Posts by hppruefer

    Meine digital entstandenen Fotos sind auch nicht knackig oder knallig. Das beginnt schon da mit, dass ich auf ene Schärfung verzichte, die das Bild automatisch kontrastreicher aussehen lässt.

    Eine kleine Randbemerkung, auch etwas OT. Der Bildbetrachter von Apple (Arbeitsrechner der Kreativen ;) ) nimmt bei der Darstellung von Nikon-Raw- Dateien automatisch eine derbe Schärfung und (Farb)kontraststeigerung vor. Wie es bei anderen Rawformaten aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Darstellung via proprietärer Nikonsoftware oder XnView macht sowas nicht. Ok, "Preview" ist nicht das Werkzeug der Wahl. Aber Apples Vorgehensweise an dieser Stelle ist schon mindestens interessant.

    Ich denke, die "Aura" wird dann ein Thema sein, obschon Benjamin dem Foto diese bereits absprach.

    Die Aura im Benjaminschen Sinne erscheint mir nicht sehr (er)fassbar. Man kann sie auf die Einmaligkeit des Objekts bzw der Erscheinung reduzieren (Reproduzierbarkeit lässt sich ja durchaus als natürlicher Antagonist der Aura verstehen). Trotzdem gibt es so genannte ikonische Bilder wie Picassos Guernica oder das Photo eines Soldaten im Moment seines Todes von Capa, die auch in der Reproduktion eine eigentümliche Wirkung auf den Betrachter ausüben, die durchaus einen der Aura ähnlichen Charakter hat. Ketzerischer Gedanke: Ist das, was wir Aura nennen, vielleicht eine Projektion von uns auf das betrachtete Objekt?


    Sorry. Extrem OT.

    Das Zitat von aksak_maboul verstehe ich nicht.

    Ich verstehe es partiell. Dann wäre es aber als Frage entschieden einfacher zu formulieren gewesen. Statt "V.a. würden mich auch mal hybrid hergestellte Bilder interessieren." dieFrage "Welchen Photopapierlook wollt ihr dem Druckerzeugnis geben". Die Erwähnung von Ilford Multigrade PE Pearl oder Formabrom Variante 111 ist sehr spezifisch. Will ich genau diesen Look reproduzieren? Warum sollte ich das? Ich (sic!) möchte mich mit dem Material - das ich benutze - auseinandersetzen. Ob der dabei entstehende Look einem Vorbild entspricht, interessiert mich weniger.

    V.a. würden mich auch mal hybrid hergestellte Bilder interessieren.

    Erstens: Was ist mit hybrid gemeint? Ein Silbernegativ gescannt/digital abfotografiert und hier eingestellt ist per se hybrid - es gibt einen Medienbruch. Ein Silbernegativ, davon ein chemischer Abzug, der digital abfotografiert etc hier im Forum landet: dito hybrid. Und so weiter ... einen komplett silberbasierten Prozess kann man in voller "Schönheit" nur in einer Ausstellung betrachten.


    Zweitens: Meine (GF-)Bilder entstehen auf Silberfilm, ergo "analog". Wenn ich sie ausdrucke, ist das digital. Der Rest ist das Übliche. Wenn ich sie auf tradionelles Fotopapier belichte, bin ich "analog". Sobald ich ein solches Bild in die Forumsgalerie transferiere, habe ich eine digitale Komponente, folglich hybrid.


    Drittens: Stelle ich mich auf die puristische Seite, dann ist natürlich das traditionelle Positiv "wertvoller" als das digital gedruckte. Kann ich den Unterschied bei der Präsentation im Forum erkennen, gleiche Sorgfalt bei der Ausarbeitung vorausgesetzt? Was ist mit einem gescannten Silbernegativ, das rein digital in ein Positiv umgewandelt, sorgfältig bearbeitet und dann als "Datei" hier im Forum landet?


    Ich finde die Frage schwierig. Macht das Wissen um den Entstehungsprozess ein Werk wertvoller als eines, das seine Entstehungsgeschichte nicht offenbart? Kann ich derartige Bilder qualitativ unterscheiden? Welche Art des Entstehungsprozesses trägt zum "Wert" bei, welche nicht? Vielleicht sind ja derartige Fragen schon längst geklärt, nur mir noch nicht bekannt. Notfalls könnte ich sogar heute Abend eine Kunsthistorikerin der TU Dortmund dazu befragen ...

    Die Sinarkassetten sind faszinierend ... in den Versionen Vario und Zoom auch wirklich flexibel. Ich hatte mal die Panoramakassette 6x12 und eine Zoom. Nachdem sich die 6x12er mechanisch verabschiedet hatte (leider auch keine Reparatur machbar), entwickelte sich bei mir ein ungutes Gefühl. Ich hab die Zoom dann gegen ein Objektiv in Zahlung gegeben. Die Möglichkeit des "Einschiebens" halte ich für begrenzt; ich bilde mir ein, die Sinarkassetten seien noch dicker als die von Calumet, das kann ich aber nicht mehr kontrollieren.


    Die flexible Formatwahl ist toll. Ich habe sie allerdings nicht zwingend gebraucht, und für seltene Panoramagelüste nutze ich die durchaus fragwürdige DaYi.


    Ich (sic!) bin hinsichtlich der sehr filigranen Mechanik etwas misstrauisch. Das ist etwas für Feinmechaniker/Uhrmacher. Die nichtexistierende Ersatzteilversorgung stimmt mich noch weniger heiter.

    Zu einer Vergrößerung gehört zwingend das Ausflecken. Das erfordert Übung und gutes räumliches Sehen im Nahbereich.

    Mir fällt letzteres jetzt schwerer.

    Da kann ich nur zustimmen, mit der kleinen Ergänzung, dass es mit dem räumlichen Sehen bei mir noch nie richtig funktioniert hat.


    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Systemfragen der Art "welche Anteile sollen digital und analog im fotografischen Prozess haben" zwar ganz nett sind, sich aber nicht befriedigend allgemein beantworten lassen.

    ohne das helle Blatt als "Bildzentrum" und Blickfänger

    Dem kann ich mich nur anschließen! Dazu gefällt mir noch ganz besonders gut, wie die Spitze des hellen Blatts auf die helle Partie des Blattes links zeigt. Ich halte es für eine sehr durchdachte Kompostion ...

    Mal vorsichtig aus dem hinteren Ecke gefragt: Was soll da geschmiert werden? Nur die Führung der Standarten? Oder auch der Zahnsegmentmechanismus? Letzterer neigt ja wohl zum Verspröden, und mit welchem Schmiermittel der da verbaute Kunststoff verträglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei Metall ist reine Vaseline unschädlich.

    Habe ich gemacht, mit den 10% Zeitreduktion. Die Ergebnisse waren so, wie ich sie mir vorgestellt hatte (von meinen persönlichen Problemen mit diesem Film abgesehen). Irgendwo im Forum gibt es ein Beispielbild, das ich mal produziert hatte.

    Btw, ich benutze seit Langem eine 4fach Lupe von Jobo (weiß nicht wer die wirklich hergestellt hat; habe ich günstig bekommen). Für mich ist die unter dem Dunkeltuch ideal. Für den Lichtschacht ist sie nicht geeignet. Sie ist logischerweise fokussierbar, was meiner Fehlsichtigkeit entgegenkommt, und sie ist auch schön groß. Die Vergrößerung reicht zum Scharfstellen für mich allemal. Momentan gibt es so ein Ding in der Bucht in der Zweifachausführung mit transparentem und intransparentem Fuß.

    Schon spart man sich aus Bequemlichkeit ein vernünftiges Einstellen der Camera.
    Bestes Beispiel sind Rückenschmerzen weil das Stativ für Zwerge gemacht wurde.

    Tja - aus meiner Sicht sind die meisten Stative eher für Riesen gemacht. ;) Wenn ich den Gesamtauszug so mancher Stative nutzen wollte (mit der ziemlich hohen Profia NT oben drauf), bräuchte ich eine nette Stehleiter ... für mich (!!) reicht eine Höhe von max 140cm ...

    Es liegt nicht in meiner Natur, Menschen zu ärgern, aber wenn jemand seine schlechte Laune an mir auslassen möchte, zeige ich ihm, daß ich nicht zu seinem Eigentum gehöre.

    Oweh, oweh. Ich hatte gar keine schlechte Laune, allenfalls finde ich die im Laufe des Threads entstandene Assoziationskette von einer Lieferung aus China über chinesische Provinzen, Menschenrechte, Demokratie zu Sokrates ziemlich interessant. In der Tat halte ich die altgriechische Vorstellung von Demokratie durchaus für diskussionswürdig. Es liegt mir trotzdem völlig fern, hier jemanden niederzumachen. Das wäre unanständig. Ich erhebe auch keine Eigentumsansprüche auf Menschen, ebenso wenig wie ich wüsste, wo ich das getan haben sollte.


    Nun denn. Ich habe etwas geschrieben, das offensichtlich ganz anders angekommen ist als es beabsichtigt war. Das tut mir leid. Dazu gleich noch ein Kommentar: Wer sich entschuldigt, klagt sich an.


    In jedem Fall wirklich freundliche Grüße in den Hunsrück!

    Ja, Sokrates war griechischer Philosoph, hat die Demokratie erfunden, und ist dafür gestorben !!!

    Das ist die allgemeine Lesart. Allerdings ist die Demokratie nach sokratischem Vorbild mit unseren aktuellen Vorstellungen nicht unbedingt kompatibel ... Übrigens möchte ich auch nicht in Platons Staat leben.

    digital bearbeitet

    Das halte ich jetzt nicht für einen Fortschritt. Die neblige Stimmung des ersten Bildes ist völlig verschwunden. Schade. Die neue Version sieht jetzt so aus wie die Beispiele aus einer einschlägigen Zeitschrift, die sich der monochromen Fotografie verschrieben hat. Ich (!!) empfinde es in diesem Zustand als banal ... sorry. Wenn man nur die zweite Version kennt, ist es nicht so auffällig. Aber die erste Version hat für mich die Messlatte sehr hoch gelegt.


    Ja, da ist auch ein bisschen Neid im Spiel, weil ich vor langer Zeit ein KB-Dia von einem plötzlichen Schneeregen mitten in der Stadt gemacht hatte, das eine ähnliche Stimmung vermittelt. Wunderbarerweise hatte ich die Kamera dabei. Nach fünf Minuten war das Schauspiel vorbei. Habe ich nie wieder so hingekriegt ...

    Sorry wg Kaperns des Threads. Ich empfinde diese Diskussion im Grunde als nutzlos. Jeder hat seine Meinung und bleibt dabei. Der eine (z.B. ich) zu wortreich, der andere etwas weniger. Ich sollte einfach meine Klappe halten. Und nein, ich mag mich nicht ereifern. Das ist noch sinnfreier.


    Eigentlich (!) habe ich vor allem Freude an Bildern ... also an etwas, das ich mir ansehen kann (und schon wieder ein anderes Thema :S ).