Posts by Sekundogenitur

    Hallo,


    einen umfassenden Erfahrungsbericht findet man hier:


    https://viewcameraaustralia.or…-swiss-f-universalis-4x5/


    Hauptalternative bei Arca ist, wie beschrieben, die F-Field Compact 4x5. Ich denke diese ist etwas vielseitiger in den Verstellungen, aber das muss jeder selbst entscheiden.



    In conclusion


    After more than eight months of extensive use, I am very impressed by the Universalis 4×5. The designers at Arca-Swiss have obviously put a great deal of time and thought in to designing what is a well crafted and engineered camera. As a view camera which has been designed for field or location work, it is as robust and weatherproof as any 4×5 design I am aware of.
    On this basis alone, as a stand alone light weight 4×5 camera, the usability and precision of the Arca-Swiss Universalis make it a camera worthy of serious consideration. When you add the modular nature of the Universalis system, let alone compatibility with the larger Arca-Swiss system, you have an extremely versatile camera platform which can be used with both traditional film and newer digital formats.

    Stimmt, beim berühmten Hiroshi Sugimoto sieht man auch die Phillips:

    External Content www.youtube.com
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    Die "Japanische Linhof Technika", man liest häufig sie sei qualitativ spürbar besser als Toyo und Horseman. Vermutlich eine SP. Was sieht man eigentlich rechts vom Objektiv?


    Gruß Matthias

    Hallo Marc,


    nach allem das ich weiß ist die Phillips doch eine sehr gesuchte, gelungene und reisetaugliche 8x10, eventuell hier zu sehen (das oder so ähnlich sollte sie sein):


    https://www.olafottobecker.de/?page=about


    Ich kann mich noch an einen begeisterten Artikel zur Phillips in Photo Technik International erinnern.
    Die Misura sollte allerdings zumindest im Rucksack gut zu transportieren sein, wenn man das Bild unten anschaut, und schätzungsweise 3.5 kg wiegen (die F-Line 8x10 bringt es lt. Arca-Shop auf 3.9 kg). Ist aber auch immer Geschmackssache verglichen mit einer Field-Kamera.



    Gruß


    Matthias

    Am Sonntag, 09. Oktober 2016 um 11.00 Uhr fand in der Galerie des Kunstverein Aalen die Vernissage der Ausstellung „Welt-Anschauung mit der Kamera“ statt, die - wie der Titel bereits nahe legt - fotografische Arbeiten von Mitgliedern des Vereins zeigt sowie Werke von Peter Franck, Josh von Staudach und Gert Wiedmaier.


    Dabei überzeugen die Fotografien nicht nur durch ein vielfältiges technisches und motivisches Spektrum:


    So präsentiert Artur Elmer in seinen Arbeiten afrikanische Szenen aus dem Alltag von Jugendlichen. Dabei hat er seine großformatigen Bilder analog fotografiert und sie in einem zweiten Schritt digital umgesetzt.


    Alfons Glocker greift in seinen Fotografien -die er selbst auch als Stillleben bezeichnet - immer wieder das Thema der Sequenzen auf, also Veränderungen im Bild durch beispielsweise Raum, Zeit, Licht oder Farbe.


    Für Harald Habermann ist der Rezipient wesentlich. So überlässt er es dem Betrachter, zu beurteilen, was das Wesen seiner Fotografien ausmacht, die sowohl nachdenklich und melancholisch als auch kritisch sein können oder aber einfach nur schön.


    Die Arbeiten des Kunstvereinsmitglieds Harald Issel können mit "Jemen - Zauber Südarabiens“ betitelt werden. Issel widmet sich in den Fotografien aus dem Jahr 1994 sowohl den Menschen als auch der Architektur. Dabei zeigen sich uns Dokumente vor den kriegerischen Zerstörungen.


    Peter Kruppas digitale, analoge oder komplett am PC generierten Bilder wollen dem Betrachter eine Wirklichkeit zeigen, die so nicht wahrgenommen werden kann. Es ist also nicht ein Abbilden der Wirklichkeit, der sich Kruppa verschrieben hat, vielmehr ist Darstellung einer verfremdeten Realität seinen Arbeiten zu eigen.


    Der serielle Charakter und das Phänomen der Zeit sind zwei Wesensmerkmale der Fotografien von Helmuth Mayer. Dabei erzielt er die faszinierende Wirkung seiner ausgestellten Landschaftsaufnahmen durch satte Schwarzweiß-Kontraste, helldunkel Effekte, Langzeitaufnahmen und Manipulationen.


    Matthias Roesch zeigt in seinen Architekturkompositionen Grenzsituationen zwischen privatem und öffentlichem Raum sowie zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Ausgewogenheit zwischen formaler, ästhetisch-strenger Sachlichkeit und subtiler Emotionalität schafft dabei Distanz zum Betrachteten und ermöglicht den erforderlichen Spielraum für Interpretationen.


    Peter Schlipf ist vielen durch seine Pressefotografien sowie durch seine Stadt- und Landschaftsansichten, die die Ostalb, aber auch europäische Großstädte zeigen, bekannt. Im Kunstverein Aalen präsentiert er Fotografien der Stadt Straßburg, welche in perspektivischer Brechung wie aus Licht gemalt erscheinen und damit in die Nähe des Impressionismus rücken.


    Justus Theinert folgt bei seinen fotografischen Arbeiten keinem Konzept. Er selbst sagt, dass ihm vielmehr gelegentlich bedeutungsvolle und gleichzeitig bedeutungsoffene Motive begegnen. Genau diese seltene Kombination weckt sein Interesse, die er dann mit der Kamera festhält.


    Der Fotograf und Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert konzentriert sein Schaffen hingegen auf visuelle Erfahrungen, die nicht mehr bildhaft auf etwas verweisen. Vielmehr strebt er nach einer abstrakt-reduzierten Ästhetik, die ihn von der Fotografie schließlich zum Medium Licht führte und zur Schaffung eines »Bildinstruments« (Visual Piano).


    Bei Uli Sauerborn stehen die fantastischen Naturlandschaften auf dem Coloradoplateau und im Südwesten der USA im Mittelpunkt. Künstler ist hier die Natur selbst, die durch die Jahrmillionen dauernde Erosion geologische Strukturen wie riesige Canyons oder bizarre Felsformationen geschaffen hat, die weltweit in dieser Fülle und Farbigkeit absolut einmalig sind.


    Peter Franck will mit seiner Fotografie nach eigenen Aussagen Freiräume aufzeigen und im spielerischen Umgang mit Medien Grenzen verschieben oder diese bestenfalls einreißen. Ein gutes Foto muss Franck zufolge Sichtweisen zeigen, die verstören bzw. stören und die Sichtweise des Betrachters in neue Bahnen lenken.


    Der Stuttgarter Fotograf Josh von Staudach hat sich einer Technik verschrieben: Der Panoramafotografie, deren experimentelle Möglichkeiten er erforscht. Für die in der Ausstellung gezeigte Serie „Stützen der Gesellschaft“ hat er Fundamente der Baustellen von Einkaufszentren bei Nacht fotografiert. Was man aber sieht, ist ein filigranes, abstrakt anmutendes Geflecht vertikaler Strahlen und horizontaler Flächen, welches sich in malerischer Transparenz aufzulösen scheint.


    Gert Wiedmaiers Sujets gehen auf urbane Architekturen, in der Natur vorgefundene Landschaften und menschliche Figurationen zurück, die er auf seinen ausgedehnten Reisen vorfindet. Die daraus resultierenden Arbeiten werden dann z. T. von ihm mit mehr oder weniger durchscheinenden Wachsschichten versehen, wodurch sie der Raum und Zeit enthoben erscheinen.


    Eröffnet wurde die Ausstellung durch den Vorsitzenden des Kunstvereins, Artur Elmer. Mitglieder und Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen.


    Weitere Informationen:


    http://www.kunstverein-aalen.de

    Zu den zitierten Bildern: Das Seitenverhältnis und die Tatsache, dass die "Lehrer" Hilla u. Bernd Becher meist auch dieses Format verwendeten, legen die Vermutung nahe, dass hier 5x7'' benutzt wurde.
    Die vertikale Verstellung war auch nicht unerheblich, da im unverstellten Zustand und bei waagrecht positionierter Kamera die Horizontlinie sich in der Mitte des Bildes befände.
    Absolut gesehen wurde die Kamera also hier etwa 30 mm vertikal verstellt. Bei 4x5'' hätten etwa 25 mm gereicht.


    Gruß


    Matthias


    http://static.photo.net/attach…/00d/00d9uT-555323984.jpg

    Matthias Roesch: Architekturfotografie. Kunstverein Aalen, 25.02. - 23.03.2014.


    Kunstverein Aalen e.V. - http://www.kunstverein-aalen.de
    Marktplatz 4
    73430 Aalen
    Tägl. außer Mo 10-12 Uhr und 14-17 Uhr, Do bis 18 Uhr.


    http://www.youtube.com/watch?v=yuHYMPQNBjk


    Wer aktuell und noch bis zum 23. März die Räume des Kunstvereins Aalen im Alten Rathaus betritt, blickt unmittelbar auf die Serie von großformatigen Architekturbildern, welche Matthias Roesch im Rahmen der Mitgliederausstellung 2014 präsentiert. Der Themenbogen der gezeigten fotografischen Kompositionen spannt sich hier zwischen klassischer Vedute und präzisem Gebäude-Stillleben.


    Matthias Roesch gelingt es, anhand spezifischer architektonischer Situationen gesellschaftliche und geschichtliche Realitäten symbolisch zu erfassen und sichtbar zu machen. So kontrastiert er mit "Heringen" (2014) zwar die im Vordergrund gezeigte private Welt der Bewohner zweier Einfamilienhäuser mit der zunächst beunruhigend und fast brutal erscheinenden Fabrik-Fassade des die Region dominierenden Arbeitgebers, die formal und vor allem farblich harmonierende Wechselbeziehung beider Motivebenen verweist aber zugleich auf die nahezu untrennbare Verbundenheit von privatem Leben und dessen ökonomischem Hintergrund. Gleichzeitig verkörpert die gezeigte Architektur auch eine aus dieser Abhängigkeit resultierende existentielle Befindlichkeit.


    Die Fotografien von Matthias Roesch erzielen ihre Wirkung aus einer vielschichtigen formalen Balance. Der Betrachter wird zum Schauen und Erkennen eingeladen, ohne dass die Motive sich durch extreme Perspektiven aufzudrängen versuchen. Themen und Bildinhalte werden in einem angemessenen Gleichgewicht der Formen und der kalten und warmen Farbtöne transportiert, um den Rezensenten nicht nur auf einen spezifischen Aspekt der dargestellten Realität zu lenken. Die Ausgewogenheit zwischen formaler, strenger Sachlichkeit und subtiler Emotionalität möchte Distanz zum Betrachteten schaffen und den erforderlichen Spielraum für Interpretationen offenlassen.


    Die Bilder von Matthias Roesch erstaunen gerne beim ersten Blick, doch sie belohnen auch das zweite und auch das dritte Hinschauen.