Posts by Urnes

    Ich glaube mir gefällt das Bild, gerade weil der Berg nicht so mächtig und dominant ist. Er verschwindet fast ein wenig im Dunst, während das "Gemähte" sehr präsent ist. Für mich ist das ein Bild, dass man öfter anschauen muss.


    Gruss Sven.

    Ihr zitiert #3, das war alles Brot und Butter in 35mm!
    Jetzt bin ich bei #1, das dauert auch schon mal ein Jahr oder länger.

    Wenn du gelernt hast die Bilder wegzulassen, von denen du im Vorhinein weisst, dass suboptimal sind und nix werden gibt es da keinen großen Unterschied.


    Du hast eine Kamera. Du hast einen Film. Und du hast eine Vorstellung von deinem Bild. Und wenn alles optimal ist machst du das Bild.


    Wenn du das Pressebild machst, weisst du doch auch im Vorhinein welches Bild du wie machen willst. Vielleicht machst du noch ein zweites, weil dir zufällig etwas über den Weg läuft und es dir passt. Das dritte lässt du aber links liegen, weil das Motiv zwar super ist, es aber für 100ASA zu dunkel ist. Gut du hast vielleicht weniger Zeit um die Location vorher zu erkunden.


    Gruss Sven.

    Gefällt mir gut.
    Ich glaube das ich in meiner Rangehensweise sehr geprägt bin durch
    die Zeit in der ich für Tageszeitungen Bilder auf Ansage mit Layoutvorgaben
    gemacht habe. So nach dem Motto: "In einer Std brauche ich ein Schmuckfoto
    für die Eins, Thema Eiszapfen 3 Spaltig quer, für Text ist kein Platz. Lassen sie sich was einfallen"

    Ja. Genauso mache das auch. Gnadenlose Effizienz! Ich kann glaube ich gar nicht anders. Gut. Ich warte vielleicht noch bis Wetter so richtig mies und nass ist, damit die Stimmung richtig rüber kommt. Damit kann ich dann auch meine 30 Minuten Mittagspause gut ausnutzen.


    Für Stilllife im Studio gehts dann nicht ganz so effizient. Ich hab meistens ein Set aufgebaut und mir etwas in die Hände fällt mache ich Bilder. Zunächst mit der RZ, die steht da auch immer mitbein paar Magazinen rum. Und ist es manchmal soweit, dass ich das Bild sehe, das ich haben will. Dann wechsel die Kamera und mach 4x5 oder 18x24. Ein oder zwei Belichtungen, dass muss reichen.


    Gruss Sven.

    Aber "Gemähtheit" ist doch gar kein Fremdwort. Sowohl "ge-", als auch "mâhd" sowie "-heit" stamen aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen. Vielmehr ist "Gemähtheit" eine - sagen wir mal - platonistische Metaphysizierung in der Begriffsbildung, die Hypostase prädikativer Adjektive zu extensionslosen Entitäten.

    Nein ist es nicht. Es ging mir nur so durch den Kopf, wie ich deinen Text nochmal durchgelesen habe.


    Gruss Sven.

    Dann ist es halt Gras. Der Bauer, der dann mit dem Laubbläser kam, um das Zeug den Berg hinabzublasen, sprach von "Heu", aber vermutlich hat der auch nicht studiert. https://woerterbuchnetz.de/?si…id=GH07890&mode=linking#0


    Apropos Studium und Fremdwörter: Pol Pot war da noch effektiver. Er ließ einfach zuerst alle totschlagen, die lesen und schreiben konnten, und dann alle Brillenträger. Dort hätte ich nicht lange überlebt, oder gar Leser verwirren können.

    Im Gegensatz zu mir hat Pol Pot sicherlich sehr viele Fremdwörter vestanden. Schließlich hat er studiert. Zumindest würde er zu dem Gedanken der "Gemähtheit" passen.


    Gruss Sven.

    Das "Gerödel" ist frisch gemähtes Heu. Ich dachte mir, ich mache ein Symbol daraus. Ein Symbol ist ein Zeichen, dessen Bedeutung auf Konvention beruht. Ich dachte mir: "Heu" könnte man pars pro toto als "Sommer" verstehen, dann steht Eis für Winter, in dem Stock und Stein vor Eis zerbrechen, wie es im Gedicht heißt. - Wenn Heu für Dich aber immer noch "Gerödel" ist, war meine Symbolverwendung zu unkonventionell oder das Heu als Bildgegenstand nicht auffällig genug.


    Während der Aufnahme hatte ich sogar Angst, das Heu könnte wegen seiner "Gemähtheit" zu sehr an Menschen erinnern, und damit den Topos der unberührten Natur zerstören. - Aber dann besann ich mich eines Besseren: unberührte Natur gibt es wohl nicht mehr so viel, und die Menschen gehören einfach in diese Landschaft. Also entschied ich mich ganz bewußt zu 60% Gerödel. - Und trotzdem ließ ich die Häuser links und rechts und hinter dem Gerödel aus dem Bild ...

    Es ist kein frisch gemähtes Heu. Es ist frisch gemähtes Gras. Heu ist es erst im trockenen Zustand. Und Heu würde ich als Symbol für den Herbst sehen, da man es für den nahenden Winter einlagert.


    Ich versuche immer Fremdworte in meinen Texten zu vermeiden, dass erhöht meines Erachtens die Konzentration auf das Wesentliche und verwirrt den Leser weniger.


    Gruss Sven.

    Also was mich stören würde, sind die unteren Ecken, die nicht scharf zu sein scheinen (könnte aber auch am Hellikeitsverlauf liegen, oben siehts jedenfalls besser aus) und der Doppelschatten rechts.


    Gruss Sven.

    Im Mittelformat habe ich nicht die Beweglichkeit der Leica und nicht die Verstellmöglichkeiten der Linhof, nicht die Qualität des Planfilms und keine 36 Aufnahmen pro Film . Ich habe eigentlich überwiegend Nachteile, oder?

    Mal sehen, ob ich da finanzstarke Interessenten finde, die es hoffentlich anders sehen :) .

    Das hängt immer davon ab, was man benutzt. Mit einer Fuji 645 (690 ist etwas schwerer) und einem modernen Film und dem entsprechenden Entwickler schrumpfen deine Argumente rasch zusammen. Zumindest wann du dich im Bereich bis 40x50 cm bewegst.


    Genauso ist GF ebenso abhängig von dem Material welches du verwendest. Ich habe KB weitgehend verschrottet. Aber meine RZ mit dem 6x7 Format habe ich recht oft in der Hand ist einfacher zu handhaben als eine GF mit Rollfilm Rückteil.


    Gruss Sven.

    Wenn du eine exakte Positionierung brauchst, kannst du einfach eine Skizze mit Transparetpapier oder Folie auf der Mattscheibe machen und dann die zweite Aufnahme danach ausrichten.


    Gruss Sven

    Bei sensiblen Bereichen 1/12 Blende (aber wirklich kaum wahrnehmbar), aber 1/6 Blende ist schon gut zu erkennen.

    Ist eine 1\12 oder 1\6 Blende bei dir überhaupt nachvollziehbar darstellbar? Mal abgesehen von der Blendenrasterung (meine ist wahrscheinlich schon eingerostet, weil die permanent auf 11 steht).


    Also hast du mal einen Probestreifen gemacht ohne Negativ in 1/6 oder 1/12 Schritten und dann versucht den Streifen direkt im Anschluss zu reproduzieren? Mit Filter ohne Filter? Im bevorzugten Zeitenband?


    Also 1/12 halte ich für schwierig, weil die je nach Belichtungszeit durch die Anwärmphase der Lampen ohne Zwischenverschluss nicht nachvollziehbar darstellbar sein sollte. Klar wirkt sich der Fehler bei kurzen Zeiten mehr aus als bei langen.


    Gruss Sven.