Posts by Grauer Wolf

    Die typische Arbeitsblende für Großbildobjektive ist f/22. Darauf bezieht sich gewöhnlich auch der angegebene Bildkreis.
    Man kann aber locker bis f/45 oder sogar f/64 abblenden, ohne daß es in praxi sichtbare Qualitätseinbußen gibt. Bei Table Top Aufbauten waren's gewöhnlich f/32 bis f/45, die Scheimpflügerei brachte ja meistens auch noch was... Im Freiland meist f/22, also der oft zitierte "Standard". Paßt scho'... 8)


    Quote from "Gpo"

    was habe ich als Berufsfotograf im Studio nun seit 40 Jahren "falsch gemacht"...


    :mrgreen: Du auch?

    Quote from "MichaelRelguag"

    Mit C41 liebäugel ich schon länger als mit SW - vorallem nach dem ich gesehen habe wie ein Bekannter es mit Wasserbad für die Chemie und normaler Entwicklungsdose ohne Prozessor macht.


    Ich hab oft genug C41 und E6 von Hand entwickelt, wenn's mal schnell gehen mußte und ich keine Lust hatte ins Fachlabor zu fahren (was mein normales Procedere war). Geht beides ohne Probleme (Jobo 1500 Dosen und Combiplan-Tank), zumal man C41 auch bei Raumtemperatur oder besser bei 24°C entwickeln kann.

    Quote from "bequalm"

    ""Uninteressant""
    Was meinst n damit - das Motiv, den Einsatz von GF, oder die Tatsache, dass man nicht veröffentlichen darf ?


    Letzteres! Außer rein persönlichen Erinnerungen, die eh in der Familie bleiben, photographiere ich nur, wenn ich die Bilder auch verwerten kann. Wenn ich für Aufnahmen, die man "auf Verdacht" für's Archiv macht, weil man sie vielleicht mal brauchen könnte, erstmal satt Lizenzgebühren abdrücken muß, ohne zu wissen, ob das je wieder reinkommt, dann kommt bei mir der Rotstift. Solche Bilder machen ich nur, wenn ich einen festen Auftrag mit Übernahme der Spesen habe.
    Ich gehe ohnehin davon aus, daß jemand, der dort mit einer 4x5" aufschlägt, seine liebe Not und Mühe haben wird, dem Personal klarzumachen, daß es sich um private Bilder handelt. Heute ist man im Sinne des Kassierens ja schon "Profi", wenn man mit einer aufgeblasenen Bridge-Kamera in schwarz ankommt... :roll:

    Um Himmels Willen keinerlei Öl! Das kriecht. Sofern Fetten überhaupt nötig ist (erkundige Dich lieber mal in der Technikabteilung von Linhof, wo überhaupt gefettet werden muß; Manche Metallkombinationen sind "selbstschmierend".), würde ich säurefreie Vaseline in Spuren verwendet. Damit gehe ich schon mal an Zahnstangen, deren Triebe, Bajonette o.ä. Es darf auf keinen Fall ein richtig dicker Fettfilm entstehen, der nur Staub festhält und dann wie Schmirgelpaste wirkt. Da ist echt Fingerspitzengefühl gefragt.

    Essigsäure und Wasser lassen sich durch Verdampfen/Destillieren nur äußerst schlecht trennen, nicht mal fraktionierte Destillation funktioniert richtig (braucht Kolonnen mit sehr großer Bodenzahl). Bei der Verdunstung von Fixierbad ändert sich so wenig in der Konzentration, daß es für die Praxis völlig irrelevant ist.
    Btw., ich benutze das Stop-Bad (2%ig) als Einmalbad und kippe es nach der Benutzung einfach weg, wenn's nicht wirklich gerade mal eben schwach angebraucht ist. Einfache Industrieessigsäure (die nehme ich) ist im Photolabor ein Cent-Produkt und Regeneration ergibt keinerlei Sinn, zumal durch verschleppten Entwickler ohnehin der pH-Wert ansteigt und Verunreinigungen hineingelangen. Besorg Dir das Zeug im Chemiehandel, nicht im Photobedarf und gut ist.
    Z.B.: 10 kg 60%ig, 35 Mäuse, damit kommst Du ein halbes Photographenleben aus.
    http://www.yatego.com/mb-produ…gsaeure-60-pe-3-49-per-kg

    Quote from "Shamani"

    Aber das Steuerungsgerät ist eingesaut:
    [Blocked Image: http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/compurv7z5olwaf0_thumb.jpg]


    Ich weiß natürlich nicht, ob der Verschluss an sich noch geht.


    Wenn der Elektrolyt nur an dieser Stelle eingesaut hat, würde ich das erst mal provisorisch mit einer Glasfaserbürste freikratzen bis auf's leitfähige Metall (die Krümmel raus aus dem Gerät :!: ) und dann probieren, ob's das Steuergerät prinzipiell noch tut.
    Wenn ja, kannst Du dran gehen, alles sorgfältig zu reinigen (Löser für Oxidkrusten/Kontaktspray, evtl. Ultraschallbad). Für die Kunststoffteile sehe ich da weniger ein Problem als für den Kontakt selber. Notfalls muß man sich aus Federbronze, Messing, verzinntem Kupferblech o.ä. (sollte lötbar sein) was neues zurechtfeilen und gegen das zerstörte Kontaktblech austauschen.
    Ich hoffe nur, daß die Platine als solche nicht angegriffen ist. Zwar läßt sich auch da einiges reparieren, aber es wird mühsam. Die allerletzte Möglichkeit wäre, ggf. die Platine neu zu ätzen, defekte Bauteile zu ersetzen (zur Überprüfung braucht man ggf. Meßgeräte, wenigstens ein gutes Multimeter) und das Steuergerät komplett neu aufzubauen. Das erfordert aber nicht nur viel Geduld (die wirst Du ohnehin brauchen) und Geschick im Umgang mit dem Lötkolben, sondern auch ein paar elektronische Kenntnisse.

    ZappaunddkleineTiger hat geschrieben:


    > Ja Wolf - wir haben die Schatten auf Zone 3 gelegt, möglicherweise hingt
    > der Belichtungsmesser ein wenig - oder der Verschluss von einem Objektiv
    > ist ein wenig schneller…, vielleicht lässt es sich mit dem Gossen und dem
    > 7,5° Spotvorsatz doch nicht so genau messen, vielleicht liegt es auch am
    > Messen selbst… es ist in den Fällen wo es nicht ganz passt immer ein wenig
    > schwieriges Licht gewesen,...


    Kennst Du niemanden in Deinem Umfeld, der ebenfalls einen Handbelichtungsmesser hat oder hast Du noch eine gute SLR für Film (analoge Kamera deshalb, weil die ASA-Werte für digitale anders bestimmt werden und nicht auf dem Fußpunkt der Gradationskurve eines Normfilmes beruhen)? Dann hättest Du eine Referenz für den Beli. Andererseits glaube ich nicht an einen Fehler des Gossen-Belichtungsmessers. Die gehen gewöhnlich sehr genau (Du kannst den m.W. übrigens auch einschicken und feinjustieren lassen. Ich weiß nur nicht, was das kostet.)
    Da Du aber schreibst, daß die Fehler nur bei sehr knffeligem Licht auftauchen, sehe ich die Probleme eher da. Bis Du einen "richtigen" Spotbelichtungsmesser hast, falls möglich, einfach näher rangehen oder ggf. auch auf Lichtmessung umschalten. Eine weitere Alternative wäre, eine Digitalkamera als Spotmeter zu mißbrauchen, die Du dafür aber zuerst anhand Deines Handbelichtungsmesser eichen müßtest (wie gesagt, andere Bezugsgröße für die ASA).

    ZappaunddkleineTiger hat geschrieben:
    > Der Ilford FP4+ ist mit 125 ASA angegeben. 25 ASA haben wir fürs
    > Marketing abgezogen, also mit 100 ASA belichtet. Leider fehlt an manchen Stellen
    > ein Hauch in den Schatten, wenn wir in ID11 1+3 entwickeln. Nun überlegen wir gerade,
    > ob wir den FP4+ vielleicht bei 80 ASA ansetzen sollten.
    >
    > Welche "wahre" Filmempfindlichkeit habt ihr für den FP4+ festgestellt? Gibst es grobe
    > Erfahrungswerte in unsere Richtung?


    Hmmm, ich belichte und entwickele FP4 immer nach der von Ilford vorgegebenen Norm (Datenblätter für Filme resp. Entwickler), ebenfalls in Ilford ID11 1+3 bei Planfim (Combiplan-Tank), bei KB und Rollfilm 1+1. Keine Probleme, mache ich seit Jahren so.
    Belichtungsmessung allerdings /auf die Schatten, die noch volle Zeichnung zeigen sollen/, also mit Zone III belegen.


    Gruß
    Wolf

    cmo hat geschrieben:
    > Sagt mal, woher könnte man eine Liste der von Linhof je gebauten Stative
    > und Stativköpfe mit technischen Daten bekommen?


    "Linse"s Idee ist gar nicht mal schlecht. Schreib Linhof einfach mal an, vielleicht helfen sie Dir.


    Gruß
    Wolf

    Hallo Ritchie,


    > So ein schönes CAD - Programm hab ich leider nicht, aber rudimentäres Restschulwissen
    Wenn es Dich interessiert, die Basis Version, mit der es ohne weiterrs möglich ist, ein Objektiv zu berechnen, ist Freeware:
    http://www.winlens.de/index.php?id=5
    Auch mit bekannten Konstruktionen (Patentschriften liefern da sehr genaue Daten), kann man schön "spielen".


    > Eigentlich kann man Eurynare ja auch mit nur einem( dem hinteren? ) Glied benutzen,
    > dabei stellte sich folgendes heraus:
    > - Keines der Glieder bildet allein scharf ab
    > - das hintere Glied verzeichnet extrem tonnen - und kissenförmig
    >
    > Nebenbei staunte ich über den Abbildungsmasstab im Vergleich zum Tessar, und siehe
    > da, der Auszug auf unendlich misst grade mal rund 65 mm, grob gemessen.
    > Das entspricht ca. der Hälfte des eigentlichen Auszugs.
    > Ich bin nun der Meinung, das ein Vorbesitzer ( ebay) zwei nicht passende Glieder
    > verbaute.
    > Hinterglied mit Vorderglied eines Tessars sieht nun wieder recht normal aus auf der
    > Mattscheibe - ###womöglich eine Verwechslung nach einer Putzaktion??###
    Das wäre gut möglich. M.W. ist ein Eurynar aber unverkittet. Wenn in Deinem eine verkittete Gruppe ist, hat da wohl einer einen Objektiv-Mix zusammengebaut. Das würde auch erklären, warum's mit einem Tessar-Vorderglied einigermaßen funktioniert...
    Alles äußerst merkwürdig...

    bequalm hat geschrieben:

    > Wolf, hört sich im Prinzip gut an, nur leider ist der Fall bei mir genau andersrum
    > -
    > ich müsste vom *dickeren Barrel* des Verschlusses eher etwas abknabbern.
    > Hab schon meine Drehbank befragt, aber ich krieg Probleme mit dem Feingewinde, das
    > kann ich leider nicht nachschneiden.
    Das ist natürlich schlecht, zumal bei Abdrehen ggf. der Verschluß beschädigt wird.


    > Ich mach einfach mal Probeschüsse, mal sehen, was dabei rumkommt.
    > Ansonsten such ich mal nach einem passenden und funktionierenden Verschluss.
    Das sehe ich ähnlich. Die beste Lösung wäre, einen identischen Verschluß zu finden, der intakt ist, allenfalls noch einen dünneren. Hauptsache die Gewinde passen sauber.
    Ist ggf. der alte Verschluß zu reparieren? Manchmal sind solche alten Teil ja nur verharzt und eingedreckt, aber /prinzipiell/ in Ordnung...
    Probiers einfach aus. Ein 135er Tessar dürfte für 9x12 gerechnet sein (Bildkreis 161 mm). Ist die Frage, ob die Bereiche, die evtl. qualitativ absinken, bildrelevant sind.
    Als Info http://www.schneideroptics.com…arge_format_lenses/xenar/


    > Verändert sich nicht z.B. die Brennweite, bei Verschiebung der Linsengruppen zueinander
    Ja. Das besagen schon die Linsengleichungen bei einfachen Linsen und wenn man an einem CAD-Programm für optische Entwürfe (Win-Lens 3D z.B.) die beiden Montage-Gruppen (also vor und hinter dem Verschluß; optisch betrachtet sind's ja 3 Gruppen) eines Tessar gegeneinander verschiebt, sieht man, wie sich die Brennweite ändert und die Korrektur leidet. Da machen sich wirklich 1/10 mm bemerkbar...


    Gruß
    Wolf