Posts by Xipho

    Habe gestern bei Zelluntersuchungen folgendes rausgefunden:

    Es sind zwei jeweisl vollverkittete Zellen, sind auch einzeln keine Anastigmate, nur zusammen (wie das klassische Protar (nicht Doppel-Protar!!!)

    Vorne ist ein Neuachromat verbaut, erkennbar an der Nicht vorhandenen sphärischen Korrektion (bei Durchsehen als Lupe biegen sich die Ränder abenteuerlich ins unscharfe weg)

    Sicher erkennen kann ich neben den zwei starken Reflexen nur einen Schwachen sicher, ob es einen zweiten gibt, vielleicht, bin aber sehr unsicher . Also es ist ein Zweilinser, evtl ein Dreilinser, immer voll verkittet (Verkittung ist übrigens noch 1A..)

    Hinten ist ein Altachromat, als die klassische Hälfte eines Apalanten. Der ist sphärisch korrigiert, muss aber Astigmatismus zeigen)

    Das komische ist, beim klassischen Protar ist vorne der Altachromat, Hinweise auf eine umgedrehte Bauweise bei Protar oder Nachbauten hab ich noch nirgends gefunden...

    Werde heute mir mal beide Gruppen auf der Mattscheibe ansehen, und die Brennweiten bestimmen...

    Hier die Reflexmuster der beiden Gruppen (beide Bilder oben Frontgruppe) nochmal

    jetzt hab ichs gefunden, mit dem Buch von Diserens:

    der Altachromat ist sphärisch korrigiert, dafür ist Astigmatisch, der Neuachromat ist nicht sphärisch korrigierbar.

    Dh die Frontgruppe des Ernar ist eindeutig der Neuachromat, wenn man ihn als Lupe benutzt, hat er eine grauenvolle sphärische Abweichung.

    Die Hintergruppe ist hingegen vereichnungsfrei, ebenso wie eine Dagorgruppe... Sie ist so was wie eine der beiden Gruppen eines Aplanaten...

    Der Ernemann Ernar ist also ein System: (umgedrehtes Protar?)

    sx/b/sx Kron/Flint/b/Kron/Flint

    Erstaunlich ist die Lichtstärke von 6,3 das echte Protar hat nur f9...

    Edit: es ga auch ein 6.3er Protar, das hatte 5 Linsen 3/2. Ob meine dicke Gruppe auch drei Linsen hat, weiß ich nicht, kann nicht sicher einen zweiten Reflex finden.

    In der lIteratur habe ich bisher keinen Hinweis auf ein umgedrehtes Protar gefunden. Evtl war es bei Ernemann eine Patentumgehung?

    also beim Dagor Frontelement sehe ich zwei starke und zwei schwache Reflexe, also je ein der Reflex der beiden Kittflächen. Die eine ist nur sehr schwer zu sehen, ein Minipunkt.

    bei der Ernar Front finde ich nur einen Innenreflex, ist es als eine Zweilinsige gekittete Gruppe? Das würde erklären, dass das Objektiv kein DA sondern nur ein A ist, denn ein verkitteter Zweilinser geht nicht anastigmatisch, ist ja nur ein Achromat.

    Hmm, wenn es die Kombination eines Neuachromaten und Altachromaten ist wäre es eine Protar-Kopie??

    Die beiden Gruppen sind ungleich, die vordere viel Dicker. Das Potar zb hat aber vorne den dünneren Altachromat,mund hinten den dickeren Neuachromat...

    Also ist das Ernar ein umgedrehtes Protar?

    Hallo,

    mir hat es schon mal jemand hier oder im DSLR-Forum erklärt, aber mir fehlt immer noch der Durchblick.

    Wie viele und wiel starke Reflexe muss man erwarten und was kann man an der Lage und Größe der Reflexe aussagen (über Art der Linsen zb)

    Aufgabe ist, die Bauweise der beiden Gruppen beim Ernemann Ernar zu bestimmen.

    Dazu im Vergleich, mit Bildern (immer Auflicht einer Halogenbürolampe)


    Einzellinse : positive Frontlinse eines Cooke-Tripletts

    Zwei Einsellinsen Sammel-steu: Frontgruppe eines Dialyt (Rodenstock Eurynar)

    Und noch Tessar-Frontgruppe Ebenfalls Sammel-Streu

    so, beide Verschlüsse sinde fertig.

    Der vom Xenar, der ja nur verharzt war, passt nach kleiner Schrecksekunde optimal.

    Aber auch der vom Symmar mit seinen verhunzten Lamellen geht wieder. Hääte ich nicnt gedacht, dass man die Lamellen einfach so mit der Nagelschere tunen kann. Ohne wärs nicht gegangen, 3 von 5 Lamellen waren vorne ausgefranst. Es hat mal jemand diese eine Lamelle mit dem Knick am Ende verkehrtherum eingebaut. Die Lamellen waren im Verschluss durchgebogen, jetzt sehen sie sogar wieder wie original aus.
    Wenn der dauerhaft am Leben bleibt, wars ein billiges Symmar 100

    Gut. Hab meinen auch wieder ganz...

    Nur zur Warnung nochmal:

    immer nur von oben rangehen, es sei denn ihr wollt Abenteuer oder die Lamellen des Verschlusses müssen ausgetauscht werden....

    diese vier hellen Schrauben führen zum Puzzle:

    Dann kann man die schwarze Aussenschale samt der Blendengruppe abheben, und man kommt auf die Lamellen, die aber nur aufgesteckt sind und einem entgegenfallen können....

    In dem Falll hab ich es bei dem compur von meinem Symmar 105 Bastelobjekt aufgemacht,mdenn da waren die Lamellen sichtbar falsch montiert und beschädigt....

    Oben, die Lamellen (eh falsch), unten der Verschlusstrieb ohne die Lamellen.

    Meine Lamellen waren durch die falsche Montage an den Spitzen teilweise zerfetzt... Sieht man evtl auf dem Bild.
    Hab radikal das Ausgefranste mit der Nagelschere weggeschnitten (ist trotzdem noch lichtdicht deckend) und das ganze nach dem Lagevorbild des intakten Schwesterverschlusses wieder zusammengebaut. Mal sehen ob das hält, andernfalls müsste ich mir die passenden Lamellen aus einem defekten Spenderverschluss mal holen...

    ganz easy un IMMER von oben! (ausser man hat verhedderte Verschlusslamellen)

    1) den Anzeiger der Blende abschrauben (nat nur das vordere Teil)
    2) die Blendenskala abschrauben (wobei ihch jetzt gar nicht sicher bin obs sgar nötig ist)
    3) bei deiner einen Sekunde sieht du innen diesen versenkten Kreis mit den zwei kl Löchern.
    Das muss du mit geeigetem Werkzeug (ich nehme einen geinen Schraubenzieher, denn ich an der geraden Kante anlege und so die Scheibe drehe, das geht besser ale wenn man mit Pinzette in die Löcher eingreifen würde) denn es ist auf der seite, die jetzt nach innen zeigt, rund und hält den Deckel, auf der anderen Seite abgeflacht, und wenn du dieses flache Seite nach innen drehst, wird der Deckel freigegeben.
    Dann muss du die Innenscheibe leicht in eine Richtung drehen, dann wird er freigegeben und man kann den inneren schwarzen Deckel abhebn.

    Danach kommt man entweder jetzt schon ran, um mit Benzin oder Iso und Bewegen und ggf qtips die Hemmwerke zu putzen, oder man kann wenn man will auch noch den Zeitenring ausheben (halt die Stellung merken. Ich zerlege immer in 1s Stellung, ist aber bei Rim Set sogar egal...

    (alles so wie bei #10, ist der gleiche Verschluss, nur als Linhof verkleidet....

    Mein neue Limhof Compur ruft auch, werde ich auch gleich angehen...

    so mit dem Schraubendreher ansetzen und die scheibe drehen... richtung ist egal...

    die Rodenstock von oben hat Zuwachs bekommen, eine jüngere Schwester, im Unterschied zu der obigen (Schätzchen 1) mit Dial-Set und Hozchassis, hat diese schon ein Metallchassis und den damals neuen Rim-Set Compur.

    Schätzchen IV ist eine praktisch fabrikneue! 9x12er Rodenstock-kamera (Rodenstock-Schriftzug auf der Rückwand) mir einem 4,5/150er Eurynar. Dieses Eurynar, einer der besten Dialyt-Doppelanastimaten damals, wäre alleine der Kaufgrund gewesen (als 150er auch an der Linhof 9x12 (II/III/IV) gut einsetzbar)

    Aber die Kamera ist so schön, dass man ihr kaum das Objektiv wegnehmen kann...

    (auf den Bildern ist die neuere immer rechts)
    Die Kamera hat eine extra Markierung (roter Punkt an Laufschiene) für Unendlich für die hintere Linsengruppe (dem Auszug nach dann ca 250mm Brennweite, natürlich als Zweilinser Anastigmat dann eher mau und stark abzublenden)

    Das Objektiv hat auc noch die alte Blendenskala, wer weiß wann sich die neue durchgesetzt hat (und warum gabs überhaupt zwei verschiedene?)



    Die Datierung ist:
    Objektiv 439xxx 1930/31
    Verschluss 2,25 Mio Ende 1932/Anfang 1933

    Demnach dürfte die Kamera erst 1933 verkauft worden sein.
    Die Lackierung ist noch ganz perfekt, kleiner Lederabrieb und bisschen Spuren vom Stativ, sonst piccobello und auch mal ein komplett sauberes Objektiv.

    Der Preis war als Auktion sehr erfreulich....