Posts by henningr

    Hallo Zappa,
    ich benutze allerdings nur Vergrößerer mit relativ harten Doppelkondensorlicht, Homrich und Fujimoto,
    Standardmäßig belichte ich das Negativ 1 Blende über, bzw. halbiere die ASA-Werte und entwickle es dann kürzer, minus 1, entsprechend den Tabellen von X-tol oder Rodinal, etc. So z.b. den FP4 statt 125 Asa, belichte ich wie 80 ASA und entwickele entsprechend nach Tabelle.
    Wenn ich mich richtig erinnere, gab es früher in den Tabellen die Werte für Gamma 0,50 ( gut für die Kondensorbeleuchtung) und 0,70 ( gut für die modernere Mischbox). Ich denke die heutigen Tabellen sind sicher eher für die Mischbox ausgelegt, was auch eine bessere ASA- Ausnützung erlaubt.
    Bei meiner weichen Entwicklung der Negative lande ich trotzdem meistens bei Multigradefilter Gradation 1,5 also immer noch weich beim Vergrößern. Trotzdem sind die Abzüge keineswegs zu weich.
    Ich denke der Unterschiede Mischbox/Kondensor ist 1 Stufe. Es gibt bestimmt aber verschiedene Mischboxen und verschiedene Kondensorlinsen. Die alten Leitz Focomat, 1c und 2c mit Kondensor sind weicher als Fujimoto oder der Homrich.
    Die Werte beziehen sich alle auf das Negativ. Eine Anpassung der Gradation beim Positivprozess durch Belichtungszeit/Entwicklungszeit ist eher nix, das wird eher flau, da im Fotopapier viel weniger beeinflussbares Silber drin ist.


    Henning

    Hallo Alex,
    Fuji hat ein sehr gutes Schwarzschildverhalten. Das gilt für die Provia und auch für SW. Für 4x5 bei SW war mir Fuji zu teuer und in der Qualität auch übertrieben. Ich hab Fuji nur in der Rollex und Technorollex 6x9 und 6x12 verwendet, was sehr hochwertige Abzüge ergab. Für GF reicht mir FP4.
    Für 4 x5 der Ilford FP4, da muss man eben rechnen und austesten. Da gab es doch einmal Tabellen. Ich finde sie nur nicht mehr. Die geschätzten Agfa APXe waren auch ziemlich Schwarzschildfreudig.


    Henning

    na ja ich würde es halt ausprobieren. In die Ecke shiften und dann nachgucken, ab wo es dem geneigten Bildbetrachter zu mies wird. manchmal stört es ja auch wenig.
    Schneider ist relativ konservativ in seiner Bildkreisangabe. Das will heißen, die Angaben von Schneider bedeuten bei guter Bildqualität und meinen nicht die Vignettierung. Rodenstock wird es auch so halten, Nikon vermutlich auch. Bei meinen Objektiven hab ich den kleinen Hebel aber nicht soweit gedreht.
    Henning

    Hallo Sven,


    Erfahrung hab ich mit dem Teil keine, ich würde aber immer erst mal einen Paperbackfilm opfern. Den Schieber aufmachen und mir mit einem Stift die Bildstände auf dem Film markieren. Dann sieht man schon ob es funktioniert und wie. Die Nummern auf dem Schutzpapier können nicht einfach so stimmen, wenn mitten im Film die Bildstände wechseln. Es sind zwar sehr einfache Rechnungen, aber noch was zu rechnen, das wäre mir zu kompliziert. Ich würde pro Film bei einem Format bleiben und hätte dann weniger Ausschuss durch falsches Transportieren.


    Gruss, Henning

    Hallo Jushi,


    wie Otto Beyer schreibt, ist die Technikardan sehr ausgezeichnet( die mit S zu empfehlen - Nullrasten). Der Zwitter einer Laufboden ohne Laufboden und einer optischen Bank ohne Bank ist einfach gut. Die 6x9 würde ich weniger nehmen. Sie ist nur kleiner als die Große und auch kaum leichter - aber teurer. Sie braucht spezielle 6x9 Kassetten, die sind seltener. Die Größere ist auch weitwinkeltauglicher, (bei mir 38mmXL), da der Rahmen größer ist und deshalb mehr Verstellbarkeiten zulässt. Ich hab sie viel mit der 6x12 Kassette gebraucht. Für digital sind beide nicht wirklich stabil genug. Später steig ich auf die Laufboden Technika 2000 um (das ist die, die ziemlich teuer ist und die keinen Sucher hat). Die ist für Architektur mir lieber gewesen, als die Technikardan, denn sie ist viel schneller, auch wenn die Verstellbarkeiten fummeliger und geringer sind. Aber Großformat muss man ausprobieren. Ich kenne nur die genannten. Halt - ich hab mit einer 6x9 Laufboden angefangen. Aber das sind eher völlig antiquierte Reportagekameras mit sehr geringen Möglichkeiten. Ihre Verstellbarkeiten lohnen nicht, da würde ich bei Mittelformat bleiben und mich weniger plagen - wenn es um´s fotografieren geht - und bei besserer Bildqualität.


    Auch bei einem leichten und wackligen Stativ sind mit den Großen super Aufnahmen möglich, wenn man sauber arbeitet und die Schwingungen gut abwartet. Der Zentralverschluss erschüttert nicht. Schneller und besser geht es natürlich mit einem festen Stativ. Professionell in prädigitalen Zeiten, da ging bei mir fast alles mit Rollfilm an den beiden Technikas. Wie auch immer - ausprobieren, ruhig erst mit einer optischen Bank, die werden einem hinterher geworfen.


    Gruss Henning

    Hallo Sven,
    die Technika classik hat einen Entfernungsmesser, der muss aber für jedes Objektiv (teuer) einjustiert sein und er funktioniert auch nur bei unverstellter Kamera. Mattscheibenkontrolle geht aber genauso wie bei der 2000/3000, wie Deich schon schrieb.


    Die Technikas sind sehr stabil. Hat man noch ein gutes Stativ, geht der Planfilmwechsel z.b. bei Porträts rasant. Viel schneller als z.b. bei der Technikardan, die aber andere Qualitäten hat.
    Für konzeptionelle Porträts bei Mattscheibenkontrolle ist die 3000 sehr geeignet. Genau wie die 2000er, die ich für Porträts gerne benutze. Die Mattscheibe bleibt an der Kamera, wenn die Planfilmkassette eingeschoben wird. Bei 6x9 mit der Rollex muss die Mattscheibe weggenommen werden um die Kassette zu befestigen. Das kann lästig sein. Die Einschubkassetten für Rollfilme gehen nur für 6x7 und sind lang nicht so hochwertig wie die Rollex.


    Digital mit sehr kurzen Brennweiten kommt auch die 3000 an ihre Grenzen. Stabil genug ist sie schon, aber eine Kamera ohne Balgen schränkt bestimmt weniger ein.


    Grüsse Henning

    Unentwickelt und ungeklärt.
    Lichtlecks sind eher milchig verschleiert und nicht scharf begrenzt.
    Ist das SW negativ eigentlich klar oder geschwärzt?


    Ich hebe inzwischen den Rahmen nur noch im Dunklen kurz aus dem Tank um zu bewegen.


    Grüsse Henning

    Jetzt anscheinend doch,


    Also Andreas,
    nur so als Vermutung. Vielleicht liegt es an zu heftiger Bewegung beim Entwickeln.
    Planfilme haben viel Fläche und leicht können sie durch den Druck der Flüssigkeit aus der Führung gedrückt werden.
    Aneinander klebend/ am Dosenrand klebend bleiben runde Eier unentwickelt.
    Henning

    Jemand gibt ein Geschäft auf, Pleite oder Bankrott, das sind verschiedene Sachen.


    ich finde eine etwas vorsichtigere Wortwahl wäre schön.
    Bankrott ist immer noch eine juristische Straftat und üble Nachreden gibt es auch


    Grüsse Henning

    Hallo Helmut,


    Ich hab mehrere Linhofs 4x5 und weiss nur soviel:
    Linhoftechniker raten davon ab, die Mattscheibe auszubauen. Die Scheibe, nicht den Mattscheibenrahmen. Der kann gut abgenommen werden. Sie meinten das Justieren sei kompliziert und Werksache. Das waren Techniker, die auch öfter über Linhof gelästert haben, also nicht unbedingt Linhofanbeter.


    Die Sache mit dem Maßband erscheint mir sehr akademisch und wird wohl kaum genau werden. Ich würde in ein Rollexmagazin ein Pergamentpapier einlegen und den Fokus gegenüber dem Mattscheibenfokus vergleichen. Bei 4x5 geht das allerdings nicht ohne eine Kassette zu zerstören oder einige Planfilme zu verheizen.
    Da würde ich zuerst einmal eine plane Fläche, abfotografieren auf die die Kamera wirklich genau ausgerichtet ist und auch schauen wie es in den Ecken aussieht, auch bei Shift, und auch mal schräg auf eine Zeitung mit markierter Zeile draufhalten. Und noch Fotos mit dem Fokus etwas näher bzw. ferner.


    Kameras, die den Fokus nicht halten, find ich nervig. Bei größeren Formaten mögen größere Toleranzen tolerierbar sein. Ich hab ich aber keine, und immer bis zum Anschlag abblenden will ich nicht.


    Grüsse Henning

    Hallo,
    bitte, cp.
    Bei mir ragt der Laufboden bei 4x5 inch deutlicher in den Bildrandbereich. Natürlich ist das 38XLer auch nicht für 4x5 gebaut. vielleicht ist meine Platte tiefer (doppelt) versenkt, was allerdings den Balg weniger quetscht und mehr Shift erlaubt. Oder hamses´s Dia ist 9x 12 Format.
    Aber wie gesagt, die Technika 2000/3000 harmoniert sehr gut mit dem 38er, bei der Master weiss ich es nicht.
    Grüsse,
    Henning

    Hallo cp,


    Bei der Technorollex ist der Scheiber ca 1mm weiter vorne und kollidiert mit der rückwärtigen Fassung des 38er ,wenn das Objektiv zum Transport ganz nach hinten geschoben werden soll. Bei 6x9 Superrollex geht das mit Schieber, wenn auch knapp.
    Das 38er ist halt ziemlich extrem, aber es funktioniert ausgezeichnet an der Technika 2000, soweit so ein Objektiv einfach funktionieren kann. Aber es geht sehr knapp zu, da kann ein mm zu viel sein.
    Ob das 38 an der Sinar geht, das würde ich erst einmal genau prüfen. Ich glaube es nicht, da werden die Standarten zu dick sein. Jedenfalls braucht es sehr tief versenkte Fummel-Platinen und eine Sinar ist kaum mit einer Laufboden-Linhof vergleichbar. An der Technikardan ist es auch schon weniger komfortabel.
    Bei 4x5 ragt der Laufboden der 2000er trotz doppelt abgeklappt in die lange Bildseite. Bei 6x12 ragt der Laufboden in die kurze Bildseite, was aber leicht durch Drehrahmen und Kamerakippen vermieden werden kann. Um so was auszuprobieren hatte ich die Lochblende empfohlen.


    Grüsse Henning

    Hallo cp,


    ich wollte natürlich niemand davon abhalten es mit extremen Bildwinkeln zu versuchen.
    Für Schnappschüsse mit dem 38er ist aber dies lästig: die 6x12 Kassette kollidiert mit dem tiefversenkten 38er, wenn ich bei der 2000erLinhof die Klappe schließe und das Objektiv zurückfahre. Das geht nur, wenn der Kassetten-Schieber wegbleibt.
    38er + 4x5 inch gibt bei kräftigen Abschattungen der Ecken sehr interessante Bilder. Allerdings ist markant der Laufboden trotz Abklappen immer im Bild. Bei der 3000er angeblich nicht, da sie das Maul weiter aufreißen kann. Ich hab aber die 2000er nicht auf den weiterhinunterklappbaren Laufboden der 3000er umbauen lassen, was ginge. Mit der Technikardan gehts gut, die kann man aber nicht so gut rumtragen und aus der Hand bedienen.
    Vielleicht noch ein Tip aus der Mottenkiste, auch wenn´s eventuell nervt: mit einem gepieksten Loch mit der (Schublehre in den Focus gebracht) kann man die Bildwirkung mancher Brennweite ausprobieren.
    mir ging es nur so, dass vieles mit dem 58er und größeren Format einfacher ist, bei oft besserer Bildwirkung. Panos zum Beispiel, da verkleint das 38er die Landschaft schon sehr. Ungeschlagen bleibt das 38er in engen Räumen, wenn´s denn analog sein soll.

    Grüsse,
    Henning

    Hallo cp,


    ich kann nur von der Technika 2000 sprechen.
    Hier hab ich das 38er auf doppelt versenkter Platine, was den Balg weniger quetscht. Da muss man sich die Unendlich-position merken, was aber kein großes Problem ist und auf der Mattscheibe kontrolliert werden kann. Dazu habe ich die Hebelei von Linhof für die tiefversenkte Platine. Leichter Shift geht noch bei 6 x 12cm , ich glaube es waren 4 oder 5mm. Ist ein tolles Objektiv aber eben extrem WW.


    Was ich allerdings gar nicht verstehe: warum ausgerechnet für 6 x 7 Kassetten? Da würde ich schön bei 58 mm bleiben und ein größeres Filmformat nehmen und die gesparten Tausender lieber jemand spendieren, der es nötiger hat.
    Nimm doch einfach mmPapier und Geodreieck und zeichne Dir die Bildwinkel auf: Schon fast den gleiche Bildwinkel wie bei 6x7 mit dem 38mm gibt 6 x 9 cm Filmformat mit dem 58mm (Hab ich auch). Da geht es immerhin 1cm mehr rechts und links raus, und das ist viel Bildwinkel.
    Und das bei weitaus angenehmeren Gefummel als mit dem Extremweitwinkel.


    Nix für ungut,
    Henning

    Hallo Thomas,
    das ist allerdings Physik für Grobschmiede, hat aber bisher immer gut gepasst. So genau geht´s sowieso nicht bei alten Verschlüssen und dem ganzen Rest der Kette, noch nicht einmal bei der Deutschen IndustrieNorm.
    Blende ist Brennweite (definiert bei Unendlich) geteilt durch die wirksame Öffnung. Linsenzahl, -beläge, -spiegelungen oder -vergütungen und auch Kitte bleiben in der Blendendefinition außen vor. Eine Viellinsige Colaflaschenbodenkonstruktion ist deshalb auch lichtschwächer als ein geringlinsiges Objektiv mit gleich guter Vergütung.
    ich mache es so: Brennweite bestimmen. z. b. Abbildung eines unendlich weiten Gegenstandes auf einer weißen Wand gibt die Brennweite.
    Das Objektiv gegen das Licht halten, mit dem Geodreieck die Öffnung abschätzen und das Ganze dann ausrechnen.
    meine Referenz 105 mm KB-Nikkor hat ca. 42 mm lichte Weite ergo: Öffnung 2,5
    Bildkreise und Formate sind hier völlig unerheblich.
    Hat immer gepasst.
    Mehrgliedrige Objektive verlieren natürlich Lichtstärke bei gleichen Durchmesser der Blende, weil sie bei Zerlegen eine längere Brennweite bekommen.
    Henning

    Hallo Rainer,
    also das mit der Zinkfällung hört sich praktikabel an - ausprobieren und entsorgen je nach Menge.
    Aber noch mal zu den Entwicklern zurück. Da würde ich eher modernere Chemie nehmen b.z.w. nehme ich.
    Agfa hatte mal einen Ascorbinsäure basierten Entwickler und warb damit. Auch Kodaks X-Tol hat auch einen weniger giftigen Ruf als z.b. das gute alte Rodinal und ist ein sehr guter Entwickler für viele Materialien.
    Gruss Henning

    Hallo, auch ich mag das Ronar.
    das 240er ApoRonar f= 9,0 nehme ich gerne. Klein, sehr leicht, der Deckel der Laufboden geht zu, und sehr scharf, außerdem sehr billig.
    Für Porträts könnte es gefälliger zeichnen und eine hellere Mattscheibe erzeugen.
    Im Nahbereich könnte der Auszug weniger lang sein, da wäre eine Telekonstruktion angenehmer.
    Gruss,
    Henning