Posts by Andreas

    Nur hat mir und allen anderen Hausbesitzern in meinem Stadtteil dummerweise die Verwaltung mittlerweile zum zweiten Mal eine kräftige Rechnung geschickt, weil sie angeblich die Wasserleitungen durchspülen mußten, weil einfach nicht genug Verbrauch da war, um Rückstände aus den Leitungen zu beseitigen.


    Denn wer hier bei uns zu viel Wasser einspart, wird von der Verwaltung bestraft, weil er zu wenig Wasser verbraucht hat.

    Das kannte ich bisher nur von meinem Epson Grossformatdrucker und zu wenig Druckaufträgen. Gibt auch immer eine Riesenrechnung für das Durchspülen… 😂


    Andreas

    20 cm hohe Blume auf 18 cm hohem Film ist annähernd 1:1, also Macro…


    Bei einem normalen 210mm Objektiv beträgt der Balgenauszug dann auch etwa 420mm, der Abstand zur Blume ebenfalls.


    Brauchst Du kürzere Abstands zum Motiv, musst Du eine kürzere Brennweite nehmen, z.B. 150mm.


    Grüße

    Andreas

    geht doch wohl ausschließlich digital (wenn man das überhaupt mag).

    Das geht mit jeder digital erzeugten Datei, ja. Allerdings kann man auch mit Scans unterschiedlicher Belichtung arbeiten: Silverfast bietet eine solche Funktion an (die heisst da Multi-Exposure). Das von Silverfast marketingmässig als "HDRi-RAW" bezeichnete Dateiformat ist allerdings weder eine echte HDR-Datei (.hdr oder ähnlich), noch ein echtes Raw-Format, sondern vielmehr ein normales TIFF mit ein paar extra Metadaten.


    Grüsse

    Andreas

    Mich würde dennoch ein Vergleich interessieren. Durch das Abfotografieren und dann als HDR bearbeiten sollten doch auch alle Abstufungen heraus kommen, egal, wie dicht das Negativ in den Lichtern ist? Für 11.000 DPI dann ggf. als multi row Pano aufgenommen und gestitcht.

    Das Abfotografieren hat seine Beschränkungen da, wo die Lichtquelle nicht stark genug ist, alle Details in den dichtesten Bereichen des Films zu durchdringen. Ein Trommelscanner, wie der Heidelberg Primescan, verwendet eine extrem starke Halogenleuchte (dasselbe Leuchtmittel wird für die Positionslichter auf Flughafenrollbahnen eingesetzt) und ermöglicht in Verbindung mit den sehr empfindlichen Photomultiplier-Sensoren die Erfassung von Details auch in den extrem geschwärzten Bereichen des Films.


    Eine einfache Leuchtplatte mit durchschnittlich starken LEDs reicht da unter Umständen nicht aus, um die Details in den dunkeln Bereichen sauber zu differenzieren. Auch unterschiedliche Belichtungen und die Verwendung von HDR gleichen das dann nicht aus. Um optimale Ergebnisse beim Digitalisieren mit Digitalkameras zu erreichen, sollte man daher eine möglichst lichtstarke Leuchtplatte oder starke Elektronikblitze verwenden.


    Ein weiteres Problem bei der HDR-Technik ist die exakte Ausrichtung der unterschiedlich belichteten Bilder. Je nach Algorithmus ist die Ausrichtung mehr oder weniger perfekt, oft scheitert sie selbst bei Aufnahmen mit einem Stativ. Wenn man Pech hat, gibt es einen minimalen Versatz, was zur Reduktion der effektiven Auflösung führt. Je mehr Bilder (Stitching und Belichtungsreihen) man macht, desto höher das Risiko.


    Ansonsten ergibt sich durch das Tone Mapping beim HDR-Prozess oftmals eine vermeintliche Schärfung durch die Erhöhung von Mikrokontrasten, ohne das die tatsächliche Auflösung sich erhöht. BTW, einen 4x5" Film würde ich auch auf einem Trommelscanner mit maximal 4.000 ppi scannen, das ist völlig ausreichend.

    Grüsse
    Andreas

    Mich würde schon mal interessieren, wie so ein Bild aus einem Trommelscanner aussieht. Schärfer kann es wohl kaum werden, nur das Korn wird deutlicher?

    Ein Trommelscan kann schärfer ausfallen, aber die Darstellung des Filmkorns lässt sich auch in den Scaneinstellungen anpassen. Vor allem aber hat der Trommelscanner Vorteile beim Dynamikumfang, insbesondere in den sehr dichten Stellen des Films (beim Negativfilm sind das die Lichter) können dort viel mehr Details reproduziert werden. Bei Diafilmen ist der Unterschied dann sehr deutlich zu sehen.


    Grüsse

    Andreas (Heidelberg Primescans)

    Ausgangspunkt für eigene Nachforschungen könnten die deutschen Klassier sein: Schiller, Friedrich: Ueber die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reyhe von Briefen.

    Richtig. Zum Beispiel auch Lessing?

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    Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt


    Tadeln heißt überhaupt, sein Mißfallen zu erkennen geben. Man kann sich bei diesem Mißfallen entweder auf die bloße Empfindung berufen, oder seine Empfindung mit Gründen unterstützen. Jenes tut der Mann von Geschmack: dieses der Kunstrichter. Welcher von ihnen muß das, was er tadelt, besser zu machen verstehn?


    Man ist nicht Herr von seinen Empfindungen; aber man ist Herr, was man empfindet, zu sagen. Wenn einem Manne von Geschmack in einem Gedichte oder Gemälde etwas nicht gefällt: muß er erst hingehen, und selbst Dichter oder Maler werden, ehe er es heraussagen darf: das gefällt mir nicht? Ich finde meine Suppe versalzen: darf ich sie nicht eher versalzen nennen, als bis ich selbst kochen kann?


    Was sind die Gründe des Kunstrichters? Schlüsse, die er aus seinen Empfindungen, unter sich selbst und mit fremden Empfindungen verglichen, gezogen und auf die Grundbegriffe des Vollkommnen und Schönen zurückgeführt hat.

    Ich sehe nicht, warum ein Mensch mit seinen Schlüssen zurückhaltender sein müsse, als mit seinen Empfindungen. Der Kunstrichter empfindet nicht bloß, daß ihm etwas nicht gefällt, sondern er fügt auch noch sein denn hinzu. Und dieses denn sollte ihn zum Bessermachen verbinden? durch dieses denn müßte er grade des Bessermachens überhoben sein können. [...]"


    Gotthold Ephraim Lessing: Werke. Band 5, München 1970 ff., S. 331-333.

    Entstanden wohl 1767/68, Erstdruck in: Nebenstunden (Breslau), 1799.