Posts by Ulrich Drolshagen

    Quote from "Commander8x"


    Mir schwellen bei dem Namen gleich die Mandeln, denn ich hatte das sozusagen "in der Praxis", was die meisten Disputanden hier nur aus der Theorie [....] kennen.


    Das ist das Problem. Das, was alle Welt für die Praxis hält, hatte mit der Theorie überhaupt nichts zu tun.


    Ulrich

    Moin zusammen,


    kann mir jemand sagen, wie ich die Naheinstellgrenze für ein 5,6/360er Symmar berechnen kann? Das Auflagemaß ist 353mm und der Balgenauszug ist max. 395mm. Ich hätte also 42mm von unendlich bis zur Nahgrenze. Ich würde gerne wissen, ob das für mich funktioniert, bevor ich mich anschaffungsmäßig in in die Bucht stürze oder ob bei 300mm für mich tatsächlich Schicht ist.


    Gruß


    Ulrich

    Quote from "Peter K"

    Wenn das Kino aber irgendwann von der Aufnahme bis zur Projektion digital läuft lohnt sich auch die Herstellung von Filmen für Fotokameras nicht mehr.


    Auf der Projektionsseite ist das wahrscheinlich in drei oder vier Jahren soweit. Wie schon gesagt, selbst in unserem Provinzkino ist das schon angekommen.
    Ich hab mal irgendwo -vermutlich in der c't- gelesen, dass die das auf der Aufnahmeseite noch nicht völlig im Griff haben. Die entstehenden Datenmengen sind wohl noch nicht zu bewältigen. Ist aber vermutlich auch nur noch eine Frage weniger Jahre.


    Ulrich

    Quote from "der uli"


    Das Problem sehe ich weniger bei den Kameras, das ist Lowtech die ein Schreiner fertigen kann. Eher bei der Optik - was, wenn in 15-150 Jahren alle alten Grossformat-Objektive verpilzt oder beschlagen sind?


    Alles > 50 Jahre dürfte für mindestens 90% aller bisherigen GF-Fotografen irrelevant sein. Mindestens bis dahin dürfte die Verfügbarkeit von gepflegten Objektiven kein Problem sein.

    Quote

    Vor allem aber beim Film. Schwarzweiss ist noch von Kleinfirmen machbar, die auch von geringen Mengen leben können. Doch Farbdia- und Farbnegativ-Filme sind ziemlich kompliziert herzustellen, richtig gut können das nur wenige Firmen weltweit. Deren Großproduktionsanlagen aus Analog-Zeiten werden bestimmt nicht mehr ausgelastet. Wenn mancher Fotofirmen-Vorstand tönt, Analogfilm werde es geben solange es Nachfrage gibt, so wird er bei der nächsten Aktionärsversammlung bestimmt durch einen profitorientierteren Vorstand ersetzt. Soll heißen, ich habe Angst um die jahrzehntelange Verfügbarkeit von analogem Farbfilm.


    Bei SW-Film braucht man sich insb. für GF keine Sorgen zu machen. Selbst wenn der letzte industrielle Hersteller die Segel streicht, wird aus den ambitionierten Bastelprojekten auf apug.org ganz schnell eine Kleinproduktion in der Garage, wenn die Nachfrage da ist. Aber soweit wird das nicht kommen.
    Farbe ist eine andere Geschichte. Wenn die Kinoproduktion weg ist, ist auch der Farbfilm weg. Meine Einschätzung. Hier in der Stadt (keine 35.000 Einwohner) ist im einzigen Kino kürzlich eine 3D-Anlage installiert worden. Relativ unwahrscheinlich, dass die noch mit Film arbeitet.

    Quote

    Vielleicht hat analoges Grossformat ja alleine deswegen keinen Sinn mehr, weil es keine Zukunft hat?

    Eher gibt es keinen 120er Film mehr

    Quote

    Unabhängig davon, ob es vorteilhaft ist oder nicht. Was wäre denn da zu tun?

    Nasskolodium nutzen. Kann man selber machen. :D


    Ulrich

    Moin zusammen,


    ich melde mich dann als Dilettant und relativ neuer im GF auch mal zu Wort.
    Die Frage, ob analoge Fotografie im Allgemeinen besser oder schlechter ist als die technische Alternative, braucht man nicht zu diskutieren, die wäre auch falsch gestellt. Die Frage war vor einiger Zeit: Ist die Alternative zur Silberhalogenidfotografie gut genug für die diversen Zwecke? Die Frage ist nach meiner Kenntnis praktisch von allen Berufsfotografen eindeutig beantwortet worden.
    Ein noch größerer Teil der Privatleute hat sich diese Frage ebenfalls gestellt und genau so beantwortet. Das finde ich persönlich bedauerlich, weil Bilder als Dokumente der Familiengeschichte vermutlich langfristig ausfallen werden. Ein Problembewusstsein für die Archivierungsprobleme ist im privaten Umfeld nämlich nach meiner Beobachtung so gut wie nicht vorhanden. Insgesamt kann man aber langsam aufhören diese Frage zu diskutieren.
    Ich fotografiere mit SW-Silberhalogenidmaterial, weil mir der Prozess Spaß macht und ich das Bild zu vertretbaren Kosten selber fertigstellen kann. Die Fertigstellung meiner Bilder müsste ich bei der digitalen Fotografie einem Dienstleister überlassen oder würde bei mir, bei meinem geringen Durchsatz, zu unvertretbaren Kosten führen. Außerdem mag ich alte Fotoapparate. Es gibt auch Leute, die fahren einen alten Porsche von 1954, obwohl sie mit einem neuen Golf besser bedient wären.
    Eine technische Begründung im GF zu fotografieren gibt es für mich als Dilettanten nicht. Das größte Format, das ich mache ist 40x50. Bis zu dieser Größe setzen meine gestalterischen Möglichkeiten den Bilder eher Grenzen als die technischen Eigenschaften des Materials.
    Ich hatte allerdings in der Vergangenheit hin und wieder mal Situationen, bei denen ich wusste, die Szene brauchst Du gar nicht zu fotografieren, die bringst du ohne Verstellung eh nicht rüber. Und dafür mach ich das. Und das Schöne ist, dass ich das dank derjenigen, die sich für die Alternative entschieden haben, in bescheidenem Rahmen auch bezahlen kann. Ich hab noch nicht verstanden, wie man mit digitaler Technik auf die Verstellungen verzichten kann, aber das muss ich auch nicht. Ich verdiene da ja kein Geld mit, ich gebe es nur aus.
    Ach ja: Das mit dem kontemplativen Arbeiten hat nichts mit dem Handling der GF-Kamera zu tun. Man ist gezwungen, die Geduld aufzubringen so lange zu warten bis die Lichtstimmung wieder so ist wie zu der Zeit, als man die Szene ursprünglich gesehen hat.
    Das Problem hab ich mit meiner großen MF-Kamera auch. Ich hab immer einen Sitzstock dabei, damit ich nicht stehen muss. Das ist meiner Geduld in diesen Fällen sehr förderlich.


    Ich wünsch euch allen einen schönen 1. Mai. Zum fotografieren ist der Himmel hier leider viel zu blau


    Ulrich

    Moin zusammen,


    ich will aufgrund schlechter Erfahrungen dem Problem der Bestimmung der richtigen Belichtung bei der Verwendung von Filtern in der SW-Fotografie auf den Grund gehen. Bisher hab ich Filterfaktoren benutzt, dabei aber festgestellt, dass die Werte, die die Hersteller angeben, lediglich grobe empfohlene Richtwerte zu sein scheinen. Zum Beispiel hab ich festgestellt, dass ich bei Verwendung eines Gelbfilters an meiner 3,5F praktisch gar nichts zu korrigieren brauche und beim Orangefilter auch nur höchstens eine Blende reicht, statt 1 1/2. Ganz krass ist das bei Verwendung des Rotfilters, den ich hab. Wenn ich da den angegebenen Faktor verwende (8), sind die Negative unbrauchbar überbelichtet.
    Ich hab mal Messungen mit meinem Sekonic 508 auf unterschiedlich farbige Flächen jeweils durch verschiedene Filter und ohne gemacht. Dabei kann man feststellen, dass die Differenzen in den Messwerten von der jeweils angemessenen Farbe beeinflusst werden. Das ist im Prinzip ja bekannt und war Grundlage des Geschäftsmodells für den Zone VI Beli, aber alle meine Messwerte liegen, auch bei Anmessung einer Graukarte, eigentlich durch die Bank unter den angegebenen Filterfaktoren.
    Mein fotografisches Leben würde wesentlich einfacher werden, wenn ich wüsste, dass ich den Messdifferenzen bei Messung auf eine Graukarte eher vertrauen kann, als den von den Herstellern angegebene Faktoren. Dann könnte ich das einmal einfach ausmessen und bräuchte mich nicht auf subjektive Eindrücke auf der Basis von Negativen verlassen, bei denen ich nicht weiß, ob die Ergebnisse jetzt von falschen Faktoren oder meiner eigenen Schusseligkeit bei der Belichtungsmessung beeinflusst sind.
    Die Frage ist jetzt, funktioniert das mit der Graukarte oder ist die Messung von der Lichtfarbe an sich abhängig. Dann wären Spotmessungen allerdings auch ohne Filter problematisch, sofern man nicht neutral graue Flächen anmisst.


    Gruß


    Ulrich

    Quote from "klausesser"


    Übrigens würde ich nicht den Laufboden abkippen sondern die Kamera mit dem Stativkopf neigen und dann die Filmstandarte senkrecht stellen - oder so, wie´s für den Scheimpflug passt. (vielleicht war das ja so gemeint)


    Ich kenn das nur von meiner Graflex. Da ist die Rückstandarte fest. Bei den alten Technikas kann man die wohl verstellen, dann geht das natürlich.


    Ulrich

    Moin Vasco,


    ich tippe mal darauf, dass Du eine Pressekamera vom Typ Graflex hast. Dann kannst Du den Laufboden ungefähr 15° nach unten abklappen, mit dem "Rückwärtstilt" die Frontstandarte wieder senkrecht stellen und "hoch shiften", um die optische Achse wieder in die Mitte der Mattscheibe zu bekommen. Anschließend kannst Du die Frontstandarte soweit nach vorn kippen, wie Du das für die Schärfendehnung brauchst. Was dann allerdings im Normalfall nicht mehr geht, ist gleichzeitig hoch shiften, weil Du den Spielraum gebraucht hast, um die Standarte nach dem Abklappen des Bodens wieder in die Mitte zu bekommen.


    Gruß


    Ulrich


    PS: Gibts eigentlich eine Liste deutscher Begriffe für die Verstellungen. Ich kenn die englischen und im deutschen gebräuchliche englische Begriffe, die von den im Englischen benutzten abweichen. Diese sind obendrein unpräzise. Shift wird z.B. im Englischen für eine seitliche Bewegung einer Standarte benutzt. Rise und fall für die hoch und tief Stellung einer Standarte.

    Moin zusammen,


    ich ergänze die Linksammlung noch um [url=http://www.yr.no/place/Germany/Lower_Saxony/Uelzen,_Stadt/]diesen[/url], den ich auch erst kürzlich kennengelernt habe. Stammt zwar aus Norwegen, wie das Beispiel zeigt, macht der aber auch Vorhersagen für eine nordeutsche Kleinstadt. Für Prognosen dieser Güte muss man beim DWD richtig in die Tasche greifen.


    Gruß


    Ulrich

    Quote from "Peter K"

    Im Ernst, es gibt ja auch verstellbare 6x9 Kameras. Und auch starre Kameras für das Panoramaformat. Dann sollte man doch ein Rollfilmrückteil an einer verstellbaren Kamera als kleinstes GF-Format gelten lassen.

    Das ist tröstlich.

    Quote from "Peter K"

    P. S. Den Calumet Rollfilmhalter kenne ich zwar nicht, aber irgendwo muß eine Markierung sein die sich mit den Pfeilen auf der Alonge, dem Rückpapier des Rollfilms, decken muß bevor das Gehäuse geschlossen wird und der Film bis Bild "1" vorgespult wird.

    Genau das funktioniert so vermutlich nicht. Abgesehen davon, dass es keine Markierung gibt, würde das nicht gehen, weil für diese Lösung der Vorlauf zu kurz ist. Der muss ja unter der Andruckplatte durch, um die Umlenkrolle herum und ganz wieder zurückgeführt werden.


    Gruß


    Ulrich

    Moin zusammen,


    ich bin grad von einem Mitarbeiter von eBay angerufen worden. Ich hab ihm das nochmal das Problem erklärt. Das hat ihm auch eingeleuchtet. Er versucht jetzt, bei seinen zuständigen Kollegen eine Verschiebung der Kategorie "Großformat" direkt unter "Foto und Camcorder" zu erwirken. Einen Erfolg seiner Bemühungen konnte er mir allerdings nicht versprechen.
    Er hat mir sein Leid geklagt, dass die eigentlich relativ wenig Feedback zu solchen Maßnahmen bekommen. Ich muste ihm dann erklären, dass das auch an der eMail-Abwimmelei liegt, die eBay betreibt. Vielleicht solltet ihr das auch nochmal machen und euch von der ersten Abwimmel-Mail nicht abschrecken lassen.


    Gruß


    Ulrich

    Moin zusammen,


    ich hab grad einen praktisch neuen Rollfilmhalter von Calumet bekommen. Ich hab mir auch soweit zusammen gereimt, wie das Ding geladen wird. Allerdings kann man nicht sehen, wie weit der vorgerollt werden muss, bis man den schließt und den Rest mit der Kurbel von S auf 1 rollt. Kennt hier jemand das Gerät und kann mir weiterhelfen?


    Gruß


    Ulrich


    BTW Ist das dann eigentlich in galerietechnischer Hinsicht noch Großformat?

    Versuchs mal hier mit: http://www.larshennings.de/lar…schulegrossformat-150.pdf
    Wenn dann noch Fragen offen sind, kannst Du Lars hier auch direkt fragen.


    Gruß


    Ulrich



    PS: Lesen allein reicht vermutlich nicht. Bei den notwendigerweise zweidimensionalen Illustrationen bekommst Du sonst einen Knoten im Kopf. Besorg Dir eine billige optische Bank und ein Objektiv dafür und probier das aus. Dafür musst Du zur Not nicht mal fotografieren. Man kann das ganz gut auf der Mattscheibe sehen, wenn das Objektiv nicht zu lichtschwach ist.
    Schande über deinen Betrieb, dass er Dir die Möglichkeit dazu nicht gibt.

    Hallo Peter,


    so einfach ist das nicht. Ich hab danach gesucht, weil ich den Datenblättern von Ilford in die Falle gegangen bin. Die Angaben dort stimmen nämlich nicht. In der Tat ist das so, dass ich die Werte von Bond einfach übernehmen bzw. die Formel von Gainer dazu benutzen kann. Ich benutze aus den von Dir genannten Gründen nämlich ausschließlich Delta100/400 und HP5. Aber hier gibt es ja viele, die die exotischsten Sachen benutzen und für die ist das bestimmt gut zu wissen, dass sie lediglich eine Testbelichtung machen müssen, um das Thema ein für alle Mal vom Tisch zu haben.


    Ulrich

    Moin zusammen,


    ich bin kürzlich mit dem Problem bei meinem Einstieg ins GF das erste Mal konfrontiert worden und bin auf apug.org in diesem thread fündig geworden. Ein Forent hat aus den experimentell ermittelten Daten von Bond, die in diesem Beitrag veröffentlicht sind über eine Regression Parameterwerte für eine logarithmische Funktion ermittelt, die nur noch in einem Parameter vom jeweils verwendeten Film abhängig ist. Die Ergebnisse sind hier veröffentlicht. Der vom verwendeten Film abhängige Parameter-Wert lässt sich mit lediglich einer Testbelichtung ermitteln.


    Ulrich

    Ich hab unter "Mein eBay" eine Rubrik "eBay-news" da ist das eine der Meldungen. Es gab kürzlich auch im Heise Newsticker eine Meldung dazu. Die Änderung wird ab Juni 2009 wirksam.
    Ich hab an ebay geschrieben und darauf aufmerksam gemacht, dass das zumindest für die Kategorie Großformat ziemlich unsinnig ist. Die erste Rückmeldung war erstmal, wie immer bei denen, ein Standardschreiben. Ich hoffe, dass ich mit der Rückmeldung auf diese mail jetzt mit jemandem da ins Gespräch komme.
    Ulrich