Posts by JMK fotodesign

    Mir gefällt die Platte.


    Schon weil das Trioplan Soap-Bubble-Bokeh bei wet plate eher selten anzutreffen ist, da Linse und Prozess nicht aus der selben Zeit stammen.


    Hindert mich allerdings auch nicht dran, statt der Petzvals auch mal Heliar, Eurynar oder Industar bei tintypes einzusetzen. Gerade das Heliar 360 liefert bombastische Ergebnisse, finde ich.


    Durch die Blitztechnik hebt sich der look auch noch mal von "klassischen" Dauerlicht-Aufnahmen ab, was mir gefällt, da viele bei tintypes gleich mal in die Nostalgiefalle tappen.


    Mach einfach weiter so und lass dich nicht beirren!


    Was für eine Blitzanlage mit der Power hast du denn? Ich nutze neuerdings eine elinchrom 6000 micro as, die ich einem früheren Assistenten von Dietmar Henneka abgekauft habe. Zu hell für digital ...

    Die Streifen kommen durch die Kalibrierung beim Start des Scans einer Aufsichtsvorlage.


    Hatte anfangs selbst lange darüber gerätselt, dass die Streifen mal mehr, mal weniger, mal gar nicht auftreten.


    Die Lösung war ganz einfach: Man muss nur den ersten cm der Scanfläche staubfrei halten und das 8x10 Negativ nicht in diesem Bereich mit Tesa festkleben, sondern nur an den Seiten. Ich reinige das Auflagenglas vor jedem Scan mit Brillenputztuch und Zeiss-Brillenputzlösung, das ich in einer Nachfüll-Buddel gekauft habe.


    Seitdem habe ich keine Streifen mehr.


    Auf Silverfast habe ich übrigens verzichtet. Hat mich mit seinem Funktionsumfang schon beim MF 5000 genervt ... ich scanne meine Negative 0-255 und erledige den Rest in PS.

    Epson V800. Ich scanne direkt vom Glas.Bei 4x5 gehe ich höchstens bis 3200 dpi, sonst werden die TIFFs riesig.


    Ich weiß nicht, ob ich einen alten Scanner kaufen würde ... fehlende Treiber etc. ... bei Defekt repariert dir den kein Mensch mehr.


    Und mit dem Epson 800 kannst du auch 8x10 scannen und Aufsichtsvorlagen kommen auch gut raus (Tintypes, Cyanotypes ...).


    Staub ist bei analog halt immer ein Problem; ob mit oder ohne Filmhalter. Ich putze vor jedem Scan die Glasplatte mit Brillenreiniger und entferne die verbliebenen 10 Fusseln mit Photoshop ...

    ich suche einen funktionsfähige Universalflansch, der auf eine Technica Platine passt (Aussendurchmesser ca. 100mm).

    Das ist ein interessantes Thema, weil ich auch am überlegen bin, mir so ein Teil zuzulegen. Ich habe gesehen, dass Chamonix die jetzt sogar neu herausgebracht hat, allerdings bis 10 cm Durchmesser und auf Wunsch montiert auf sinar-Platte.


    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine, antiqphoto in Paris hat gerade auch einen kleineren im Angebot.

    Gibt es eine Möglichkeit da irgendwie einen Verschluss dran zu bekommen?

    Verschluss ist halt bei Objektiven aus der Zeit schwierig, funktionierende Rolloverschlüsse zu finden ebenso.


    Tipp für Studioaufnahmen: Gar kein Verschluss. Richte alles ein (z.B. Stillleben), dann mach alle Lichter (auch Einstelllichter) aus, nimm im Dunkeln das Baseballcap vorne vom Objektiv und lös die Blitze aus. Cap drauf, Darkslide rein, fertig.

    Hi Folks,


    ich liebäugele mit dem Gedanken, mir eine 11x14" Kamera zuzulegen. Selten zu finden. Vielleicht kennt jemanden jemanden, der einen kennt, der ...


    Optimalerweise mit Rückteil für 11x14-Standard-Kassetten (Fidelity o.ä.). Vorzugsweise möchte ich damit jedoch Kollodium-Nassplatten machen. Bitte nur Kameras anbieten, die auch irgendwie transportabel sind (also keine klassischen Studiokameras auf festem Studiostativ).

    Ich bastele mir gerade eine:


    1) Thomann Billigheimer Galgen-Beckenständer für Schlagzeuge ("Boom-Stand") 27,50€
    2) Große Leimzwinge 5,99€
    3) Stativ-Sandsack zur weiteren Beschwerung; auch ein paar Euros


    Wenn ich das Ding fertig habe, schicke ich ein paar Fotos.


    Alternative: Zentimeterweise solange mit dem Hocker vorrutschen, bis die Augen in der Schärfeebene liegen :lol:
    Hier ein Selbstbildnis vom Wochenende (5x7-Tintype):


    Ein leichter Pilzbefall macht übrigens überhaupt gar nichts.

    Ich hatte mal ein gutes Tokina-Tele mit LD-Glas, das leider einen Pilz am Rand entwickelt hat. Bei den modernen Objektiven ist ja oft das Coating mitbetroffen, weshalb eine Reinigung da ohnehin schwierig.


    Ist immer die Frage, ob das Objektiv den Aufwand wert ist; muss ja wieder zentriert werden, wenn man die Linsensysteme auseinandermontiert.


    Ich habe es jedenfalls nach einem Tipp das Tele von dieser Zeit an in einem Plastiktubus mit einem großen Beutel Silica-Gel gelagert. Offenbar kann man das Wachstum des Pilzes stoppen, wenn man ihn ordentlich trockenlegt. So war es dann auch bei mir und ich habe an den Bildern nie etwas bemerkt.


    Ideal zum Züchten eines Linsenpilzes sind wohl alte, stylische Lederköcher mit viel organischem Dreck drin ...


    Ich habe jedenfalls in jedem Objektiv-Koffer, in jedem Pouch, in jedem Kamerarucksack, massenweise Silica-Gel-Beutel.

    Hier gibt es viele nette und sehr hilfsbereite Leute -- in der Regel sind die aber nicht sehr laut, wie üblich.

    So ist das. Bloß nicht gleich wieder gehen. Das gute mitnehmen (hier gibts viele Ideen und auch mal gute Stücke im An- und Verkauf). Dampfplauderer gibts doch in jedem Forum - und das sind meist noch nicht mal Trolle ... einfach dampfen lassen.

    Willkommensgrüße auch von mir!


    Mit der Wista und der Linse bist du ja schon in einer sehr guten Ausgangsposition. Ich mag übrigens diese Art von Laufbodenkameras auch lieber als Holzkameras.


    Bei Kontaktprints wirst du an 8x10 irgendwann nicht vorbeikommen. Das erhöht aber nur den Reiz!


    Viel Spaß!

    Hi Sascha,


    bin auch 50 und auch aus Heidelberg! Wohne aber schon seit langem im Schwarzwald.


    Den Fotografenmeister machen ... da kann ich bei meinem zeitaufwendigen Brotjob nur von träumen. Also weiter Homeschooling mit YouTube. Wet Plate hat damit ja auch ganz gut geklappt ... aber ich mache mir keine Illusionen, dass das mit einer gescheiten Anleitung von jemand Erfahrenem alles viel einfacher und schneller geht ...


    Immer gutes Licht!


    Ich komme übrigens aus HD-Kirchheim.

    Rundheraus gesagt: Die Kamera für heutige Zwecke zu reaktivieren, wird eine schwierige Aufgabe. Gemacht ist sie wohl für Trockenplatten, wie sie zwischen ca. 1880 und 1920 Gebrauch waren. Dry Plates (gehen bis ca. ISO 25) gibt es wieder zu kaufen (J Lane Dryplates), zum Rumprobieren aber viel zu teuer. Für die heutigen schnellen Planfilme würde der Pickard-Verschluss (so wirkt der auf mich), auch im funktionsfähigen Zustand vermutlich nicht reichen. Hast du noch die Steckblenden für das Objektiv?


    Heißt: Ein modernes Großformatobjektiv im Copal-Verschluss und eine moderne Planfilmaufnahme an diese Kamera zu adaptieren lohnt meiner Ansicht nach den Aufwand nicht (und ist auch nicht stilecht). Aber jeder, wie er mag!


    Solche Kameras lohnen sich deshalb für Nassplattenfotografen, weil die Platten meist noch passen und man keinen Verschluss braucht (Kappe ab, Sekunden zählen, Kappe drauf). Außerdem handelt es sich meist nicht um Riesenwerte, die man mit dem Silbernitrat aus den Kassetten kaputtmacht ...


    Was evtl. funktionieren könnte: Du besorgst dir aus der Bucht irgendeine 8x10-auf-4x5 Reduzierrückwand mit einer modernen 4x5 Planfilmhalterung und sägst das ganze so zurecht, dass es in die alte Kassettenhalterung passt. Dann würdest du auch nichts zerstören. Dann ein "modernes" 210er auf eine Holzplatte in die Frontstandarte und das alte in die Vitrine. Ist aber auch noch ziemlich viel Aufwand ...