Posts by Karsten

    Ich bin ja auch mit 8x10 und Wetplate im Gelände unterwegs. Größer würde ich aber nie machen, denn das größere Format ist dann doch allzu oft die "Begründung" dafür, langweilige Perspektiven einzunehmen.

    Wie in dem Video und vielen seiner anderen zu sehen.

    Gigantismus ist halt keine Fotografie, auch wenn es imposant aussieht.

    Ich habe ein 13x18 Reduzierrückteil mit einem angemackten 4x5er für internationale Kasssetten. Genaueres kann ich erst im neuen Jahr sagen; ich bin jetzt nicht zuhause ... vielleicht hilft das?

    Danke für das Angebot. Aber bei Wetplates muss das man das richtige Gefühl für das Beschichten der Platten haben. Wir haben getestet: Für Julias Hände ist 13x18 buw 5x7 perfekt, 8x10 zu groß und 4x5 etwas zu klein.

    Werte GFler,


    das ist die Julia. Die möchte ebenfalls, so wie ich, Wetplates machen.


    Nun ergab es sich, dass mir die hier abgebildete Kamera (eine Peco universal II in 13x18) in äußerst bemitleidenswertem Zustand und Mäuseköttel im Balgen für umme in die Hände fiel. Stunden der intensiven Putzerei später erstrahlte sie wieder in altem Glanze und wir haben dieses Foto aufgenommen.


    Ich finde, die beiden passen nur allzu gut zueinander, oder?


    Leider verfügt Julia nicht über unbegrenzte Reichtümer und die Kamera nicht über ein Rückteil. :-/


    Sollte hier jemand also für kleines Geld ein Rückteil abzugeben haben, würde ich es gerne an die Kamera setzen und Julia damit in die Lage versetzen, endlich loszulegen.


    Fromme Wünsche und Infos:

    • Ein Blech, an das ein Rückteil angeschraubt werden kann, ist vorhanden.
    • Am liebsten wäre mir ein internationales Rückteil, weil dann die Adaption an den Wetplate-Prozess einfacher gelingt.
    • Falls kein internationales Rückteil, bräuchte ich auf jeden Fall passende Kassetten dazu. Die ollen Holzdinger sind perfekt!
    • Eine gebrochene Mattscheibe kann ich mir selbst machen, wäre kein Problem.
    • 13x18 oder 5x7 - beides wäre perfekt.

    Also, was immer du rumliegen hast und günstig für den guten Zweck abgeben kannst, ist willkommen.


    Ich danke schonmal fürs Lesen! :)





    Das sollte so funktionieren, zumindest rein technisch wird was dabei rauskommen.

    Aber 100%ig wird die Farbqualität vermutlich nicht sein, denn die Schwärzen werden dann vermutlich blau kommen - denn im Negativ sind sie gelblich.

    Teste es, dann weißt du es genau.

    Haltbarkeit von RA4-Papier beträgt 2 Jahre, danach wird es nicht mehr weiß. Letztlich mit Nordfoto gesprochen, äußerst kompetent beraten worden.

    In dem Zuge auch erfahren: Die Sensibilisierungslücke von damals, als man bernsteinfarbenes Licht in der Farb-DuKa verwenden konnte, gibt es nicht mehr. Setzt du das trotzdem ein, hast du schöne blaue Abzüge.

    Ich habe das Ding zusammen mit dem Modular 70. Die Bedienunganleitung war vorhanden, hat aber nicht dazu geführt, dass ich damit irgendwelche mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbaren Ergebnissen erreicht hätte.


    Damals gab es dann so Kleinanzeigenblätter, in denen ein Herr Wurm aus Essen (25 - 30 Jahre her) Einzelworkshops zu dem Ding anbot. Da war ich und musste einsehen, dass zu einer sinnvollen Inbetriebnahme besonders selektierte Halogenlampen nötig waren. Außerdem - puhh, jetzt wird es diffus - "Vergleichsmuster" mit Farbflächen auf Fotopapier, die Herr Wurm anbot. Diese beiden Zutaten plus die ganztägige Erklärung von Herrn Wurm hat mich damals in die Lage versetzt, meinen Vergrößerer zu eichen und grob voreingestellte Filterwerte zu erhalten, die auch vom Farbstich und Helligkeit einigermaßen funktionierten. Weil das aber nicht zu 100% funktionierte, war immer ein Nachfiltern nötig.


    Weil das so war, habe ich mich dann später im Fotografie-Studium nicht mehr damit abgegeben. Ich habe zwar weiter den Modular 70 genutzt, aber ich hatte Erfahrungswerte, die ich immer voreinstellte. Und dann - mit der dann dazugekommenen Übung - konnte ich mit 2-3 Probestreifen das Nachfiltern erledigen und war damit schnell fertig. Da ich aber auch immer nur einen Film und ein Papier verwendet, klappte das gut. Das wäre sicherlich auch für die Arbeit mit der Kalibration über den TPA besser gewesen, denn die o.g. Vergleichsmuster wären dann auch für jede Film/Papier-Kombi nötig gewesen.


    Würde ich heute nochmal damit anfangen, würde ich mir neue Erfahrungswerte zulegen und dann ohne TPA arbeiten. Das System klang gut, war aber in der Praxis echter Mist.


    Wenn ich bedenke, dass ich damals 8000 DM dafür ausgegeben habe ...


    Das ist alles, was die Hirnwindungen noch hergeben. :)

    Nennen wir das eher ambrotype-ähnlich.

    Ob das aber dann ewig hält (Ambrotypie kommt von dem griechischen Wort ambrotos „unsterblich“) ist fraglich, so elastisch wie der Planfilm ist der Lack dann doch nicht.

    Aber das Prinzip ist damit schon erfüllt: Man nehme ein unterbelichtetes Negativ und setze es vor einen schwarzen Hintergrund.

    Hallo liebe Großformatler,


    ich möchte euch einladen zu einem kostenlosen Webinar, in dem ich das Wetplate-Verfahren vorstelle.


    Ich fotografiere im Wetplate-Verfahren, das 1851 erfunden wurde. Dazu nutze ich Glasplatten, die ich in einem Silberbad sensibilisiere. Mit ISO 0,5 braucht es extreme Blitze im Studio. Oder mehrere Sekunden, wenn ich draußen fotografiere, selbst blei voller Blendenöffnung. Das Wetplate-Verfahren heißt so, weil die Platte nicht antrocknen darf, deshalb ist das Labor immer gleich nebenan, auch draußen. In diesem Webinar fotografiere ich voraussichtlich ein Porträt in 8x10 mit meiner Sinar P2.


    Das Programm am 02.10.2021:

    Ab 10 Uhr demonstriere ich das Verfahren in der Praxis und belichte zwei oder drei Platten. Wie ich das alles so mache, was für Kameras und sonstiges Zubehör dafür nötig ist, das erfährst du in der ersten Stunde. Fragen sind willkommen und werden - im Rahmen der Möglichkeit während des Shootings - direkt beantwortet.

    Ab 11 Uhr zeige ich ausführlich eine Auswahl meiner bisherigen Arbeiten und beantworte alle sonstigen Fragen, die dir in den Sinn kommen.


    Der Zugang zum Zoom-Meeting gelingt mit diesem Link. Ich würde mich freuen, wenn du deine Webcam startest und du Fragen per Mikrofon stellst (alternativ gibt es natürlich einen Chat). So haben wir alle noch mehr den Eindruck, als hätten wir uns live getroffen.


    Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. Nur der Vollständigkeit halber der Hinweis, dass auch Gäste dabeisein werden, die nicht hier im Forum sind und kein GF fotografieren.


    der Karsten



    Modelle in den folgenden Fotos:

    @eusepia und Ulrich Herrmann

    Hier kommen die Ergebnisse:


    • Alle Fotos bei voller Blendenöffnung gemacht.
    • In den Longaren waren Verlängerungsfaktoren angegeben:
      • Longar 1,5 = 2
      • Longar 2.0 = 2,5
      • Longar 2,5 = 3,5
      • Longar 3.0 = 4
      • Die Sonne wurde zum Mittag hin immer stärker, deshalb kann ich es nicht zu 100% bestätigen, aber vom Gefühl her sollten diese Verlängerungsfaktoren wohl passen.
    • Die Auszüge verlängern sich, aber nicht so, wie man es von der Brennweite her erwarten würde:
      • Das Objektiv selbst: 210 mm
      • Longar 1,5 = 270 mm
      • Longar 2.0 = 310 mm
      • Longar 2,5 = 350 mm
      • Longar 3.0 = 390 mm
      • Erstaunlich, dass sich die Auszüge immer um 40 mm erweitern.
      • Ich finde diese Tatsache sehr nützlich: Für Porträt und Akt draußen im Wald erhalte ich damit Möglichkeiten, die mit "echten" so langen Brennweiten nur schwer umzusetzen wären. Ich habe mit meinem Wetplate-Geraffel genug zu tun. :)
    • Was fotografiert man statt einer Zeitung, um die Schärfe über die gesamte Fläche zu zeigen? Ich wollte nicht in den Nahbereich, denn ich wollte es mir einfach machen und nicht noch die Kamera umbauen. Da kam mir das Haus gegenüber gut genug vor. Ich habe die Fenster zum Schutze der Privatsphäre der Nachbarn unscharf gemacht. An den Klinkerfugen, auf die ich neben dem mittleren Balkon scharfgestellt habe, sieht man die Schärfe ganz gut.
    • In Silverfast gescannt, keine Scharfzeichnung.
    • Alle Fotos wurden im Wetplate-Verfahren im Format 8x10 gemacht.
    • Ich füge zwei Abbildungen bei. Auf der ersten siehst du die Mitte der Platten im Vergleich, auf der zweiten die rechte untere Ecke. Die weiteren Ecken habe ich mir gespart, da die Ergebnisse ähnlich der rechten unteren Ecke sind.
    • Alle Dateien in hoher Auflösung als Tiff sind hier zum Download bereitgestellt (98 MB).

    Wahrscheinlich werden viele recht enttäuscht sein, hochkorrigierte Objektive sind halt doch sehr viel schärfer.


    norma hatte je gewarnt, die Extreme zu vermeiden, aber 630 mm ist ja auch nicht ganz ohne. Ob das jemals so oft zum Einsatz kommt??


    Aber für Porträt und Akt kann ich mir den Einsatz von Longaren gut vorstellen. Vor allem, weil ich dann den Hinterlinsenverschluss zu Hause lassen kann und mit minimalem Gewicht 5 Brennweiten dabeihabe - was will ich mehr? Ich werde es sehen. :)


    Ich habe morgen ein Shooting, werde diese Kombination mal testen. Ich berichte.

    Und ja, dann werde ich auch mal etwas weiter abblenden. Und ich werde auch mal sehen, was passiert, wenn man so ein Longar vorne anbringt.


    Nochn ne Frage: Gibt es eigentlich noch andere Xenare mit 57,2 mm Durchmesser des Hintergliedes?

    Schöne Ergebnisse!

    Hattest du da auch eine Auszugskorrektur genutzt? So weit das bei den Abständen und KB überhaupt messbar wäre.

    Und wie hast du überhaupt scharfgestellt?

    Und zeig doch bitte mal her das Ding! :)