Posts by hppruefer

    Das könnte ich mir durchaus vorstellen. Ich weiß allerdings nicht, wie spezifisch die Bezeichnung Tominon war. Jedenfalls hat Polaroid für technisch-wissenschaftliche Anwendungen Spezialkameras gebaut (Oszilloskop- und Reproduktionskameras), die eher für Abbildungsmaßstäbe um Eins gedacht waren. In meinen Beständen habe ich eine sehr alte Oszilloskopkamera von Polaroid für Trennbildrollfilme. Die ist ausgerüstet mit einem Dallmeyerobjektiv 2,8/76 (läuft auch unter 3"). Das ist ausdrücklich mit "Oscillograph" beschriftet und dürfte entsprechend korrigiert sein, also sehr ebenes Bildfeld ohne Verzeichnungen.


    Gefunden habe ich dazu bisher nur

    https://toby-marshall.com/gall…ph-3-inch-76mm-f2-8-lens/

    was meine Meinung zur Korrektur bestätigt.


    Der seinerzeit verwendete Filmtyp dürfte dieser hier sein

    https://en.polaroid-passion.com/format-roll-films.php?id=74

    Man wird also mindestens ein Bildfeld von 72x95 erwarten dürfen, und da sich der Korrekturzustand am Bildrand nicht schlagartig ändert, könnte es bei Makros vielleicht sogar bis 4x5 reichen. Habe ich aber bisher nicht getestet ...


    Archivalische Grüße, hp

    Ich bin begeistert! Die Gandolfi Variant stand auch mal auf meiner Wunschliste, weil sie eben so gut verstellbar ist. Ich bin aber dann doch davon wieder abgekommen und bei meiner Plaubelei geblieben.


    Danke für diese schöne Erinnerung!

    Bei der mündlichen Prüfung hat er Mathematikstudenten fertiggemacht, weil die nicht begriffen hatten, dass dy und dx "unendlich kleine Größen" sind, also Zahlen, mit denen man beliebig und völlig normal rechnen kann, weshalb Grenzübergänge entbehrlich seien.

    Ich oute mich: Ich bin Mathematiker, und Physik ist aus solchen und ähnlichen* Gründen immer mein "ungeliebtes Fünftel" geblieben. Übrigens kann man mit Infinitesimalen rechnen - aber nur in der Nonstandardanalysis.


    Grüße von hp


    * Physiker haben mit Tensoren einen ähnlich robusten und extrem unmathematischen Umgang wie Mechaniker. Beide brauchen sie, und beide verstehen sie nicht. Führt oft zu unnötigem Stress.

    Rein geometrisch ist es aber imo nicht, sonst wären alle Optiken gleich, oder?

    Da hast du schon sehr recht! Die Wellenlänge des Lichts ist der andere Faktor. Die sind aber eben beide kontinuierlich und nicht schlagartig (das war es, was mich so sehr irritiert hatte). Die Unterschiede in den Optiken kommen aus den bewusst nicht korrigierten (z.B. Imagon) bzw nicht korrigierbaren Restfehlern. Gerade die Idee des Imagons finde ich total faszinierend.


    Klugsch...modus aus. Das gehört wirklich in einen anderen Faden.


    [und ich sollte mit der blöden Nachkarterei aufhören]

    ass das Objektiv in dem Bereich, auf den scharf gestellt wurde und innerhalb seiner Tiefenschärfe sehr scharf ist, der Rest ist egal. Direkt "dahinter" fällt die Schärfe extrem -und meist unschön- ab

    Das verstehe ich nicht so ganz. Die (Tiefen)schärfe hat doch was mit dem Zerstreuungskreis zu tun, und der ist rein geometrisch definiert - Strahlensatz/Proportionalität. Wie der "einen Knick in die Optik" bekommen soll, bleibt mir unklar ... sorry wg Beckmesserei, aber das kommt mir etwas vor wie eine "urban legend".

    Ich persönlich sehe das übrigens nicht so puritanisch mit dem digitalen Nachbearbeiten.

    Das sehe ich ganz genauso. Die "digitale Dunkelkammer" macht ja auch nichts anderes als die chemische, wobei die Umweltschäden mehr oder weniger in andere Bereiche verlagert werden. Kontrast- und Helligkeitssteuerung, Unscharfmaskieren, Abwedeln, Nachbelichten - alle diese Prozesse lassen sich digital recht problemlos emulieren.

    aber wenn nun mal kein Gelbfilter in der Tasche war .... ;) , dann ist ein digitales Nachbessern m.E. zulässig

    Da komme ich jetzt ins Schwimmen. Wie kann ich die Wirkung eines Gelbfilters bei der Bearbeitung eines eingescannten SW-Negativs digital nachbilden? Im günstigsten (?) könnte ich damit einen Gelbstich erzeugen. Oder habe ich da ein Smiley missverstanden?? Das digitale Analogon eines Gelbfilters kann ich - meiner höchst subjektiven Auffassung nach - allenfalls auf einen Farbscan loslassen.


    Leicht irritiert, hp

    @Chris/photonist: Ich bin noch eine Ergänzung schuldig. Meine Bemerkung "wäre nicht so toll" war keineswegs als Affront oder rüde Ablehnung gedacht. Das Problem - wenn es denn eins ist - besteht schlicht darin, dass ich so gut wie keine Bilder habe/mache, die den Strukturwandel thematisieren. Ich produziere im Wesentlichen das, was ich als "Porträts von Bauwerken" bezeichne. Das ist auch keine Architekturphotographie im orthodoxen Sinne.


    Aber immerhin ist mir eingefallen, dass ich ein Bild von der Jahrhunderthalle gemacht habe (das ist sogar in der UB gelandet). Das hänge ich jetzt mal dran; es zeigt ein bisschen von dem, was ich mir vorstelle. Es ist auf Fomapan 100 entstanden, in Rodinal 1:50 entwickelt, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das 65er Angulon benutzt habe, und zwar in meiner umgebastelten Supra. Weitere Metadaten gibt es nicht, weil ich die nicht aufschreibe.


    Ich weiß, ich habe schon mal versucht, darüber in Bochum Fotos zeigen zu können > keine Antwort :-)

    Oja ... toll. Hattest du die Stadt oder die Uni gefragt? Die Unibibliothek ist im Prinzip sehr offen, was Ausstellungen angeht. Im Moment gibts natürlich keine Chance.

    dieter Danke für den Link zum Interview. Mangels intensiver Spanischkenntnisse kann ich so etwa ein Drittel bis zur Hälfte des gesprochenen Textes erschließen ... immerhin sprichst du nicht so schnell wie die nette Interviewerin! Es ist schon interessant, dass sich die Spanier auch nicht so sehr um die Erhaltung der Industriekultur kümmern. Für Deutschland verweise ich da immer gern auf Dr. Dark's complaints.


    Übrigens hat Bochum eine Partnerschaft mit Oviedo, und es gibt einen regen Studentenaustausch zwischen den Unis, naja, dank CoVid-19 - es gab.


    Erfreute Grüße von hp

    Der Mann heißt Maeda. Shinzo Maeda.

    Das war mir sofort in den Sinn gekommen - ich wollte aber nicht schon wieder den Klugsch... raushängen lassen. Trotzdem Funfact: "Me-da" könnte man auch als "Augenfeld" übersetzen. Ich finde, das ist für einen Photographen doch sehr charmant. "Mae-da" heißt "Vornefeld".

    Noch was. Es hat etliche Varianten der Supra gegeben. Habe ich vor Jahren von Götz Schrader - der die Dinger konstruiert hat - in einem persönlichen Gespräch erfahren. Es gab die alten Supras mit fest verklebtem Balgen, meistens schwarz, und die neueren. Bei denen war der Balgen vorne aushängbar, weshalb man sie zum Transport flachlegen konnte. Die neuen gab es offiziell (?) in den Standartenversionen vorne und hinten breit sowie vorne breit, hinten schmal. Meine hat vorne und hinten schmale Rahmen. Da wusste auch Götz Schrader nix von! Prototyp? Grünkariertes Maiglöckchen? Der hintere schmale Rahmen hat mir jedenfalls den Allerwertesten gerettet, weil ich damals ein internationales Rückteil dazugekauft hatte, ohne darüber nachzudenken, dass es vielleicht nicht passen könnte. Tat es aber dann aber doch. Wunder.


    Es könnte übrigens sein, dass die Profiaplatinen mit der Balgenverriegelung kollidieren. Das müsste ich mal kontrollieren. Dazu muss ich aber auf eine Leiter klettern, weil ich die Supra im Moment nicht benutze ... das ist etwas riskant.


    Grüße, hp

    Das ist ein Frage der Toleranzen. Die versenkten Profia-Platinen gehen in Supra/Universal überhaupt nicht. Die flachen passen: Ich habe an meiner alten Supra (an die ich jetzt aber nicht wirklich drankomme) ein Profia-Rückteil problemlos angebracht. Da lässt sich auch verriegeln. Meine Supra hat vorne und hinten die gleichen Standarteninnenmaße, deshalb sollte es auch vorne passen. Rückteile und Objektivplatinen unterscheiden sich in den Anschlussmaßen nicht. Irgendwo im Forum habe ich auch mal die verschiedenen Breitenvarianten(Innenmaße ausgeführt ... weiß aber nicht mehr, wo.


    Die versenkte Platine aus dünnem Blech ist die einzige mit Versenkung, die in Supra/Universal passt. Die hat einen wesentlich kleineren "Tubus" als die der Profia.