Möglichkeiten "einer Großen" aus erster Hand erproben. Es geht mir definitiv nicht darum, das neueste/beste/modernste/leichteste/universellste System zu finden. Verarbeiten würde ich die Filme vorerst mit minimalem Aufwand (Dose rollen auf dem Tisch oder so...) Ich will auch unbedingt wieder mit der nassen Verarbeitung beginnen, weil ich auf jeden Fall selbst hergestellte Abzüge in der Hand halten möchte.


    Gerade habe ich die Möglichkeit aufgetan, von einem "Foto-Veteranen" eine oder mehrere Mentor-Kameras (Panorama und/oder Studio) zu erwerben, mit vielem Original-Zubehör, Objektiven und Kassetten.


    Jetzt meine Fragen dazu:


    - Gibt es hier Leute, die öfter mit Mentor-Kameras arbeiten? Ich wäre daran interessiert, ein paar Einschätzungen aus der Praxis zu hören.


    - Welche Vor- bzw. Nachteile sind bekannt? (Ich weiß bereits, daß es kaum noch Planfilme mit Zentimeter-Abmessungen gibt und man evtl. ein anderes Rückteil anbauen müßte)


    - Worauf sollte ich achten, wenn ich tatsächlich eine der Kameras kaufe? Bekannte Schwachstellen?


    Ich danke Euch jetzt schon für Eure Unterstützung!


    Gruß, Matthias



    EDITH:
    Ich habe vergessen zu erwähnen, daß ich vor allem Stadt und Land fotografieren möchte, sowie vielleicht später etwas an Nahaufnahmen ("Tabletop")


    Und noch eine Frage dazu:


    _ Gab es zu den DDR-GF-Kameras auch "echte" Weitwinkel-Objektive?

    Quote from "JUTTA"

    hat eigentlich schon mal jemand Glasscheiben mit der fertigen Flüssig-Emulsion beschichtet?


    Nein. Aber mich ausgiebig informiert darüber und für mich entschieden, daß das nicht der Bringer ist. In dem Taschenbuch von Hofr. Josef Eder steht eine Menge dazu drin - so als Startpunkt.

    Die Frage ist: wie sollen die Stereobilder wiedergegeben werden?


    Soweit ich weiß, gibt es keine Stereo-Projektoren über 6x6 hinaus (zu kaufen).
    Selbstbau dürfte schwierig und teuer werden.


    Und sonsten dürfte eigentlich eine Belplasca oder ein Neugerät von RBT ausreichend sein, oder?

    Quote from "Peter K"

    was erwartest Du denn wenn sich Namens- und Wohnsitzlose unterhalten? Hatten wir nicht schon vor kurzem eine Diskussion über diese eigenartige Kommunikationsform?


    Guten Morgen,


    Es hat seinen Grund, warum ich es vorziehe, (auch) hier nicht mit vollem Namen aufzutreten. Ich würde es sehr schätzen, wenn die übrigen Forumsteilnehmer das unkommentiert annähmen. Da der Forumsbetreiber freistellt, mit Klarname oder Nick aufzutreten, habe ich meine Wahl getroffen - mehr nicht.


    Ich hatte in der jüngeren Vergangenheit mehrere Anfälle von Internet-Allergie ("Forums-Neurodermitis": je mehr man kratzt, desto stärker juckt es), und ich fürchte, es geht schon wieder los, nach nur 6 Beiträgen hier meinerseits.


    Meine Erfahrung ist, daß es keinen Unterschied macht: wer wirklich labern oder pöbeln oder werben will, tut das so oder so.


    Quote from "Thomas Kreil"

    Nachdem die bisherigen, zum Teil sehr hitzigen Debatten abgeklungen zu sein scheinen, erbitte ich sachliche Hinweise.


    Mit Hinweisen in der Sache konnte ich leider nicht dienen. Tut mir leid, Thomas. Vielleicht versuchst du es mal mit einer direkten Anfrage, z.B. bei Moersch, Spur, oder auch M...... ?


    Ich wollte nur die Schleichwerbung kontern, die ich bereits aus anderen Foren mehr als gut kenne. Sicher ebenso wie Du, denn z.B. bei aphog hast Du überhaupt keine Reaktion bekommen. Immerhin hat da das Jubelpersertum ein paar Namen bekommen. Bei mir hat das merkwürdige Gebaren dieser bewußten Firma dazu geführt, daß ich sie meiden werde wie der Teufel das Weihwasser. In welchen Gewändern er daherkommt, weiß ich ja mittlerweile.


    Ich will mitnichten den nächsten "Kriegsschauplatz" eröffnen. Das beste wäre gewesen, ich hätte meinen Mund gar nicht aufgemacht.


    Freundliche Grüße,


    Matthias

    Quote from "SHEETFILM"

    Der ROLLEI R3 ist vor allem als Planfilm sehr beliebt.


    Ah, endlich wieder ein Werbetext von einem "Jubelperser" der Firma Maco/Rollei.


    Herzlich Willkommen, Herr Schmalfuß.

    Quote from "klausesser"

    Das ist ein Adapterring von Novoflex - durch das etwas flachere Kameragehäuse der Canon gegenüber der Nikon lässt sich das machen. Der Ring adaptiert das Bajonett und gleicht das Auflagemaß aus.
    .......
    Das 85er ist ein manuelles 85/1,8. Keine Verzeichnungen, keinerlei CAs.


    Danke für die Ausführungen, Klaus. Ich verstehe, wie es geht. Hatte auch deswegen gefragt, weil "Nikon Objektiv an Canon Kamera" bestimmt ein schmerzhaftes Jaulen in beiden Lagern verursachen würde.... :mrgreen::mrgreen:


    Beste Grüße, Matthias


    (denn das ist mein Name..... :wink: ,
    ich hatte gestern vergessen zu zeichnen)

    Quote from "klausesser"

    ich hab da auch noch was: zwei Screenshots eines noch nicht fertig (!) bearbeiteten Stitches.
    1. Gesamtansicht
    2. 100% Ausschnitt.


    Fotografiert mit einer 20D und einem Nikon 85mm.


    Das gefällt mir wirklich SEHR. Darf ich als GFF-Anfänger und Möchtegern-GFler das sagen? :wink:
    Vielleicht qualifiziert mich, daß ich 2 Jahre in D´dorf studiert habe....
    (und dieses Gebäude noch nie in diesem Licht gesehen)


    Entschuldige bitte die "kleinformatige" Frage: wie hast Du Kamera und Objektiv zusammenbekommen? Und welches 85er war das?

    ich würde nicht sagen, daß das nicht geht. Schließlich hat es ja ganz am Anfang der Cyanotypie ein Negativ-Positiv-Verfahren gegeben - geben müssen. Wie hätte Herschel denn sonst Positive bekommen??


    Im Netz habe ich bisher einen einzigen Hinweis auf das Vorhandensein eines solchen Zweischritt-Verfahrens gefunden, aber wie es der Deibel will, finde ich es gerade nicht...... Scheint wirklich etwas seltenes gewesen zu sein, und spätestens mit der Einführung Silberhalogenid-beschichteter Fotoplatten war es obsolet geworden.

    Ist zwar schon etwas älter, dieses Thema......
    ....aber ich gebe mal meinen Senf auch noch bei.


    (nebenbei mein erster Senf hier in diesem Forum - also ein kräftiges HALLO an alle!)


    Das Problem mit dem Abschwimmen hatte ich auch. Es tritt vor allen bei der "klassischen" Rezeptur auf, weniger bei derjenigen nach Lagrange, die ich jetzt bevorzuge.


    Das Abschwimmen läßt sich sehr gut mit Detergens (oberflächenaktive Substanz, vulgo "Spüli") verhindern. Ich benutze 50% (v/v) Triton X-100, ein nichtionisches Detergens. Von dieser verdünnten Lösung kommen 2 Tropfen in 10ml Beschichtungslösung, anschließend ganz normal verarbeiten. Man benötigt etwas mehr Lösung als sonst, da die Mischung durch das Detergens tiefer in das Papier eindringt (weil die Oberflächenspannung herabgesetzt wird).
    Verdünntes Netzmittel geht sicher genausogut, aber das habe ich noch nicht benutzt.