Posts by Certochrom

    Hallo Klaus,


    dann freue Dich an dem 13,5cm Eurynar.


    Und die Blendenskala von 4,5 bis 36 (!) scheint auch zu passen, meine beiden längeren Brennweiten gehen bis Blende 50.


    Dieses 4,5/13,5cm Eurynar wird 4x5" mit ein/zwei Zentimetern Verstellwegen sicherlich noch gut ausleuchten, es kann zu einer Bereicherung werden, wenn man so wie ich die Art der Abbildung der alten Objektive mag. Solche Konstruktionen wie das aus vier frei stehenden Linsen aufgebaute Rodenstock Eurynar, oder auch der Aristostigmat von Meyer und das Schneider Isconar werden ja schon lange nicht mehr gebaut. Gerade auch die fehlende Vergütung bringt aus meiner rein persönlichen und sicher sehr subjektiven Sicht noch eine weitere Verbesserung der Ästhetik hinzu, jedenfalls dann, wenn man eine solche Anmutung mag.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo Klaus,


    freut ich zu lesen, daß wir alle helfen konnten.


    Du könntest ja erst einmal auch Versuche machen: Also einen modernen 100 ASA Film mit z.B. 800 ASA belichten, das könnte der Situation mit den alten Platten entsprechen. Und diesen eigentlich unterbelichteten Film dann mit den beschriebenen Methoden unter dunkelgrünem Licht entwickeln.


    So könntest Du Dich auch an die Sache herantasten.


    Viele Grüße


    Michael

    Hm,


    2 Bilder verknipsen, dann noch ein Bild weiterspulen; Kamera/Kassette öffnen, Film durchschneiden, die 2 Bilder entnehmen, neue Spule einlegen, Restfilm ggf. anspitzen, Papierstreifen etwas kürzen, und wieder auffädeln.

    Reicht mind. für 2x2 Bilder, bei 6x9cm, und womöglich für mehr bei kleineren Formaten.

    Das finde ich aber auch ein arges Gefummel.


    Dann doch lieber den o.g. Vorschlag von aksak_maboul, der ist halt auch gleich mit beträchtlichem Lerneffekt verbunden ...


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    ja, ich habe auch das Gefühl, daß es Pinakriptol einfach nirgends mehr zu kaufen gibt.


    Eine ausführliche Recherche hat aber auch ergeben, daß Pinakriptol-grün und Pinakriptol-gelb und Pinakriptol-weiß anschließend mit vollkommen anderen Entwicklersubstanzen weiter entwickelt werden müßten.


    Also richtig kompliziert ...


    Da macht die eben gerade beschriebene Methode sicher mehr Sinn. Und ein wirklich richtig dunkelgrünes Dukalicht ist bei Klaus ja vorhanden.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo Klaus,


    herzlichen Glückwunsch.


    Selber habe ich ein Eurynar 4,5/16,5cm in Compur 2 (dem alten), sonst hätte ich Dein Linsenpaar gekauft. Das Eurynar habe ich in eben diesen 16,5cm und noch eins in 4,5/30cm, das sitzt aber in einem Compound V und ist nicht Gandolfi/Technika III tauglich ...


    Die Eurynare machen wunderschöne Aufnahmen, ich finde, da hast Du ein sehr gutes Objektiv bekommen.


    Hast Du eine passende Blendenskala? Das Eurynar geht von 4,5 bis 50, ich weiß auch nicht, ob es je mit der neueren Skala ausgeliefert wurde, aber das ist auch vollkommen egal.



    Ruine einer kleinen Kapelle, Climbach, Elsaß mit Eurynar 4,5/16,5cm. Bl. 25 ½ Sek. Delta 100 Perceptol 1:3


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    @PeterVolkmar: Doch es täte gehen, denn die Hasselblad Planfilm-Schere hat einen entsprechenden Anschlag, damit kann man mit recht wenig "Gefummel" solche kleinen Planfilmchen machen.


    @Thure: Die winzigen Planfilmkassetten von Hasselblad haben eine Andruckplatte, da wäre auch Rollfilm kein Problem.


    Kurt: Ja richtig, man braucht die ganze Hasselblad dazu (außer Objektiv) und der Sinar Adapter paßt an Stelle des Mattscheibenrahmens an eine Sinar. Wahrscheinlich geht es auch nur an einer Sinar, ich kenne die vielen anderen Konstruktionen nicht. Nur meine Gandolfi und meine Technika III und bei diesen beiden täte es nicht gehen.


    Ich habe das einmal nutzen können: Vor Jahrzehnten habe ich drei Päckchen Kodak Infrared 4341 bekommen (der ging bis 1200 nm) und habe ein paar Blatt davon für die Hasselblad zerstückelt. So konnte ich Belichtungs-/Entwicklungsversuche machen, ohne jedesmal ein ganzes Blatt 4x5" zu verbrauchen.


    Und so würde ich es bei altem, abgelaufenem Film wieder machen.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo Kurt,


    außer der Rollfilmkassette gab es meines Wissens keine weitere Lösung.


    Es gab allerdings aber Planfilmkassetten 6x6cm für die Hasselblad. Drei Stück habe ich sogar. 8) Damit konnte man mit einer ebenfalls gelieferten speziellen Schere (habe ich auch 8)) einen Plan- oder Rollfilm in eben diese 6x6cm Flächen schneiden und als Einzelbild belichten und entwickeln.


    Und es gab einen Adapter (habe ich auch 8) ) um ein Hasselblad Gehäuse mit Rollfilmmagazin oder eben diesen kleinen Planfilmkassetten an eine Sinar anzuschließen.


    Ich weiß aber nicht, ob Dir das helfen konnte, Du hast nicht geschrieben, welche GF-Kamera Du verwendest. Für eine Sinar gäbe es jedenfalls diese Lösung, damit kann man auch jedes GF-Objektiv an einer Hasselblad verwenden, auch wenn es etwas sperrig wird :lol:


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo Nicolas,


    also Pilze sind es sicher nicht, die sehen aus, wie oben von Jockel123 beschrieben. Luftblasen sehen auch anders aus, ich habe eine beeindruckend große Blase in einem Eurynar.


    Ich tippe auf Fehler in der Verkittung zwischen den Linsen, so sieht das bei meinem 150mm Symmar aus:



    Das wirkt sich aber auf die Bilder überhaupt nicht aus. Du kannst es auch nicht selbst beseitigen, dazu müßten die Linsenglieder getrennt und neu verkittet werden. Aber wie hier schon mehrfach geschrieben, es hat keinen Einfluß auf die Aufnahmen mit einem solchen Objektiv.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo Peter Volkmar,


    bei diesen Objektiven gilt für das Hinterglied:


    Blende 12 = Bl. 5,6

    Blende 16 = kurz vor Bl. 8

    Blende 22 = fast genau bei Bl. 11


    so habe ich damals um zwei Stufen abgeblendet, laut Aufdruck auf der Blendenskala, erfreulicherweise stehen ja beide Skalen drauf :) War wohl doch zu wenig.


    Und Du hast mit Deiner Beobachtung vollkommen recht:


    Ich hatte damals mangels Wissen auf die Augen des Pan scharfgestellt, dann die Vorderlinse herausgeschraubt, nichts weiter verändert und damit habe ich auf das Knie des Pan fokussiert.


    Aus eben dieser Aufnahme habe ich auch viel gelernt.


    Liebe Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    hier wie versprochen, ein Bild, das nur mit einem Linsenglied aufgenommen worden ist:


    Das Original ist Fomapan 100 4x5". Hinterglied des Symmar 150mm, also 265mm. Blende war 1:22.

    Der Scan vom Negativ ist 38 MB groß. In GIMP 2.10 (Raspberry 2, 64bit) auf 1,7 MB verkleinert, damit ich es hier zeigen kann.


    Ich denke, ein solcher Vorgang im Computer hat die Qualität des Originals aber derart verschlechtert, daß wir eigentlich nicht mehr darüber reden können ... Der Schritt von 38 MB auf 1,7 MB ist halt arg.


    Den Scan mit 38 MB stelle ich gern zur Verfügung, denn nur der kann aus meiner Sicht beurteilt werden.


    Liebe Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    Nachtrag:


    Die auf vielen historischen Objektiven angegebene Bezeichnung "Doppel-Anastigmat" bedeutet tatsächlich, daß der Astigmatismus für jedes Einzelglied dieses Objektives bewußt korrigiert ist.


    Daß andere Bildfehler sich durch die Verwendung eines solchen Einzelgliedes eher vermehren könnten, ist auch klar.


    Aber warum testen wir es nicht einfach? Erst dann können wir wirklich beurteilen, ob uns das Ergebnis noch gefällt. oder eben nicht.


    VG


    Michael

    Hallo Norma,


    das ist alles vollkommen richtig.


    Und die Frage, ob noch bis ins Jahr 1973 von Rodenstock und Schneider mit ihren Satzobjektiven der Serien Sironar und Symmar "Krücken" angeboten wurden, das konnten nur die damaligen Anbieter Rodenstock und Schneider selber entscheiden. Oder wir heute als Benutzer, in dem wir diese Satzobjektive ausprobieren und nach unseren heutigen Maßstäben urteilen. So man das will.


    Aber vielleicht können wir zur Beantwortung der Frage auch noch die Firma Sinar ins Boot holen, denn auch die war sich nicht zu schade, ein solches 5,6/150mm Symmar mit ihrem Firmenaufdruck verkaufen zu lassen. Meins ist nämlich so eins. Und Sinar hat nun nicht gerade den Ruf, jemals schlechte Kompromisse eingegangen zu sein ...


    Jeder, wirklich jeder war sich damals darüber im Klaren, daß das Einzelglied niemals die optischen Eigenschaften des Gesamtobjektivs haben kann. Aber es gab und gibt Aufnahmesituatonen, bei denen das Einzelglied eines Satzobjektivs annehmbare Ergebnisse liefern kann. Vor allem, wenn - wie bei mir - eben nicht jedes Objektiv aus meinem Fundus jederzeit auch zur Verfügung steht.


    Ich will die Nutzung dieser Einzelglieder nicht empfehlen, mag ihnen aber ihre Berechtigung auch nicht pauschal absprechen.


    Eher denke ich, jeder der eins hat und sich für das Thema interessiert, sollte mal ausprobieren, was er von den Ergebnissen solcher Versuche hält.


    Liebe Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    das sind ebenso Satzobjektive, wie auch das Schneider Angulon, das ich im Thread unten beschrieben habe. Ich habe auch ein 5,6/150mm Symmar, bei dem die 265mm Hinterlinse alleine verwendet werden kann. Es beginnt dann bei 1:12 und die zweite Blendenskala ist ebenfalls aufgedruckt. Meins ist von 1963.


    Ab etwa Bl. 22 zeigt die Einzellinse sehr scharfe Ergebnisse.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo,


    es ist auf jeden Fall ein praktisches Interesse. Mir gefallen die Bilder alter Objektive einfach besser, daher will ich versuchen, mit alten Optiken deren Bildanmutung zu erzielen. Eben auch mit Satzobjektiven, wobei ich bisher nur das 265mm Hinterglied meines 150mm Symmar verwendet habe, aber diese Ergebnisse haben mir sehr gut gefallen.


    Eine Geldfrage? Nein, ganz sicher nicht. Ich habe hier einen reichen Fundus moderner Objektive vom 8/90mm Super-Angulon über mehrere Apo-Symmare mittlerer Brennweiten bis zu zwei Apo-Ronaren mit 360mm bzw. 480mm. Auch ein modernes Xenar 5,6/150mm und 6,1/210mm sind vorhanden. Die entsprechenden historischen Vorgänger mittlerweile auch 8)


    Nur, je besser ich die alten Objektive kenne, desto weniger habe ich meine modernen Objektive benutzt. Daher auch meine Entscheidung, ab jetzt als Film nur noch den Delta 100 zu verwenden. Irgendjemand hat (hier?) mal geschrieben, bei diesem Film wären zugunsten der extremen Feinkörnigkeit alle anderen Charaktereigenschaften "geopfert" worden. Und damit ist er ideal für das, was ich mir mit alten Optiken vorstelle. Ich hatte den Delta 100 schon früher sehr gerne benutzt, aber eben auch FP4, Fomapan und Adox. Wobei die ca. 300 Blatt CHS 50 in meiner Kühltruhe sicher noch verwendet werden, wäre es Fomapan, hätte ich die zum Verkauf angeboten.


    Meine beiden Imagone 20cm und 30cm sehe ich mittlerweile auch in einem anderen Licht. Nach der ausführlichen Lektüre des sehr guten Buches von Alfons Scholz bin ich für mich persönlich zu dem Schluß gekommen, daß man ein Imagon nur für schwarzweiße Aufnahmen verwenden sollte.


    Klar, Kompromisse können die Kosten letztendlich auch hochtreiben. Aber ich betreibe Fotografie als reines Hobby, deswegen bin ich auch keinem wie immer gearteten Druck ausgesetzt.. Ich bin Informatiker und arbeite als Softwareentwickler in einem mathematisch/physikalischen Bereich.


    Und meine Erfahrungen mit Satzobjektiven beschränken sich bisher auf wenige Aufnahmen mit dem Hinterglied des o.g. 150mm Symmar. Meine drei Angulone habe ich noch nicht getestet, ebenso wenig meine zwei Eurynare, oder die beiden Aristostigmaten.


    Deswegen ja auch meine penetrante Fragerei hier :)


    Viele Grüße


    Michael


    P.S. Die erwünschten Aufnahmen werde ich meist erst noch machen müssen, sie dann aber auch hier einstellen. Besonders gespannt bin ich auf einen Vergleich des 5,6/120mm Apo-Symmar mit dem 70 Jahre älteren Angulon 6,8/12cm.

    Hallo zusammen,


    zum Thema der alten Satzobjektive kommen immer wieder neue Informationen zu mir, da mag ich noch mal Fragen stellen, diesmal aber andere Fragen:


    Wer von uns benutzt heute noch solche Satzobjektive und kann über Ergebnisse berichten?


    Selber habe ich ein Symmar 5,6/150 und dessen Hinterlinse 12/265 hat erstaunlich gute Ergebnisse erzielt. Klar, der Begriff 'erstaunlich gut' ist extrem subjektiv. Aber was nun? Schneider hat das damalige Symmar mit diesen beiden Möglichkeiten verkauft und dies sicher nicht um den guten Ruf seiner Objektive zu ruinieren.


    Deswegen frage ich hier nun auch nach Ergebnissen des älteren Schneider Angulon 1:6,8: Hat jemand hier Erfahrungen mit den Einzelgliedern des Angulon 1:6,8? Oder gar Aufnahmen, die mit den Vorder- bzw. Hintergliedern dieser Objektive gemacht worden sind?


    Ich weiß, es ist mir hier schon einmal abgeraten worden, diese Einzelglieder zu verwenden, es wäre den teuren Film nicht wert. Aber ich mag es trotzdem versuchen, denn so schlimm können die Ergebnisse nicht gewesen sein. Oder doch?


    Was meint ihr dazu?


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo zusammen,


    danke für die vielen Informationen, dann scheint ein Tominon also ein Objektiv für 1:1 Maßstäbe zu sein. Ja, dann bin ich froh, es behalten zu haben, denn dann kann ich es mit der Technika III und der Gandolfi sicher irgendwann einmal auch verwenden.


    Ich habe vor einiger Zeit an meinem Oszilloskop mit allergrößter Mühe den Verlauf der Schwingung eines historischen Knallfunkensenders (Marconi 1898, Nachbau von mir) aufnehmen können.



    War das Tominon für eine solche Art von Aufnahmen gedacht?


    LG


    Michael

    Hallo zusammen,


    also scheint es tatsächlich so

    viel Versprochen und Geld vorauskassiert aber niemand hat jemals so ein Objektiv gesehen, wenn ich mich recht erinnere

    daß dieses Satzobjektiv nur auf bedrucktem Papier existiert hat?


    Andererseits wissen wir hier nun, daß mit einer entsprechenden Kombination von G-Claron Gliedern eben genau diese Kombinationen erreicht werden können. Und daß R. T. Ritter in den U.S.A. die Wartung und Reparatur der Wisner Kameras übernommen hat, finde ich klasse.


    Es hat sich meines Wissens leider niemand gefunden, der eben dies offiziell auch für die englischen Gandolfi Kameras übernommen hätte.


    Oder weiß hier jemand etwas darüber?


    Viele Grüße


    Michael