Posts by Renate

    Hallo,


    Ich bin jetzt etwas verwirrt aufgrund dieses Durcheinanders um den V700 und den V750.


    Nach meinen Recherchen auf der Homepage von Epson (die englische Version!) hat der V750 eine vergütete Glasplatte für die Vorlagen. Darüber hinaus ist er für die Benutzung von Flüssigkeiten vorbereitet, die den Kontakt Vorlage zu Glas verbessern soll. Bei der Software wurden die professionelleren Versionen beigelegt.


    Mich hätte alleine die vergütete Glasplatte interessiert, aber die Mehrkosten dafür waren mir zu hoch. Deshalb habe ich mir den V700 gekauft.


    Insgesamt gesehen bin ich sehr zufrieden mit dem V700. Ich setzet ihn hauptsächlich zur Archivierung der Filme und zur Vorbereitung der Arbeiten im chemischen Fotolabor ein. Tests bezüglich Auflösung und Maxiamaldichte habe ich noch nicht gemacht. Die Daten, die oben zitiert wurden sollte man auf jeden Fall mit Vorsicht genießen, da immer die Testbedingungen dabei stehen sollten und das fehlt dort leider. Z.B. ist der Begriff "Dichte" nicht klar definiert und ist immer vom der Art des Scanners abhängig. Anders als beim Meter oder Kilogramm gibt es keine Referenz.


    Das Bild "Solarisation" in der Kategorie "Alle nicht-GF-Bilder" habe ich vom Rollfim mit dem V700 gescannt. Das Bild wurde nur geringfügig in der Helligkeit und dem Kontrast verändert und nachgeschärft. Ein paar Staubflecken wurden wegretuschiert. Die Auflösung hatte ich auf 480 dpi eingestellt bei einem 6x7 Negativ.


    Der V700 hat zwar eine automatische Staubentfernung, die aber mit silberkornhaltigen Filmen prinzipbeding nicht funktioniert. Mit chromogenen Filmen habe ich sie noch nicht gestestet.


    Abschließend möchte ich noch sagen, dass mir die chemischen Prints wesentlich besser gefallen, als die digitalisiert ausgeduckten Bilder.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo,


    PanF in Perceptol ist in der Tat eine sehr interessante Kombination. Ich hatte sie mal vor längerer Zeit gerne benutzt. Mit dieser Kombination bekommt man eine echte Solaristion. D.h. die Schwärzungskurve geht nicht wie üblich bei viel Licht in die Sättigung über, sondern kehrt sich um. Zunächst nimmt bei steigender Intensität die Schwärzung zu bis zu einem Maximalwert. Wird die Intensität des Lichts noch weiter erhöht, nimmt die Schwärzung wieder ab. Die Sonnenscheibe ist am Rand weiß und wird zur Mitte hin wieder Grau. Das führt bei den Lichtern zu einem Mehr an Differenzierung. Ich habe bisher keine weitere Entwickler-Film Kombination gefunden, die eine echte Solarisation zeigt. Ich werde mal ein Negativ aus der Reihe scannen und in die Galerie einstellen. Da es mit einer MF-Kamera gemacht wurde, ist es unter der Kathegorie "Nicht GF" zu finden. Es wird aber noch ein paar Tage dauern, bis ich dazu komme.


    Zusatzerklärung:
    Eine echte Solarisation sollte nicht verwechselt werden mit einer Pseudosolarisation. Letzteres entsteht, wenn man während der Entwicklung im Labor kurzzeitig weißes Licht anmacht. Auch das gibt sehr interessante Effekte, beruht aber auf einen anderen Mechanismus.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo,


    Die Kühlung con CCDs ist nur bei Langzeitaufnahmen notwendig, wie sie in der Astronomie üblich sind. Bei Belichtungszeiten bis zu wenigen Sekunden geht das auch ohne Kühlung. Die Kühlung ist nicht notwendig, weil die Verlustleistung des Chips so groß ist, sondern um den Dunkelstrom zu reduzieren.


    Für die Astronomen geht mit diesem Chip ein langjähriger Traum in Erfüllung. CCDs hatten bisher immer den Nachteil, dass sie viel zu klein waren. Die Fotoplatten der Astronomen waren häufig 16x16 cm groß und auch 30x30 cm war eine häufig benutzte Größe.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo,


    Ich habe gerade einen Epson V700 geliefert bekommen. Das Teil hat 540.00 EURO inklusive Versand gekostet.


    Über die Qualität kann ich verständlicher Weise noch nichts sagen. Erst heute Abend kann ich anfangen damit zu expreimentieren.


    Ich habe jedoch nicht vor, den Scanner für Prints zu benutzen. Er soll mich lediglich bei den Vorstufen zu guten Abzügen und bei der Archivierung unterstützen. Die endgültigen Bilder mache ich nach wie vor nach guter alter Sitte im Labor.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo Jochen,


    Du gehörst also auch zu den Männern, die es nicht vertragen können, wenn eine Frau gebildet ist. Musst also unbeding zeigen, was du drauf hast! Die gibts leider in jedem Forum. Allerdings ist das Meiste, was du da geschrieben hast großer Quatsch, sozusagen eine Verschlimmbesserung. Ich will das jetzt nicht im einzelnen kommentieren, weil es sowieso niemanden interessiert. Aber es wäre besser, wenn der Beitrag gelöscht würde.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo,


    Ich habe den Balgen meiner Plaubel Junior ganz einfach mich schwarzer Schuhcreme behandelt. Das Zeug aufgetragen, einwirken lassen und dann poliert. Jetzt sieht er wieder toll aus und alles läuft wie geschmiert.


    Schadstofffreies Lederfett oder Schuhcreme gibt es in jedem besseren Bio Markt zu kaufen. Da steht dann auch immer drauf, was drin ist.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo,


    Ich habe einen Durst Laborator 1200 mit einem Farbkopf 450. Die Lampe darin wird mit 24 V bei 250 W betrieben. Der original Trafo hat keine Spannungsstabilisierung. Nach dem Einschalten den Netzteils läuft der Trafo ständig mit. Die Lampe wird mit einem Relais über die Sekundärspannung eingeschaltet. Das Relais wird jedoch durch den Ein- und Ausschaltstrom stark belastet und verschleißt. Das original Relais ist leider schwer austauschbar.


    Das Durchlaufen des Trafos hat den Vorteil, das beim Einschalten der Lampe nicht erst der Trafo in Betrieb gesetzt werden muss. Das Aufbauen des Magnetfeldes kostet etwas Zeit. Deshalb habe ich auch an der Sekundärspannung einen Widerstand angelötet, der so 4 bis 5 Watt ständig in Wärme umwandelt. Dadurch ist der Trafo nie im Leerlauf und das Einschalten wird beschleunigt. Die schnellsten Trafos sind übrigens Ringkerntrafos. Wenn man die mit 250 W in Betrieb versetzt fliegt jedoch oft die Sicherung raus.


    Das Netzteil meines Farbkopfes werde ich demnächst umbauen. Das Relais soll einfacher austauschbar sein. Parallel zu den Schaltkontakten des Relais kommt ein Varistor, der die Gegeninduktion beim Ausschalten kurzschließen soll. Das vermeidet den Ausschaltfunken. Eventuell ersetzte ich das Relais auch gegen einen Triac. Dann verliere ich jedoch etwa 10 bis 15 Watt Lampenleistung. Denkbar wäre auch ein Schaltnetzteil. Dann wäre die Spannung sogar stabilisiert. Die Spannung könnte dann so eingestellt werden, dass sie an der Lampe genau 24 V ist. Allerdings sind Schaltnetzteile in dem Leistungsbereich nicht ganz billig. Alle Leitungen im Sekundärbereich sollen dicker werden, auch die Zuleitung zum Kopf.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo Hako,


    Du scheinst neu in Münster zu sein oder du hast nicht auf meine Kurzbeschreibung geschaut. Havixbeck ist ein Vorort von Münster und ich habe in Münster eingekauft. Gestern Abend gab es in der Filiale Givenbeck noch genug Boxen zu kaufen. :smile:
    Freut mich zu lesen, dass es noch jemand mit Großforamtfotografie in Münster gibt.


    Hallo Uli


    Die passenden Bohrer sind nicht dabei. Aber in guten Werkzeugläden bekommt man Bohrer in 1/10 mm Abstufungen zu kaufen. Es ist also nicht schwierig einen passenden Bohrer zu finden. Es wird eher ein Problem sein, passende Stangen für Außengewinde zu bekommen.



    Viele Grüße
    Renate

    Hallo Bastler,


    Ich habe mir heute bei Aldi Nord einen Satz Gwindeschneider gekauft. Neben den üblichen metrischen Gewinden sind dort auch Zollgewinde dabei. Die in der Fotografie wichtigen Gewinde von 1/4 Zoll und 3/8 Zoll sind ebenfalls dabei. Es gibt sie sowohl für Innengewinde als auch für Außengewinde. Der Preis mit weniger als 16 EUR für das gesamte Sortiment ist recht niedrig. Allerdings ist die Qualität auch nicht die Beste. Für gelegentliches Gewinde schneiden wird es hoffentlich reichen.


    Viele Grüße
    Renate

    Hallo,


    Ich habe nach einigen Fehlversuchen mit Tabellen, die dem Papier beilagen, mich dazu entschieden, Papier und Farbmischkopf individuell einzutesten. Das kostet zwar immer ein paar Tage Zeit, aber wenn die Tabelle steht, komme ich schnell zu perfekten Resultaten. Die Zeit ist also gut investiert.


    Ich habe mich für eine Methode entschieden, die ich in einer alten Foto&Labor gefunden habe. Bei dieser Methode legt die Belichtungszeit den Weißwert auf dem Positiv fest und mit der Gradation steuert man den Schwarzwert. Mit den Multigrade-Filtern klappte das nie so gezielt.


    Diese Methode niederzuschreiben dauert jedoch ein paar Tage (mit Bildern und Beispielen). Ich werde mich irgendwan mal daran setzten, wenn ich wieder beim Eintesten bin. Demnächst stelle ich auf ein neues Papier um. Als Hilfsmittel wird ein Graukeil und ein Programm zum Kurvenzeichnen oder Millimeterpapier und Bleistift benötigt.


    Viele Grüße
    Renate

    Zu allererst muss die Höhenverstellung mit Seilen gesichert werden. Nach dem Abbau des Kopfes fehlt es an Gewicht und die Ausgleichsfeder zieht den Rest schlagartig nach oben. Das knallt ganz schön. Die Klemmung an der Höhenverstellung reicht zur Sicherung nicht aus.


    Danach baut man die Mischbox und die Negativbühne aus.


    Der obere Teil des Kopfes ist mit mehreren Schrauben mit dem unteren Teil verbunden. Diese Schrauben sind unscheinbar und relativ klein. Dann kann man den oberen Teil mit Filtern abnehmen. Gleichzeitig wird damit die Befestigung des Kopfes an den Zapfen freigelegt. Der Kopf ist mit zwei federnden Metallplatten an den Zapfen befestigt. Wenn man die Schrauben gelöst hat und die Metallplatten entfernt sind, kann man den Kopf nach vorne abziehen. Wenn das schwer geht, liegt es daran, dass das Fett alt und verharzt ist. Dann sollte das Fett ausgewaschen und erneuert werden.



    Viele Grüße
    Renate

    Ich habe die Ausstellung in Berlin gesehen. Alle Vergrößerungen sind von hervorragender Qualität. Auch die Präsentation ist erstklassig. Einen Katalog gibt es dort zum Vorzugspreis von ca. 50 EUR, sonst kostet er fast 80 EUR. (Diese Angaben sind ohne Gewähr.) Alles sehr empfehlenswert.


    Gruß Renate

    Rodinal als Konzentrat hält ewig und 3 Tage. Auch wenn das Zeugs total verfärbt aussieht, es entwickelt einfach immer. Man braucht sich also nicht beeilen, die Flasche leer zu bekommen.


    Ich habe früher Rodianl 1:10 benutzt, um Agfa Ortho steil zu entwickeln. Die Ergebnisse waren etwas weicher, als die Ergebnisse mit Eukobrom 1:10. Rodianl könnte wahrscheinlich auch bei Papier gut arbeiten, jedoch werden die Entwicklungszeiten etwas länger sein. Die meisten Papiere haben eh eingelagerte Entwicklersubstanzen. Denen ist der verwendete Entwickler mehr oder weniger egal. Sie brauchen nur eine alkalische Suppe, damit es losgehen kann.


    Gruß Renate

    Die Perspektive eines Fotos ergibt sich auschließlich aus dem Abstand zwischen dem Objekt und der Frontlinse. Die Brennweite des Objektivs spielt dabei keine Rolle. Das Gerücht hält sich nur hartnäckig, weil man bei kurzen Abständen gerne zu Weitwinkel und bei weiten Abständen gerne zu Teleobjektiven greift. Das erzeugt den Eindruck, Teleobjektive würden die Perspektive komprimieren. Wenn man mit einem langbrennweitigen Objektiv eine Aufnahme macht und diese vergleicht mit einer Ausschnittvergrößerung vom gleichen Objekt, jedoch mit einem kurzbrennweitigen Objektiv aufgenommen, kommt immer die gleiche Perspektive heraus. Gleicher Aufnahmeabstand ist dabei vorrausgesetzt. Feininger hat das sehr schön in einem Buch demonstriert.


    Daher nehme ich für Portraits gerne den empfohlenen Abstand von 1.5 m bis 2.0 m. Die Brennweite entscheidet lediglich darüber, wie stark ich das Aufnahmeformat ausfülle. So gesehen ist eine Aufnahme mit 180 mm Brennweite mit MF gleichwertig mit einer Aufnahme mit GF. Bei GF ist nur mehr Hintergrund drauf.


    Ich betone hier nochmal, dass das meine persönliche Art ist, Portraits zu machen. Es gibt keine Vorschrift, genau den Abstand zu nehmen. Wichtig ist nur, dass am Ende ein interessantes Bild herauskommt. Wenn eine andere Perspektive besser aussieht, dann ist das immer richtig.



    Gruß Renate

    Ich war mal vor ein paar Jahren im Norden von Finnland. Es waren etwa zwei Wochen im Februar und meistens war es zwischen -10 und -25 Grad kalt. Da viel Schnee lag, war es oft auch nachts hell genug zum fotografieren. Als Kamera hatte ich eine Kleinbild und eine Mittelformat mit, beide mit mechanischem Verschluss. Die KB-Kamera hat einen eingebauten Belichtungsmesser, der von einer PX28 gespeist wird. Nach ca. 15 Minuten war die Batterie so kalt, dass der Belichtungsmesser ausfiel. Der Verschluss funktionierte jedoch weiter problemlos. Wegen der MF-Kamera hatte ich noch einen Handbelichtungsmesser mit, den ich immer tief unter der Kleidung in die Hosentasche steckte und auf diese Weise warm hielt. So kam ich trotzdem zu gut belichteten Fotos.


    Letztes Jahr war ich mit einer Vollautomatischen Kleinbildkamera auf dem Land unterwegs. Es war so um 0 Grad. Mit dieser Kamera sammel ich Ideen für die GF-Fotografie. Die Kamera hat eine Lithium-Batterie. Sie versagte ebenfalls und es gab verdorbene Bilder.


    Von einem Bekannten weiß ich auch, dass seine elektronische Kamera bei großer Hitze in der Wüste versagte. Fotos waren nur in den kühleren Morgen- und Abendstunen möglich. Meine mechanische Kamera machte in der Wüste problemlos Fotos. Der eingebaute Belichtungsmesser fiel dabei nie aus.


    Elektronik und Batterien sind sehr viel stärker temperaturabhängig, als Mechanik. Daher verzichte ich, wenn es geht, auf elektronische Kameras und Zubehör.


    Gruß
    Renate

    Hallo Urnes,


    Natürlich kann man mit einer GF nahe an das Gesicht herangehen. Aber das ist unangenehm für das Model und die Gesichter auf den Bildern sehen doch reichlich verzerrt aus. Mit der Beleuchtung wird es dann auch schwierig, da dann der Platz knapp wird. Ich bevorzuge es doch, für Portraits mindestens 1,5 m Abstand einzuhalten.


    Gruß
    Renate

    Mir ist nicht klar, was der Vorteil von GF bei Portraits ist, wenn man ein 150mm Objektiv benutzt. Der größte Teil des Film wird doch nur mit Hintergrund belichtet. Mit meiner MF-Kamera und dem 180mm Objektiv kann ich problemlos ein formatfüllendes Bild auf Rollfilm machen. Allerdings sind die Probleme mit dem Licht und der Schärfentiefe die gleichen. Mit einem 360 mm Objektiv sähe die Sache natürlich anders aus.


    Gruß
    Renate

    Ich habe in der Astronomie eine lange Zeit mit Densitometern gearbeitet und auch eine Arbeit darüber geschrieben. Da ich jetzt nicht mehr Astronomie mache, habe ich auch keinen Zugang mehr zu solchen Geräten. Zu Hause besitze ich (noch) keins, da ich es bisher nicht wirklich brauchte. Ich denke aber darüber nach, mir ein einfaches zu basteln. Die Elektronik kann preiswert gehalten werden. Das Gehäuse und die Optik ist ein wenig Fummelei. Die Eichung sollte (auch ohne Eichamt) kein Problem darstellen.


    Die Benuzung eines Belichtungsmessers und einer Leuchtplatte wäre ebenfalls möglich. Ich habe das bei Andreas Weidner gelesen. Allerdings habe ich es noch nicht ausprobiert. Die EV-Skale ist bereits logarithmisch und könnte direkt benutzt werden. Mein Belichtungsmesser zeigt nur 1 Stelle nach dem Komma an und das ist etwas wenig. Die einzelnen Zonen haben einen Abstand von D=0,16 und da brauche ich schon eine weitere Stelle.


    Was den Scanner angeht, fällt mir derzeit kein brauchbares Auswerteprogramm an. Gescannt werden müsste in Tiff oder einem anderen verlustfreien Format. Aus den verschiedenen Pixeln der zu messenden Fläche muss ein Mittelwert gebildet werden. Das Gleiche macht man mit der klaren Emulsion und dann rechnet man den Dichtewert nach den Formeln aus.



    Gruß
    Renate

    Man kann keinen Scanner zur Dichtebestimmung benutzen. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Durchlichteinheit eine hohe maximale Dichte zuläßt und dass mit 16 Bit Auflösung digitalisiert wird. Ansonsten würden die Werte zu ungenau.


    Ein Scanner misst primär immer die Transmission. Die Transmission ist definiert als der Messwert relativ zum Referenzwert. Die Messwerte verändern sich aber mit den Einstellungen im Scanprogramm. Also muss der Referenzwert mit den gleichen Einstellungen gemessen werden. Im Falle des Zonensystems wäre die Referenz ein Stück klare Emulsion, also ein Teil des Films, der nicht belichtet, aber mitentwickelt wird. Die Transmission ergibt sich dann aus: T= Messwert/Referenzwert.


    Die Dichte ist eingeführt worden, um nicht immer mit so kleinen Zahlen zu hantieren. Sie ist definiert als: D=lg(1/T); lg ist Zehnerlogarithmus.


    Die Messung in Transmission hat den Nachteil, dass die Werte ungenauer werden je höher die Schwärzung des Films wird. Die Digitalisierungsstufen des Analog-Digital-Wandlers sind ungleichmäßig verteilt. Geringe Schwärzen werden feiner unterteilt als hohe Schwärzen. Auch nimmt das Rauschen mit der Schwärze zu. Deshalb messen die echten Desitometer direkt die Dichte. Technische Details lasse ich hier erstmal weg. Für den Bereich, der beim Zonensystem wichtig ist (D= 0,0 ... 1,5), wären moderne Scanner durchaus genau genug.


    Schließlich bleibt die Frage der Eichung. Jeder Scanner hat seine eingene Charakteristik. Die Messwerte sind also nicht direkt miteinander vergleichbar. Mit einer Referenz kann man einen Umrechnungsfaktor bestimmen. Dazu braucht man einen kalibrierten Graukeil.


    Das hört sich alles erstmal kompliziert an, ist aber garnicht so schwierig. Praktisch fehlt nur ein geeignetes Auswerteprogramm und eine klare Messforschrift.


    Gruß
    Renate