Posts by Jona F

    Ist wohl auch von der Emulsion und den Zwischenlagerungs-Bedingungen abhängig.


    Ilford Pan F hat zum Beispiel den Ruf, besonders schnell zu altern – häufig erkennt man hier auf Mittelformat- und Kleinbildfilmen die einbelichteten Bildnummern nicht oder nur sehr schwer, da hier das Latent-Bild schon deutlich älter ist und schon angefangen hat sich zu verabschieden.


    Bei 5 Wochen würde ich mir aber ehrlich gesagt überhaupt keine Gedanken machen. Solange Du den Film nicht permanent im abgestellten, besonnten Auto brätst...


    Edit: Inhaltlich ähnlicher Doppelpost mit Lutz

    Gibt es eine gute Adresse für neue Balgen nach Wunschmass?

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem in letzter Zeit öfter hier erwähnten Händler "ecbuyonline" auf ebay gemacht. Die fertigen in China auf Wunschmaß. Qualität ist 1a.


    Ich habe da einen Balgen für eine ältere Full-Plate-Kamera bauen lassen – aufgrund des seltenen Formats war klar, dass eine Kanibalisierung eines Sinar-, Linhof- etc.-Balgens nicht in Frage kommt.


    Ergebnis ist wie gesagt wirklich sehr gut. Hat allerdings die ersten Wochen recht penetrant nach Lösungsmittel gerochen, das ist aber mittlerweile verflogen.


    Gekostet hat das ganze 180$, Maße hinten 24x24 cm, Auszug 650 cm – also eher groß, kleinere Formate sind wohl günstiger.


    Wie gesagt – ich würde das an deiner Stelle nicht zu eng sehen. Sicherlich empfiehlt hier jeder aus seiner Perspektive heraus etwas anderes, was verwirrend erscheinen mag. Aber letztlich sieht es doch folgendermaßen aus:


    Kaufst Du eher im oberen Segment, nennen wir das mal "Option Technika und co.", bekommst Du eine wertstabile Kamera. Diese wirst Du auf absehbare Zeit ohne Verluste wieder los, sollte dir das System oder GF an sich nicht zusagen.


    Kaufst Du eher im unteren Segment ("Option B&J, FKD und co.") bekommst Du eine günstige Kamera, die dir ohne großen Kapitaleinsatz ermöglicht, ins GF reinzuschnuppern. Der Wiederverkauf bei Systemwechsel oder Missfallen geht vielleicht nicht so fix wie bei einer gefragten Technika, stellt aber meiner Erfahrung nach kein Problem dar. Und falls Du sie nicht gleich loswirst, hast Du "nur" kleinere Beträge investiert.


    Was man wirklich braucht, oder zu brauchen glaubt, merkt man eh erst, wenn man eine Weile mit einem System arbeitet und die jeweiligen Limitationen in den konkreten, persönlichen Aufnahmesituationen kennenlernt. Das ist etwas, was eine Online-Beratung in meinen Augen nicht leisten kann – wenn man mal von der Klärung grober Missverständnisse absieht.


    Lass dich also nicht von der Informationsflut verrückt machen, sondern kaufe einfach ein gängiges Standardsystem (also keine hochspezialisierte Sonderlösung à la Cambo Wide etc.) von dem Du vermuten würdest, dass es deinen Anforderungen am ehesten entspricht. Dazu 1-2 Objektive, wobei ich ebenfalls "Extremes" vermeiden würde – also nichts unter 90 und über 210.


    Und dann gehst Du raus und arbeitest damit, dann wirst Du merken ob (und wo) Du persönlich von der Kamera eingeschränkt wirst. Und von dieser ersten Iteration kannst Du dann deine Reise durch die verschiedenen GF-Systeme antreten. Der Geschmack kommt beim Kochen.

    das Symmar 150 ist auch praktisch weil der Compur noch eine 'T'-Einstellung hat, zum Einstellen auf der Mattscheibe, ohne dass man einen Kabelauslöser verwenden muss. Ebenso hat es einen Selbstauslöser für ruckel- und kabelfreies Auslösen. Wenn man das Vorderglied rausschraubt, hat man zusätzlich eine 265 Brennweite.

    Das kann man meiner Erfahrung nach nicht so pauschal sagen – ich hatte auch schon Linhof-selektierte Symmare im Compur in der Hand, die keine T-Einstellung, sondern nur B hatten. Der Selbstauslöser kommt an neueren Synchro-Compuren tatsächlich gelegentlich vor, ist aber – sagt meine "anekdotische Evidenz" – eher die Ausnahme als die Regel.


    Wie schon oben geschrieben, wäre für mich der verbaute Verschluss eines Objektivs – solange er funktioniert – kaum ein Entscheidungskriterium.

    Das scheint mir nach der eifacher Variante zu sein.

    Weiß ich nicht, das Gerät steht nicht bei mir. Meines Wissens nach hört es auf den Namen VA250, ob es da mehrere Versionen gibt – keine Ahnung. Wir hatten damals das große Glück, das elektrisch/elektronisch alles heile war. Ein großes Pult steht noch daneben, hier nicht zu sehen.


    Am besten gleich für den Transport einen Bus besorgen.

    Das kann ich nur bestätigen! Bei uns hat der Homrich dann bei umgelegtem Fahrersitz gerade so hinein gepasst – mein Kollege musste allerdings per Bahn abreisen :lol:

    Wir haben ihn dann bis an das Armaturenbrett geschoben, dann waren noch 2 cm Platz um die Klappe zu schließen. Und der hier noch freie Platz war anschließend gut mit diversen Komponenten gefüllt. Merke: Ein Kangoo ist wohl das kleinste Fahrzeug, in dem man das Ding gerade noch so transportieren kann...



    Nachtrag: Links im Kofferraum übrigens besagtes Gegengewicht. Massive Ausführung, das Rot soll vermutlich Gefahr für Finger und Füße signalisieren...

    An eine Feder kann ich mich nicht erinnern. In der Säule hängt ein großes Gewicht, eine ziemliche Eisenbahnschiene. Die dient quasi als Gegengewicht zum Kopf, damit der Motor nicht die volle Last halten/bewegen muss... Wenn Du also den Kopf abnimmst, würde dieses Gewicht nach unten durchrauschen und vielleicht Schaden an Gerät oder Bastler anrichten.


    Ob man zur Vermeidung des Durchrauschens da jetzt irgendwas blockieren konnte, oder ob man einfach den Kopf ganz nach oben fährt, damit das Gewicht unten anliegt, weiß ich leider nicht mehr. Aber ich denke, das andere da sicher weiter wissen.


    Falls nicht, kann ich gerne mal den jetzigen Besitzer kontaktieren, vielleicht kann der da noch was beitragen. Aber wie gesagt – wir sind das damals ziemlich unbedarft angegangen, und irgendwie hat vor Ort alles Sinn ergeben und war ziemlich selbsterklärend.


    Edit: Klaus war schneller!

    Ich habe mal einem Bekannten geholfen, genau dieses Gerät abzuholen und ab- bzw. wieder aufzubauen. Das war eigentlich ziemlich selbsterklärend, aufwändig ist es eigentlich nur wg. den Dimensionen / des Gewichts. Ich erinnere mich, dass die Säule, wäre sie 2cm länger gewesen, a) nicht ins Auto und b) nicht durch den Hausflur ins Labor gepasst hätte.


    Will sagen, zum Abbauen braucht es keinen Experten, es reicht guter mechanischer/technischer Grundverstand. Und man sollte min. zu zweit sein.

    Hallo!


    Die von dir beobachteten Preisschwankungen, ich vermute mal in der Bucht, haben z.T. auch mit unrealistischen Preisvorstellungen der Verkäufer zu tun. Das merkt man, wenn man den Markt eine Zeit lang beobachtet, und die gleichen Kameras immer wieder unverkauft durchlaufen...


    Zu den Objektiven:

    Auch bei den Objektiven blicke ich noch nicht richtig durch. Die Umrechnung auf KB ist logisch, aber welche Blende sinnvoll ist und wie es sich mit den Verschlüssen verhält entzieht sich mir ein wenig.

    Die Offenblende ist im Großformat für die allermeisten Anwendungen bildmäßig absolut sekundär, da meist mehr oder weniger stark abgeblendet wird. Das Mattscheibenbild ist mit f4.5 aber natürlich heller als bei f8, wobei das für dich kein Ausschluss-Kriterium sein sollte - da kann man mit Dunkeltuch und Fresnell-linse gut gegensteuern.

    Bei den Verschlüssen sollte gelten: Jeder Verschluss, der funktioniert, ist gut. Ob das dann ein Copal, Compur, Prontor oder sonst was ist, ist ziemlich sekundär. Die modernen Prontore sind in meinen Augen recht umständlich in der Bedienung, aber das ist letztlich auch Geschmackssache.

    - 1-2 Objektive (1x Weitwinkel / 1x Medium Tele oder Normal)

    Als Normal- bzw. leichtes Tele sind die Schneider Symmare zu empfehlen – das Gebrauchtangebot ist sehr groß und die Optiken sehr gut. Ein 135mm wäre ein eher weites Normalobjektiv, ein 150er wäre "ziemlich normal", ein 180er entspräche einem leichten Tele. Sollte dir aber z.B. ein Rodenstock Sironar über den Weg laufen, wäre das auch top geeignet, allerdings sind die etwas seltener. Auch mit einem Tessar/Xenar kann man arbeiten, allerdings kannst Du bei deinem Budget ruhig auf die oben genannten Modelle optieren, die größere Verstellungen zulassen.


    Preislich solltest Du bei den Symmaren, je nach Erhaltungszustand, Alter, Vergütung etc. so zw. 150 und 250 Euro liegen.


    Im Weitwinkelbereich bieten sich die Schneider Angulone an – entweder als 90mm Angulon (ohne "Super") – wahnsinnig kompakt, günstig, aber an 4x5 kaum Verstellreserven – oder als 90mm Super-Angulon (deutlich größer, teurer, vieeeeel größerer Bildkreis -> größere Verstellreserven). Beide Objektive werden recht häufig angeboten, das Super-Angulon bekommst Du mit Glück um 200, das "normale" Angulon deutlich günstiger.

    Alternativen im Weitwinkelbereich wären z.B. noch Rodenstocks Grandagone, die preislich allerdings deutlich höher liegen.


    Zur Kamerafrage: Die einzige Kamera deiner Favoriten, die ich bisher selbst genutzt habe, war eine Technika III. Insofern kann ich nur zu der was sagen:


    Besagte Kamera und die 2 Objektive sollten – im Zweifel mit etwas Geduld – zu bekommen sein, auch mit etwas "Puffer" für das genannte Zubehör. Dies gilt aber in meinen Augen nur für die Technika III – modernere gehen meist deutlich teurer weg. Die III bringt den konstruktiven Nachteil mit, das Du die Frontstandarte (so meine ich mich zu erinnern, ist schon ne Weile her...) nicht ohne weiteres nach vorne kippen kannst, um zu "scheimpflügen". Du kannst das allerdings umgehen, indem Du den ganzen Laufboden abklappst, und die Frontstandarte dann soweit zurückkippst, bis Du die gewünschte Position gefunden hast. Hat für mich immer sehr gut funktioniert, und an meiner großen 13x18-Technika mache ich das heute auch so.


    Ansonsten ist die Technika eine hervorragend konstruierte Kamera. Ein kleines Objektiv (z.B. 135mm Symmar / 90mm Angulon) kann in der Kamera zum Transport verbleiben. Achte darauf, dass schon ein internationales Rückteil dran ist, oder frage im Zweifel mit einem Bild hier nach.


    Zu den anderen Kameras können andere bestimmt was sagen, vielleicht noch ein genereller Hinweis: Hab nicht zu viel Angst, jetzt irgendwas zu kaufen, was sich danach für dich eventuell als unpassend erweist. Gerade die kompakten Laufbodenkameras bekommt man meiner Erfahrung nach sehr gut wieder los, ebenso funktionierende Objektive. Insofern ist das Geld nicht weg, sondern nur angelegt ;)


    Die 4x5-Wista könnte man auch in Erwägung ziehen, aber auch da kennen sich andere besser aus.


    Zum Zubehör: Abgesehen vom Spotmeter ist ja alles recht selbsterklärend: Hier nutze ich seit Jahren einen Minolta Spotmeter M und bin sehr zufrieden. Aber letztlich kannst Du auch da nehmen, was grade günstig verfügbar ist.

    Ich hatte neulich mal ein ähnliches Problem an einem alten Compound. Letztlich habe ich einen Anschluss von einem alten Ersatzteilspender abgesäbelt und mit Epoxid an den Compound geklebt. Vielleicht hast Du ja auch eine passende Verschluss-Leiche liegen, an der Du dich bedienen kannst?

    Solltest Du eine Kamera haben, die 13x18-Blech- oder Holzkassetten schluckt, hätte ich für besagte Kassetten passende Reduzierungen von 13x18 auf 12x16,5 und die zugehörigen Planfilmeinlagen. Die sollten eigentlich in alle Kassetten passen, die ursprünglich auf Glasplatten ausgelegt waren (also leider nicht in Internationale...).


    Sag bescheid, falls von Interesse – gebe die gerne zum Matrialwert weiter ;)

    In diesem Bild vereinigen sich 2 meiner fotografischen Vorlieben: Eindrucksvolle Bäume und irgendwie baufällige Hütten. Es gefällt mir sehr gut – man fragt sich, wer da wen stützt...

    Ein, wie ich finde, wenig beachteter Vorteil dieses Verschlusses (und auch des "großen Bruders" Compound) ist die Vielzahl von Blendenlamellen. Diese führen im Vergleich zu vielen moderneren Verschlüssen zu einer wesentlich runderen Blendenöffnung, was der Unschärfe-Darstellung zu gute kommt.


    Ich mag die alten Compure auch wegen ihrer Wartungsfreundlichkeit sehr gerne, das Innere ist deutlich übersichtlicher als neuere Konstruktionen. Und mit einer grabbeligen Linse drin bekommt man sie manchmal für wirklich kleines Geld.

    Impex verkauft seit neuem Material von Adox

    Das hat Impex schon immer gemacht, ist deren Hausmarke. Und seit ich in 13x18 unterwegs bin (so ca. 1,5 Jahre), hat man meines Wissens nach schon immer die genannten Filme (also eine kleine Ilford-Auswahl, Foma in 100 und 200 asa, Bregger und Adox) bei denen bekommen. Wobei ich mich da jetzt nicht auf ein paar Monate hin oder her festlegen möchte.


    Aber eine ganz aktuelle Reaktion auf irgendwas ist die aktuelle Auswahl nicht, die ist so schon eine Weile im Programm (in 13x18, die anderen metrischen Formate beobachte ich nicht).

    Nur macht eine digitale Flüssigkristallanzeige und 2 Nachkommastellen noch keine präzise Messung... Man kann auch Mist mit 2 Nachkommastellen messen. Wobei es hier ja auf Präzision nicht so ankommt, nur wiederholgenau sollte es sein. Sprich, wenn man Mist misst, sollte man 2x den gleichen Mist messen.


    Mitutoyo hat einen guten Ruf, ist allerdings auch recht hochpreisig.