Posts by Renate

    Was geht oder was nicht geht entscheidet ganz allein der Schleiertest für das verwendete Papier. Herr Heiland selektiert seine LEDs sehr sorgfälltig und wenn man große Mengen abnimmt, werden die LEDs auch nach Kundenspezifikationen gefertigt.


    Ich selektiere auch meine LEDs. Deshalb weiß ich, dass nicht jede rot leuchtende LED schleierfest ist. Bei Orange wird es schon sehr kritisch.


    Was z.B. gut gehen kann ist, eine RGB-LED als Rotlicht zu verwenden und nach der Entwicklung auf weißes Licht zu mischen. Es gibt RGB-LEDs bei denen das Rotlicht schleierfest ist und welche die beim Schleiertest patzen.


    Was nie gut geht, ist bei einer RGB-LED Rotlicht mit Grün zu mischen, um Orange zu erhalten.


    Also, nicht lange diskutieren, sondern einfach ausprobieren. Der Schleiertest zeigt Euch den Weg.


    Viele Grüße

    Renate

    Ilford-Papier ist für Rot und Orange unempfindlich. Bei Foma-Papier reicht die Empfindlichkeit der weichen Schicht bis ins grüngelb. Daher ist in diesem Fall rein rotes Licht notwendig. Der Nachteil aller marktüblichen LEDs ist, dass das Spektrum relativ breitbandig Ist. Das Gehirn nimmt aber nur das Licht rund ums Maximum wahr. Eine rote LED strahlt immer auch einen Farbanteil aus, der bis ins Grün reicht und das Papier schleiern kann. Bei LEDs mit einem roten Plastikgehäuse wird der grüne Anteil mehr oder weniger weg gefiltert, bei glasklaren Gehäuse nicht. Ob LEDs als Dunkelkammerbeleuchtung geeignet sind oder nicht, kann nur der Schleiertest entscheiden und der wird für jede neue Dunkelkammerbeleuchtung empfohlen.


    Das Auge sieht im roten Licht nur wenige Graustufen. Zum Zeitungslesen wird es reichen, aber ein Bild kann man bei Rotlicht nicht sicher beurteilen. Bei orangenem Licht kann das Auge erhelblich mehr Graustufen unterscheiden. Deshalb wird dieses Licht bevorzugt. Mit fest graduiertem Papier kann man mit Gelbgrün arbeiten. Dann sieht man die Bilder fast so gut wie im weißen Licht. Ich erzeuge mein orangenes Licht mit einer Energiesparlampe und einem entsprechenden Filter von Kaiser. Die Energiesparlampe gibt es aber nicht mehr zu kaufen.


    In der Zukunft werden LEDs produziert, die deutlich schmalbandiger sein werden, als die heutigen. Bis wir die kaufen können, wird es noch eine Weile dauern.



    Viele Grüße

    Renate

    Das Projekt funktioniert nicht.


    Wenn man Rot und Grün mischt, sieht das für unser Gehirn orange oder gelb aus. Das Fotopapier sieht aber das Grün und verschleiert. Auch unser Auge sieht Rot und Grün. Erst im Gehirn wird das zu Orange oder Gelb vermischt. Unser Gehirn kann nicht zwischen einem monochromen Gelb (z.B. die Natriumlinie) und einem aus Rot und Grün gemischtem Gelb unterscheiden. Das Fotopapier kann das sehr wohl und reagiert darauf.


    Mit den augenblicklich marktüblichen LEDs ist das Projekt nicht zu verwirklichen. Für eine Schwarz-Weiß Dunkelkammer können zur Beleuchtung ausschließlich tief rote LEDs benutzt werden.


    Viele Grüße

    Renate

    Hallo,


    das Problem mit den Center-Filtern ist nicht nur, dass sie extrem teuer sind, sondern auch jedes Objektiv eine eigene Ausführung benötigt. Daher wäre eine Lösung bei der Vergrößerung ganz sinnvoll. Spontan fallen mir 2 Lösungsansätze ein, die ich aber beide noch nicht ausprobiert habe. Einmal könnte man es mit einer unscharfen Maske probieren. Das ist ein Verfahren, dass auch andere bildverbessernde Vorteile hat, aber etwas Erfahrung benötigt und langwierig ist.


    Eine andere Möglichkeit wäre, als Beleuchtung für den Vergrößerer ein Array von LEDs zu benutzen. LEDs, die WS2812 kompatibel sind, kann man alle getrennt in der Helligkeit regulieren. Man könnte also die Beleuchtung immer so einstellen, dass man wieder ein flaches Feld bekommt. Für 4x5 inch benötige ich mindestens 256 RGB-LEDs. Da kann man das Feld schon recht gut aufgelöst einstellen.


    Ich experimentiere gerade mit solchen RGB-LEDs. Leider werden ich immer wieder aufgehalten, mich konzentriert damit zu beschäftigen. Im Augenblick habe ich eine Beleuchtung für ein 6x6 cm Feld für Tests bereit stehen. Sobald meine Verdunklung für das Fotolabor wieder funktioniert (defekter Rollladen), kann ich meine Tests weiterführen. Ein Array für 4x5 inch liegt bereit, muss aber noch in den Laborator 1200 eingebaut werden.


    Sobald ich etwas vorzeigbares habe, werde ich es in einem neuen Thread genauer beschreiben.


    Viele Grüße

    Renate

    Ich habe einen MOD 54 in Gebrauch. Das Einlegen der Filme ist im Dunkeln etwas fummelig. Wenn man alles richtig gemacht hat, berühren sich die Filme nicht. Wenn man weniger als 6 Planfilme entwickeln will, wird empfohlen mit alten entwickelten Planfilmen aufzufüllen. Dazu habe ich bei unbrauchbaren Ergebnissen die Schicht abgelöst. In der 3er-Dose von Paterson benötige ich 1l Flüssigkeit. Kippen geht sehr gut, Rotation mit nicht gefüllter Dose ist nicht empfehlenswert. Ein MOD 54 gibt es auch bei Impex zu kaufen.


    Viele Grüße

    Renate

    Hallo Heinz-Dieter,


    FreeCAD ist so etwas wie der Gegenpol von OpenSCAD. Beide haben ganz unterschiedliche Stärken und Schwächen. Daher habe ich begonnen, auch FreeCAD zu erlernen. Ich stecke dabei aber noch am Anfang fest. Mir fehlt die Zeit.


    Hallo Norma,


    für uns Analoge wird die Technik immer wichtiger, denn Geräte und Ersatzteile sind nur noch begrenzt vorhanden. Die Wahrscheinlichkeit, dass du zu deinem Laborator 1000 originale Negativmasken findest, ist nicht sehr groß. Die beste Lösung ist daher DIY, egal ob mit Hardfaser oder mit Plastik. Hauptsache ist, es gibt eine brauchbare Lösung. Mit dem 3d-Drucker habe ich mir ein sehr universelles Werkzeug gekauft, mit dem ich schnell und präzise Dinge herstellen kann, die ich zur Herstellung von Bildern benötige. Gute Bilder sind das Ziel, aber dazu ist neben der Kreativität auch gutes Werkzeug nötig.


    Viele Grüße

    Renate

    Hallo Heinz-Dieter und andere Interessierte,


    hier sind meine Empfehlungen. Mit dem Drucker Prusa i3 MK3S+ habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Er gehört zu den Besten in seiner Preisklasse. Er ist trotz seines Bauvolumens von 25x21x21 sehr kompakt gebaut und leicht zu tragen, druckt sehr präzise und ist komfortabel ausgestattet. Die z-Achse wird automatisch kalibriert. Es können fast alle Materialien inklusive ABS verarbeitet werden. Die Düse des Extruders kann leicht ausgetauscht werden. Man kann damit zwischen grob und schnell und fein und langsam drucken wählen. Es gibt 2 Ausführungen des Druckers. Als Bausatz ist er billiger, erfordert aber ein wenig Geduld beim Zusammenbau. Das teurere Fertigmodell ist nach wenigen Einstellungen bereit zum drucken.


    Falls man weniger Platz zur Verfügung hat, kann man den Prusa Mini+ wählen. Er ist deutlich kleiner und verfügt über einen nur wenig geringeren Bauraum (18x18x18 cm). Der Preis ist günstiger. Trotzdem liefert er laut der Zeitschrift Make sehr gute Druckergebnisse. Sehr gute Ergebnisse bekommt man auch mit Ulimaker und Craftbot. Die sind dann aber deutlich teurer.


    Ein sehr günstiger Drucker ich der Anet A8, der nach einer gründlichen Überarbeitung immer noch billig ist, aber ebenfalls sehr gute Druckergebnisse liefert. Eine Bauanleitung dazu gibt es auf der Seite vom Heise-Verlag. Dort findet man auch Testergebnisse von weiteren Druckern aller Preisklassen.


    Als Software zum Slicen benutze ich den PrusaSlicer, der auf den Slic3R basiert und speziell an die Prusa-Drucker angepasst wurde. Er funktioniert aber auch mit anderen Druckern gut zusammen.


    Zum Entwurf von Objekten bevorzuge ich OpenSCAD. Die Eingabe der Objekte erfolgt dabei mit einem Editor in einer Art Programmiersprache und nicht als Grafik mit der Maus. Das ist nicht jedermanns Sache, da man sich bei der Eingabe die Objekte visualisieren muss. Es geht aber deutlich schneller, als die Maus zu schieben. Man kann sich aber jederzeit das Objekt auch als Zwischenstand 3-Dimensional ansehen und mit der Maus drehen. Die oben gezeigte Maske könnte mit wenigen Zeilen eingegeben werden. Figürliche Objekte sind mit dem Programm aber schwierig zu gestalten. Da greift man dann doch besser zu einem Programm mit Mauseingabe.


    Viele Grüße

    Renate

    Das ist ein klassischer Fall für einen 3d-Drucker. Geht einfach und preiswert. Der Entwurf ist schnell gemacht. Löcher und Stifte kann man gleich. mitdrucken. Druckt man die Stifte einseitig, muss man 2 Masken drucken. Will man die Stifte 2-seitig haben, druckt man Löcher und die Stifte dazu getrennt. Die Stifte werden dann anschließend in die Löcher eingeklebt.


    Ein 3d-Drucker ist so eine Art Schweizer Taschenmesser für ein Fotolabor.


    Viele Grüße

    Renate

    Das was ich in meinem ersten Post beschrieben habe, ist der Inhalt der Laserschutzbelehrung, die ich mir einmal im Jahr anhören muss. Dabei habe ich eigentlich noch übertrieben, denn die Aussage gilt für einen Laser der Klasse 2. Solange man den Laserstrahl bei Klasse 1 und 2 nicht direkt ins Auge lenkt, passiert nichts. Ein diffus gestreuter Laserstrahl der Klasse 1 und 2 kann das Auge nicht zerstören. Der Spaß beginnt erst mit einem Laser der Klasse 4. Die schneiden nicht nur Holz und Metall, sondern auch das Auge.


    Übrigens, LEDs wie sie immer häufiger zur Beleuchtung von Vergrößerern genommen werden sind intensiver und gefährlicher für das Auge als sichtbare Laser der Klasse 1. Besonders die blauen LEDs sind sehr energiereich.


    Viele Grüße

    Renate

    Wenn man einen Laser der Klasse 1 kauft, ist das für die Augen ungefährlich solange man nicht absichtlich für eine lange Zeit in den Strahl sieht. Der Liedschlussreflex reicht aus, um die Augen nicht zu gefährden. Für die Messungen ist Klasse 1 immer noch hell genug.


    Ich bin gerade dabei, das Tool aus Way Beyond Monochrome für den 3d-Drucker und einem Laser von Reichelt anzupassen. Bis zur Fertigstellung wird es aber noch ein bisschen dauern, da mir ein paar andere Projekte wichtiger sind.


    Viele Grüße

    Renate

    Ich habe eine Kiev 60 mit dem Normalobjektiv. Die Optik ist eigentlich gut brauchbar. Ich habe damit gerne fotografiert. Allerdings kleben jetzt nach mehr als 20 Jahren die Blendlamellen. Das lässt sich wohl reparieren, kostet aber Zeit. Bei den Objektiven, die ich original aus Jena habe, funktioniert die Blende immer noch einwandfrei, obwohl die Objektive deutlich älter sind.

    Ich empfehle daher, die originalen Pentacon Objektive beim Kauf zu bevorzugen.


    Viele Grüße

    Renate

    Ich besitze eine Toyo View G und bin damit sehr zufrieden. Da ich die originalen Objektivplatinen für Außeneinsätze zu unpraktisch groß empfinde, habe ich mir einen Adapter für Linhof-Platinen gekauft. Auf dem Fahrrad kann die die Toyo View gut mit der dazugehörigen Ausrüstung transportieren. Wenn ich mit dem Auto und oder zu Fuß unterwegs bin, benutze ich eine leichte Sackkarre. Für lange Wanderungen ist das aber nicht geeignet. Für den Zweck möchte ich mir noch eine leichte Laufbodenkamera kaufen. Eventuell kaufe ich mir noch einen Fahrradanhänger, der dann universell für Anreise mit dem Auto oder mit dem Fahrrad geeignet ist. Im Augenblick besitze ich 2 Rohre, die zusammen einen Auszug von 50 cm ermöglichen. Zum Transport schraube ich ein Rohr ab. Für die kurzbrennweitigen Objektiv reicht in der Landschaft auch ein einzelnes Rohr.


    Ich bedaure, das ich augenblicklich nur selten dazu komme, diese wunderbare Kamera einzusetzten.


    Viele Grüße

    Renate

    Die Klimsch ist eine Reprokamera/Vergrößerer, die Filme oder Papier bis zu einer Größe von 50x60 cm verarbeiten konnte. Die Version, die ich benutzt habe, hatte eine Vakuumansaugplatte für die Filme/Papier. Sie war komplett mit Motoren verfahrbar. Der Reprotisch hatte Auf- und Durchlicht mit Xenon-Lampen. Der Hinterlinsenverschluss öffnete erst, wenn alle Lampen stabil leuchteten. Das ganze Gerät wog mehr als 800 kg. Sie war so konstruiert, dass der Raum geteilt werden konnte. Bei uns stand sie aber immer in einem Raum. Sie war ein perfektes und robustes Arbeitsgerät.


    Viele Grüße

    Renate

    Hallo Thomas,


    das ist ein sehr interessanter Beitrag, danke. Ich hatte früher gelegentlich mit einer Klimsch gearbeitet. Aber bei uns wurde nur reproduziert und nie gerastert. Dazu brauchte ich nie die extremen Blendwerte der Ronare. Die eingestellte Blende war ohnehin nur ein grober Anhalt, da die Klimsch die Blende beim Verfahren der Maschine sich immer automatisch anpasste.


    Die Klimsch ist längst Geschichte. Lediglich die 3 Ronare konnte ich retten. Ich versuche demnächst das 240 mm Objektiv an meine Toyo View anzubauen. Für Makros sollte das Objektiv ja gut zu gebrauchen sein.


    Viele Grüße

    Renate

    Ich habe mir mal mein Schneider Super-Angulon 8/90 genauer angesehen und dabei den Durchmesser der Blende versucht berührungsfrei zu vermessen. Erst bei Blendwerten größer 45 wird das Loch etwas kleiner als 2 mm. Die Hersteller scheinen bei Objektiven für analoge Fotografie die 2 mm Grenze ernst zu nehmen.

    Ja, das Super-Angulon 8/90 ist trotz seines Alters ein hervorragendes Objektiv. Allerdings habe ich es bisher nie stark abgeblendet. Blende 22 +- 1/2 war bisher immer ausreichend und gut.


    Leute, macht Euch nicht son Kopp um die Blende. Die Bildgestaltung ist viel wichtiger. Rechnerische Schärfe ist für die künstlerische Fotografie nicht förderlich.


    Viele Grüße

    Renate

    Die 2 mm Blende ist keine These. Sie ist ein Fakt. Die Formeln dazu lassen sich in jedem guten Physikbuch finden. Die Beugung des Lichtes hängt nur von dem Durchmesser der Blende und von der Wellenlänge des Lichtes ab.


    Ob die Beugung als Unschärfe für uns sichtbar wird, ist von dem Auflösungsvermögen des Empfängers und von der Toleranz des Betrachters abhängig. Da hat GF eindeutig Vorteile gegenüber KB. Mit einer Blende von weniger als 2 mm wird die Beugungsunschärfe langsam kontinuierlich mehr sichtbar als vorher. Es tritt keine schlagartige Verschlechterung ein.


    Insgesamt gesehen wird aber der Einfluss der Beugungsunschärfe auf die Qualität des Bildes meist überschätzt. Ansel Adams hat bei seinen frühen Fotografien immer die Blende 64 eingestellt und diese Bilder sind trotzdem von hervorragender Qualität.


    Viele Grüße

    Renate