Posts by Jona F

    Dieses "Problem" der sich ansammelnden Portrait-Objektive für 8x10 kommt mir sehr bekannt vor - bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich nicht nur keine Portraits mache, sondern auch keine 8x10 besitze...


    Ist die Messing-Fassung von Dir im Zuge der "Verpflanzung" gedreht worden, oder ist die Teil des originalen Korpus gewesen? Die sieht nämlich sehr stilecht aus und passt ganz hervorragend zum Compound... Sehr schick!

    Die Rechner und Speichermedien sowie Negative, unentwickelte und

    entwickelte verbleiben zur weiteren Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft.

    Es wird überlegt ob man das entwickeln lässt und mir dann wohl die Filme ersetzen muss.

    So besch***en die ganze Aktion ohne jede Frage ist (und mein folgendes Gedankenspiel soll das in keiner Weise relativieren!!):

    Die Vorstellung, dass die jetzt vor einem Haufen Filmmaterial sitzen und das irgendwie aufwendig bei einem Dienstleister entwickeln lassen müssen, hat durchaus eine gewisse Komik... Ich stell mir gerade vor, wie sich jemand auf diese Weise durch meine unentwickelten Filme arbeiten muss und ihm/ihr nach dem zehnten Rollfilm, der jahrelang in irgendeinem Schubfach lag, langsam dämmert, dass da außer Bäumen, Feldern und maroden Buden nichts mehr kommt :lol:

    denn ich hatte mir Schneeschuhe angeschafft, und was gibt es Herrlicheres als Schneeschuhwandern im Gebirge?

    Findest Du? Ich finde die Dinger schrecklich... Sie vereinen die Nachteile des Skifahrens mit denen des Gehens. Ohne Quatsch, mit Schneeschuhen an den Füßen bin ich innerhalb von Minuten genervt und frustriert. Dieses ständige sich-selbst-auf-die-Füße-steigen, dazu das Geklapper... Nichts für mich. Aber interessant, wie da die Wahrnehmungen auseinandergehen :lol:


    Beim Rest stimme ich dir zu. Interessant ist auch, was bei der Freihand-Verwendung die Lage und Ausführung des Auslösers für einen Einfluss hat. Mit der Rolleiflex (Druck 180° entgegen der Aufnahmerichtung) oder einer alten Praktika, die ich früher mal hatte (Druckrichtung 45°) liege ich deutlich ruhiger als bei den üblichen 90° bei vielen SLRs. Toll ist auch der Abzug Auslöser an der Olympus XA: Ein Folienschalter ohne jeden erkennbaren Druckpunkt, einfach Finger drauf und irgendwann machts "klick". Hilft sehr, finde ich.


    Aber letztlich geht nichts übers Stativ, wenns einmal da steht, wo es hin soll...

    Disclaimer: Es folgen laienhafte Beschreibungen optischer Phänomene, bei denen ich möglicherweise hier und da falsche Begriffe verwende.


    Der beschriebene Test a la "durch die Ecken schauen" dient meines Wissens nach zum Prüfen auf Vignettierung, das ist nicht notwendigerweise identisch mit "einwandfreier Abbildung". Vignettierung liegt in dem Augenblick vor, in dem die "Austrittspupille" des Objektivs beschnitten wird - etwa durch die Fassung, oder einfach weil die Linsen "zu Ende" sind. Man kann das ganz gut nachvollziehen, wenn man einfach mal ein Objektiv ungefähr auf Auszugslänge vors Auge hält: Anfänglich ist die Austrittspupille rund (bei geradem Durchblick), wenn man anfängt das Objektiv zu kippen, wird die Austrittspupille erst eliptisch, dann "linsenförmig" und ist irgendwann ganz weg. Man merkt, dass das ganze nur vom Neigungswinkel, und nicht vom Abstand Auge-Objektiv abhängt.


    Wenn dein Objektiv nun an der Kamera so verstellt ist, dass es mit der vollen, kreisrunden "Austrittspupille" zeichnen kann - auch in den Negativ-Ecken, wo naturgemäß die extremsten Winkel vorliegen - liegt keine Vignettierung vor. Meistens ist aber die Pupille von den Ecken aus betrachtet nicht kreisrund, sondern wie von dir beobachtet, eher elliptisch, oder sogar scharf abgeschnitten. Dann kann man z.B. die Blende so weit schließen, bis nicht mehr die Fassung oder das "Ende der Linsen" die Pupille limitieren, sondern die Blendenlamellen - der ausgeleuchtete Bildkreis wächst durch abblenden, die Vignettierung wird reduziert. "Kreisrund" ist die beobachtbare Pupille nach dem Abblenden meist immer noch nicht, aber zumindest in ihrer "Querschnittsfläche" vergleichbar mit dem Kreis, den man bei zentrischer Betrachtung sieht. Probier das ruhig mal ohne Kamera, einfach per "Durchgucken" aus - idealerweise mal mit einem alten Normal- und einem modernen Weitwinkel-Objektiv, da werden die Unterschiede in den Konstruktionen sehr deutlich.


    Auch bei deinem Symmar sollte die durch die Ecken sichtbare Vignettierung zurückgehen, wenn Du über f5.6 hinaus abblendest - die Offenblenden waren ohnehin nicht zum Fotografieren vorgesehen, auch die Bildkreis-Angaben beziehen sich, meine ich, immer auf f22.

    Muss man probieren. Ich kenn es nur von meinem Eigenbau-Dunkelzelt, da ist die "Aufheizreduzierung" spürbar. Allerdings hat man im Zelt natürlich auch mehr Luft um sich.


    Beim Baumwoll-Stoff habe ich immer das Problem, dass man ihn letztlich doppelt nehmen muss, um es wirklich dunkel zu bekommen - und dann isolierts auch sehr gut und wird recht schwer...

    Ich benutze das Logan Team Cutter Set. Also nur das Lineal und den 45° Passepartoutschneider. Wenn man kein Problem mit Anzeichnen auf der Rückseite des Kartons hat, etwas übt (mit gewöhnlicher Graupappe) und Rechtshänder ist, sollte es reichen. Mir genügt es.

    Da ich aus Platzgründen ein bisschen vor einem "Komplettgerät" zurückschrecke, wird es wohl auf so eine Kombi aus "Handgerät" plus Lineal herauslaufen. Anzeichnen auf Rückseite ist kein Problem.


    Danke Euch allen!

    Die Schatten hat das Selen bereits fest im Griff, aber reicht die Fixierung für die Lichterund Mitten aus, bleibt mir das Bild stabil?

    Das ist jetzt natürlich eine vollkommen unwissenschaftliche Antwort, quasi anekdotische Evidenz - aber was solls: Ich hab das auch schon so gemacht, und bisher verhalten sich die entsprechenden Abzüge vollkommen unauffällig. Allerdings sind sie auch noch keine 100 Jahre alt.


    Ich könnte aber schwören, dass aus fundierterer Quelle auch schon mal so gelesen zu haben, kann es aber auf die Schnelle nicht finden... Ich meine es ging um die 2-Bad-Entwicklung Lith-Catechol, da können so nervige Schleier auftreten, wenn man es mit dem Catechol übertreibt. Die kann man dann einfach wegbleichen und anschließend fixieren, also quasi genau das, was Du angesprochen hast.

    Hallo zusammen,


    ich habe mich jetzt ein paar mal über falsch bemessene Passepartouts geärgert - außerdem ist es lästig, die jedes Mal einzeln zu bestellen. Ein Passepartout-Schneider soll also her, quasi damit ich zukünftig persönlich falsch messen und schneiden kann :)


    Kann jemand ein bestimmtes Produkt aus eigener Handhabung empfehlen?


    Viele Grüße,

    Jona

    Dibond dürfte nicht zerstörungsfrei trennbar sein ...

    Doch. Hängt natürlich davon ab, wie man es aufgezogen hat - wenn man "Leim" auf Stärkebasis verwendet, reicht ein Wasserbad.


    Ich habe es jetzt nicht im Kopf wer den recht informativen Beitrag hier im Forum geschrieben hat. Es geht um das aufziehen von den Fotoabzügen auf Dibond Platten. In so einem Fall hätte man überhaupt keinen Rahmen gebraucht.

    Ich empfehle die sehr umfassende Anleitung von Frank Wesp zu dem Thema, die ich glaube ich schon einmal verlinkt habe:


    https://frankwesp.de/wp-content/uploads/2017/02/Nasskaschieren.pdf


    Ob man das jetzt mit oder ohne Rahmen macht, ist dann Geschmackssache.

    Kannst Du ausführen, was Du damit genau meinst?

    Ich bin mal so frei: Im Prinzip ist das Apo-Tessar genau entgegengesetzt zu deinen Vorstellungen konzipiert - als Repro-Objektiv. Sprich extrem hohe Auflösung im Maßstabs-Bereich um 1:1, "gnadenlose" Schärfe, möglichst geringe Verzeichnung etc. Insofern kann man sie quasi als "charakterlos" bezeichnen - dieser "Charakter" ist schlicht nicht gefragt, wenn es um Reproduktionen jeder Art geht. Das Objektiv soll da schließlich nichts "hinzuerfinden", sondern die Vorlage möglichst exakt reproduzieren und den Informationsverlust dabei so gering wie möglich halten.

    Hat jemand noch ein Idee, was bei ~300mm zur FKD13X18 passt?

    Na ja, eben (fast) alles mit 300mm :P


    Spaß beiseite: Du musst dir überlegen, was Du suchst (das skizzierst Du oben ja schon etwas) und dann, ob Du dabei den Verschluss der FDK zwingend nutzen möchtest. Je nach dem, was der für eine Öffnung hat, kann es nämlich sein, dass ein lichtstarkes 300er nicht wirklich davor passt. Das wäre zwar (zumal am relativ "kleinen" 13x18) nicht das Ende der Welt (Stichwort Vignettierung), aber eben auch nicht optimal.


    Objektive, denen der Ruf anhaftet, besonders "charaktervoll" zu sein, neigen leider zu ziemlichen Mondpreisen - siehe etwa die Heliare von Voigtländer oder auch alles, was "Petzval" heißt. Da hilft es wie gesagt, sich zu überlegen, was man eigentlich genau möchte. Geht es "nur" um eine weiche Zeichnung, unruhige Unschärfe und +- sichtbare Unterkorrektur, tun es auch deutlich günstigere Kandidaten - etwa Projektionsobjektive a la Leitz Epis (Nachteil: von Haus aus nur Offenblende), einfache Meniskuslinsen oder alte, häufig nicht gelabelte messing-gefasste Objektive. Hier kauft man mitunter die Katze im Sack (keine Angabe der Brennweite und/oder Blende), aber ein Versuch macht kluch. Ich habe z.B. einen "Helma-Anastigmat", dessen Brennweite ich nach dem Kauf ermittelt habe (270 mm). Dessen Vorderlinse kann man bei Bedarf verkehrt herum einsetzen, um Abbildungsfehler weiter zu kultivieren :lol:


    Vielleicht fängst Du aber der Einfachheit halber mit einer 08-15-Optik an: Kaufe einfach ein gewöhnliches Tessar oder Xenar, nutze es um Offenblende und experimentiere mit Strumpfhosen vor dem Objektiv oder einem Fettfilm auf dem Filter. Und dann einfach die Augen offenhalten, mir fliegt Altglas meist zu, ohne dass ich bewusst danach suche.

    Was mir gerade noch dazu einfällt:


    Ein Problem bei der Beurteilung von "Negativ-Entwicklungszuständen" ist die automatische Anpassung des Ausgabebildes, die das Teil Digi-Cam-mäßig vornimmt. Blende und Verschlusszeit festsetzen kann man leider nicht. Will heißen: Das Ding nimmt beim Beobachtungsobjekt eine Tonwertanpassung vor - beim Wildschwein stört das nicht, beim Negativ schon.


    Man könnte vielleicht einen kleinen Graukeil auf den Boden der "Durchlicht-Schale" kleben, als Referenz quasi... Wenn die Schwärzung in den Lichtern den im Graukeil fixierten, dunkelsten Wert erreicht, fischt man den Lappen raus.


    Oh mann, mich packt die Bastelwut!


    Eine transparente Schale wird womöglich auch nicht zwingend gebraucht werden. Was ich mir gedacht habe; die übliche weiße Schale auf eine IR Platte aufstellen oder einfach daneben hinlegen/stellen. Dem Film wird es nicht ausmachen wen man den fürs Begutachten kurz aus dem Entwickler zieht.

    Müsste man probieren - die Rauszieh-Variante klingt aber schon ein wenig nach Sauerei :lol:


    Ich habe in Richtung milchiges Acrylglas gedacht, und hätte mir eine Schale zusammengeklebt. Wobei ich ehrlicherweise nicht weiß, ob das IR-durchlässig ist.

    Hab ich probiert! Mit so einem:


    Sytong HT-66 German-Edition mit 16mm Linse, Nachtsichtgerät + Universal Schnell-Adapter
    Sytong HT-66 Nachtsichtgerät ✔ 16mm Linse ✔ German-Edition 2021 ✔ Sony CMOS Sensor ✔ 850nm oder 940nm IR-Strahler ✔ Wild bis 280m ansprechbar
    www.maximtac.de


    Im Prinzip eine einfache Digitalkamera mit rausschwenkbarem IR-Filter und eigener IR-Funzel über dem Objektiv. Habe ich für andere Zwecke angeschafft und nur mal aus Interesse zweckentfremdet.


    Praktisch ist in meinen Augen, dass das Teil als Jagdausrüstungs-Gegenstand von sich aus nur wenig in der Gegend rumleuchtet. Gibt eine kleine rote Status-LED, die man aber gut abkleben kann. Drückt man die Muschel gegen das Auge, tritt kein Streulicht vom (dimmbaren) Display aus. Das Display lässt sich mit einem Knopfdruck aus- und wieder einschalten. Ist es aus, ist auch der IR-Aufheller deaktiviert. [Edit: Den Aufheller kann man natürlich auch unabhängig vom Display ein- und ausschalten -> Stichwort "Durchlichtschale" weiter unten]


    Das Objektiv lässt sich ausreichend nah fokussieren, sodass man z.B. dem Negativ richtig dicht auf die Pelle rücken kann, um eine bestimmten Bereich eingehend zu betrachten. Bei meinem "Schnelltest" hat mich der integrierte Aufheller jedoch nicht wirklich zufriedengestellt:


    - meiner leuchtet im Mittel mit ca. 850 nm - ein leichtes rotes glimmen ist sichtbar; man bekommt aber auch Geräte mit 900+ nm, die "filmsave" sein dürften

    - er leuchtet sehr hell - soll ja eigentlich Wildschweine in größeren Distanzen beleuchten

    - Auflicht ist nicht ideal -> optimal wäre eine Durchlicht-Entwicklerschale mit Milchglas-Boden, unter den man ein paar 900+ nm-LEDs lötet... Vielleicht sogar PWM-dimmbar?


    Als sehr praktisch empfand ich aber das Design an sich, irgendwie sympatischer als eine Brillenlösung. Man nimmt es nur zur Hand, wenn man wirklich durchschauen muss, und der Funktionsumfang (nicht viele Streulichtquellen / kompakt / eigener IR-Aufheller, falls man im Dunklen mal was suchen muss / einfache Bedienung / anpassbar / leicht de- und reaktivierbar ...) ist in meinen Augen als Ausgangsbasis schon ziemlich optimal. Fehlt wie gesagt nur noch die Durchlicht-Schale, um dem Filmblatt live bei der Entwicklung zuzuschauen :) Letzteres funktioniert zwar auch schon mit Auflicht in einer weißen Schale ganz leidlich, aber eine genaue Beurteilung ist schwierig.


    Tech 13x18

    Super-Angulon 121mm

    Fomapan 100@64 asa in Tanol

    Abzug auf Fomatone MG, gaaaanz kurz gebleicht und schwefel-getont. Selen kam danach auch, meine ich.


    Ich hadere ein bisschen mit dem Bildausschnitt: Ich hätte rückblickend gerne einen Hauch mehr Luft um den Stein im Vordergrund gehabt,

    und vielleicht ein bisschen weniger vom dunklen Kronenbereich oben...