Posts by hppruefer

    Einer aber macht es anders: John Schaefer legt die Negative mit der Schicht nach unten in die Schale.

    So habe ich es von einem alten Photoexperten vor vielen Jahrzehnten gelernt: Meine (damals!) Silbereosinplatten auf die Schichtseite in die Schale legen, bei Rotlicht (möglich wg Ortho) entwickeln, bis die ersten Konturen von der nun oben liegenden Rückseite zu sehen sind. Fixieren. Wässern. Fertig.

    denk einfach mal an die Millionen Musiker deren Musik einfach geklaut wird und ohne Einverständnis weiterbenutzt wird

    Mit diesem Argument hätte Brahms seine Haydn-Variationen nicht schreiben dürfen. Bach hätte Themen von Vivaldi nicht benutzen dürfen. Sollten wir nicht glücklich sein, dass Bach schon so lange tot ist, dass weder Jacques Loussier noch Wendy Carlos Urheberrechtsverletzungen begangen haben ... ?

    ob die DIY-Spule einen Einfluss auf das Chemievolumen hat oder nicht und dann bekommste nur Stuss

    Die Spule selbst dürfte nur einen geringen Einfluss auf das Chemievolumen haben. Soweit ich mich erinnere, hattest du nach Kipp/Rotation gefragt. Das Zylindervolumen hilft aber wirklich nur bei Kipp. Sorry. Mich würde auch - ohne jede Gehässigkeit - interessieren, wie man das erforderliche Chemievolumen für Rotation sinnvoll (!!) bestimmt.

    Um rechtliche Fragen zu klären sind wir hier sicher im falschen Forum aber ich bin mir sicher das es nicht schwer sein wird die Erlaubnis einzuholen um eine Kirche zu fotografieren. Die Erlaubnis auf das Gerüst zu dürfen ist sicher das größere Hindernis aber auch das ist nicht worum es hier geht.

    Darum ging es mir auch nicht. Kirchen stehen üblicherweise im öffentlichen Raum. Außerdem kann man immer fragen - wer nicht fragt ... Ich habe aber vor allem bei der Gerüstidee ganz kalte Füße bekommen. So einen Gedanken sollte man nicht mal ansatzweise denken. Unabhängig von rechtlichen Fragen. Ist wie im Haushalt, wo bekanntlich die meisten Unfälle passieren. =O


    Übrigens hatte ich bei "meinem" Kirchenbild Glück: Ich konnte mich mitsamt Stativ auf die Stufen eines Geschäftseingangs stellen (war Sonntag), das hat die nötige Höhe geliefert. Aber es war sehr eng, so mit dem Rücken zur Tür. :saint:


    Also: Improvisieren ja. Aber keine (möglicherweise) testosterongesteuerte Leichtfertigkeit! 8o

    Darin ist nicht ein einziges Bild das er so weit geshiftet hat das die Divergenz komplett verschwunden wäre

    Das ist ja leider eine ewige Diskussion ...

    Der Gipfel ist das inzwischen neu aufgelegte Goerz Hypergon mit 75mm Brennweite und 140° Bildwinkel.

    Mode! Eine Zeitlang waren auch Fischaugen sehr beliebt.

    Die wunderbaren Aufnahmen von Feiniger in New York mit extrem langen Brennweiten aufgenommen

    Hundertprozentige Zustimmung - mit dem Tropfen Bitterkeit:

    Wenn möglich ein Gebäude, Gerüst oder was auch immer, gegenüber des Motives suchen und die Kamera dort aufstellen. Am besten ist es natürlich wenn es auf der halben Höhe des zu fotografierenden Gebäudes wäre.

    Wenn man es dann kann. Aber ich fürchte, so eine Positionierung wird eher die Ausnahme sein. Feininger und Wolf hatten Zutritt zu den Gebäuden, die Bechers waren eher auf leergeräumten Gelände. Zum Glück stehen etliche Kirchen auf Plätzen, das macht es etwas einfacher. Aber die Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen steht an einer Straße, zwar etwas zurückgesetzt, aber da ist es mit der Positionierung schon schwieriger. Und ich nehme mal an, dass die Bewohner des Hauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht besonders begeistert wären, wenn ich sie in ihrem Wohnzimmer heimsuchte. Und wer auf ein Baugerüst klettert, könnte sich dezenten Ärger einfangen (ja, ich bin feige).


    Varg Du hast trotzdem vollkommen recht. Je länger, je lieber!

    Wenn die Firma Linhof genauso empfindlich wäre wie VW würde sie Namensrechte einklagen.

    Das ist richtig, aber falsch. Bei VW/Lanz handelt es sich in beiden Fällen um Fahrzeuge, sogar jeweils mit vier Rädern und Verbrennungsmotor. Im Fall Linhof/ECM besteht keinerlei Verwechslungsgefahr. Da müsste man sich schon sehr anstrengen ... Der in Deutschland historische Schulfunk hat das seinerzeit wunderbar erklärt. War halt analoges Radio. 8o

    Also quadratisch ist nun mal schon eine Exponentialfunktion, der Exponent ist 2.

    NEIN!

    Muss ich jetzt wirklich den Mathematiker raushängen lassen? Bei einer Potenzfunktion ist die Variable die Basis und der Exponent konstant, bei einer Exponentialfunktion steht die Variable im Exponenten und die Basis ist konstant. Das war ja gerade das Gemeine bei der Verbreitung von Corona (gilt übrigens auch für die berüchtigte Kettenreaktion).


    Sorry wegen (Schmerzens)geschrei.

    sie werden nicht mehr nur weil man sich immer weiter vom Zuhause entfernt

    In der Tat. Mein etwas versauter Testfilm, der zu ziemlich länglichen Diskussionen geführt hat, ist etwa 400m von meiner Behausung entfernt belichtet worden (deshalb ist es ja auch kein unwiederbringliches Motiv gewesen).

    Ich mag keine weiteren Mutmaßungen - ohne theoretische/experimentelle Bestätigung - mehr raushauen.


    geo Wenn es eng wird, ist wenig Chemie da. Die ist gewiss schneller "verbraucht". Hängt von der Diffusion ab.


    aksak_maboul Das ist Adhäsion und Oberflächenspannung. Trockene Spiralen können es wegen der Startagitation nicht gewesen sein. Das Verrutschen der Spiralen hatte ich vorher getestet, weil ich bei der Konstruktion Bedenken hatte. Findet nicht statt. Alles bleibt da, wo es hingehört. Im Übrigen ist der Gummiring eine effektive pragmatische Maßnahme.

    Die schwach entwickelten Stellen waren am oberen Ende. Aufgrund seines Dralls liegt der Film mit der Rückseite an den Spiralen an. Schichtseitige Kapillarwirkung sollte daher eher unwahrscheinlich sein. Die längs des Film ungleiche Breite der Streifen passt zu den "Griffmulden" der Spiralen. Deshalb vermute ich ungenügende Agitation ...


    Welche spezielle Fehlerkomponente besonders viel zum Unheil beigetragen haben könnte, weiß ich nicht. Aber wie gesagt - das Problem tritt nach Änderung der Vorgehensweise nicht mehr auf. Damit ist mein Forscherdrang fürs praktische Leben befriedigt.

    Viele Hypothesen. Ist alles ok. Ich mache sowieso keine Standentwicklung. Das Heymannrezept habe ich genommen, weil es auf der HC-110-Seite stand und genau passend zur Situation erschien. Die Nutzung dieser Vorgehensweise war eben ein Ausrutscher! Mit den Angaben von Massive Dev sind die Ergebnisse perfekt. Und nein, ich bin absolut nicht vergrätzt. Wie gesagt, Heymann und Jobo sind offensichtlich keine Freunde. Macht mir nix, weil ich mit meinen sonst gebräuchlichen Standardverfahren stets die gewünschten Ergebnisse erhalten habe. Für mich: Ende gut, alles gut.

    Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Was will man hier standentwickeln

    Äpfel und Birnen - beides Kernobst. Das Multitankbild ist ganz sicher vollkommen korrekt, hat aber mit meiner (!) Situation nicht das geringste zu tun. Wer sich das entwicklungsgeschädigte Bild ansieht, wird gewiss entdecken, dass der "Schaden" zwar in Randnähe ist, aber keineswegs bis zum Rand durchgeht, was der Fall wäre, wenn die Füllmenge nicht ausreicht. Also noch mal: Ich habe den Fehler definitiv an der Spiralengeometrie verorten können!


    Das Bild mit der Patersondose ist die Antwort auf eine nicht gestellte Frage.


    Und zur Sicherheit wie zum Verständnis noch ein kleines Belegbild meiner Dosensituation; da ist wohl genug Raum oberhalb der Spirale, sogar für Hardcorestandentwickler.


    Update. Film nach der bewährten Agfa-Methode entwickelt (Dose und Spirale nicht geändert) - keinerlei Streifen oder sonstige Fehler. Fazit: Die von Stefan Heymann empfohlene Quasistandentwicklung ist zumindest mit den Jobo-Spiralen nicht kompatibel.