Posts by hppruefer

    Ich hab die Anschlussrähmchen mitsamt Schrauben separat. Die sind aber etwas "versaut", weil ich die auf magnetische Halterung umbauen wollte. Das hat aber nur für leichte Verstellungen geklappt. Der WW-Balgen, der dazwischen war, wird jetzt mit Plaubelrähmchen versehen.


    Wenn du mit dem Zeug was anfangen kannst, schick mir ne PN.


    Ich meine ja. Aber sicher bin ich nicht. Den Franzosenkram habe ich mal "live" in einer Ausstellung gesehen, und ich glaube, da waren auch Russenbilder dabei (die waren übrigens Dreifarbaufnahmen, also Miethe-mäßig, während der Franzosenkram auf Autochromeplatten entstanden ist).


    Ich habe es wiedergefunden: Es war die Ausstellung im Gropiusbau!

    https://www.fktg.org/node/7159/farbfotografie_vordemgroßenkrieg1914

    Auch ganz nett: Zumindest 1967 gab es bei Springer noch eine Monographie, in der das Lippmann-Verfahren beschrieben wurde, siehe

    http://www.gbv.de/dms/ilmenau/toc/031849520.PDF

    So schrecklich geheimnisvoll war das dann ja wohl nicht; das Buch ist auch durchaus wohlfeil antiquarisch zu erwerben, vielleicht findet man es auch in Bibliotheken. Ich schrieb es bereits: Der scinexx-Titel war arg reißerisch, was die Leistung der beiden Autoren des Originalartikels zum Glück aber keineswegs schmälert. Wer Lippmanns Verfahren nachbauen möchte, kann die Rezepte finden (wenn man davon absieht, dass Quecksilber nicht sehr dankbar ist und hinreichend feinkörnige Glasplatten schwer zu beschaffen sind).


    Fröhliches Basteln!

    ich habe da eventuellgewissermaßensozusagen rein gar nichts verstanden.

    Sorry, das war von mir auch weder böse noch arrogant gemeint. Der demonstrierte Formelapparat ist schon arg unappetitlich; an dem habe ich auch nicht besonders viel Freude. Wenn man den aber geflissentlich ignoriert, bleibt ein verständlicher Kern übrig.


    Meine Motivation, den Originalartikel zu lesen, war die Suche nach Quellen. Ich fand den scinexx-Artikel etwas zu reißerisch aufgemacht, ziemlich clickbait. Es ist ja nicht so, als ob die Lippmann-Photographie ein Buch mit sieben Siegeln wäre. Mich hatte auch das Modewort "entschlüsselt" irritiert, ebenso wie "digital". Naja, was ich aus dem Original herausgelesen habe, ist, dass die Autoren ein recht umfassendes mathematisches Modell der Abbildung erstellt haben. Und sie konnten es technisch umsetzen, also eine Art Reverseengineering. DAS finde ich faszinierend ... und ich kann dem Team da nur gratulieren.


    Bitte nichts für ungut! Mich hat nur der Originalartikel total begeistert, weil ich daraus etwas mehr als nur - nochmal sorry - populärwissenschaftliche Phrasen erkennen konnte.


    Grüße vom Fünftelphysiker

    Für zuhause ist es super, wenn man keine Dunkelkammer hat (wie ich), eben wegen der Größe. Nutze ich fürs Laden von Kassetten und Jobo Expert. Zusammengeklappt ist es auch schön flach, aber etwas sperrig. Eine relativ große, flache Kiste. Für unterwegs reicht mir ein kleinerer Wechselsack. Da gehts es ja nur um Kassetten ...

    Ich habe es. Es ist sehr geräumig und stabil, in Grenzen transportabel, ein bisschen wie ein Koffer. Empfehlen? Kommt drauf an, wofür ... für mich ist es ok.

    Hybrides Arbeiten hat durchaus seinen Charme, ich machs ja auch, weil ich keine Dunkelkammer einrichten kann. Es ist aber keineswegs trivial.


    Vorteile: Geringerer Platzbedarf, etwas geringere laufende Kosten, große Auswahl an Papieren, keine Probleme mit großen Mengen Chemie (bei 40x50 Wunschformat ist das schon einiges).


    Nachteile: Es geht nicht ohne ICC-Profil für die Kombination Drucker/Papier, gerade bei SW. Alternative ist ein Drucker, der mehrere SChwarz-/Graupatronen unterstützt. Der Tintenauftrag verändert die Papieroberfläche (mehr oder weniger). Lichtbeständigkeit/Archivfestigkeit nur mit Pigmenttinten einigermaßen sicher.


    Neutral: Ausflecken muss man vermutlich immer. Bei chemischen Bildern auf dem Papier, bei Tintenbildern in der Bildbearbeitung.


    Ich bin mit der hybriden Arbeitsweise zufrieden, habe aber auch da erst meine Erfahrungen sammeln müssen. Zur Druckerwahl sage ich nichts. Das wird oft zur Glaubensfrage. Allerdings geht 40x50 nur mit einen Drucker, der mindestens A2 kann. Ach ja, und dann ist Rollenware im Allgemeinen auch günstiger als Blattware, falls verschiedene Endformate gewünscht werden (meiner Meinung nach lohnt sich die Druckerei nur für "große" Bilder, etwa ab 24x30).


    Hybride Grüße von hp

    Das scheint mir etwas komplizierter. Die Unschärfe hängt ja von der Wellenlänge des UV-Anteils ab. Damit hat man eine spektrale Verteilung unterschiedlich "defokussierter" Teilbilder, deren Bildanteil von der wiederum spektralen Empfindlichkeit des Filmmaterials abhängt. Das dürfte mit Hausmitteln nicht leicht nachzubauen sein.

    Ich gebe dir im Prinzip in so ziemlich allem recht, mit einer Ausnahme

    Vor allem sollte man erstmal selber seine Bilder zeigen.

    Das halte ich immer noch für ein absolutes Killerargument. Dann müsste jeder Musikkritiker nicht nur selbst Musik machen, sondern auch zugänglich machen, ein Theaterkritiker müsste auch inszenieren etc


    Kritik ist ohne Frage problematisch. Aber deine Forderung (die hier im Forum oft zu lesen ist, und die ich auch schon mindestens einmal abgelehnt habe) überfordert die Funktion der Kritik. Du sagst im Restaurant, "das Essen hat mir nicht geschmeckt", mit Gründen, und der Koch sagt dann "Koch erstmal selber"? Den Laden wirst du vermutlich boykottieren.


    Nix für ungut, bitte.


    Grüße, hp

    Plaubel Uni III ist 13x18 (kann auf 9x12 reduziert werden). Die ist aber wesentlich unhandlicher als die kleine (alte!) Kardan Color. Siehtt aber z.B. mit rote Balgen auch recht hübsch aus ...

    Ich hab mich (unabhängig voneinander) darüber mit einem Ingenieur und einem Lehrer für Werkstoffe unterhalten. Beide meinten, dass das die richtige Variante für selbsthemmende Feintriebe, die bei unterschiedlichsten Temperaturen funktionieren sollen, sei.

    Das ist eine interessante Aussage ...


    Materialabhängige Selbsthemmung hängt von der Reibung ab. Wenn sie bei Kunststoff höher ist als z.B. bei Metall, hat man eben mehr Reibung im System und damit auch mehr Verschleiß. Darüber kann man diskutieren.


    Unterschiedlichste Temperaturen kommt mir auch fragwürdig vor. Es gibt Kunststoffe, die einen breiteren Temperaturbereich abdecken. Ingesamt ist es aber ein Zusammenspiel von Festigkeit, Temperaturstabilität und Reibung. Bei Zahntrieben gibt es die Flankenfestigkeit (das ist Reibung) und Bruchsicherheit (das ist das, was man üblicherweise unter Festigkeit versteht). Hängt von der Wahl des Kunststoffs ab, ebenso wie die Frage der rechnerischen Lebensdauer. Kann man in Maschinenbaulehrbüchern nachlesen ...


    Ob der gerne erwähnte 3d-Druck als Ersatz taugt, hängt von der Fertigungsgenauigkeit ab. Die ist stark abhängig von Material und Fertigungsverfahren; die einfachen Hobbygeräte sind da eher mäßig (Disclaimer: Ds ist jetzt kein 3d-Druck-Bashing! Ich finde diese Technologie super!!).


    Eine einfache Materialsubstitution genügt nicht. Warum hat Sinar denn die Kunststofffeintriebe "versteckt"? Die sind ja nie so explizit kommuniziert worden. Ich bin wahrhaftig kein Metallfreak, trotzdem erscheinen mir an Kameras Metallverzahnungen sinnvoller. Beispiel: Gewindestangen zum Fokussieren. Warum sind die üblicherweise aus Metall? Die Kriterien Temperaturstabilität/Selbsthemmung gelten da auch.


    Ok. Ende Klugsch...modus.


    Kunststoff geht in Ordnung, muss aber sinnvoll eingesetzt werden. Konstruktiv oder materialbedingter Verschleiß ist auch nicht schlimm, sofern die Teile während der geplanten Lebensdauer ersetzbar sind.


    Heitere Grüße von hp

    Ich komme - bei konservativer Rechnung - auf 20 Terapixel, bei 200mm Scheibendurchmesser und 20nm Auflösung (aus der habe ich mal vorsichtig eine Fläche von 1600nm2 für ein Pixel abgeleitet, weil ich nicht weiß, wie die die Auflösung definieren ...). Aber ich kann mich auch verrechnet haben, und die gesamte kreisrunde Fläche ist sowieso nicht nutzbar. Sieht im Prinzip nach einem akzeptablen Preis aus.

    Wenn München nicht so weit weg wäre ... ich habe noch ein Plaubel Studiostativ, das ich nicht mehr brauche, weil ich meine Studiopläne aufgegeben habe. Das Ding ist ca 1,80m hoch; tragen tut es mit Sicherheit die ganz großen Plaubels.


    Solltest du eine Möglichkeit sehen, das Teil in Bochum abzuholen, schreib mir ne PN oder mach ne Konversation auf. Versand wäre besch..., weil garantiert zu teuer.


    Grüße von hp


    ps: Es muss ja nicht meins sein. Diese Stative werden häufig angeboten, teilweise allerdings zu ziemlichen Phantasiepreisen.