Posts by AndreasJB

    Die ganze Massnahme ist irgendwie unverhältnismäßig.

    Sehr höflich ausgedrückt -- sie ist kompletter Irrsinn. Man könnte auf die Idee kommen, *seine* Privatsphäre wurde durch das in seine Wohnung sehen verletzt, schließlich kann er in seine Bude stellen, was er will und auch nackig dort rumlaufen.


    VG & besonders viel Erfolg beim sich Wehren

    Andreas

    Die Scharfstellerei auf dem Grundbrett ist meiner fortschreitenden, geriatrischen Multimorbidität zuwiderlaufend.

    Tja, es geht den Menschen wie den Leuten. Wenn dann auch noch der Abstand Grundbrett--Hebel/Drehknopf so groß ist, daß man entweder nur gucken oder nur verstellen kann...


    Ich habe mir das römische Mosaik auf Folie gedruckt, das ist so groß, daß man zumindest auf die Entfernung schon ziemlich scharf stellen kann. Vielleicht ist das schon mal Erste Hilfe...


    Viele Grüße

    Andreas

    Hallo,


    gestern habe ich das erste Mal Caffenol C-M ausprobiert, Opfer war ein AGFA Strukturix D4 (Röntgenfilm, 100 ASA), von dem ich mal ein Pfund Blätter 18x24 günstig erwischt habe. In dem Caffenol wird ja Vitamin C als Reduktionsmittel verwendet. Hinlänglich bekannt müßte auch sein, daß man Silberspiegel mit Traubenzucker (Glucose) als Reduktionsmittel herstellen kann. Das hat mich veranlaßt, statt Vitamin C eben Traubenzucker auszuprobieren. Bei der Gelegenheit habe ich auch ausprobiert, wo die Schicht in Bezug auf die Verpackung ist, der Film hat ja keinen notch code. Beide Aufnahmen sind als durch den Träger belichtet worden. Objektiv war ein altes Messingobjektiv einer Holzkamera (1:25, 240mm, 1/8 s), vielleicht ein Petzval.


    Caffenol C-MCaffenol "Gluc"
    250 ml Wasser250 ml Wasser
    10 g Instantkaffee10 g Instantkaffee
    14 g Soda14 g Soda
    4 g Vitamin C2 g Glucose


    Die Brühe aus Soda und Kaffe habe ich heiß angesetzt und nach Abkühlen geteilt, der einen Hälfte das Vitamin C, der anderen den Traubenzucker zugesetzt. Meiner Ungeduld ist geschuldet, daß ich den Film mit C-M bei 24 °C/12' und die Zuckerbrühe bei 20 °C/15' entwickelt habe. Vitamin C und Glucose haben fast das gleiche Molekulargewicht (178 g/mol vs. 182 g/mol), wenn Vitamin C oxidiert wird, nimmt es zwei Elektronen auf, Glucose aber vier, deshalb habe ich nur halb so viel Zucker genommen. Soviel vorab, es funzt auch mir Traubenzucker.


    Hier zwei Ausschnitte aus den beiden Aufnahmen, bei beiden habe ich mit GIMP invertiert, in Graustufen gewandelt und nur schwarz/weiß-Punkt eingestellt:



    Der Schatten in der Mitte kommt von der Spiegelung meiner Hand, die Negative habe ich vor Papier ins Fenster gehängt und mit dem Handy digitalisiert.



    Mein Eindruck ist, daß die süße Version ausgleichender ist, in den gedrehten Stäben ist noch Schatten erkennbar während in der Vitamin-Version alles weiß ist.


    Ich werde das mal mit normalem s/w-Film und etwas stringenter ausprobieren.


    Viele Grüße

    Andreas

    Dafür ist die Farbvariante fast monochrom - ich (!) liebe sowas. Jeder Jeck ist anders ...

    Ja, ich auch. Bei dieser Aufnahme unterstützt durch den Farbschwund bei Überlagerung des Films, der ist, glaube ich, ~10 Jahre alt. Manchmal gibt es schöne Effekte mit abgelaufenem Film, hier ein Beispiel, leider mit Lichleak.


    Hasselblad CM, Kleinbild FujiColor, Zeiss Planar 80mm

    Ich würde bei der verschiedenen Wirkung der beiden Bilder erstmal auf das unterschiedliche Licht tippen.
    Auch die verschiedene Cameraposition ist nicht unerheblich.

    Ja, Du hast schon recht. Die Aufnahmen habe ich gemacht, um die beiden alten Schätzchen nach Monaten -- ach, was sag ich, Wochen! -- das erste Mal auszuprobieren und mangels Zeit bin ich schlicht nur vor die Haustür gegangen zwischen zwei Besprechungen. Zwischendurch hatte ich noch das Lichteinfallproblem erledigt. Sicher gefällt mir auch das Motiv, sonst hätte ich ja auch ein Schachbrett knipsen können.


    Die ersten Aufnahmen sind ca. 11h vormittags entstanden und waren mir etwas zu kontrastreich, die beiden neuen habe ich um 9h morgens gemacht. Zwischendurch hatte ich den Rasen gemäht, deshalb steht die Bank nicht gleich schief und weil es auf mehrere Tage verteilt war, ist auch das Licht um 9h nicht ganz gleich. Den Aufstellpunkt des Stativs habe ich auch nicht markiert, kann gut sein, daß ich es ~1m versetzt aufgestellt habe. Dazu kommt, daß die beiden Technikas 13x18 sind und ich das 210er und 150er genommen habe, die Aufnahme mit der Color ist mit einem 150er auf 9x12. Letztere Aufnahme habe ich gemacht, um nur ein kleines Dia ggf. zu himmeln, weil mein Tetenal E-6 vielleicht hin wäre. Den C-41 habe ich mit einem KB-Film ausprobiert. Beide leben noch! :)



    Schloß Alfter (bei Bonn) Fuji GW690III, FujiColor 200 (abgelaufen), Tetenal C-41, CanoScan 9950f


    Ich habe vor einiger Zeit eine alte 13x18-Holzkamera mit einem Petzval (??? ohne Beschriftung) ohne Verschluss und leider ohne dazugehörige Steckblenden gefangen und für die Sinar adaptiert. Das kleine Ding hat eine Brennweite von ~210mm, Blende 25 und leuchtet sogar 18x24 aus! Damit wollte ich mal ein schönes 18x24-Dia machen, da ich aber in meinem Fundus nur ganz wenig 18x24/8x10-Film habe, wollte ich wissen, ob die Farb-Entwickler noch leben.


    So weit, so gut: Beide Technikas/Verschlüsse funzen, die beiden alten Objektive gefallen mir, die beiden Entwickler leben noch, ich hab das Gefummel mit den Blechkassetten geübt und ich weiß endlich, wie ich die Fuji dazu bringe, KB-Film nicht nur zu transportieren sondern auch dann den Verschluss zu spannen. Da sollen meine Reste KB-Scala verbraucht werden. Also, meine technischen/praktischen Beweggründe sind zufriedenstellend erledigt UND ich habe schöne Aufnahmen.


    Aber heißen Dung für Eure Diskussion. Wenn man dauernd Rasen mähen muß, fällt einem nicht so sehr auf, was für ein schönes, kleines Fleckchen Erde das ist. Ich werde die Aufnahmen (mit dem Petzval) nochmal machen, vorher aber mit der Ausrichtung der Bank spielen (das schiefere gefällt mir besser) und markieren, wo die Füße stehen müssen, das gleiche in der Einfahrt mit der Position des Statives. Mit dem Stativkopf, der die Gradeinteilung hat, müßte man die Blickrichtung besser wiederholbar zu machen. Ich hatte mich an dem Pott im Hintergrund orientiert, offensichtlich mit zuviel Streuung. Im Herbst mit bunten Blättern und schönem Sonneneinfall wird das bestimmt auch super oder im Winter bei Schnee.


    Viele Grüße

    Andreas

    Hallo, Thomas,


    gestern erst habe ich meinen Fang eines leider unbezeichneten Objektives ausprobiert. Es kam an einer Holzkamera 13x18 auf einer Holzplatte ohne Steckblenden.



    In der Bucht habe ich jemanden gefunden, der Sinarplatinen "nachdruckt" und mir eine mit etwa passendem Durchmesser bestellt. Mit einem scharfen Messer konnte ich den Durchmesser so anpassen, daß das alte Objektiv reinpaßte, dann Löcher vorbohren, festschrauben -- voila.


    Wegen fehlender Bezeichnung und Angaben habe ich das an die große Sinar gepackt, zu meiner Überraschung festgestellt, daß es sogar 8x10 ausleuchtet (vermutlich ohne Verstellreserve), die Brennweite zu ~210mm und die größte Blende zu 25 bestimmt. Das Versuchsergebnis, im Dunklen mit Taschenlampe auf dem Teppich den so bestimmten Bildkreis anzugeben, laß ich lieber.


    Der erste, leider durch Lichteinfall etwas verhunzte Versuch (boaaah, ist die Feder vom Mattscheibenteil stramm!) auf 18x24 Uralt-Orwo NP27 (abgelaufen 1974; f25/8, Rodinal 1:40 + 0,5g KBr/L, 20'/20°C) ergab =>



    Die gleiche Aufnahme mit einem Sironar-N 5,6/210 ist "nicht so schön" geworden wie das Gezeigte und wesentlich schärfer.


    Zu Deiner Frage: ich mußte nach Objektivwechsel nur ganz wenig drehen, um die Schärfe einzustellen.


    Bin gespannt auf Deinen ersten Versuch.


    Viele Grüße

    Andreas

    65 mm Sinar Sinaron W = Rodenstock Grandagon N inclusive Rodenstock Centerfilter E 58/77, Bildkreis 177 mm, Preis: 700,- (450,- + 250,-)
    72mm Schneider Kreuznach Super Angulon XL mit Original Schneider Centerfilter IVb, Bildkreis 226 mm, Preis: 900,- (600,- + 300 ,-)
    90 mm Sinar Sinaron W = Rodenstock Grandagon N inclusive Schneider Centerfilter IV, Bildkreis 236 mm, Preis: 750,- (450,- + 300,-)
    150 mm Sinar Sinaron WS= Rodenstock Apo Sironar W, Bildkreis 252 mm; Preis: 900,-

    Ui, Objektivladen oder Kapitalanlage? :P


    VG Andreas

    Was mich irritiert ist, dass auch die von der Halterung der Kassette abdeckte Teile des Films überbelichtet sind.

    Nicht dass der Film schon vor dem Einlegen in die Kassette Licht bekam.

    Grüße

    Da ich drei Kassetten in einem Rutsch geladen hatte und nur diese dann Licht bekommen hätte, wär das schon komisch. Dann eher die Kassette nicht richtig eingeschoben, dann kann das Licht parallel zur Kassettenrückwand von unten in die Falz leuchten.

    Da du ein Rotes Dreieck auf der Bezeichnung hast, ist es eine vergütete Version. Trotzdem würde ich immer ein Kompendium / Gegenlichtblende nutzen oder mindestens direktes Sonnenlicht abschirmen.

    Ah, danke, wußte ich gar nicht (rotes Dreieck)! -- Bei der Aufnahme stand die Kamera im Schatten und die Sonne war (verdeckt) hinter/über meiner linken Schulter. Aber danke, für den Brocken habe ich gar keine passende S.-blende glaub ich.


    Zu den Daten des Objektivs habe ich auch schon gesucht aber nix gefunden. Die Seite mit den Daten zu vintage Objektiven scheint nicht mehr online zu sein.


    VG Andreas