Posts by Renate

    Hallo,


    ich bin sehr beeindruckt und werde versuchen, einen Nachbau zu machen. Ich habe die Hoffnung mein Ronar 1:9 240 mm damit zu einem brauchbaren Macro-Objektiv umzubauen. Einen neuen 3D-Drucker (Prusa i3 MK3S+) habe ich mir zu Weihnachten geschenkt und er wird gerade in Betrieb genommen. Die Realisierung wird aber einige Zeit benötigen, denn Zeit ist bei mir augenblicklich ziemlich knapp.


    Viele Grüße

    Renate

    Hallo der-photofreund,


    hmmm, da muss du aber von dem 240er Ronar eine light Version besitzen. Meines wiegt, inklusive Kontermutter, 1130 g. Die Klimsch, in der es eingebaut war wog ca. 800 kg. Da kam es wohl auf ein Gramm nicht an. Mein Symar S 5.6/300 wiegt, inklusive Verschluss, aber auch etwa 1 kg.


    Ich plane, das 240 dafür zu nutzen, wofür es gebaut wurde: als Makroobjektiv. Für die Landschaften haben ich bessere Objektive. Dazu werde ich mir aber eine leichtere Kontermutter bauen. 1 cm dickes, massives Messing ist nicht unbedingt notwendig.


    Übrigens, von Rodenstock weiß ich, dass bei den Ronaren die beiden Linsenelemente so gepaart wurden, dass sie optimal zueinander passen. Sie sind also nicht zwischen Objektiven austauschbar. Dünne Ringe wurden in den Fassungen, die ich habe, nicht verbaut.



    Viele Grüße
    Renate

    In welcher Distanz befand sich das Objekt? Die Ronare sind reine Nahlinsen, die für Abbildingsmaßstäbe um 1:1 konstruiert sind. In dem Bereich sind sie perfekt. Ich hatte sie früher zusammen mit einer Klimsch Autovertikal benutzt. Mit unendlich habe ich sie nie ausprobiert. Die Linsen, die ich habe, besitzen keinen Verschluss. Es gibt nur eine Blende. Die Klimsch hatte einen Hinterlinsenverschluss. Meine Linsen passen auch nicht in einen Standard-Verschluss. Allerdings besitze ich nur 240 mm, 360 mm und 480 mm Brennweite.


    Bei ebay sehe ich gerade ein Ronar 150 mm im Copal 0 Verschluss. Soweit ich weiß, wurden sie nicht dafür konstruiert. Wenn ich mal viel Zeit habe, baue ich das 240 er auf eine Platine für eine Toyo View auf und mache damit Aufnahmen.



    Viele Grüße
    Renate

    Im anglikanischen Sprachgebrauch wird die Mattscheibe "ground glass" genannt. Das ist praktisch eine Beschreibung der Herstellung. In der Optik benutzt man aber nicht Schleifpapier, sondern Schleifpulver, das in Wasser aufgeschwemmt wird. Damit erreicht man gleichmäßigere Ergebnisse. Das Schleifpulver gibt es in verschiedenen Feinheitsgraden als Carborundum oder Schmirgelpulver.


    Ich besitze zwar das Material, habe aber noch nie versucht Mattscheiben damit zu erzeugen. Daher weiß ich nicht, welches Schleifmittelgröße optimal ist.



    Viele Grüße
    Renate

    Hallo,


    ich betreibe in meinem Labor 2 Kondensorvergrößerer, die jeweils mit einer handelsüblichen LED-Birne mit E27 Sockel und einer opalen Abdeckung versehen sind. Beide Birnen haben eine Farbtemperatur von 4000 K und eine Hellichkeit von über 1000 lm. In der Regel benutze ich die Vergrößerer, um mal eben einen KB-Film oder kleines Mittelformat ohne finetuning auf 10x15 cm Papier abzuziehen. Die Belichtungszeiten sind bei Kontrastfilter 2 in der Regel sehr kurz.


    Für die präzise Ausarbeitung von Ausstellungsbilder experimentiere ich derzeit mit RGB-LEDs. Dazu benutze ich 2 Vergrößerer mit Mischlicht. Details dazu werde ich schreiben, sobald ich sicher bin, damit erfolgreich arbeiten zu können. Derzeit ist meine Freizeit aus familiären Gründen allerdings sehr limitiert, sodass ich nicht zu den Praxistests komme.



    Viele Grüße
    Renate

    Weiße LEDs, die Fotopapier belichten sollen, brauchen eine Farbtemperatur von 4000 K oder höher, sonst wird die Belichtungszeit im harten Bereich ziemlich lange.


    Diesen Satz habe ich schon so häufig wiederholt, dass ihn eigentlich inzwischen alle Maker kennen sollten.



    Viele Grüße
    Renate

    Der Lichthofschutz wird in der Regel durch Wasser oder durch Entwickler entfernt. Dazu muss der Entwickler ausreichend alkalisch sein. Wenn er das nicht ist, bleibt immer etwas im Film zurück.


    Versuche mal den Film in einem alkalischen Bad zu klären. Soda könnte ausreichen. Natronlauge funktioniert immer, ist aber etwas gefährlicher. Vielleicht geht auch Natriumsulfit.



    Viele Grüße
    Renate

    Die 60ml sind bereits die Gesamtmenge an Flüssigkeit, also Entwickler +Aktivator+Wasser (1+1+18). Das darf nicht mehr verdünnt werden. Realistische Mengen werden wohl zwischen 100ml und 200ml Gesamtmenge liegen.


    Den Gewinn macht einmal die Umwelt und zum anderen mein Portemonnaie.


    Viele Grüße
    Renate

    Für 2 Planfilme (4x5 inch) wären beim Wehner-Entwickler theoretisch für eine normale Entwicklung 3ml Entwickler, 3ml Aktivator und 54ml Wasser (1+1+18) ausreichend. Vermutlich werden die 60ml Flüssigkeit aber nicht ausreichen, um eine gleichmäßige Entwicklung beider Planfilme zu garantieren. Daher stellt sich mir die Frage, mit wie wenig Gesamtflüssigkeit kann ich erfolgreich rotieren und eine gleichmäßige Entwicklung bekommen. Die Menge Entwickler, die oberhalb der Mindestmenge liegt, die für das Filmmaterial notwendig ist, verbessert das Ergebnis nicht und wandert ungenutzt im Müll und der soll minimiert werden.


    Zum Kippen von 6 Planfilmen (4x5) in der Dose benötige ich 1000ml Flüssigkeit mit 50ml Wehner-Entwickler. Bei theoretisch optimaler Ausnutzung würde das für 33 Planfilme reichen können.


    Viele andere Entwickler werden höher verdünnt. Da fällt das Missverhältnis nicht so deutlich ins Gewicht. Dennoch wird auch hier mehr Müll produziert, als für eine Filmentwicklung notwendig wäre.


    Die Entwicklung in einer Schale kommt übrigens dem minimieren von Entwicklerflüssigkeit gut nahe. Bei 13x18 Schalen kann ich mit 250ml Entwickler bequem 2 Planfilme entwickeln. Mit etwas Übung könnte man auch mehr Planfilme kratzerfrei entwickeln.


    Fotos von meinem gedruckten Einsatz werden noch folgen.



    Viele Grüße
    Renate

    Ich habe inzwischen alle möglichen Arten von Entwicklung beim Planfilm ausprobiert. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Keine ist uneingeschränkt gut oder schlecht bei mir und bei allen gibt es Fehlermöglichkeiten.


    Gerade probiere ich eine neue Methode. Rotation in einer Paterson-Dose mit maximal 2 Planfilmen und minimalem Entwicklerverbrauch. Ich bin derzeit von dem Wehner-Entwickler begeistert und der wird vorzugsweise mit geringen Mengen rotiert. Den Einsatz für die Planfilme habe ich mir 3d-gedruckt. Der erste Test verlief erfolgreich mit 190 ml Entwickler. Eine Reduktion auf 120 ml ist geplant.


    Für die Schalenenrwicklung im Dunkeln habe ich mir einen Timer gebaut, der mich sicher durch alle Stufen leitet und per Fußschalter bedient wird. Der Timer ist aber auch für rotieren oder kippen im hellen gut zu gebrauchen.


    Wenn ich mit Rodinal oder Xtol entwickeln will, nehme ich den MOD54 Einsatz und kippe mit 1 l Entwickler in der Paterson-Dose.


    Combi-Plan hat dann seine Vorteile, wenn man mehrere Tanks hat und im Dunkeln den Film in den nächsten Tank tauchen kann.


    Viele Grüße
    Renate

    Wird die Wärme, die durch eine Glühlampe erzeugt wird nur durch Konvektion übertragen, wandert die heiße Luft stets nach oben. Aber die Glühwedel produziert jede Menge Licht in Form von Infrarotstrahlung und für die gelten die optischen Gesetze und so gelangt die Wärmestrahlung nach unten direkt auf das Negativ, das aufgeheizt wird und sich verbiegt.


    Daher habe ich unter dem Negativ immer eine Maske und oberhalb immer ein AN-Glas. Andernfalls kann man auch das Negativ vorheizen, fokussieren und sofort die Belichtung anschließen.


    Da RGB-LEDs keine Infrarotstrahlung emittieren, bleiben die Negative mit dieser Beleuchtungsart einfach kalt. Die Wärme, die bei dem Betrieb der LEDs entsteht, wandert per Konvektion nach oben und verschwindet. Mit LEDs kann ich also ohne Probleme glaslos arbeiten.


    Viele Grüße
    Renate

    Auf Wikipedia gibt es einen ausführlichen Artikel zum Thema "Schwarzer Körper". Darin findest du die Antwort auf deine Frage. Die Glühbirne ist in eingeschalteten Zustand eine gute Annäherung an einen "Schwarzen Körper".


    Viele Grüße
    Renate

    Ja, Cherub, ich meine das ein- und ausschalten des Netzteils. Das ist weder gut für das Netzteil, noch für die LEDs. Bei den LEDs, mit denen ich gerade experimentiere, wird davon deutlich abgeraten. Die dürfen erst mit der Stromversorgung verbunden werden, wenn die Versorgungsspannung konstant ist. Eine Rampe ist nicht nötig. LEDs können beliebig oft von 0 auf Maximum geschaltet werden, aber nie darüber hinaus.


    Viele Grüße
    Renate

    Diese Art zu steuern ist tatsächlich nicht empfehlenswert. Der undefinierte Zustand beim Einschalten des Netzteils kann LEDs zerstören. Eine Konstantstromquelle kann das aber unter Umständen abfangen. Außerdem hat das Netzteil eine Anlaufzeit, sodass die Belichtungszeiten bei kurzen Zeiten nicht konstant sind.


    Ich benutze Konstantstromquellen von RECOM, z.B. RCD-24-0.70. Die besitzen einen Standby-Modus und können fast ohne Verzögerung eine LED einschalten. Belichtungszeiten von 1/1000 Sekunden sind damit möglich.


    Auch Hochstrom-LEDs haben keine Probleme mit PWM und können beliebig oft geschaltet werden, solange man die Grenzwerte einhält.


    Viele Grüße
    Renate

    Ich empfehle bei weißen LED und klassischen MG-Filtern immer eine Farbtemperatur von 4000 K. Damit erhalte ich einen ähnlichen Kontrastumfang wie bei Opalglühlampen mit 2700 K. Bei noch höherer Farbtemperatur wird es zunehmend schwierig, den weichen Bereich zu nutzen, bei niedrigeren Farbtemperaturen wird Belichtungszeit mit harten Filtern sehr lang.


    Zur Erklärung: Bei Glühlampen ist bei gleicher Farbtemperatur ein höherer Anteil an für das Auge unsichtbarem blauen Licht vorhanden, der bei den LEDs fehlt. Daher braucht man zum Ausgleich bei den weißen LEDs einen höheren Anteil an sichtbarem blauen Licht um auf die gleiche Belichtungszeit zu kommen. Alle Fotoemulsionen sind immer im UV empfindlich.


    Viele Grüße
    Renate

    Die LEDs habe einen unschlagbaren Vorteil gegenüber den alten Leuchtmitteln. Sie produzieren nebenher weder UV noch Infrarotstrahlung. UV-Strahlung produziert Unschärfe auf dem Bild, da die Objektive für den Bereich nicht korrigiert sind. Die Infrarotstrahlung heizt die Negative auf, die sich dann verbiegen und ebenfalls Unschärfen verursachen.


    Entscheidend ist immer dass man die LEDs passend zur Farbempfindlichkeit der Papiere auswählt. Das ist bei der heutigen Auswahl an LEDs gut zu machen.


    Meine LED-Experimente beziehen sich auf SW-Fotografie. Farbabzüge mache ich nicht, da es derzeit keinen RA4 Prozess kenne, der bei Zimmertemperatur funktioniert.


    In der SW-Fotografie haben LEDs noch einen weiteren unschlagbaren Vorteil gegenüber Glühbirnen. Das Rotlicht kann unabhängig von den anderen Farben ein- und ausgeschaltet werden. Beim Abwedeln und Nachbelichten kann ich die Pappe bei Rotlicht positionieren und dann die Belichtung mit Blau oder Grün starten. Da LEDs keine Warmlaufphase haben, sind dabei sogar extrem kurze Belichtungszeiten möglich.


    In der nächsten Zeit werde ich meine Experimente mit LEDs fortführen können und davon berichten.


    Viele Grüße
    Renate

    Ich habe im Netz ein Schaltbild gefunden, dass das Netzteil vom Trialux darstellen soll. Der Kondensator und der Widerstand bilden ein Störfilter. Der Wert des Widerstandes entscheidet über die Eckfrequenz und ist ansonsten unkritisch. Wenn die Eckfrequenz aber den 50 Hz nahe kommt, wird der Widerstand sehr warm. Im Prinzip sollte das Netzteil auch ohne den Widerstand funktionieren.


    Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit des Schaltbildes.

    Um diese Art Schrauben lösen benutze ich einen Schlitzschraubendreher mit nicht so scharfer Klinge, der aber auch gutem harten Stahl besteht. Er muss mindestens so breit sein, wie der Schraubenkopf ist. Der Schraubendreher wird am tiefsten Punkt angesetzt, also direkt an den Rampen. Dann wird der Schraubendreher gleichzeitig auf den Schraubenkopf gedrückt und langsam nach links gedreht. Der Druck muss gerade so stark sein, dass der Schraubendreher nicht abrutscht. Die Drehung muss langsam und kraftvoll erfolgen.


    Man braucht etwas Geduld, aber meistens kann man die Schrauben lösen. Danach dreht man sie mit weniger Druck und viel Geduld ganz heraus. Diese Art von Schrauben kann man beim rein drehen nicht so feste anziehen wie es bei Schlitzschrauben üblich ist. Deshalb reicht oft die Haftreibung am Schraubendreher aus, um sie zu lösen.



    Viel Erfolg
    Renate