Posts by Karsten

    Werte Kollegen!

    Mir hat mal ein Kollege erzählt, dass man seine Blitzköpfe mit mehr Wattsekunden befeuern kann, indem man die Sicherung gegen eine stärkere austauscht. Das soll zwar die Blitzröhre etwas kürzer leben lassen, aber das kann ich verkraften: Bei meinen Wetplates blitze ich maximal zweimal pro Stunde.

    Weiß jemand, in welchen Größenordnungen man da Sicherungen wechselt? Falls das wichtig ist: Ich nutze Elinchrom Classic Generatoren.

    Kann jemand abschätzen oder - noch besser - berichten, wie sehr das die Lebensdauer der Blitzröhren verkürzt?

    Ich weiß: "Das soll man nicht tun!" Kenn ich, brauche ich hier nicht nochmal lesen.

    Ich weiß aber auch, dass in der zivilen Ingenieurskunst oft massenhaft Reserven eingebaut werden, um die teuren Geräte zu schützen. Wie haben das die lieben Schweizer bei Elinchrom gehalten?

    Fakt ist, dass es immer weniger gebrauchte, starke Generatoren auf dem Markt gibt. Von Blitzköpfen mal ganz zu schweigen. Und immer weniger Marken sind weiterhin verfügbar bzw. unsinnig, da einzusteigen (zB Multiblitz mit ihren speziellen Platinen). Neues gibt es schon gar nicht mehr in der für Wetplate benötigten Leistung.

    Von daher bitte ich alle Elektro-Buchhalter und Elektronik-Korinthenkacker mal über den eigenen Schatten zu springen und konstruktiv beizutragen anstatt Bedenken mit langem Bart gebetsmühlenartig in immer wiederkehrender Dauerschleife vorzutragen.

    Jetzt freue ich mich auf eure Antworten,

    der Karsten

    Werte Kollegen!

    Für Wetplate siche ich sehr leistungsfähige Blitzköpfe für Elinchrom, auch Generatoren. Und falls wer seine Aladinos loswerden möchte, hätt ich auch daran Interesse.

    Bei ISO 0,5 brauche ich nicht nur Bumms, sondern den DOPPELBUMMS!!!! :)

    Meines Wissens gibt es nichts Stärkeres, als die 6000er, oder doch?

    Sowas suche ich.

    Die Not ist groß und Kummer mein ständiger Begleiter. ;)

    Daher auch gerne auf Elinchrom von Fachwerkstätten umgebaute Köpfe oder Generatoren.

    Oder ich tausche zwei 3000er gegen einen 6000er.

    Oder so...

    Oder hat wer noch ne andere Idee??
    Da verzichte ich aber gerne auf unsinnige Lösungen, wie Multiblitz, die quasi unreparierbar sind (auch wenn die mal nen 8000er hatten), weil spezielle Platinen verbaut wurden.

    Bitte alles anbieten ... ich freue mich auf qualifizierte Antworten,

    der Karsten

    Werte Kollegen,

    ich nutze meine Studioblitze für Wetplate und nutze daher auch das UV-Licht mit.

    Ich besitze eine Pyrexglocke, die demnächst bei sehr körpernahen Aufnahmen zum Einsatz kommen soll. Gleichzeitig muss ich das letzte Quäntchen Licht aus dem Kopf herausholen.

    Die Glocke hat einen UV-Schutz, sie ist leicht gelblich beschichtet.

    Kann man diese Beschichtung entfernen oder ist diese Färbung im Glas? Wenn sie zu entfernen ist, womit?

    Freue mich auf qualifizierte Antworten,

    der Karsten

    Werte Kollegen,

    ich verkaufe aus dem Nachlass eines Fotoclubs eine JOBO Lift CPA2/CPP2.

    Das Ding ist dicht, alles läuft, aber die Heizung ist defekt. Inkl. Mensuren, Thermometer, einigen Zusatzrollen und Flaschen wie abgebildet.

    Die Heizung könntest du gut durch einen Sous-Vide-Heizstab ersetzen: https://amzn.to/3PytQLH
    Einfach in eine der Öffnungen für die Flaschen stellen und schon hast du 100% der ursprünglichen Funktion.

    Preislich stelle ich mir 350 € vor.

    Abzuholen in 59065 Hamm. Wer vorbeikommt, dem könnte ich eine Wetplate-Demonstartion "verpassen". Naaa, Interesse?? ;)
    U.U. könnte ich das Ding vorbeibringen, fahre die nächsten Tage in Urlaub - vielleicht passts ja von der Richtung her ...


    Statt technischer Hilfsmittel werfe ich folgendes in den RIng:

    1. Geh einmal rund ums Motiv und lege mit dem Winkel, aus dem du fotografierst, den Hintergrund fest.
    2. Danach gehst du auf das Motiv zu und wieder weg und achtest dabei auf die Veränderung der Größenverhältnisse zwischen Motiv und Hintergrund. Wähle den Abstand, bei dem die Größenverhältnisse der beabsichtigten Bildidee entsprechen.
    3. Mit Vogel- oder Froschperspektive machst du das Feintuning und kannst das Motiv 2kleiner" oder "größer" machen und die damit eigentlich allseits bekannten Wirkungen zu erzielen.

    Da, wo alle drei Entscheidungen zu dem optimalen Standort für die Kamera führen, stellst du deine Kamera auf. Erst wenn du den hast, macht es Sinn, über den Ausschnitt nachzudenken. Aber das ist wieder ein anderes Thema...

    Das gilt übrigens nicht nur im GF, sondern beim Fotografieren mit jedem Gerät.

    Ich lebe ja davon, anderen das Fotografieren beizubringen. Funfact: Erstaunlicherweise ist dieses Thema selbst bei vielen "alten Hasen" nicht bekannt, weshalb ich sie auch mit 40 Jahren Fotopraxis in meinen Anfängerkurs schicke. Hat bisher keiner bereut. :)

    Moinsen,

    ich frage mich und nun auch euch, ab wann Apo Ronare vergütet sind? Und welche Vergütungen waren das genau (einfach, MC o.ä.)?

    Und kann mir jemand verraten, aus welchem Glas die Apo Ronare gemacht wurden? Gab es Phasen, in denen unterschiedliche Glassorten verwendet wurden?

    Gab es eigentlich auch einfache Ronare ohne Apo davor? Wenn ja, ab wann waren diese apo-korrigiert?

    Ich freu mich auf euer Schwarmwissen! :)

    der Karsten

    Beleuchtung mit blauem Licht?

    Varg, ich glaube, das hast du falsch verstanden. Hier war nicht die Frage, ob du es mit blauem Licht fotografiert hast.

    Stattdessen hatte Schwarzweißseher vorgeschlagen, mit blauem Licht zu beleuchten. So kannst du erst gar nicht auf das gelbe Licht scharfstellen, sondern stellst direkt auf die Wellenlänge scharf, die dann auch vom Wetplate-Prozess verwendet wird.

    Geniale Idee, eigentlich. Zum Scharfstellen nimmst du blaues Licht, das Foto machst du dann mit weißem. Einfach das Einstelllicht am Studioblitz austauschen und fertig! :)

    Jeder Werbetechniker baut dir das in 2 min. Zwei schwarze Acrylglasscheiben, eine etwas kleiner als die andere, zusammenleimen, fertig. Kost n Zwanni.

    Interessant!

    Wo sind beim Perscheid die Blüten am 2. Strauch hin?!!

    Erstaunlich, dass beim Perscheid @12,5 das Geländer ähnliche Unschärfe aufweist, wie das Eurygon bei 4,5.

    Die Bildfeldwölbung haut mich um! Sieht ja fast aus, wie perfekt gescheimpflugt!!?!!

    So ein Kurs kostete mich 420 €, das sind Peanuts aus der Portokasse im Vergleich dazu, was ich mittlerweile dafür zahlen musste, Wetplate zu meinem Hauptarbeitsgebiet zu machen. Nein, ich mache das hier nicht, weil ich den Zeitaufwand nicht liefern kann und will.

    Und für die nächste dumme Frage schonmal hier die Antwort: Nein, ich gebe keine Kurse in Wetplate.

    Ich lebe davon, anderen Fotografieren beizubringen. Das tu ich für meinen Lebensunterhalt.

    Wetplate mache ich aber nur für mich, keine Kurse, keine Auftragsarbeiten.

    Und ja, der Einstieg ist sowas wie ein Bootcamp: Ich dachte auch, dass ich mit 35 Jahren Laborerfahrung und einem abgeschlossenen Fotografie-Studium im Rücken, das "mal eben so" hinbekomme.

    Ich habe den Kurs gemacht, mir alle Chemikalien und Gerätschaften besorgt und habe losgelegt. Ich benötigte ein ganzes Jahr, in dem ich jede Woche ein bis zwei People-Shootings gemacht habe, um es einigermaßen zu beherrschen - im Studio!

    In dem Jahr konnte ich unter den kontrollierten Lichtbedingungen das Handwerkliche trainieren und habe jeden einzelnen Punkt des Prozesses mehrfach verbessern müssen.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass dieser Prozess keine "Puffer" eingebaut hat, wie wir es von der üblichen Fotochemie kennen. Das ist alles eher wie eine OP am offenen Herzen - ALLES hat einen Einfluss auf das Endergebnis: Deine Bewegungen, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Schwebstoffe in der Luft usw.

    Es gibt auch keinen Belichtungsspielraum wie beim Film. Entweder du belichtest richtig, oder eben nicht. Und das unter der Bedingung, dass du nur mit dem UV- und Blauanteil des Lichts fotografierst. Belichtungsmessung funktioniert nicht, nur Erfahrung bringt dich zu gut belichteten Platten.

    Danach habe ich mich ein halbes Jahr lang darauf vorbereitet, draußen fotografieren zu können. Musste ein mobiles Labor selbst konstruieren und bauen, es mit allem Gerät geländegängig bekommen. Schließlich wollte ich ja keinen Esel anheuern. ;)

    Währenddessen weiterhin jede Woche im Studio fotografiert...

    Dann habe ich zwei Jahre gebraucht, um unter den Bedingungen draußen ordentliche Ergebnisse hinzubekommen - und lerne immer noch. Da hast du noch mehr Einflüsse, die dir alles versauen können.

    Wir halten mal fest: Die ersten 1000 Platten sind Arbeit, danach beginnt der Spaß.

    Um das jetzt nicht alles zu negativ enden zu lassen, noch einen Tipp an Cherub: Mach einen Kurs. Denn ohne weißt du ja nicht, was du nicht weißt. Das heißt, wenn du nicht wenigstens einmal gesehen hast, wie es richtig funzt, wie willst du dann bei deinen eigenen Versuchen wissen, wann du es richtig machst?

    Ein Trainer kann dir wenigstens während des Kurses zeigen, wie es optimal sein muss. Das versuchst du dann später zu Hause zu reproduzieren. Ohne Abweichungen, denn die lässt der Prozess nicht zu!!!

    Ich übertreibe nie, wenn ich sage: "Der Prozess will nicht, dass du ihn beherrscht!"

    Verinnerliche das, sieh es als Lektion in Demut, wenn du mal wieder zurückgeworfen wirst und passe dich dem Prozess an, anders wird es nichts.

    Ich habe mich jetzt lange auf die Suche begeben und finde absolut keinen Hinweis darauf, dass der Entwickler in irgendeiner Form Silber aus der Beschichtung loest.

    Allein diese Frage zeigt, dass du offensichtlich nicht bereit bist, es in Eigenregie zu versuchen!

    Ich empfehle einen guten Kurs - so wird das nichts.

    Du kannst auch in deinem jetzigen Zustand nicht alles Wissen zu 100% zusammentragen. Mach einen Kurs, fang an und lass dir vom Prozess ordentlich den Hintern versohlen. Steh das durch oder wirf den Mist in die Tonne.

    Klingt, als würde der Prozess ein Eigenleben haben? Ja, hat er. Erst fixt er dich an, indem zuerst alles klappt. Doch wenn er dich hat, gibts täglich einen auf die Fresse. Nur, wenn du das durchstehst, musst du dir um all die anderen Dinge Gedanken machen.

    Denn dann wirst du alles, aber auch wirklich alles, dreimal optimieren müssen, bis alles steht. Das kostet Geld und ist durch Nachdenken und Zusammentragen von Informationen im Vorhinein nicht zu verhindern.

    Und vergiss alles, was du aus deiner ach so langen Laborerfahrung zu wissen denkst. Ist für die Tonne, wenn du Wetplate machen willst.

    Ich gebe jetzt hier nicht noch mehr Infos raus. Das wäre dann wie ein Kurs und den will ich dir nicht geben.

    Chemikalienflaschen aus Borosilikat sind das Beste. Mit Gießrand, Öffnungsweite ist Geschmackssache.

    Entwicklerbad enthält viel Silber, keinesfalls in den Abguss!! Stattdessen mit Kochsalz vermischen, dem Tageslicht aussetzen, Silber ausfällen lassen, dekantieren und das Silber so abscheiden. Trocknen, sammeln und irgendwann zur Scheideanstalt oder entsorgen lassen.

    Fixierer mit Natriumdithionit versetzen (im Freien!), Silber ausfällen lassen, weiter wie beim Entwicklerbad.

    Dadurch musst du nicht zur Entsorgung, die würden sehr schnell darauf kommen, die extremen Mengen abzulehnen oder gewerbliches Arbeiten zu vermuten. Dann kostets.

    Ansatzgefäße oder auch Tanks, in denen Silberbad war, nicht auswaschen und das Wasser weggießen. Lieber mit geringen Mengen Wasser auswaschen und das dann zusammen mit Entwicklerbad wie oben geschrieben entsorgen.

    Schale wird nicht ausgewaschen, sondern mit Küchentuch kräftig ausgeputzt. Die Tücher in den Hausmüll, wenn er verbrannt wird.

    Silberbad nach der Nutzung in die Sonne stellen, damit organische Partikel zu Boden sinken und Ether verdunsten kann. Danach über Nacht extremfiltern und ph-wert und Silbergehalt wieder herstellen.

    Klingt alles so leicht? Isses auch, wenn du jahrelang Erfahrung hast. Auf dem Weg dahin wirst du Hunderte für dumme Nüsse ausgeben, selbst wenn du einen Workshop besucht hast. Ohne noch mehr. Deshalb empfehle ich einen Workshop.

    So lange du nicht weißt, wann ein Foto gut ist und wann nicht, stocherst du nur im Dunkeln rum. In einem guten Workshop lernst du das. Erst dann kannst du m.M.n. loslegen. Und dann haut der Prozess dir immer noch täglich einen in die Fresse, verlass dich drauf! :)