Posts by Clickma

    Schluck!!!


    Ich verkrieche mich jetzt in eine Ecke und werde nichts mehr von mir hören lassen und zeigen tue ich auch nichts mehr.

    Da erwarte ich hier aber deutlich mehr als diese schicksalsergebene Aussage

    Ritchie - Deine Erwartungen sind stets sehr hoch und wahrscheinlich von niemandem hier im Forum zu erfüllen.
    Selbstverständlich soll man sich nicht mit jedem Schrott zufrieden geben.



    sondern ein Fenster zur Seele

    Das sagt man den Augen nach. Aber die Lichtreflexe in den Augen, meistens sind diese unvermeidlich, zeigen die Aussenwelt.

    Da also könnte man noch was bewegen, wenn man denn wollte.

    Genau da geht es über das rein technische hinaus. Da fängt es an spannend, interessant und schwierig zu werden. Also unverzagt weiter arbeiten!

    der Kritiker ist dein bester Freund, denn er bringt dich weiter.

    Sich in guter Kritik üben ist schwieriger als gute Fotografien zu machen.



    Hm. Wie soll ich das jetzt richtig zum Ausdruck bringen?
    Ok. Ich werde jetzt kein Bild beurteilen oder sonnst was Kritisieren und versuche neutral zu bleiben.


    Also neutral:
    Quadratische, Dreieckige, Längliche oder Hochgezogene, besonders Große, Lichtreflexe in den Menschlichen Augen machen die Gesichts Auszüge auf den Portraits unnatürlich. Nach meiner Meinung ist die Arbeit mit den Augen überhaupt die Königsklasse.

    Neutral ist gut.


    Die Augen reflektieren nun mal das Licht um sie herum. Je nach der Umgebung und Lichtquelle sehen die Lichtreflexe in den Augen entsprechend aus. Das kann man nicht immer auswählen. Vor allem bei natürlicher Beleuchtung.
    Zweifellos gibt es Portraits zu sehen, wo die Lichtreflexe in den Augen unvorteilhaft aussehen.

    Ich bleibe weiter neutral und ohne Kritik.
    Ein Portrait ist immer ein Spagat zwischen der technischen Ausführung und Ästhetik. Vor allem bei den Weiblichen Portraits sind die Augen auf den Bildern entscheidend, denn Die Frauen sind schon von Natur aus weniger aggressiver als die Männer. Da wird schon automatisch oder instinktiv von dem Betrachter eine Wärme erwartet. Man arbeitet hier mit einem visuellen Medium und wie bei jedem visuellen Medium ist es immer ein Bündel von Bildung, kultureller oder religiösen Erziehung, persönlichen Wahrnehmung, technischer Umsetzung und viele anderen Parameter die geschickt eingesetzt werden müssen um den Betrachter zufrieden zu stellen.
    Was ich damit sagen will:
    Es nicht immer sinnvoll ein riesen Fenster in einem Menschlichen Auge abbilden zu Lassen um das Fenster geht es in einem Portrait nicht, denn das was man in den Augen sieht (vor allem wen die sehr scharf auf dem Bild abgebildet sind) wird automatisch von dem Gehirn auf das komplette Bild übertragen.

    Ein möglicher Ansatz für ein fotografisches Portrait kann sein, die Erwartungen allfälliger Betrachter zu hintertreiben und in Frage zu stellen. Damit will ich nicht sagen, dass Deine Ausführungen falsch sind. Es sind durchaus berechtigte und grundsätzliche gestalterische Überlegungen. Jedoch kommt es auch auf die Absichten des Urhebers eines Portraits drauf an. Und manchmal schlicht auf die vorhandene Lichtquelle.

    Ich würde den zweiten Reflex im linken Auge (vom Betrachter aus gesehen) wegstempeln und dem anderen Auge anpassen.

    Retusche in den Augen ist sehr, sehr schwierig zu bewerkstelligen. Da dürfte es bedeutend einfacher sein, das Portrait mit einer anderen Lichtquelle zu wiederholen.



    Bitte betrachtet meine Ausführungen nicht als erhabene Meinung. Es handelt sich hier um ein Thema, mit dem ich mich schon seit langer Zeit auseinandersetze und so einige Gedanken darüber gemacht habe.


    Jedenfalls finde ich das "Ursel"- Portrait sehr gut und kann Martin's Ansatz für das Portrait vollumfänglich nachvollziehen. Es ist zweifellos richtig, manchmal auf ein Foto zu verzichten. Das kann der Welt ein schlechtes Foto ersparen. Ebenso ist es richtig, manchmal ein Foto trotzdem zu machen. Gerade ein Menschenbild, ein Portrait. Auch wenn das Foto dann nicht in höchster Vollkommenheit erstrahlt, zeigt es doch einen Moment im Leben eines Menschen. Jeder Moment ist vergänglich nicht wiederholbar.


    Was ich noch hoffe und mir auch sicher bin: dass Ursel Freude an ihrem Portrait hat.


    Freundliche Grüsse, stephan

    Ursel war da sicher etwas angespannt, weil ich sagte sie solle auf keinen Fall den Kopf bewegen und brav in das Objektiv schauen.

    Das sollte man der, zu fotografierenden Person immer sagen. Wenn man fotografiert wird, gibt es nichts zu lachen.


    Der "etwas angespannte" Gesichtsausdruck verleiht dem Portrait das gewisse Etwas.



    Schärfe auf dem Bild ist eine technische Sache. Licht Reflexe und deren Form in der Augen können jedes auch so gut Scharfes Bild in die Knie zwingen.

    geo! Was meinst Du damit?


    Ich finde die Reflexe in den Augen nicht störend. Sie zeigen die Welt vor dem Balkon.

    Eigentlich sollten die Fotos in der Beleuchtung gleich aussehen, unabhängig von der Kamera.

    Das ist richtig.


    Ich habe jetzt alle digitale Fotos nochmals durchgesehen. Bei einigen ist der Rollkragen des Pullovers hochgerutscht, so dass die Kringel die Form des Kinns nachzeichnen und multiplizieren. Das ist unvorteilhaft. Nur fällt das bei den digitalen Fotos aufgrund der fehlenden Weichzeichnung weniger auf und hat mich (noch) nicht eigentlich gestört.


    So ist das vollkommen richtig, dass die Fotos in der Beleuchtung gleich aussehen sollten, unabhängig von der Kamera. Hier zeigt sich das Problem bei der weichen Zeichnung des Objektives deutlicher.


    Tja - man sollte sein Werkzeug beherrschen.

    Was meinst du?

    Hier sind wohl hauptsächlich zwei Faktoren verantwortlich:
    Zum einen der Rollkragen. Dadurch dass er Falten wirft entsteht der Eindruck eines Doppelkinns. Das Licht ist gar nicht so sehr das Problem. Das finde ich, so frontal und leicht von oben kommend, bei einer frontalen Aufnahme gar nicht so verkehrt. Mit einem glatten Kragen würde das aber vermutlich nicht auffallen/auftreten.


    Das Andere wäre wohl, dass das Bild im Übergang von Kragen zu Gesichtsbereich etwas weich wirkt. Die Kante des Kinns trennt sich in der Schärfe nicht deutlich vom Kragen ab, so dass der Eindruck entsteht, dass Dieser noch ein Teil des Gesichts ist.

    Das Hauptlicht war eine 150 cm Octabox von oben, leicht nach links versetzt. Die hintere Kante der Octabox war in etwa der Ebene des Gesichtes. Leicht nach rechts versetzt, ebenfalls von oben, war ein silbern beschichteter Schirmreflektor. Beide leuchteten ziemlich senkrecht gegen unten. Zur Aufhellung von unten verwendete ich einen weissen Reflektor. Man kann das sehen in den Augenreflexen.


    Zuerst trug Sophie einen schwarzen Rollkragenpullover. Das sieht natürlich alles ganz anders aus. Dann wechselte sie zu diesem hellen Rollkragenpullover. Der Kragen war zuerst auch weiter unten und geraffter.
    Die Fotos aus der Digitalkamera und RB67 zeigen jedenfalls nicht dieses "Doppelkinn". Es kann gut sein, dass der weiche Übergang von Kragen zu Gesichtsbereich, zu wenig differenziert.


    Hier noch ein Ausschnitt aus dem Portrait mit dem Kinnbereich:



    Ja - da muss ich das nächste Mal besser aufpassen. Offensichtlich kann man nicht einfach eben mal schnell die Grossformatkamera mit diesem Objektiv drauf hinstellen und gleichermassen fortfahren. Es sind Anpassungen erforderlich.

    Portrait Sophie - 20-810-10


    Scan vom 8x10" Negativ Ilford FP4+ (Epson V850 Pro)
    Sinar P
    Emil Busch Nicola Perscheid Objektiv 42cm bei Blende 5,6
    Sepia Tonung in Silver Efex



    Ein weiteres Portrait von Sophie, aufgenommen mit dem Perscheid- Objektiv.


    Was ich bei der Aufnahme, respektive bei der Lichtführung nicht beachtet habe, ist der Schatten unter dem Kinn. Jetzt hat sie auf dem Foto nicht nur ein Doppelkinn, es ist sogar ein Dreifachkinn. Das ist unschön.

    1x Eine leere Kassette eingepackt1x Kassette falsch beschriftet (Fomapan 200 stand drauf, abgelaufener C41 Film war drin => massiv unterbelichtet)
    1x unbeabsichtigte Doppelbelichtung

    Solches kann passieren. Das darf man aber nicht zugeben, weil sonst............ :shock::oops::(


    Mir passiert auch immer mal wieder irgendein Missgeschick.

    Ich habe mir allerdings auch schon gedacht, dass es eigentlich Quatsch ist, ein Imagon an einer 13x18 zu verwenden... Da der Film ein Auflösungspotential zur Verfügung stellt, dass die Linse nie und nimmer ausschöpft. Da wäre eine Mittelformatlösung streng genommen ausreichend und deutlich transportabler.

    Die verschiedenen Brennweiten des Imagon's wurden für unterschiedliche Aufnahmeformate gerechnet. Dein 360 mm ist für 18x24 gedacht. So kann es eigentlich kein Quatsch sein, das Objektiv auch an 13x18 zu verwenden.
    Dieses Verhältnis von Brennweite und Aufnahmeformat sollte helfen, die gewünschten Bildeindrücke zu erlangen. Ein kleines Negativformat muss stärker vergrössert werden und so werden die Lichtsäume und überstrahlten Bereiche unschön aufgeblasen.


    Stark abgeblendet, so ab Blende 11 oder 16 und ohne die Siebblenden, zeichnet das Imagon scharf. Von blossem Auge dürfte es gar nicht so einfach sein, einen Unterschied zu einem Anastigmaten aus der gleichen Produktionszeit - ich meine damit die Dreissigerjahre des 20. Jahrhunderts, zu sehen. (Moderne Symmare und Sironare sind da sicher besser in der Abbildungsleistung.)


    Wenn man mit dem Imagon, oder überhaupt mit Weichzeichnern arbeiten will, ist es empfehlenswert sich in die Materie einzulesen und vor allem einzuarbeiten. Schon hier im Grossformatforum gibt es einige Beiträge, die das Imagon zum Thema haben. zum Beispiel hier: https://grossformatfotografie.…ead/15820-katja/?pageNo=1
    Mit der richtigen Suche und viel Geduld, findet man auch im Internet nützliche und hilfreiche Informationen.


    Um weiter und fachlich richtig auf das Thema einzugehen, müsste ich die ganze Literatur, die mir vorliegt, abschreiben. Dazu habe ich keine Lust und dürfte auch urheberrechtlich nicht Rechtens sein.


    Freundliche Grüsse, stephan

    Bei der RB67 schraubt man das Vorderteil von einem 180mm,
    es besitzt nur dieses, ab und setzt dafür das Imagon an.

    Für die Mamiya RB67 gibt es ein 200 mm Imagon, das im Verschluss des 180 mm Sekor C sitzt. Dazu benötigt man aber einen Zörk- Adapter, der von Rodenstock zusammen mit dem Imagon, inklusive Verschluss, geliefert wurde. Man kann also nicht einfach ein beliebiges Imagon in den Verschluss des 180 mm Sekor C setzen.


    Ein bisschen weh tut mir auch der Gedanke, ein so hervorragendes Objektiv, wie das 180 mm Sekor C von Mamiya quasi zu zerstören, nur weil man den Verschluss für ein Imagon braucht.


    Das 200 mm Imagon gab es auch für die Hasselblad, Rollei 66 und Pentax 67. Jeweils mit einem passenden Adapter und Verschluss für die entsprechende Kamera.

    Einspruch liebe Kollegen.


    Die Beiträge 9 und 11 (10 auch ein bisschen) sind nicht ganz richtig und führen auf falsche Pfade.
    Zwar bin ich nicht ein ausgewiesener Imagon- Spezialist, jedoch beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit diesem Objektiv und auch anderen Weichzeichnern. Selber besitze ich drei Imagone. 300 mm für die Sinar. 200 mm und 120 mm für die Mamiya RB67. Dazu habe ich mir entprechende Literatur angeschafft. Besonders informativ ist der Titel von Alfons Scholz: "Rodenstock. Lichtbilder mit dem Imagon". Leider ist dieser Titel längst vergriffen und nur selten zu finden. Teuer gehandelt wird er auch noch.


    Mir ist im Zusammenhang mit diesem Thread hier wichtig, dass nicht falsche oder nur halbe Angaben zu dem Imagon gemacht werden. Genauer darauf einzugehen, fehlt mir gerade die Zeit und auch habe ich meine Literatur einem Freund ausgeliehen und kann so nicht genaue Informationen nachschlagen. Falls gewünscht werde ich aber versuchen das nachzureichen. Zudem weiss Ritchie auch gut Bescheid und wird vielleicht auch noch einiges richtigstellen.


    Freundliche Grüsse, stephan

    Beim verfassen meines ersten Beitrages oben, musste ich sehr an Shen Hao/Ritchie denken und ahnte, dass seine Erwartungen ans imagonäre Abbild nicht gestillt werden.


    Nun - mit dem Imagon kann man auch nicht imagonäre Fotos kreieren. Das macht das Imagon zu einem so sehr vielseitig verwendbarem Objektiv.


    Jedenfalls bleibt das Novembernebelbild auch ohne die imagon'schen Gloriolen einen gutes Foto.

    Wie Du mit Deinem Foto beweist, ist das Imagon nicht ausschliesslich ein "Portraitspezialist".


    Der diesige Novembernebel sorgt bereits für weichen Kontrast. Mit der Blendeneinstellung von H 10,5 hast Du schon relativ stark abgeblendet und es kommt nur wenig Licht durch die Löcher am Rande der Siebblende. So zeigen sich die spezifischen Eigenschaften des Imagon nur sehr eingeschränkt.


    Aber das ist egal. Das Foto transportiert die Stimmung eines nebligen Novembertages ganz eindrücklich.


    Freundliche Grüsse, stephan

    Erfreut nehme ich zur Kenntnis, dass es noch mehr Kaffee- Liebhaber gibt.
    Ich habe nur eine uralte, kleine Pavoni, die mir aber schon viele Jahre meistens einen guten Kaffee liefert. Als Messobjekt für Belichtungsmesservergleiche muss sie auch immer herhalten. Dies scheint in der ganzen Technikdiskussion im Rahmen der Fotografie ganz unterzugehen. Kaffeemaschinen scheinen ein wesentlicher Bestandteil des Foto- Equipements zu sein.

    Bildhauer von Beruf? ("Steinschleifer" gibt's wohl nicht.)

    Aber mal im Ernst: Auch ich bin neugierig darauf was für Steine clickma schleift.

    Nun denn: Ich habe den Beruf des Steinbildhauers erlernt und einige Jahre als Angestellter, in diesem Beruf gearbeitet. Das waren vor allem Grabmale und ein bisschen Renovation und Restauration von Brunnen und Gebäuden. Der Beruf ist brotlos geworden. So arbeite ich nun seit 15 Jahren am Institut für Geologie der Universität Bern als Gesteinspräparator. Die Hauptaufgabe besteht darin, Dünnschliffe für die Forschung und Lehre herzustellen.


    Freundliche Grüsse, stephan

    Wie ist es mit diesem Produkt zum Schleifen, da hat man Fläche und feinsten Glassschliff in einem: Handschleifer Diamant 500er Körnung?

    Mit rollendem Korn, sprich Schleifpulver gibt es das schönere, gleichmässigere Schliffbild. Bedingung ist eine plane Schleifunterlage. Sehr geeignet dazu ist eine Gusseisenplatte oder auch eine dickere Glasplatte. Natürlich ist auch der gleichmässige Druck, der auf die zu schleifende Glasscheibe ausgeübt wird und kreisende Bewegung wichtig.


    Bei dem Handschleifer ist das Korn gebunden. Auch wenn die 500er Körnung doch recht fein ist, kann es zu einem ungleichmässigen Schliffbild mit Kratzern führen. Das ist bei Diamantschleifscheiben fast immer so und bei solchen Handschleifern erst recht. Die Diamantkörner sind auf Noppen eingebunden. Wenn jetzt ein Diamantkorn mit schön scharfer Kante zuoberst auf der Noppe sitzt, hat man auf diesem Korn mehr Druck und macht mit der kreisenden Bewegung schöne Spiralenmuster auf die zu schleifende Glasplatte.
    Auch sind diese Handschleifer aus recht weichem Material gefertigt. Das kann ebenfalls zu ungleichmässigem Schliffbild führen. Allerdings ist bei einer gleichmässig harten und flachen Schleiffläche, wie einer Glasscheibe, die Gefahr dabei nicht sehr gross.
    Wenn die Schleifkörner, sei es Diamant, Siliziumcarbid oder was auch immer, in einer relativ weichen Matrix eingebunden, oder die Schleifscheibe/der Handschleifer schon gut eingeschliffen ist, dann kann man auch mit diesen Schleifmitteln ein recht gutes Schliffbild erreichen.


    Das Schleifen von Steinen ist mein täglich Brot. Manchmal schleife ich auch Gläser, habe jedoch noch nie eine Mattscheibe für eine Kamera angeschliffen.


    Freundliche Grüsse, stephan