Posts by bonnescape.de

    Bei alten gebrauchten Artikeln ist es schwer, Garantie für dauerhafte Funktionsfähigkeit zu geben.

    Defekte können nun mal auftreten, auch einen Tag nach dem Kauf (obwohl das dann schon ein gewisses Geschmäckle hat).

    Will ich als Käufer abgesichert sein, muss ich für mehr Geld beim Händler kaufen, der dann auch eine gewisse Garantie geben kann/muss.


    Andererseits: Da wir hier ja alle vom Fach sind, muss man sich auf die Aussage, ein Artikel sei technisch ok, schon verlassen können.

    Sonst kann man ja auch in der Bucht kaufen, wo man womöglich an einen Verkäufer gerät, der etwas aus dem Nachlass seines Opas bekommen hat und ahnungslos ist, wie er was testen kann. Dann kennt man aber die Risiken vorher.


    Wie AK schon schreibt, kann man als Verkäufer einen Defekt übersehen. Wenn zudem einiges dafür spricht, dass der Schaden schon zum Zeitpunkt des Kaufs bestand, würde ich es als seriös und kollegial empfinden, wenn der Deal rückabgewickelt wird. Der Verkäufer kann den Artikel mit korrekter Fehlerbeschreibung ja erneut verkaufen. Alternativ und insbesondere dann, wenn schon einige Wochen ins Land gegangen sind, finde ich eine Reparaturkostenteilung, wie Martin sie beschreibt, fair.

    Ich brauche Eure Hilfe!

    Wir im Forum können bei einem telefonisch abgewickelten Deal zwischen zwei Mitgliedern nicht helfen, sondern höchstens unsere Meinung kundtun.

    Sehr puristisch, geradezu mystisch mit der reduzierten Lichtführung.

    Sehr ansprechend.

    Irgendwie fühle ich mich allerdings visuell gedrängt, das Bild um 1-2° gegen den Uhrzeigersinn zu drehen ... ;)

    Nee, Auflagemaß - so funktioniert das m.M.n. leider nicht.

    Die "Barrels" im Verschluß sind nämlich teilweise vorn und hinten auch noch unterschiedlich lang.

    Ja das ist ein Argument, wenn dem so ist. Die Länge der Barrels im Verschlussgehäuse hätten nach meinem Verständnis Einfluss darauf, wo sich in dem Raum zwischen den Linsengruppen der Verschluss und die Blendenlamellen befinden. Evtl. spielt das bei Doppel-Anastigmaten ohne "herumfliegende" Mittellinsen keine so große Rolle. Aber das wäre jedenfalls zu überprüfen.

    Da ist garantiert nix verbastelt, ich such es Dir - oder Deinem Nachfolger - einmal raus.

    Ja gern. Zusammen mit dem Eurynar habe ich seinerzeit Reste eines Verschlusses bekommen, die mit großer Wahrscheinlichkeit mal zu dem Objektiv gehörten. Auch wenn das ein Torso ist, kann ich da doch zum Vergleich Maße abnehmen.

    Ich habe mal in meinen Notizen nachgeschaut.

    Bei einem Eurynar dieser Größe und Brennweite beträgt das Auflagemaß (also Gehäusetiefe mit eingeschraubten Objektivteilen) 29,5 mm. Die Tiefe des Verschlusses ohne Linsen müsste danach 23,5 mm betragen, damit die beiden Linsengruppen in den richtigen Abstand zueinander kommen.


    Würdest du zum Unofocal auch einen Compur brauchen, oder hast du da Lagerbestand? ;)

    Ansonsten messe ich mal aus, welches Auflagemaß der haben müsste.

    Hallo zusammen,

    ich habe hier zwei Doppel-Anastigmaten, die ich gern von ihrem traurigen Dasein in meinem Ersatzteilfundus erlösen und wieder einer Nutzung zuführen möchte.

    Ob bei mir oder bei einem von euch, ist egal.


    1) Rodenstock EURYNAR 4.5/13,5 cm (im Bild links), komplett, vordere und hintere Linsengruppe, 4 Linsen in 2 Gruppen verschraubt, vollständig zerlegbar. 35er Einbaugewinde.
    Was mir fehlt, ist ein passender Verschluss, z.B. ein Compur #1, mit 35er Einbaugewinde (vorn und hinten).

    Option 1: Jemand bietet mir einen passenden Verschluss zum Kauf an.

    Option 2: Jemand hat Interesse, das Eurynar für eigene Zwecke von mir zu erwerben (25 € + Versand).


    2) Steinheil Unofocal 4.5/13,5 cm (im Bild rechts), komplett, vordere und hintere Linsengruppe, 4 Linsen in 2 Gruppen verschraubt, vollständig zerlegbar. 31er Einbaugewinde.

    Die Frontlinse (oder Rücklinse, je nachdem, wo man sie einsetzt) hat außen randnah einen schweren 2 cm langen Kratzer.

    Option 1: Jemand hat eine passende Austauschlinse/Objektivhälfte abzugeben.

    Option 2: Jemand hat Interesse, das Unofocal für eigene Zwecke (Basteln, Komplettieren, etc.) von mir zu erwerben. (15 € + Versand)

    Option 3: Ggflls. hätte ich für das Unofocal auch einen passenden Compur #0.


    3) Auch ein Tausch meines Compur #0 mit 31er Objektivgewinde gegen einen Compur #1 mit 35er Objektivgewinde ist möglich.


    Ich nehme an, es ist bekannt, dass man bei Doppel-Anastigmaten auch nur mit dem hinteren Linsenelement fotografieren kann. Man erhält man bei 13,5 cm Objektiven eine Brennweite von ungefähr 270 mm.


    Vorschläge jeglicher Art gerne als PN.

    Danke.



    Eine unerklärbar dunkle Kamera, ich konnte bei offenem Verschluß nicht fokussieren, weil auch nichts sehen.

    10x um die Kamera gelaufen - geht doch gar nicht, Kassette ist raus, Verschluß ist offen - aber nanu, ich seh die Mattscheibe auch nicht??? ... Nach Entfernen der Mattscheibe präsentierte sich ein Blatt Planfilm der vorhergehenden Aufnahme, halbdiagonal im Balgen steckend ...

    Ähnlicher Effekt, aber noch blöder: Ich brauchte eine Weile um zu merken, dass ich beim Ansetzen des Objektivs den hinteren Objektivdeckel drauf gelassen hatte.

    Hi Nicolas,

    Ferndiagnose ist immer schwierig, aber Glaspilz sieht anders aus. ich nehme außerdem an, diese Flecken erscheinen nicht, wenn du die Frontlinse schräg spiegelnd gegen das Licht betrachtest? Es dürfte m.E. dann auch keine Beschädigung der äußeren Vergütung sein.

    Ich hatte sehr ähnliche Flecken oder Schlieren schon häufiger an Linseninnenseiten von alten unvergüteten Vorkriegsobjektiven mit verkitteten Linsengruppen. Ich habe immer vermutet, dass es sich um Ausdünstungen der Verkittung handelt. Ist aber wie gesagt nur eine Vermutung. Jedenfalls ließen sich die Flecken auch in schlimmeren Fällen in aller Regel durch Öffnen und Reinigen der einzelnen Linsen rückstandslos entfernen.

    Hallo zusammen,


    da ich immer noch mehr Großformatobjektive habe, als ich selbst zum Fotografieren einsetzen kann, biete ich heute ein weiteres altes Schätzchen an:


    Zum TESSAR generell muss ich in diesem Kreise, glaube ich, nichts erläutern. Der knackscharf zeichnende 4-Linser ist Pflicht in jeder GF-Sammlung, möchte ich mal behaupten.


    Mein knapp 100 Jahre altes Objektiv ist in einem sehr schönen Zustand mit nur geringen Gebrauchsspuren und klaren Gläsern: Keine Kratzer, keine Putzspuren, kein Nebel, kein Fungus, keine Separationen. Lediglich etwas Staub zwischen den Linsen und die typischen Glasbläschen dieser Produktionszeit. Einziger Schönheitsfehler: An den inneren Linsenrändern fehlen kleine Stellen der schwarzen Lackierung (siehe die letzten beiden Fotos). (Keine Sorge, da liegen keine losen Reste drin, Objektiv und Verschluss sind sauber). Man kann die Lackstellen natürlich leicht ergänzen, aber da ich keine Relevanz bei meine Bildern festgestellt habe, habe ich darauf verzichtet, mit Lack oder Edding-Stift da rumzumalen.


    Der zeitgenössische ICA Compur Verschluss, Typ II Hülse 4/II, hat alterstypische Gebrauchsspuren, ist aber intakt. Alle Einstellungen funktionieren, alle Verschlusszeiten laufen nach Gehör stimmig ab. Verschlussblätter und Blende sind in gutem Zustand ohne Abrieb, Verölungen o.ä. Die 13 Lamellen sorgen für eine nahezu perfekt gerundete Blende. Die Beschriftung des Zeiteneinstellrads ist nachgedunkelt, aber noch lesbar, die Blendenskala ist noch weiß ausgelegt und sehr gut lesbar. Der Drahtauslöseranschluss ist intakt.


    Objektiv und Verschluss sind auf einer neuen Objektivplatte (Linhof-Style) aus dem 3D-Drucker montiert. (Danke nochmal an ekech hier im Forum). Die Kombi kann also an vielen Großformatkameras sofort zum Fotografieren eingesetzt werden. Zwei Objektivdeckel für vorn und hinten sind mit dabei. Ich möchte für das TESSAR samt dem beschriebenem Zubehör 125 € plus Versand (z.B. innerdeutsch 4,99 per versichertem DHL-Paket).


    Privatverkauf aus meiner Sammlung, daher kein Mwst.-Ausweis,

    die Gewährleistung/Garantie ist vor etwa 100 Jahren abgelaufen. ;)


    Bei Interesse an dem alten Schätzchen bitte PN.