Posts by der-photofreund

    Also wenn es bei mir um etwas wirklich wichtiges geht, verwende ich immer größere Mengen Chemie.
    Das bedeutet, ich setzte nicht zwei oder drei Liter Entwickler an sondern fünf oder, wenn möglich sogar zehn Liter.

    Als ich früher Großvergrößerungen, z.B. 3x3m für Messestände, angefertigt hatte, ging das immer in Bahnen.
    Das Photopapier war 1,27m breit, so mußten die Grauwerte der ersten Bahn mit der dritten einfach passen.
    Für diese Großvergrößerungen hatte ich jedoch meistens direkt 20 Liter angesetzt.
    Damit konnte ich auch am Folgetag problemlos weiter vergrößern. Abends halt immer schön abdecken.

    Außer der Konstanz der Entwicklungsergebnisse wurde ich dann immer mit braunen Fingernägeln belohnt . . . 8o

    Also - ich möchte mich bei Euch entschuldigen . . .

    Meine Intention war keineswegs Panikmache, vielmehr hatte ich in Radon,
    zumal ich direkt davon betroffen bin, tatsächlich als Problem gesehen . . . und wollte andere
    davor, soweit nicht bekannt, warnen. Es gibt schließlich einige, die ihr Labor im Keller haben.

    Daß sich manche hier dermaßen aufregen, war keineswegs meine Absicht.
    Möglicherweise habe ja auch ich etwas nicht verstanden - danke für die Belehrungen.

    Nun gut, wer dieses Großformatforum ein wenig kennt, weiß mit welchen Antworten man bei welchen Themen so ungefähr rechnen müßte.
    So betrüblicherweise auch hier.


    Mir allerdings Panikmache oder Angst machen unterstellen zu wollen, ist schlichtweg Mumpitz!

    Und ich halte mich nun wirklich nicht für einen Kaulquappennummerier (= Oköheini)

    Die Dosis macht das Gift, - und das kann nun mal auch schleichend über Jahre wirken.

    Nichts anderes wollte ich Euch mitteilen.


    Zum Ballermann muß ich glücklicherweise nicht fliegen, - hab ja hier schon genug Spaß.


    Eigentlich ist das hier ein netter Haufen an gleichgesinnten, würden nicht ab und zu einige hier

    ihre geistlosen Blähungen dermaßen eruptiv in die Tastatur hauen, daß . . . . ok, den Rest denke ich mir in diesem Fall lieber.

    Nun will ich hier niemand verunsichern, dennoch halte ich es für wichtig, Euch vor folgendem Sachverhalt zu warnen:

    Radon in Gebäuden

    • Wie hoch die Konzentration von Radon in einem Gebäude ist, hängt unter anderem davon ab,
      • wieviel Radon im Baugrund entsteht,
      • wie durchlässig der Baugrund für den Transport von Radon ist,
      • wie das Gebäude gebaut ist und
      • wie die Räume gelüftet werden.
    • Im Jahresmittel weisen Aufenthaltsräume in Deutschland eine Radon-Konzentration von durchschnittlich rund 50 Becquerel pro Kubikmeter auf.
    • Nur Messungen können sicher klären, welche Radon-Konzentrationen in den Aufenthaltsräumen eines Gebäudes tatsächlich vorkommen.

    Aus dem Baugrund gelangt Radon ins Freie und auch in Gebäude. Dadurch kommt Radon in allen Innenräumen vor.
    Alte Gebäude sind häufiger betroffen als neue Gebäude, Gebäude mit Keller häufiger als ohne Kellergeschoss.

    Ein signifikanter Anteil der Lungenkrebs-Erkrankungen in der Bevölkerung in Deutschland wird auf die Belastung mit Radon und seinen Zerfallsprodukten in Gebäuden zurückgeführt.


    Quelle: https://www.bfs.de/DE/themen/i…n/vorkommen/gebauede.html


    Vor ca. 1,5 Jahren war ein recht interessanter Bericht im Spiegel über Radon Belastungen in Kellern, vornehmlich

    in Häusern älter Bausubstanz. Mich interessierte dies besonders weil ich selbst in solch einem solchen Haus wohne

    und zudem mein Photolabor gerade „so richtig“ eingerichtet hatte.


    Daraufhin bestellte ich mir ein Testset, bestehend aus 2 Detektorendosen (die aussehen wie Ameisenköderdosen)

    und stellte eine im Photolabor im Keller, die andere in der Küche auf. Das Ergebnis veranlasste mich dazu

    mein Photolabor aus dem Keller auszubauen. Der Keller wies eine deutlich erhöhte Stahlenbelastung

    auf. Die Stahlenbelastung erwies sich, zumindest bei mir, als gesundheitsgefährdend. Auf entsprechenden Karten
    ist eine deutliche Süd-Ost Belastung in Deutschland zu erkennen. Nach meinen Recherchen ist es nicht nur von der Bausubstanz,
    sondern auf von der Bauweise abhängig ob und wie hoch die mögliche Belastung sein könnte.So kann es passieren,
    daß beim Nachbar überhaupt nicht meßbar ist. Ein Radon sicherer Umbau könnte bedenklich ins Geld gehen.
    Da kann mit einer neuen Bodenplatte vermutlich nicht viel erreichen.


    Mein Tipp:

    Wer sein Photolabor in einem Haus älterem Datums und in einem Keller betreibt, sollte sich

    vielleicht mal sachkundig machen, ob seine Räume von erhöhter Radonstahlung betroffen ist.

    Chamonix, 150mm Samar, f16

    FomaPan 100, Rodinal 1+50

    Da hast Du wirklich ein ganz wunderbares Werk geschaffen . . .
    Was den weißen Rahmen angeht, schließe ich mich Klaus Gedanken an.
    Heinz Erhardt sinnierte seinerzeit sehr treffend:
    " Wie schnell doch das Interesse an Bildern erlahmt, sind sie, wie entrahmt . . . " ;)

    So ein Motiv in (vielleicht) 8x10 auf 30x40cm vergrößert,
    würde ich mir auch gern an die Wand hängen wollen!

    Was mich bei diesem geplanten Vorhaben verstört, ist außer der der fragwürdigen Startphase, des möglichen Standortes, Finanzierung, usw. ist schlichtweg der Name: Deutsches Fotoinstitut, au weia! Als ließe sich mit deutschem Behördendenken eine krative Leistung wie Photographie institutinalisieren . . ? Warum unterstürzt man nicht besser bestehende Galerien oder Vereine und versucht diese unter ein "gemeinsames Dach" zu namentlich versammeln? Fotografie hat für mich eben auch sehr viel mit Vielfalt zu tun, warum dem nicht mal geographisch Rechung tragen? Es gibt doch schon hervorragende Photo Standorte.

    Eine Freude, das zu lesen!

    Spricht mir aus der Seele.

    Der Name Sover Wong ist notiert. Seine Webseite vermittelt den Eindruck, dass er Spezialist für die F2 ist.

    Repariert der auch andere alte Nikon-Schätzchen?

    Was bei dir die F2 ist, ist bei mir die F4.


    Nee, F4 Body macht der nicht. Nur die ehrlichen Nikon F2 Bodys. Das ist seine Welt.
    Wenn Du ließt, wie jemand so über die F2 Kameras sinnieren kann, verstehst Du warum er diese Fähigkeiten hat.

    Eins vorweg, soweit es meine derzeit knappe Zeit zuläßt, photographiere ich freilich immer noch gerne auf Großformat.
    Nein und ich hege auch nicht die Absicht mich hier abmelden zu wollen.


    Und dennoch hatte ich mich vor Wochen zu einer(m) lang geplanten (Reparatur / Restaurierschritt) durchgerungen,
    der mein photographisch, mechanisch analoges Leben auf den Kopf stellen sollte. Davon möchte ich Euch hier berichten:


    Irgendwie gefallen mir alle (analogen) Kameras . . . und davon hatte ich in meinem Photoleben sehr viele besessen.
    Wollt ich gar nicht, hat sich aber so ergeben.
    Kaum hatte ich nämlich meine klassische 5er Kombi (also 2 Gehäuse, 28er, 50er 85 / 105er so, oder so ähnlich) zusammen,
    kam jemand, der eben genau das von mir haben wollte. Und so kam die nächste Kamera zu mir. Egal ob die stabile Minolta SRT,
    das photographierende Juwel Contax RTS, die filigrane Preziose Olympus OM-2, das Photobrikett Leica R8, die leise Leica M6
    oder Bildmaschinen wie die Canon F1n oder Nikon F2 Bodys, alle hatten etwas besonderes. Um jetzt nur mal bei Kleinbild zu bleiben.


    Treu geblieben bin ich, jedoch seit ich photographiere, immer meiner Nikon F2.
    Für mich die beste mechanische Kleinbildkamera, die jemals gebaut worden war!
    Schon alleine die Fähigkeit der Nikon Ingenieure eine dermaßen robuste Kamera zu konstruieren – ein mechanisches Wunder.

    Ich kann mich noch zu gut erinnern, als ich mir vor ungefähr 40 Jahren meine erste F2 kaufen konnte. . da platzte ich vor Freude und Stolz.
    Das war für mich phototechnisch eine völlig neue Dimension. Mit dieser Kamera hatte ich z.B. auf dem Weltwirtschaftsgipfel Helmut Kohl und
    Jelzin photographiert, eine halbe Stunde später stand ich zwischen den Demonstranten. Lew Kopolev, Nina Simone - Sowas prägt.


    Freilich läßt sich hier und heute trefflich darüber sinnieren, ob man jemals einen belichteten 36er Tri-X Pan Film komplett auf Papier
    belichten würde, geht mir ja auch durch den Kopf . . . doch was für eine Freude macht es, durch den Sucher dieser phantastischen Kamera,
    die Welt zu entdecken, Filme überhaupt erstmal mit ihr zu belichten zu können.
    MFT Kurven und anderer theoretischer Testscheiß hat mich damals wie heute nie wirklich interessiert.
    Mit den normalen Nikon Objektiven war ich stets zufrieden.

    Allen voran das phantastische Nikkor 1:2,5 105mm oder das wunderbare Nikkor 1:2.0 50mm, - um nur mal zwei zu nennen.
    Wozu brauche ich da den ganzen APO Blödsinn? Die Nikon wäre meine Kamera für die einsame Insel.
    Nikon und Tri-X Pan, Rodinal, das ist meine Art zu sehen. Streetphotography – so was.
    Und mit den Jahren baute ich dann „irgendwie“ auch ein sehr emotionales Verhältnis zu den 1127gr Metall, Kunststoff und Glas auf.
    Die Gewichtsangabe bezieht sich hier auf ein F2AS Body mit mit einem 1:1,4 50mm Objektiv.
    Ja, ich mags gerne massiv und schwer. Alles ok! Da geht auch mal eine 1/8 Sekunde aus der Hand, - so mein Credo.


    Doch auch eine Nikon F2 braucht mal Pflege. Plötzlich machte dort eine Photowerkstatt zu, dann ging der Digitalscheiß los und die
    mechanische Luft wurde mit den Jahren immer dünner. Ersatzteilprobleme trieben mir zusätzlich den Angstschweiß auf die Stirn.
    Die analogen Dramen - meine Dramen - nahmen ihren Lauf. Und klar, auch eine F2 machte mal längere Verschlußzeiten als nötig,
    die Nadel des Belichtungsmesser begann zu zittern. In der Regel wird mit solchem Unbill die Totenglocke einer F2 eingeläutet.
    Wer kann heute noch einen Belichtungsmesser einer alten Kamera restaurieren?
    Die F2As braucht eine komplette Überholung, so viel war mir klar. Verkaufen – niemals!
    Nun gut, auch hier in München gibt es „nette Schrauber“, aber ich wollte etwas ganz anderes.


    Nächtelang suchte ich im Internet, suchte, fragte an, wartete und hoffte. Und dabei traf ich immer wieder auf den Namen Sover Wong.
    Seine Webseite ist überaus informativ und läßt erahnen mit was für einem herausragendem Genie man es hier zu tun hat.
    Der kann wirklich alles! Kameras reparieren, überholen, restaurieren. Das war der, den ich suchte! 15 Monate Wartezeit. Kein Problem,
    das sitze ich ab. Die Zeit verging, vor vier Wochen kam das erlösende Mail, ich konnte meine zwei Nikon F2 Bodys nach England versenden.


    Nur zur Information, da schraubt nicht irgend jemand an Kameras rum.


    Nein, Sover zerlegt jede F2 Kameras völlig, beseitigt verfaulte oder klebrige Schaumstoffe, reinigt das innere der Kamera vollständig,
    beseitigt Korrosionsschäden z.B. vom Batteriefach, reinigt und schmiert den Sockel, und die Wicklungen des Verschlusses und der Spiegelmechanik
    und Spiegelkasten, justiert diese falls nötig, reinigt die internen Blitzschalterkontakte, säubert den Spiegel. Da sammelt sich einiger Dreck
    mit den Jahren in der Kamera.



    Zuvor trocken gelaufene Mechanik funktioniert nun wieder seidenweich und gleichmäßig.



    Er baut fehlende Ersatzteile nach, wie z.B. bei dem DP-12 Sucher, wo er den defekten Ringwiderstand durch einen neuen, selbst
    konstruierten ersetzte, justiert den Verschluss auf eine ¼ Blende genau (dokumentiert dies zudem mit einem ausführlichem Meßprotokoll)
    oder aber er baut bei Bedarf, wie bei meinem DP-11 geschehen auch mal eben neue Cds Messzellen ein. Da hüpft das Photoherz vor Freude!
    Auch dieser Sucher wurde auf eine 1/3 Blende genau kalibriert.


    Die Kommunikation mit diesem Wunderschrauber war wirklich vorbildlich. Über jeden einzelnen Schritt wurde in Wort und Bild berichtet.
    Zu jeden erdenklichen Zeitpunkt war ich stets im Bilde, was gerade mit der Kamera passierte.


    Als ich zwei Wochen später die beiden Kameras wieder in meinen Händen halten durfte standen mir dann doch leicht die Tränen in den Augen.
    Es ist einfach unfassbar, was dieser Mann mit einem über 40 Jahre altem Gehäuse zaubern kann! Der Transport läuft wie der Löffel im Honig,
    die Verschlusszeiten klingen dermaßen akkurat und präzise das bei mir nicht den geringste Zweifel aufkam. Die Messnadel des restaurierten
    DP-11 Suchers gleitet nun seidenweich zwischen + und -, es ist wirklich die reinste Freude.
    Ich werde den Verdacht nicht mehr los, eine neue Nikon F2 in meinen Händen zu halten.


    Bliebe noch die Frage nach dem Preis des ganzen? Klar, hier hat jemand Stunden über einer Kamera gesessen, hat überaus gewissenhaft
    und gründlich gearbeitet. Dazu noch die hohen versicherten Frachtkosten und dann, seit dem blöden Brexit auch noch der Zoll . . .
    Nur so viel sei gesagt: Von meiner Leica hatte ich mich zuvor schon getrennt. Ich bin einfach kein Messsuchertyp.
    Etwas Geld blieb noch für das eine oder andere Objektiv übrig, - und eine weitere Ersatzkamera. Auch ich fange an zu "bunkern" . . .


    Was ich mir noch wünschte? Das ich diese mechanische Freude meinen Kindern vererben kann.

    Dann hat sich mein Innvestment wirklich gelohnt – Leica hin oder her . . .

    PS: Bliebe noch anzumerken, das ich keine Sponsorengelder oder sonstige Vergünstigungen für diese Meinungsäußerung bekommen habe.

    Qualvoll waren die Zeiten, in denen ein auf Diafilm photographierender

    auch anderweitig Bestätigung für sein Tun suchte . . .


    Neulich in einem bekannten Supermarkt wurde ich fündig: DIADENT!


    Nur bitte - korrekt belichten, denn bei Unterbelichtung wenden sich die Frauen ab,

    bei Überbelichtung könnte die Kauleiste leicht transparent aussehen, aber

    das wisst Ihr ja eh alle . . . :P

    Stiftung Warentest gab auch seinen Segen dazu - alles klar ?

    Mein ganzes (Photographen) Leben dachte ich mir immer, bloß keine Elektronik ! Alles muß mechanisch arbeiten und bleiben.
    Immer, wenn nix mehr geht, dann zumindest „meine“ Mechanik! Folgerichtig ist meine Uhr auch eine mechanische.
    Natürlich laufen die guten Musikstücke nach wie vor auf einem Plattenspieler ab.


    Würde ich mal mit einem Flugzeug abstürzen, so mitten in dem Sümpfen im Amazonas z.B. oder in der Wüste – vermutlich
    wäre ich dann der einzige Überlebende! Aus den Trümmern heraus geklettert, könnte ich dann mit meiner Nikon F2AS (oder RB67)
    das Drama für die Nachwelt photographisch dokumentieren. So schreibt man Geschichte. Photogeschichte.

    Das höchste meiner photographisch-technischen Gefühle war damals eine Nikon F3HP.
    Natürlich dann immer mit mindestens 283 Ersatzbatterien unterwegs.


    Ist natürlich alles Schwachsinn, weiß ich mittlerweile auch.

    Jetzt schmunzle ich auch drüber, nur vor vielen Jahren dachte ich so. Das gebe ich hier gerne zu.


    Dann, als mit Großformat begann zu photographieren, hatten sich für mich all diese Fragen eh erledigt.
    Dachte ich . . . Irgendwann gingen mir jedoch die ganzen Fragen und Angaben, wie weit sich welche Standarte schwenken oder
    drehen ließ einfach ganz gewaltig auch den S . . . Wann brauchte ich so was? Eigentlich nie!

    Muß ich eine Vorderstandarte tatsächlich 57,3° schwenken können, damit ich einen Kanaldeckel großen Bildkreis des Objektives
    bei Blende 22 2/3 voll ausnutzen könnte? Nö, hatte ich noch nie gebraucht. Die Planfilme sind so teuer geworden.
    Dann noch die elende Schlepperei. Ach alles Mist, na ja – manchmal.
    Kannst ja auch nicht immer mit ner´Großformat in der Freizeit rum rennen.
    Dann meckert die Familie auch noch. Und das womöglich im Urlaub. Eine andere Kamera mußte also irgendwann her.


    Ja, und dann fand ich dieses Tauschangebot. Großformat Objektive gegen eine Fuji GX680!

    Bums! Das saß – Was für eine Ansage!


    Eine Fuji GX680?

    Bist Du besoffen . . . hörte ich viele Fragen. Elektronik-Scheiß! So alt? Schon alleine die Akkus . . . kaum zu bekommen und wenn,
    dann sau teuer. Wie willst Du die Knipse wo reparieren wenn die ne´Macke hat? Alles Mumpitz!

    Für mich kam die Entscheidung einem Quantensprung gleich. Siehe oben . . .


    Warum eigentlich nicht? Dachte ich mir. Die Fuji Objektive genießen einen guten Ruf, die Kamera hat etwas „ganz spezielles“ und neugierig
    war ich noch dazu. Die Erfahrungsberichte die ich im Internet laß, machten mir Mut. Mittelformat - Fachkamera - das wär es doch!
    Die Kamera bietet einen gerade idealen Kompromiss zwischen den „dicken 4x5 Dingern“ (oder größer) und eben einer Mittelformat,
    wie z.B. einer RB67. Und n´bischen Scheimpfügen geht dann auch noch. Was will ich mehr?
    Nur so am Rande: Das Shiftobjektiv für eine RB, wenn man sich dessen überhaupt noch habhaft werden kann, kostet dann so viel wie eine
    gebrauchte GX680. Und selbst dann kann man sich nicht sicher sein, ob dieses Shiftobjektiv nicht ein trübes Linsenelement hat, wie mir
    2x passiert war. Ach, und mal ehrlich, wenn man mit einem Motörchen mal den Film transportieren kann, ist das doch auch ganz nett. 6x8 kann
    ich zudem mit meinem hochgeschätzen Leitz Focomat 6x9 vergrößern, ein Automatik Aufsatz (für die Kamera) gabs auch noch dazu . . . das ist ein Wort!
    Und nebenbei, 18/1 Bilder (ist 2,52 x 3,56 m groß) belichte ich auch nicht ganz so oft. Für 40x50 reicht das Negativformat vermutlich alle mal aus.


    Ein paar Tage später war das Monster bei mir angekommen. Ich mag doch so dicke Photoklötze. Die Kamera ist sehr solide und stabil gebaut.
    Sagenhaft guter Allgemeinzustand, die Objektive sind opti, die Stangenfocussierung geht wie der Löffel im Honig, spielfrei und präzise.
    Die Objektivstandarte läßt sich auch nach Belieben scheimpfügen und shiften. Nicht so wie bei einer 4x5, is eh klar, aber es geht.
    So steht jetzt also eine kleine Fachkamera auf meinem Stativ. Wenig Mechanik, alles elektronisch gesteuert - mal sehen wie das sein wird.
    Keine Beulen, keine Kratzer. Schon alleine ein Blick durch den brillanten, hellen und klaren Lichtschachtsucher macht wirklich große Freude.
    So kann man schön Bilder komponieren. Das Magazin ist drehbar, wie ich es auch schon von der RB67 her kannte.
    Ein paar Einstellscheiben, Weitwinkel, Normalbalgen und drei Objektive waren auch noch dabei. Donnerwetter - ich freue mich!



    Dadurch, das alles ein wenig größer ist, lassen sich alle Funktionen wirklich sehr bequem greifen und einfach bedienen.
    Gewichtsmäßig bewegt sich die Bildmaschine allerdings im 4x5 Laufboden Bereich. Stört mich allerdings nicht die Bohne.

    Die Ersatzakkus sind bestellt, ich bin gespannt. Angeblich soll ein Akku für mehr als 500 Aufnahmen reichen . . . das reicht ja mal
    zum Probeballern. Oder ein Wochenendausflug.
    Sobald die Akkus angekommen sind, wird auch zeitnah der erste Film belichtet. Oder zwei? Ich werde Euch zu berichten wissen.

    Wenn es jemanden interessieren sollte . . .

    Mit so vielen Antworten hätte ich jetzt nicht gerechten – vielen Dank!


    @ Rainer

    Den Gedanken mit einer Holzplatine hatte ich auch schon mal in Erwägung gezogen.
    Allerdings bin ich nicht so der Bastler.


    @ Volker

    Die Feinmechaniker Lösung ist im Grunde Genommen auch eher mein Ding . . . ich bin eben so.


    @ Stefan

    Die 3D Sachen beobachte ich mit wachsender Bewunderung.

    Deine customphototools.com Seite ist allerdings der Maximator.

    Hab von Jose, auf meine Anfrage, schon eine Antwort bekommen, das mache ich.
    Zudem ist es preislich interessant. Vielen Dank!


    @ Wolfgang

    Als ich Deinen Tipp las, ist mir fast der Kitt aus der Brille geflogen! So simpel und so genial, Mensch,

    da war ich einfach nicht drauf gekommen. Du hattest Recht, echt oberopti!

    Der Vorderring läßt sich tatsächlich abschrauben und hinten, da symmetrisch, wieder anschrauben.


    @ Andreas

    So ein bisschen Forex hatte ich auch noch irgendwo im Keller rumfliegen. Wäre da nicht die
    aufwendige Bastelei.


    @ Jammoh

    skgrimmes ist mir auch ein Begriff, aber der Weg etwas zu weit. Stefans Idee werde ich mal ausprobieren

    und darüber berichten, wenns wieder da ist.


    @ geo

    einen Ring zu drehen ist kein Hexenwerk – also ich hatte keinen einzigen Metallverarbeiter gefunden,

    der mir ein Gewinde in der benötigten Größe hätte drehen wollen. Bei denen, was ich glaube, passte eine
    Sinar Platine nicht in der Werkzeugaufnahme rein.nPreislich wäre das vermutlich bei ca. 150€ angefangen,
    zumindest hier in München.