Posts by Clickma

    Eine idyllische Waldecke hast Du fotografiert. Die Bildkomposition gefällt mir gut und das Licht ist noch nicht richtig Herbst, aber schon sehr Spätsommer. Es lässt mich ein wenig wehmütig werden.


    Freundliche Grüsse, stephan

    Portrait Katenka - 21-810-11


    Scan vom 8x10" Negativ Kodak Tmax 100

    Sinar P

    Schneider Kreuznach Symmar 360mm bei Blende 16


    Ich bin bei dieser Gemeine noch relativ neu (im Vergleich), aber in diesen zwei Jahren ist dieses Thema „Anfänger und GF Kamera“ schon XXXXX Mal durchgekaut worden. Beraten, beraten, beraten von oben,unten, links und rechts. Und? Wo sind die alle Portrait, Architektur, Makro und die Landschaft Aufnahmen?????

    Jetzt wird es (vielleicht) erst richtig losgehen mit dem Beraten.


    Heute habe ich die neueste PhotoKlassik aus dem Briefkasten gefischt und siehe da:

    Einfacher Einstieg ins Grossformat Teil 1


    Bis Teil 2 kommt dauert es bis zum Dezember. Solange mögen willige Einsteiger sicher nicht warten. Dass der Einstieg so einfach nicht ist, wissen wir alle. Dafür gibt es das Grossformatforum.

    Huch, warst du dabei?

    War es denn wirklich so?

    Ich habe mich lediglich in die Situation von Dir zu versetzen versucht. Sozusagen mich auf Deine Sicht einlassen.


    Deine an sich eher unspektakulären Ansichten urbanen Geländes, finde ich immer sehr interessant und vor allem gut fotografiert.

    Das Bild wirkt aufgeräumt und formal überzeugend.


    Ich stelle mir vor, wie Du den passenden Bildauschnitt gesucht hast und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Ein bisschen nach rechts, ein wenig vor - Nein, doch zurück. Nicht zuviel! Zwei Zentimeter nach rechts. (Hoffentlicht fährt keines der Autos weg) Jetzt passt es. Nur noch ein kleiner Dreh nach links. Ahh! Zuviel. Doch besser wieder zurück. Puuuh!! Das Licht stimmt auch immer noch. Et voilà.


    Wenn der Baum ganz rechts doch nur ein bisschen kleiner wäre. Ach was soll's! Alles kann man nicht beeinflussen.

    Hier hatte ich mal ein prähistorisches Landschaftsobjektiv seiner f/16 beraubt, weil ich ddie Scherbe ausbaute und testhalber sozusagen offenblendig vor irgendeine Kamera mit irgendeinem Objektiv hielt:


    Aha! Das ist was!

    Hier kommt das, was Du so häufig predigst, ganz wunderbar zur Geltung.

    Nebst Deinem hier gezeigten Phototop, hast Du noch ein anderes ....top aufgetan.


    Deine Website finde ich sehr gut und ansprechend gemacht.


    Freundliche Grüsse, stephan

    Jetzt wird es wirklich interessant:

    Ist da erst das Objektiv mit seinen Eigenschaften und dann wird - irgendein - Foto gemacht?

    Ist da erst die Bildidee und dann die Auswahl des passenden Geräts?

    Zuerst steht da die Bildabsicht und dann wähle ich das entsprechende Objektiv.


    Ich habe fast nie ganz konkrete Vorstellungen vom fertigen Bild. Das ist alles immer sehr vage. Ich bewege mich da allenfalls in einem weiträumigen Rahmen. Dieses Prävisualisieren liegt mir überhaupt nicht. Ich habe es probiert. Ich muss intuitiv arbeiten. Es kam schon mehrmals vor, dass ich die Kamera vorbereitet aufgestellt hatte, das Licht eingerichtet war und als das Modell vor die Kamera trat, alles abgeändert habe. Das hat schon ganz gut geklappt und ich bin dabei auch schon eklatant gescheitert.


    Ob meine Fotografien überhaupt gut genug sind, um jetzt hier grosse Reden zu schwingen, bin ich mir nun gerade auch nicht sicher.

    Zum Piktorialismus gehört doch auch eine bestimmte Auffassung des Motivs, denke ich. Das Motiv steht meistens für was Generelleres. Die damit verbundene Verschleierung, Verwischung, künstlerische Überarbeitung von Details nimmt dem Sujet das Konkrete.

    Ich lese gerade das Buch: "Technik der Lichtbildnerei" von Heinrich Kühn aus dem Jahre 1921. Er war einer der europäischen Vertreter des Piktorialismus oder des malerischen Vorwurfs. Kühn lehnt jegliche Tricksereien, sei es bei der Aufnahme, sei es bei dem Positivprozess ab. Keine Manipulationen auf dem Negativ und auch nicht am fertigen Print. Das Negativ soll mit dem Objektiv, das seine gewünschte Bildabsicht hervorruft aufgenommen werden. Das Negativ soll richtig belichtet und entwickelt werden. Kühn hat oftmals mit dem Gummidruck gearbeitet. Dieser lässt durch vielfältige Schichtungen malerische Bildwirkung zu, ohne dass zu irgendwelchen Tricks gegriffen werden muss. Die Technik des Gummidruckes ist aber sehr aufwändig und braucht viel Erfahrung um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. (ich selber habe natürlich noch nie einen Gummidruck angefertigt)

    Das finde ich jetzt noch mal interessant, weil:

    Begriffen durch Vorkenntgnis und gelegentliche Studie am Altglas, oder schlicht inhaltlich erfaßt?

    Inhaltlich ist der Text doch eigentlich recht gut verständlich. Das alleine hat mir aber nichts genützt. Begriffen habe ich das, was er meint durch Portraits, entstanden mit Altglas. Der Meyer Doppelplasmat zeichnet wirklich einen fliessenden, weichen Übergang von der Schärfe, die ja wirklich nur auf einer Ebene liegen kann, in den Unschärfebereich. Meine drei Heliare, alle aus dem Jahre 1907, funktionieren ebenfalls so. Das ist bei dem 210mm Heliar aus Mitte der Sechzigerjahre schon etwas anders. Was ich meine zu sehen ist, die springende Schärfe fehlt und der abrupte Übergang vom scharfen zum unscharfen Bereich ist nicht vorhanden, oder wenigstens weniger abrupt. Wie weit das mit der eventuell geringeren Auflösung und der fehlenden Vergütung zu tun hat, kann ich nicht beurteilen.

    Zu berücksichtigen ist auch, dass ich vornehmlich im Studio Portraits und Akte fotografie. Das Licht ist Blitzlicht und die Aufnahmedistanz ist zwischen 150cm und 350cm. Bei diesen Aufnahmedistanzen wird der Bereich der Tiefenschärfe arg gering. Ganz besonders im Format 8x10". Deshalb blende ich auch häufig stark ab. So auf Blende 16 oder 22. In letzter Zeit habe ich aber doch immer mal wieder ein Negativ bei weit offener Blende belichtet. Das Risiko, dass die Schärfe nicht genau da liegt, wo sie liegen sollte ist gross. Und manchmal vergesse ich die Blitzleistung der veränderten Blendeneinstellung anzupassen. Das ist peinlich und ärgerlich. Ich muss mich aber dazu noch auf mein Modell konzentrieren und möchte nicht den Eindruck bei meinem Modell erwecken, ich würde mich nur für technische Spielereien interessieren.

    Hei Sluft


    Dein Beitrag #60! Ich wusste, dass Du es kannst. Du kannst viel besser über dieses Thema schreiben, als ich es könnte.


    Und ja, Deinem Buchhinweis bin ich nach gegangen und das, was Du mir weiter geschrieben hast, habe ich ausgedruckt und es liegt zwischen den Seiten dieses Buches.


    Im LFPF forsche ich immer wieder zu diesem Thema. Die Amis haben einen deutlich entspannteren Umgang damit.


    Was der Windisch mit seinem Freund, dem Plasmaten, meint, habe ich wohl begriffen.


    Es ist jedenfalls ein spannendes und interessantes Thema. Gerne möchte ich mich intensiver damit beschäftigen. Dazu fehlt mir häufig die Zeit und Energie.

    Nur angenommen. Ich hole mir so einen Zeichner. Werde ich automatisch bessere Bilder machen? Der Eindruck; „du brauchst kein Wissen, du brauchst nur einen Wunder Zeichner und zu dem noch einen Wunder Kasten und deine Bilder werden genau so gut (noch besser) als die von deinem Guru“, wird mittlerweile an jeder Ecke vermittelt.

    Diese Sichtweise von Dir, hat sich mir aus Deinen vorherigen Beiträgen nicht erschlossen.


    Natürlich wird man nicht bessere Bilder machen können, wenn man mit so einem Objektiv fotografiert. Ich habe auch den Eindruck, dass sich die erwähnten Fotografen nicht als Guru's sehen und ich hätte auch nicht erkannt, dass hier jemand diese Fotografen als Guru's sieht. Es sind lediglich Beispiele von Leuten, die sich offenbar längere Zeit und in vielfältiger Weise mit diesen Objektiven beschäftigt haben.

    Meine persönliche Erfahrung zeigt vielmehr, dass es deutlich schwieriger ist, mit so einem Objektiv gute Fotografien zu machen.

    Obwohl: mir scheinen die Bilder dort doch auch ein wenig viel Streulicht zu haben, das man hätte eliminieren können. V.a. das hervorragende https://softfocuslens.com/images/ledbetter22_b.jpg - Aber auch das mus man erst mal selber ausprobieren.

    Dieses Portrait hat Ledbetter mit dem Imagon 360mm bei Blende 5.6 aufgenommen. Da ist kein Streulicht. Ein Imagon zeichnet bei offener Blende so.

    Und richtig, man muss es ausprobieren. Nur kann man mit dem Imagon nicht eben mal auf die Schnelle tolle Fotos machen. Man muss sich das Verständnis um die Eigenheiten dieser Optik erarbeiten. (Ich selber bin da noch meilenweit davon entfernt)



    Auflösungsvermögen des Objektivs auch des belichtetes Mediums, Art des Mediums, Lichtstärke des Objektivs, Lichtqualität, Licht Art, Eigenkontrast, Entfernung, Vergütung, Art der Entwicklung…..

    Bei dem genannten Portrait kannst Du alle von Dir erwähnten Parameter ändern, anpassen, was auch immer, mit einem Apo Sironar oder Tessar (z. Bsp.) wirst Du diesen Bildeindruck nie hinbekommen.


    Die Konstruktion des Imagons, mit seinen zwei verkitteten Linsen und den Siebblenden ist nun mal eigen und besonders und wird noch nicht mal umsonst Tiefenbildner genannt. Genauso wie das gezeigte Portrait wirkt, ist vom Initiator, Heinrich Kühn, beabsichtigt. Dr. Franz Staeble hat die Berechnungen gemacht und in seinem Optikwerk das erste Imagon gebaut. Rodenstock hat dann dankenswerter Weise dieses Objektiv über viele Jahre hinweg weiterhin fabriziert. Da waren keine Idioten am Werk.

    Ich gebs hier auf.

    Ähem! Das war ein Versuch von mir Brücken zu schlagen. Brücken für solche, die primär rational denken und so nur erschwerten Zugang zu den Nüancen der Zeichnung der verschiedenen Optiken finden.


    Und ganz grosses BitteBitteBitte verstehen und beachten!!!: Ich greife niemanden an. Meine Aussagen sind in keiner Weise gegen eine Person gerichtet. Wenn jemand alles von mir geschriebene ganz anders sieht, so sei das meinerseits respektiert.


    (man muss hier ganz vorsichtig sein)

    Wenn hier vor 10 Jahren nicht darüber geredet worden wäre, wäre meine schwärmerische Begeisterung nie geweckt worden :)

    ""I have a hundred ancient lenses with a hundred different personalities, and honestly, that's the only reason I keep taking pictures.""

    Jim Galli

    Das ist schon richtig.

    Darüber reden kann einem die Augen öffnen.


    Auf Jim Galli wollte ich oben auch hinweisen, habe aber keine Zusammenfassung von Bildbeispielen gefunden. Es lohnt sich aber danach zu suchen, falls es jemanden interessieren sollte. Emil Schildt aus Dänemark interessiert sich auch für die Abbildungseigenheiten alter Objektive. Auch für ihn kann ich keinen zusammenfassenden Link finden.


    Die Bezeichnungen "Weichzeichner", "Raumzeichner", "Scharfzeichner", usw. sind doch eher Umschreibungen als Beschreibungen. Dass es keine Normen und festgelegte Definitionen dafür gibt, ist richtig und gut, weil gar nicht möglich. Bei aller Technik, die die Fotografie ausmacht, sollte nicht vergessen gehen, dass die Fotografie auch ein gestalterisches Medium ist. Dabei setzt man die technischen Mittel zur Gestaltung von fotografischen Bildern ein, sowie beispielsweise eine Malerin aus der Vielfalt von Pinseln, diejenigen auswählt, die ihrem Zwecke am ehesten dienen. Oder eine anderes Beispiel: Man nehme zwei verschiedene Bleistifte unterschiedlicher Härte und zeichne oder schreibe und schaue was geschieht. Ich sehe das bei Objektiven genau so.

    Dass unterschiedliche Objektive unterschiedliche Abbildungseigenschaften haben können, ist sicher. Wie man diese dann benennt, ist wiederum eine andere Geschichte. Ob die Betrachter von Fotografien Unterschiede sehen können und wollen, ist nicht immer ganz sicher.


    Ich weiss dass Ritchie Shen Hao regelrecht ins schwärmen kommt, wenn er über Gloriolen, die ein beleuchtetes Objekt umgeben, schreibt. Dieses Leuchten kann man nicht mit allen Objektiven auf einer Fotografie erzeugen. Mit einem Imagon kann man das. Alleine dieses Beispiel zeigt, dass es sehr wohl Objektive mit eigener Charakteristik gibt.


    Darüber zu reden ist müssig. Fotografie ist eine visuelle Angelegenheit. Ritchie hat dies im obigen Beitrag mit Bildern demonstriert. Ich kann das nicht in umfassender Weise machen, weil ich nicht Vergleichsaufnahmen mache. Es gibt aber andere Fotografen, die machen das sehr gut und man findet im Internet so Einiges.


    Lesen und schauen hilft tatsächlich.


    über "Portrait- Objektive"

    Portraits mit Objektiven von edlem Charakter

    ganz unten die Galerie mit den Beispielfotos mit unterschiedlichen Objektiven anschauen.


    Viel Freude beim lesen und anschauen und freundliche Grüsse, stephan