Posts by bonnescape.de

    Danke für die Hinweise, die auch bei mir in Richtung Deko-Stück gehen.

    Aber dagegen spricht, dass die „Kamera“ noch auf drei übereinander liegende, undekorativen Bretter mit gegenüberliegenden Scharnieren befestigt war.

    .......
    Aber, ich habe immer noch die Frage im Hinterkopf, was das ursprünglich einmal war.

    Kleines Missverständnis. Ich persönlich bin sicher, dass das ursprünglich eine Kamera war.

    Bei einem reinen Dekostück hätte man sich wohl nicht die Mühe gemacht, einen zahngeführten Laufboden zu konstruieren.
    Irgendwann hat sich ein Besitzer aber dafür entschieden, das Gerät zweckzuentfremden. Freilich ohne das Vorhaben zu Ende zu führen.

    In meinen Augen hat diese Zweckentfremdung etwas Barbarisches.

    Schön, dass du wieder eine Kamera daraus gemacht hast. :):thumbup:

    Hallo Jürgen,


    sieht aus, als wollte sich da jemand eine dekorative Uhr bauen.

    Das Glas mit der Messingfassung und dem linksseitigen Scharnier erinnert stark an ein Kaminuhrglas aus der Biedermeier-Zeit.

    Bei der "Blendenscheibe" fehlt dann noch das Zeigerpaar mit dem Quarzuhrwerk dahinter.

    Ein passendes Emaille-Zifferblatt wäre dann noch feiner gewesen.

    Große Klasse, Norman!

    Auch als Tryptichon sehr gelungen!

    In dieser Abbildungsgröße kann ich nichts erkennen, was man besser machen könnte.

    Danke fürs Zeigen!

    Vielen Dank für das Lob. :) Könnte es daran liegen, dass deine Bakelitkameras sehr viel kleinere Formte nutzen? Ich arbeite hier auf 8x10.

    Die Formate sind zwar kleiner, aber warum sollten hier andere optische Gesetze gelten? Es liegt wohl einfach daran, dass bei den Meniskuskameras die konkave Seite der Linse nach vorn zeigt (das Argument hatten wir ja schon, und ich hab nach norma 's Hinweis nochmal nachgesehen).

    Wie weit muss die Blende vom Meniskus entfernt angebracht werden? Nahe dran, weiter weg, wie?

    Um jetzt noch ein letztes Mal die kleinen Bakelits zu bemühen, bei denen man sich aber ganz gut abschauen kann, wie man mit Meniskuslinsen umgeht: Die Position der Blende ist meist unmittelbar davor, manchmal auch unmittelbar hinter der Linse.

    Danke für die interessante Anregung.

    Das vermittelt einen guten Eindruck, wie und in welchem Rahmen man die Linsen bildmäßig einsetzen könnte. Achromat#2 gefällt mir sehr gut.

    Bei der Meniskuslinse überrascht die extreme Unschärfe, aber die Ursache dafür hat norma ja bereits gefunden.

    Das hätte ich ansonsten auch nicht verstanden. Ich habe Dutzende Bakelitkameras mit einfacher Meniskuslinse in meiner Sammlervitrine, die sogar bei Offenblende bereits recht scharf abbilden.

    Hier schon mal was zum Abgleichen?

    ... almost unknown lens maker from the 1890 -1920s in Berlin.

    Genau, das ist die Barrel-Version (?) aus Google. Meines ist eine mit Verschluss dazwischen.

    Kann die Ziffer 555 oder 577 eine fortlaufende Serien-Nr. sein oder eher eine Typenbezeichnung?

    Die Beschriftung, teilweise mit Schreibschrift, ist älter als die standardisierten Beschriftungen aus den 1920ern. Passt zu den Angaben zu Riese.

    Zusammen mit einem schrottigen 9x12 Falter namens Reicka habe ich ein Objektiv mit der Aufschrift "Zonar F 5.5 120mm CE Riese Berlin Nr. 555" bekommen.

    Die Kamerareste deuten darauf hin, dass das mal was "Besseres" war. Daher vermute ich, dass das Objektiv auch keine billige Scherbe ist. Es handelt sich um einen unvergüteten 4-Linser mit zwei verklebten Linsengruppen. Sieht symmetrisch aus, wahrscheinlich ein Doppel-Anastigmat.


    Tante Gugl findet nicht mehr als zwei alte abgelaufene Uralt-Auktionen. Im Kadlubek finde ich auch nichts darüber.

    Hat von euch schon mal jemand von so einem Objektiv gehört, hat weitere Infos oder besitzt zufällig eines?


    Testen konnte ich das Teil noch nicht. Der schnuckelige FD Compound-Verschluss, in dem ich es bekam, macht mir noch Mühe.

    Der Verkäufer hatte mir ausdrücklich bestätigt, dass der Verschluss intakt ist. Wie sich später herausstellte, meinte er den Gehäuseverschluss beim Zusammenklappen der Kamera. :lol:

    Es hat sich leider schon länger auch außerhalb dieses Forums herumgesprochen, was hier für ein rüder Umgangston herrscht.

    Ich empfinde das als bedauerlich. Es sollte in unser aller Interesse sein, dass sich hier viele Kollegen trauen, ihre Arbeiten zeigen und das Forum damit inhaltlich lebendig zu halten.

    Im übrigen ist das Forum mit seinen Rubriken so sinnvoll strukturiert, dass hier jegliche Ausdrucksformen auf Planfilm, Rollfilm, Sensor und/oder als Stitching-Produkt oder was auch immer ihren Platz finden. Insofern verstehe ich über die Einordnung in das richtige Verzeichnis hinaus diese Grundsatzdiskussionen nicht.

    Na, wenn 6x18 cm kein Großformat ist, weiß ich nicht was ... ;)

    Vielleicht kann Andreas den Beitrag in die Rubrik "Bilder andere Formate" schieben. Dann passt es doch.

    Die Bildergebnisse mit dieser Technik sind offensichtlich experimentell. Man müsste sehen, wie man sich das bei speziellen Motiven zunutze machen kann. Wie wirkt sich das z.B. aus, wenn man mit der Kamera mitten im (Ur-)Wald steht und keine geraden Linien, sondern nur Pflanzen um sich herum hat? Das könnte sehr plastische, dynamische Bildwirkungen erzeugen. Ich finde es interessant, etwas über diese Kamera zu erfahren und hätte zu den Bildergebnissen gern noch ein Bild der Kamera im Einsatz gesehen.

    Danke fürs Zeigen!

    ... so dass man auf umständlichere Lösungen (.... oder nach vorn neigen und beide Standarten in die Senkrechte tilten) ausweichen muss

    Meine Wista 45 SP kann den Boden ein wenig nach unten abklappen.

    Ja, da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. In meinen Augen ist das mehr ein Tilt der Bildebene und es ist das, was ich zuvor mit der umständlicheren Lösung beschrieben hatte.

    Problem ist, dass sich nicht der Standartenrahmen gerade richten lässt, sondern nur die Objektivplatte im Rahmen. Dadurch verliert man die Senkrechtrastung und beim Shiften den Fokus. Sehr lästig. Daher habe ich für den Downshift die Kamera meist um 90° gedreht und die Horizontale Verschiebung genutzt. Geht natürlich nur, wenn nicht zugleich seitlich geshiftet werden muss. Summa summarum kann die von martinf5 angefragte dezentrierte Platte da ein wenig helfen, wenn bei parallel gestellter Bild- und Objektivebene nur geringfügig nach unten geshiftet werden soll.