Posts by Schwarzweißseher

    So ein Neoprenkleberzeugs habe ich auch gehabt - mit gleichem Ergebnis. Horror!

    Ich habe jetzt zwei Balgen mit Tesa Gewebeband geklebt, mit dem matten gewebemäßigen, und nicht mit diesem 10-Meterrollen-Zeug aus dem Baumarkt. Ist zwar soweit lichtdicht, aber schön und richtig gut ist anders. Das größte Problem war, wie oben ja auch schon gesagt, dass mehrere Reparaturstellen sich halt dickemäßig addieren und man nachher Probleme mit dem Zusammenfalten des Balgens bekommen kann. Für ein, zwei kleine Reparaturstellen würde ich es aber immer wieder nehmen, nur halt nicht für umfassende Flickereien. Es ist aber eigentlich nur eine Notlösung/Überbrückungslösung, bis man dann einen neuen Balgen hat : )

    Okay, es kommt natürlich auf die Käufer an, ob die diese Auszeichnungen nun gut finden oder nicht, und ob sie sich davon beeindrucken lassen oder auch nicht. Aber viele Fotografen werben für sich auf ihren Webites mit diesen Auszeichnungen und ich denke auch, einige Leute lassen sich davon beeindrucken. Leute wie Peter Lik verkaufen sehr gut, auch wenn ich seine Bilder gruselig finde, Kohle macht er mit damit.

    Und ja, natürlich gibt es Kriterien, mit denen Fachleute Kunst von Kitsch unterscheiden. Ob der Markt das dann genauso sieht, oder die Nachwelt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Na ja, mit den Urkunden ist das so eine Sache. Zumindest wir Deutschen verlassen uns ja gerne auf sowas : )

    Wenn man seine Bilder verkaufen möchte, kann eine Ansammlung von Wettbewerbsgewinnen durchaus den Preis in die Höhe treiben : )

    Auszeichnungen helfen halt denjenigen, die zu wenig Ahnung haben, das selbst einschätzen zu können.


    Ich habe mal eine sehr schöne Doku über einen bildenden Künstler im Fernsehen gesehen - habe aber leider vergessen, über wen das war. Auf jeden Fall erklärte er seine Werke ausführlich und stellte dar, wie kritisch und künstlierisch doch alles sei. Danach ist das Fernsehteam mit ihm nach Amiland gereist, um die Käufer eines seiner besten Bilder (und teuersten) zu interviewen. Sie haben die neuen Besitzer auch gefragt, warum sie es sich gekauft haben. Die Antwort war: Weil es so schön zu unserer Einrichtung passt!

    Wird das Bild dadurch aber schlechter? Also dadurch, dass der Betrachter überhaupt nicht weiß, was er da überhaupt vor sich hat oder man Ähnliches schon hunderttausendmal gesehen hat? Mal ganz ehrlich: Wie oft läuft man im Museum einfach so an alten Gemälden vobrei, die man nur kurz eines halben Blickes würdigt? Aber sind die Bilder deshalb keine Kunst? - Wobei ich jetzt nicht gesagt haben will, dass eines der Wettbewerbsbilder Kunst ist oder auch nicht.

    Kitsch wird nicht zur Kunst, so lange man das nicht ausdrücklich mit dem Werk thematisiert, so wie beispielsweise die Popart es mit den Comics gemacht hat. Der röhrende Hirsch über dem Sofa war noch nie Kunst und wird es auch nie sein : ) Und wirkliche Kunst kann auch später kein Kitsch werden, selbst dann nicht, wenn man den Picasso auf T-Shirts druckt : )

    Meins ist etwas jüngeren Datums und hat an einer Seite einen geriffelten Rand, auf dem innen der Schriftzug angebracht ist.

    Auf deinem Bild sieht es so aus, als sei es in der gezeigten Weise vorn am Episkop montiert gewesen. Das Episkop wäre auf deinem Bild also links vom Objektiv, oder? Müsste eigentlich so sein, weil der kleine Hebel zum Verstellen ja sonst nicht zugänglich wäre. Falls es so ist, müsste es eigentlich umgedreht werden, denke ich. Am besten einfach mal ausprobieren.

    Soweit ich weiß, ist das eine Optik mit drei Linsen, die allerdings nicht symmetrisch montiert sind. Es muss also einen Unterschied in der Abbildungsqualität geben.

    Guck mal hier: http://www.pradoseum.eu/Litera…sp-Epidiaskope-1950-b.pdf

    Ich denke mal, dass deines so montiert war, wie auf der Titelseite des Prospekts zu sehen. Dann müsste es umgedreht werden.

    Allerdings wird das dann mit der Einstellungsführungsnut nicht mehr so passen, was eigentlich ja schade ist. Oder aber die gesamte Optik würde im Balgen verschwinden :)

    Wie gesagt: Probier es aus. Bei mir war der Unterschied deutlich zu erkennen.

    Gefällt mir ausgesprochen gut. Respekt!

    Zur Quarzlinse: Waren nicht alle Aufnahmematerialien vor Erfindung der orthochromatischen Platten lediglich blau- und UV-empfindlich?

    Dann müssten doch auch viele damalige Objektive ebenfalls so abbilden, zumindest alle, die keine gekitteten Linsen/Achromaten haben wie etwa die Petzvals. Oder habe ich da irgendwo nen Denkfehler?

    Nicht selber eingegossen, aber selber mit dem 360er Apo-Ronar plus Chinanahlinse fotografiert.

    Ich habe vor vielen Jahren mal den Versuch unternommen, einen meiner geliebten, aber leider verstorbenen Dikusfische in Kunstharz einzugießen und bin dabei kläglich gescheitert. Seitdem habe ich es nie wieder versucht.

    Ich habe so ein Monster an meiner 13x18 SLR. Ist zwar in der Tat arg schwer, aber die Kamera hält das ganz gut. Wenn du die originale Halterung noch hast, in die das Dingen im Episkop montiert war, ist der Anbau Plug and Play.

    Ich hatte es zuerst so montiert, dass der Leitz-Schriftzug zum Motiv zeigt. So wie es im Episkop montiert war. Das ist aber genau falsch herum, wie sich gezeigt hat. Nun habe ich es umgedreht und es zeichnet sofort merklich schärfer : ) Da die Tiefenschärfe mit 3,5 bei 325 mm ziemlich knapp ist und es keine Blende hat, musst du sehr genau fokussieren.


    Der Witz an der Sache ist ja, dass es mit dem 240er gehen muss, sonst hätte der Hersteller das wohl nicht so empfohlen, denke ich mal. Und genau das finde ich seltsam.

    Aber stimmt schon: Ohne ausprobieren wird das wohl nIx.

    (Mindestauszug ist laut Hersteller 26 cm, die ich nachgemessen habe, das stimmt auch)

    360er Apo-Ronar plus 10-Euro-China-Nahlinse auf 13x18.

    Balgenauszug weiß ich nicht mehr, aber besonders viel war es nicht.

    Blende war so um die 30 und das war nicht genug für die Tiefenschärfe, wie man sieht.

    Da, wo es scharf ist, ist es aber auch wirklich scharf (im Negativ). Das Positiv hier ist nur kurz abgeknipst.

    Apo-Ronar plus 10-Euro-Linse macht man nicht, schon klar. Aber ich hatte mir wilde Halos und Unschärfen erhofft, darum hab ich das gemacht, die gab es aber nicht. Und ja, die Kontraste sind nix, auch klar. Die Spinne war so ca 2-3 cm reine Körperlänge, ohne Beine.

    Also vielleicht mit einem guten Achromaten kombinieren?

    Ach so, und natürlich gaaaanz nah ran.


    Jetzt weiß ich, wo ich mich im Kreis gedreht habe, mir ging es ja beim Erwähnen des 24ers eigentlich um was ganz anderes:

    Wenn ein 24er für eine Kamera mit 26 cm Gehäuselänge vom Hersteller empfohlen wird, passt 1. ein 30er auch, und 2. müsste dann doch eigentlich eine 25er Brennweite (30er auf 25 durch Softfocus verstellt) passen.