Posts by Grauer Wolf

    uri hat geschrieben:


    > egal ob du mit 6x6 oder 8x10" fotografierst - blende 16 bleibt blende
    > 16...


    Bei dem, was CP beschrieben hat, landet man bei 8x10" eher bei f/64 oder f/128. Dazu Nahbereich (Eine Statuette o.ä., die einen Meter hoch ist bedeutet schon runde 1:5), das frißt Licht ohne Ende. So aus dem Bauch heraus erscheinen mir 10.000 Ws keineswegs als zuviel, vor allem, wenn noch Lichtformer und eine vernünftige Lichtqualität (Materialeigenschaften und Texturen!) ins Spiel kommen.


    Auch Euch allen ein frohes Weihnachtsfest!

    cp hat geschrieben:


    > Mir macht das einiges Kopfzerbrechen! Rechne ich nämlich von MF bzw.
    > 4x5" hoch, so komme ich locker auf deutlich über 10000 Watt.


    10.000 W oder 10.000 Ws?


    > Auch weiß ich nicht, wie Farbumkehrmaterial auf mehrfaches Blitzen
    > reagiert, kann's mir aber denken. Ich werde außerdem teilweise ganz schöne
    > Auszüge kriegen, Köpfe sind fast 1:1.
    Intermittenzeffekt! Der kann sich in Farbverschiebungen und Empfindlichkeitsverlust äußern.


    Zum Thema Kunstlicht-Blitz-Äquivalenz gab's hier übrigens mal einen ziemlich großen Thread...

    bequalm hat geschrieben:


    > Analog???


    Digital! Analog ist zu zeit- und materialaufwendig und damit zu teuer...
    Rein theoretisch resp. *technisch* betrachtet könnte man bei hybrider Technik die Einzelbilder für die Stacks auch auf Film fertigen, dann scannen und stacken (2 Packungen Planfilm später... :mrgreen: ). Eine Alternative wäre, das Objekt durch eine "Lichtebene" zu schieben, deren Dicke geringer ist als die Schärfentiefe, und nach und nach "scannenderweise" auf einem einzigen Film aufzuzeichnen. Ich kann mich noch an Bilder dieser Art aus den 90ern erinnern, die visuell an Elektronenmikroskopaufnahmen in Farbe gemahnten. Mit dem Aufkommen der Digitaltechnik war diese umständliche Arbeitsweise blitzartig vergessen. Was damals pro Schuß richtig fettes Geld kostete, weil ein mittleres optisches Labor gebraucht wurde, kann in technischer Hinsicht heute mit einer Digi jeder Hobbyfotograf.

    bequalm hat geschrieben:


    > Einmal will ich einen technischen Look mit nur einer Seite der Kamera von
    > vorn bis hinten und oben bis unten scharf , der Rest soll in Unschärfe und
    > vielleicht auch in Dunkelheit versinken;


    Dann Tip Nummer 2!


    bequalm hat geschrieben:
    > die zweite Idee (mein erstes Bildbeispiel) wäre ein Komplettschärfung in
    > allen (möglichen) Bereichen.


    Nur noch Perspektive wählen und dann abblenden bis f/64. Scheimpflug bringt hier aufgrund der Abmessungen kaum einen Vorteil. Alles scharf wirst Du wahrscheinlich nicht bekommen, aber vom Objektiv bis zur Rückstandarte sollte drin sein.
    Bei rein ergebnisorientierter Arbeit würde ich hier stacken.

    bequalm hat geschrieben:


    > Meine aufnehmende Kamera (Plaubel) steht etwas links vor der Shenhao
    > (Motiv), unterhalb selbiger (Untersicht), wie vielleicht in meinem
    > Probebild zu sehen.
    > So gefällt sie mir sehr gut...
    >
    > Wäre dies ein Fall für Doppelscheim?
    > Muss ich zuerst die Perspektive entzerren und dann den Scheimpflug
    > einstellen?


    Aah, so war's gemeint. Ich dachte, die Laufboden-Cam würde irgendwas anvisieren.
    Hier würde *ich* nur die Perspektive wählen (wahrscheinlich Fimstandarte lotrecht) und, wenn überhaupt, auf die Frontplatine "scheimpflügen". Anhand eines Bildes ohne den Aufbau und Deine Bildintention exakt zu kennen ist Ferndiagnose ohnehin schwierig.
    Wenn Du auf die Laufschiene, also beim Betrachten die linke Fläche der Cam scharfstellen willst (so könnte man Deinen Text interpretieren), brauchst Du aus dieser Position eine sehr starke Verschwenkung der Frontplatine nach rechts. Mir würde diese Lösung nicht zusagen, aber das fällt unter Geschmackssache.

    bequalm hat geschrieben:


    > Wo wäre denn da die "bildseitige Hauptebene" ?


    Dafür mußt Du die Objektivkonstruktion kennen. Bei einfachen symmetrischen Konstruktionen liegt sie roundabout in Höhe der Blende.
    Wenn Du die exakte Brennweite weißt, welche vom Nennwert etwas abweichen kann, dann visier den Mond an, der photographisch betrachtet unendlich weit weg ist, stell den pingelig genau mit einer starken Lupe scharf, und miß dann von der Filmebene aus ab.


    Aber wie gesagt und durchaus ernst gemeint: Theorie ist eine feine Sache und zum Verständnis gelegentlich nötig. Aber für die Einstellung nach Scheimpflug reicht ein gutes Auge und das Wissen um das Grundprinzip. Der Rest kommt dann von selber.


    bequalm hat geschrieben:


    > Bei meinem derzeitigen Modell, meiner Shen Hao,schrägstehend und mit UNTERSICHT, kann ich zwar Teilbereiche schön in Unschärfe abgleiten lassen, aber alles gleichzeitig krieg ich noch nicht scharf.


    Untersicht: Wo befindet sich Dein Motiv, VOR der Kamera oder ÜBER der Kamera (z.B. ein Deckengemälde o.ä.). Wenn die Kameraposition so einigermaßen korrekt gezeigt wird, muß bei letzterem die Frontstandarte kräftig nach oben geneigt werden, bei ersterem ganz leicht (!) nach unten. Bei Neigungen um Bruchteile eines Grades tut man sich ohne ruhige Hände etwas schwer, besonders, wenn die Nullstellung rastet. Feintriebe sind dann ganz praktisch.
    Wenn sich die Drehachsen nicht in der Film- oder Hauptebene befinden, muß immer a bisserl nachfokussiert werden. Das macht die Geschichte bei stark asymmetrischen Objektiven ja so ärgerlich und bei solchen verlegt man die Scheimpflug-Einstellung am besten in die Rückstandarte, wenn nicht perspektivische Gründe dagegensprechen, den die Perspektive ändert sich dann etwas.

    Gpo hat geschrieben:
    > jo mann...und wo liegt nun das Problem :lol:
    >
    > eigentlich ist es ja so das> wenn man das eine verstanden hat,
    > ergibt sich das andere dann automatisch 8)
    >
    > war jedenfalls bei mir so :P


    *lach* Sehe ich ähnlich... Wo ist denn das Problem? Scheimpflug-Einstellung ist nichts anderes als die praktische Anwendungen der Strahlensätze aus der Mittelstufe und eigentlich selbsterklärend. Zuviel Theorie und Taschenrechner sind da nur im Weg.
    Ich löse einfach Vertikal- und Horizontal-Achse, bringe nach Sicht von außen Filmebene, bildseitige Hauptebene und Motivebene in eine gedachte Schnittgerade, bißchen Feinkorrektur samt gleichzeitiger Fokuskorrektur (bei meiner Kardan gehen die Achsen nicht genau durch die Haupt- resp. Filmebene) nach Sicht auf der Mattscheibe und fertig. Dauert keine Minute. Was man dazu braucht, ist in erster Linie ein gutes, räumliches Vorstellungsvermögen, um bei 3-dimensionalen Motiven (also kein Schachbrett, sondern z.B. ein Setup von verschieden hohen Gegenständen...) die günstigste Ebene zu visualisieren. Die "Schärfenhöhe" wird dann über das Abblenden geregelt und erzeugt einen Schärfenkeil, der sich in die Tiefe erstreckt...
    Wie gesagt, das ist weniger Theorie als Erfahrung und ein gutes Auge...

    Urnes hat geschrieben:


    > Wieviele Negative willst du den digitalisieren? Wenn keine Unmengen sind,
    > kannst du auch mit einem HP G 4050 glücklich werden, der hat eine auch eine
    > große Durchlichteinheit, liefert aber nicht ganz so gute Ergbnisse wie der
    > Epson. Dafür ist er aber um einiges günstiger. Es kommt aber auch ein Stück
    > weit auf das angestrebte Endformat an.


    "Nachdem ich jedoch im Fotomagazin ColorFoto 09/2007 einen ausführlichen Test mit einem gemessenen
    ► Dichteumfang von 2,87 ◄
    und einer gemessenen
    ► Auflösung von 1000-1300 dpi ◄
    gelesen habe, habe ich den Testbericht fallen gelassen, denn mit diesen Werten lassen sich keine Dias oder Negative in brauchbarer Qualität scannen."
    aus http://www.filmscanner.info/HPScanjetG4050.html

    ara hat geschrieben:


    > Darunter auch drei 18x24
    > Kassetten. Da dafür die Filmauswahl recht überschaubar ist und ich das
    > große Format vollständig nutzen will habe ich mich gefragt ob es möglich
    > ist die Leisten sauber zu entfernen und die seitliche Filmführung neu zu
    > schneiden oder fräsen damit ich auch damit 8x10-Filme verwenden kann.
    > Kann mir jemand weiter helfen, oder ist es ohnedies günstiger weiter im
    > Internet nach günstigen Gebrauchten zu suchen?


    Pragmatischer Rat:
    Vergiß es einfach! Solche Bastelarbeiten bringen überhaupt nichts. Besorg Dir einen Satz 8x10"-Kassetten und leg die 18x24 auf Halde (für den Fall, daß du sie mal brauchst) oder verkauf sie weiter...
    Im übrigen ist 18x24 meistens deutlich teurer als 8x10" gleichen Typs, alleine schon wegen der Produktionsmengen.

    Grössenwahn hat geschrieben:


    > Hab mir aus dem genannten Objektiv für mein Belichtungsmesser ein
    > Teleobjektiv gebastelt .


    Die Fragestellung erschließt sich mir nicht ganz. Ein 600er Objektiv als Tele für einen Belichtungsmesser? :roll:


    So oder so, bezogen auf das ausgenutzte Endformat sollte der Strahlengang abgeschattet sein. Überstrahlt und verblaut deutet für mich auf ein gewaltiges Streulicht-Problem hin, denn immerhin hat ein 600er Apo Ronar einen nutzbaren Bildwinkel von ungefähr 45°. Das ist der Bildwinkel einer Normalbrennweite, keinesfalls der eines starken Teles!

    hako hat geschrieben:


    > Pkt 2 habe ich gerade nochmals getestet. In der Vorschau zeigt mir PS zwar ein komplett
    > anderes Farbergebnis an, #### führt diese Sache aber nicht durch ####. Hier ändert sich also
    > tatsächlich nichts. Immerhin.


    Das sollte auch der Normalfall sein, weil eine Konvertierung auf sich selber unsinnig ist!


    hako hat geschrieben:


    > na ja, ich fotografiere halt oft auch irgendwelche events, Hochzeiten und so, v.a.
    > aber Porträts. Diese Leute benötigen i.d.R. einfach nichts anderes als ein jpg,
    > welches man überall ausdrucken lassen kann. Ich habe parallel ja immer das raw bzw.
    > etwas später ein tif (wird immer mit abgespeichert), aber das Ergebnis ist schon
    > sehr oft ein jpg. Deshalb muß der workflow natürlich passen. Das macht ja keinen
    > Sinn wenn ich mir vorne viel Mühe gebe und dann hinten auf dem letzten Meter nichts
    > übereinstimmt. Und ein jpg ist ja zunächst mal nichts schlechtes.


    Nein, ein gutes JPG ist ein ganz gewöhnliches, verbreitetes Format. Mit meiner Fuji arbeite ich sogar zu 99,9% JPG ooC, weil Weiterbearbeitung im großen und ganzen einfach unnötig ist.
    Klar ist natürlich der Zwang zu sRGB, wenn Du die Bilder an Leute ohne photographische Kenntnisse weitergibst, die dann irgendwo drucken lassen, wo's billig ist. Das ist diese "unsichere Umgebung", die ich erwähnte.
    Aber um Deinem Problem mal näherzukommen...
    Nimm mal eines Deiner AdobeRGB-TIFs und setze darauf eine Gradationskurve mit den Haltepunkten 0/16 46/46 118/118 255/255, will sagen, Du hebst die tiefsten Werte etwas an. Dann konvertierst Du relativ colorimetrisch nach sRGB. Das Ergebnis sollte nach meinen Erfahrungen dem Ursprungsbild sehr ähnlich sein, in den Mitteltönen sogar identisch, und das Histogramm wieder von 0 bis 255 reichen (winzige Abweichungen sieht man nicht). Das Ergebnis speicherst Du als JPG in der gewünschten Qualitätsstufe ab, aber bitte händisch und nicht mit irgend welchen automatischen Presets "für Web" o.ä.. Probier's einfach mal aus...

    hako hat geschrieben:


    > Problem Nr.1:
    > Wenn ein farbintensives Bild von RGB nach sRGB konvertiert werden soll,
    > werden die Farben schon bei der Vorschau wirklich stark verändert, ich
    > würde es mal als blasser werdend beschreiben. An meinem anderen
    > Arbeitsplatz ist das nicht so schrecklich, immerhin hängt da auch ein Eizo
    > dran. Die Veränderung finde ich so fies, dass ich am liebsten gleich in
    > sRGB arbeiten möchte, weil dann keine Farbverschiebungen auftreten würden.
    > Kann mir das jemand bestätigen, daß das wirklich so schlimm ist, habe sonst
    > nie einen so krassen Unterschied wahrnehmen können.


    Ich nehme an, Du konvertierst mit "perzeptivem Farbrendering". Dieses geht beim "Zusammenschieben" der über sRGB hinausgehenden Farben von einer möglichst "gefälligen" Wirkung aus (visuelle Gleichabständigkeit) und verschiebt gleichfalls die Mitteltöne, die dann an Kraft verlieren und/oder verfälscht werden.
    Ich mache es anders, da ich auf hohe Farbtreue wert lege:
    Ich konvertiere grundsätzlich "relativ farbmetrisch" und arbeite, um Clipping zu vermeiden, die Tiefen und Lichter entsprechend auf. Will sagen, ich verschiebe die Farbkompressionen händisch (Kurvenwerkzeug) in Bereiche, wo sie möglichst wenig auffallen. Das ist natürlich sehr aufwendig, erhält aber weitgehend die visuelle Wirkung eines Bildes. Logischerweise gibt's trotzdem Verluste, aber sie liegen in visuell weniger wichtigen Tonwertbereichen und nicht in den besonders kritischen Mitteltönen.
    Grundsätzlich ist sRGB eine Krücke, die ich wirklich nur im Web verwende resp. auch mal dann, wenn ich Bilder in "unsichere" Umgebungen weitergebe, sprich zu Leuten, die das Wort "Farbmanagement" noch nie gehört haben und ihre Dateien zu Billigdienstleistern hochladen.


    > Problem Nr.2:
    > Eigentlich kein echtes Problem, aber ich bin ganz zufällig beim Probieren
    > darauf gestoßen. Wenn ich ein jpg nehme mit vorhandenem Profil sRGB
    > IEC61966-2.1 und sage PS es soll eben in genau diesen Farbraum konvertiert
    > werden (also Quelle gleich Ziel) dann ergibt sich in der Vorschau
    > tatsächlich eine völlig veränderte Bilddarstellung. Wie kann das sein?


    Das sollte eigentlich nicht sein. Wenn ich das in GIMP versuche, bekomme ich eine Fehlermeldung "Ziel- = Quellprofil" und die Konvertierung wird nicht ausgeführt.
    Ich bin mit PS wenig vertraut, aber es könnte u.U. sein, daß sich PS an die Tags im Dateikopf hält. Wenn der Tag dann trotz vorhandenem sRGB Profil auf Adobe steht, dann wird konvertiert, obgleich das keinen Sinn ergibt. Eigentlich traue ich PS einen so groben Handlingfehler aber nicht zu, denn ein eingebettetes Profil sollte immer Vorrang haben. Überprüfe einfach mal gründlich die FM-Einstellungen, vielleicht ergibt sich da was...


    > Problem Nr.3:
    > ist der Schritt "für web und Geräte speichern". Das Ergebnis ist
    > viel zu farblos und die Farben werden nicht besonders gut wiedergegeben
    > (also wie schon zuvor bei der gewöhnlichen Konvertierung vom tif zum jpg).
    > In dieser Einstellung gibt es darüber hinaus auch eine Möglichkeit zur
    > Vorschau mit Mac, win, Bildschirm und Dokumentprofil. Hier etwas zu ändern
    > sollte eigentlich auf das Ergebnis keinen Einfluß haben, weil es ja nur die
    > Darstellung auf den unterschiedlichen Medien anzeigen soll. Was mich aber
    > wundert ist hier die Vorschau mit 4fach, die Bilder werden alle
    > unterschiedlich farbintensiv dargestellt. Farblich kommt die schlechteste
    > Qualität der Vorschau meiner Vorstellung am nächsten. (hier ist sRGB
    > konvertieren angehakt).
    > Macht man hier aber nur die doppelte Ansicht und fährt die Qualität
    > herunter ändert sich nichts an der Farbanmutung.


    Hier bin ich jetzt etwas ratlos. Die Unterschiede ergeben nur dann einen Sinn, wenn sie die Wiedergabe eines unprofilierten Bildes auf den jeweiligen Systemen bei Basiseinstellung simulieren sollen. Bei kalibrierten und profilierten Systemen und funktionierenden FM sollten die Bilder jedoch alle gleich aussehen.


    > Wie ist Euer workflow? Habe ich etwas falsch eingestellt oder übersehen?


    Läßt sich so schwer sagen.
    Mein Workflow beruht auf vollem, durchgehendem FM, angefangen beim ICC-Eingangsprofil für die Nikon oder den Scanner, BetaRGB (Nikon) resp. AdobeRGB (Fuji S5) für fertige Bilder, einem Monitorprofil, daß die Informationen der Phosphore und des Gammas der CRT trägt (der Rest ist komplett hardwarekalibriert und auf 5900 K justiert), BetaRGB als Working Space in GIMP und Archivprogramm (im RAW-Konverter ist der gesamte ICC-legale CIE-XYZ-Raum der Working Space) und natürlich den Zielprofilen für den Offset (CMYK) oder Inkjetdruck (wie gesagt sRGB verwendet nur selten und gezielt). Farbrendering immer relativ colorimetrisch. Probleme mit Farbabweichung hatte ich noch nie, egal ob in der EBV oder beim DTP. Im Proofmodus sind Monitorbild und Aufsichtsvorlage unter D50 faktisch identisch... Der Workflow ist darauf ausgelegt, die Farbwiedergabefähigkeiten der Cams möglichst nicht zu beschneiden.
    Vergleich das mal mit Deinen Einstellungen. Abgesehen von vielleicht anderen, verwendeten Profilen sollte das ähnlich aussehen.

    Heiße Diskussion... 8)
    Ich weiß schon, warum mir grundsätzlich nur Ilford, Kodak und Fuji ins Haus kommt. Bezüglich der ganzen Billigheimer habe ich nur einen Rat: Finger weg! Was nützt es, zu sparen, wenn einem unwiederbringliche Aufnahmen wegen unzureichender Produktkonstanz oder echten technischen Mängeln wie Gießfehlern verloren gehen? Diese verlorenen Aufnahmen hätten den besten Film verdient gehabt, den man für Geld kaufen kann!
    Man kann sparen auch übertreiben! Dann lieber weniger, aber sehr bewußt und selektiv photographieren...

    Mark S. hat geschrieben:


    > Bei Negativen mit dunkelblauen Himmel seh ich bei 4x5 scans in der Größe
    > 3000x2500 px bei 100% immer noch leicht dieses "Rauschen"


    Ich gebe ehrlich zu, wenn ich "100%" lese, bekomme ich die Krise. Wie wirkt das Bild bei 50%, die sehr genau einem guten Inkjetdruck entsprechen, wie wirkt es bei einem realen Druck mit 300 ppi?
    Und wie hast Du gescannt? Bei einem V700/750 sollte man immer mit den vollen, nativen 6400 ppi scannen und dann stufenweise (nicht bikubisch! Besser Spline Interpolation oder Sinc Lanczos 3) auf die gewünschte Skalierung runterrechnen, bei 4x5" imho nicht mehr als 2300 ppi (das ist ohnehin die maximale, effektive Auflösung dieses Scannertyps und erfordert schon Spitzenobjektive an der Kamera), was für eine 7,7-fache Vergrößerung resp. einen 70x100 cm² Druck bei runden 300 ppi langt. Gehst Du auf 200 ppi, langt es sogar für immer noch sehr gute 100x150cm². Das sollte doch für die meisten Zwecke reichen...


    Gruß
    Wolf

    bequalm hat geschrieben:


    > Also, ich wollte mal Lithentwickler - Moersch Easylith - ausprobieren.


    Probieren geht über Studieren... Kannst Dir auch einen einfach, reinen Hydrochinon-Entwickler selber zusammenmischen: Hydrochinon, Natriumsulfit, Kaliumbromid, was zum Alkalisieren. Genaue Rezepte gibt's in alten Schriften, das habe ich nicht mehr im Kopf...


    > ...und ich hörte von Papieren, die aufgrund eingelagerter Entwicklersubstanzen
    > das Lithen verhindern.


    Rapidpapiere für Pressezwecke... M.W. gibt es die schon lange nicht mehr...

    Was meinst Du jetzt mit "lithen"? Willst Du Lithos für alte Offsetverfahren erstellen, also aufrastern? Oder meinst Du die ultraharte Entwicklung mit Lithentwicklern für graphische Effekte. Bei letzterem wirst Du ausprobieren müssen mit den Angaben des Beipackszettels als Ausgangspunkt...

    bequalm hat geschrieben:


    >...ein paar Lappen 50x60cm, Baryt, in *fester Gradation*;
    > da stellt sich mir nun die Frage, wie ich den Farbkopf einstellen muss.
    > Alles auf Null, oder die Gradation gemäss dem Papier voreinstellen


    Alles auf Null :!:
    Festgradationspapier ist unsensibilisiert (also blauempfindlich und nicht in Summe orthochromatisch wie Gradationswandelpapiere) und jedes Filter kostet nur unnötig Licht, besonders gelb!

    luxikon hat geschrieben:
    > Lithfilm arbeitet sehr steil. Ich brauche eine Maske mit Grauwerten. Wirkt Rodinal
    > 1+200 bei Lithfilmen gradationsbeugend? Welcher Film, den man noch kaufen kann,
    > eignet sich für diesen Zweck (unsharp masking)?
    > Kann man aus der Beleuchtungsstärke oder der Leuchtdichte, die ich messen kann, bei
    > geg. ISO auf die Belichtungszeit schließen?


    Für die Unscharfmaske brauchst Du einen möglichst dünnen Film, damit das Sandwich in der Endphase beim Kontakten oder Vergrößern gut zu handhaben ist und plan liegt! Lithfilm in Rodinal 1:200 wird weicher als normales Aufnahmematerial und ggf. kann man das Zeug noch weicher entwickeln, etwa in einem sehr stark verdünnten, reinen Metol-Entwickler oder mit noch größeren Verdünnungen experimentieren. Ein Grundrezept gibt's dafür sowie nicht, weil die Unscharfmaske möglichst genau abgestimmt werden muß. Du wirst ohnehin noch Probleme bekommen, weil für die Herstellung der Unscharkmaske über das Kontaktverfahren Vorlage und Maskenfilm eine gewisse Entfernung haben müssen, die den "Radius" der Maske bestimmt. Ob Rücken an Emulsion ausreicht, ist die große Frage, evtl. muß ein glasklare Distanzträger dazwischen. Wenn es Dir tatsächlich um's *Schärfen* geht, wofür die analoge USM ja gedacht war, dann ergibt es fast mehr Sinn, die Vorlage zu scannen und im Computer maßgeschneidert zu schärfen.
    Und wie gesagt, Du kommst um eine Passervorrichtung nicht herum, denn es geht um Montagegenauigkeiten von Bruchteilen eines Millimeters. Ich würde mir das heutzutage nicht mehr in analoger Form antun, weil langwierig und damit teuer, vom Material ganz abgesehen. Ich kann Dir nicht mal sagen, ob Lithfilm noch überall erhältlich ist. Ggf. die ganz großen Fotohändler kontaktieren.