Posts by hppruefer

    Also, ich bin jetzt angefixt und möchte Farbe machen

    Oha! Die Entdeckung der Farbe. Der Übergang von der Kohlezeichnung zum Pastell, von lavierter Tusche zu Aquarell. Es gibt Motive, die schreien nach Farbe. Manchmal ist es nur eine ganz leichte zartfarbige Tönung, die im SW-Bild nicht rauskommt, oder es sind kleine Details, die aber wegen ihrer Farbigkeit signifikant sind. Es gibt Bilder, die in SW genauso gut funktionieren wie in SW. Sie sind trotzdem etwas Anderes. Ich weiß, dass es die Farbfotografie als allgemein verfügbare Technik noch nicht so lange gibt. Aber darauf verzichten möchte ich nicht.


    Bon courage!

    reframing - Leichte Schläge auf den Hinterkopf helfen zuweilen bei der Erinnerung. Ich habe vor etlichen Jahren das Forum verlassen, weil mir die Umgangsformen gehörig auf den Senkel gegangen sind. Ich fand es damals wirklich unerträglich. Inzwischen bin ich zurückgekehrt. Manche Äußerungen gehen mir immer noch auf die Nerven, aber ich bin duldsamer (toleranter?) geworden.


    Ich lese auch die Beiträge, die mir nicht gefallen. Woher sollte ich sonst wissen, dass sie mir nicht gefallen? Aber danach streiche ich sie wieder aus meinem Bewusstsein, sofern ich daraus nichts lernen kann, egal wie bösartig es formuliert ist. John Bercow hat es auf den Punkt gebracht: "Patience. A little bit of patience would be to the advantage of us all."


    Halt durch!

    Generell müsse bei CMOS das Licht steiler auf den Sensor fallen.

    Das war seinerzeit die Begründung von Olympus für das Konzept der "telezentrischen" Objektive. Ich weiß aber nicht, wie weit das heute für welche Sensoren gilt ... ist mir insofern ziemlich egal, als ich für die typischen Anwendungsfälle von GF - was auch immer das ist - mit der einschlägigen Ausrüstung und dem Filmmaterial nach wie vor günstiger wegkomme. Stitchen ist genauso wie Scanbacks (fand ich mal reizvoll) nur bei sehr statischen Motiven angesagt.


    Nun, man wird sehen.

    Nochmal ins Stammbuch: Jedes Optimum zu mehreren Kriterien ist ein Kompromiss. Die ganze Empfehlerei besteht aus individuellen Erfahrungen, die nicht unbedingt allgemeingültig sind.


    Ich (!!!) würde eine Liste aller benötigten Eigenschaften aufstellen, die Objektivauswahl auf diese Eigenschaften untersuchen (das auch auf Basis der Erfahrungen anderer), dann die Kriterien hinsichtlich meiner Prioritäten gewichten und damit ein vorstellbares Partialoptimum bestimmen.


    [Ein mäßiges Beispiel - das Super Angulon 120 ist ein sehr gutes Objektiv mit großen Bildkreis. Aber es ist ein Mordsbrocken. Für manche Zwecke ist die Bildqualität des alten Angulon 120 vollkommen hinreichend. Dafür ist es extrem kompakt. Beides ist für mich optimal! Welches ist DAS Optimum???]


    Ich weiß, ich nerve.

    ... thematisch ist das Ganze doch das klassische Tabletop. War früher mal eine Domäne von GF *grins*, vgl. "Angewandte Fotografie, Band 2, Verlag Großbild-Technik, München 1977, p. 112ff".


    Was ist daran schlimm? Modelle etc müssen mir genauso viel oder wenig gefallen wie Landschaften mit Bergen ... hier speziell geht es doch um die Anwendung des so genannten Fachkamerakonzepts. Dass da Lernprozesse stattfinden (müssen), bis es zu einer Quasiperfektion kommt, akzeptieren wir ja auch bei der Wetplatefotografie. Kurz gesagt, ich finde die Kritik an einigen Stellen überzogen.


    Grüße, hp


    Ich möchte eine neue Szene aufbauen und vor allem mit Verstellung der vorderen Standarte der Kamera experimentieren.

    Schwenken und Kippen.

    Hans: Das ist das, was ich mit Lernprozess meine.

    Sehr schöner Film, der aber jeden Arbeitssicherheitsbeauftragten einen Instant-Herztod sterben lässt ....

    Allerdings. Zumal es in der 60ern auch schon Arbeitssicherheit und Unfallverhütung gab. Deren grausliche Missachtung gerade in den mechanischen Werkstätten war auch damals ziemlich justiziabel. Aber es ist ja nur ein Film!


    Sehr amüsant fand ich die große Kardan Color 13x18/18x24. Die war Ende der 60er mein unerfüllbarer Traum. Heute bin ich nicht böse, dass daraus nichts geworden ist. Kleine Nähkästchengeschichte? Ich hatte seinerzeit bei Linhof, Sinar und Plaubel nach Informationsmaterial gefragt. Linhof hat die ausführlichsten Kataloge mit Preislisten geschickt, Plaubel hatte Prospekte und Preislisten, dafür aber gleich einen Besuch in der lokalen Vertretung vorgeschlagen, und Sinar hatte hübsche Prospekte (ohne Preisangaben).


    Nostalgie!

    Nur eine minimale Kritik: Das Bild ist schon beeindruckend. Aber ein bisschen größer hätte wirklich nicht geschadet. So, wie es jetzt im Forum und auf deiner Seite zu sehen ist, bleibt nicht so sehr viel von der realen (?) Wirkung übrig.


    Beckmesserische Grüße von hp

    Der Deckel fällt sonst zu

    Habe ich durch "Selbstbau" gelöst. Basis: Hackenporsche vom Marktführer (?) im Sonderangebot. Originaltasche passte sogar, ließ sich aber nicht gut öffnen, das war so eine Art zugebundener Sack. Also habe ich eine feste Tasche mit Stabilisierungseinlagen genäht und auf ein maßgeschneidertes Bodenbrett gesetzt. Funktioniert prima. Der seltsame Tarnstoff ist wetterfest, und der Deckel geht in die Richtung auf, aus der er nicht zufallen kann. Da passt die komplett aufgebaute Profia NT 4x5 rein, außerdem fünf Doppelkassetten, Dunkeltuch, Belichtungsmesser, Lupe und noch ein Zweitobjektiv. Stativ wird in Stativtasche obendrauf quer gelegt. Die Fuhre ist absolut ÖPNV-tauglich (für mich wichtig). Falls ich mehr mitnehmen muss: Umhängetasche mit Objektiven, Kompendium etc. Dann kann ich ggf weitere fünf Doppelkassetten oder einen Rollfilmhalter unten in die Tasche packen. Die Kamera kriege ich problemlos raus.


    Nur mal als Beispiel, habe ich wohl noch nicht gezeigt.

    Grüße, hp

    Die Norma ist schon ein feines Teil; vielleicht ist sie sogar die Sinar "an sich". Als die Sinar p rauskam, fand ich sie ganz toll - von der Theorie her. Bis mir ein Fotograf/Photograph klargemacht hat, dass die propagierte Torkelfreiheit zwar eine schöne Idee ist, es aber viel mehr darauf ankommt, dass man weiß, was man tut. Dann gehts mit fast jeder Kamera, natürlich mit durchaus vorhandenen Komfortdifferenzen.


    Norma für die besagten 500 Stutz geht schon in Ordnung (wenn sie nicht gar zu abgerockt ist).


    Im Rückblick stelle ich für mich fest, dass Sinar Norma, Linhof Kardan Color (die ganz alte in 13x18) und Plaubel Universal von ihrer Konzeption her gar nicht so weit auseinander lagen.

    Naja, letztendlich empfielt jeder die Kamera die er selber nutzt.

    Und obwohl ich mich für den berüchtigten Plaubelpanzer Profia 4x5 entschieden habe, der alle meine (sic!) Wünsche erfüllt, auch hinsichtlich der Transportabilität, würde ich niemandem diese Kamera einfach nur so empfehlen. Insoweit empfinde ich die Beratungsidee nach wie vor als problematisch. Es ist eben nur sehr schwer, anhand der Papierform Handhabungsvorstellungen zu entwickeln, und im Gegensatz zur Situation vor gut 50 Jahren kann man heute eben nicht mehr verschiedene Kameras dieses Kalibers nebeneinander betrachten und bedienen. Ein bisschen war es noch auf der dahingeblichenen Photokina möglich ...


    Dezent nostalgische Grüße, hp

    hauptsächlich Landschaft-/Architekturaufnahmen

    ... und noch eine Anmerkung (wirklich ohne Boshaftigkeit): Das Imagon ist ein sehr schönes und sehr interessantes Objektiv. Für Porträts ist es abhängig vom gewünschten Effekt sicher sinnvoll, bei Landschaft kann ich es mir noch vorstellen, bei Architektur eher nicht so richtig. Man kann es natürlich abblenden, auf die Siebe verzichten etc. Verstellmöglichkeiten, wie sie für Architektur eigentlich unverzichtbar sind, gibts da kaum; außerdem empfinde ich 250mm etwas zu lang. Bei freistehenden Objekten wird es sicher gehen, in meinen engbebauten Stadtrevieren hat alles über 150mm keine Chance.