Posts by Philippe

    Hallo Magic,

    das mit dem Umbau von normalen Planfilmkasetten auf Nassplattenhaltern ist immer so eine Sache. Es geht, aber die meisten werden nicht glücklich damit.


    Die beschichtete, nasse Kollodiumseite muss nach aussen, bzw. liegt auf den Silberdrähten auf. Um so weniger Auflagefläche die nasse Seite hat, um so besser ist es. Wichtig ist es dann auch, den Nassplattenhalter nach jeder Aufnahme kurz zu reinigen, da sich sonst nach wenigen Aufnahmen Flecken auf den Bilderm erscheinen. Deshalb muss die Kasette innen immer pingelig sauber sein.


    Zum Thema Umbau von Planfilm auf Nassplatte gibt es tolle Youtube Videos von Markus Hofstätter und Alex Timmermann war es, glaube ich.

    Du trennst das Mittelteil raus und lädst die Platte anschließend von der Rückseite. Angepresst wird dann über ein Stück von einer Plastikflasche oder so.


    Also die Kollodiumschicht ist deine Emulsionsseite, die belichtet wird. Die Ränder/Abdrücke der Auflage gehört zum Verfahren und ist nicht zu vermeiden.

    Auf vielen historischen Nassplatten aus Europa kann man auch die Fingerabdrücke des Fotografen sehen, da die "Disholder" Methode aus dem englischsprachigen Raum kommt und bei uns die Platte meist mit Daumen und Zeigefinger an einer Ecke gehalten wurde.


    Das war aber nicht schlimm, weil Ferrotypen und die jetzt verbreiteten Ambrotypen eher als "amerikanische Art" verpöhnt waren und man fast nur Negative angefertigt hat. Auf den Drucken wurden dann einfach Vignetten oder so drauf gemacht, damit man die Arbeitsspuren nicht sieht.


    Ich kann dir allerdings einen Workshop ans Herz legen. Ganz so einfach ist es nicht, wie es auf Youtube aussieht. Es geht zwar auch ohne, ich bereue es allerdings nicht, den Prozess mal unter Anleitung oder unter Aufsicht gemacht zu haben.


    Viele Grüße,

    Philippe

    Das sieht nach altem Nitrolack aus, den gibt es teilweise noch für Gitarrenbastler.


    Da gibt es auf Youtube auch einige Videos, in denen man frisch nitrolackierte Gitarren mit dem Fön erhitzt und anschließend mit Eisspray abschreckt, damit der Lack der Lack Risse bekommt.

    Ich bin mal gespannt, ob das Rückteil dann überhaupt in die Globica passt und da rein dann die Kassette ... die Mattscheibe ist selber noch gar nicht gezeichnet.


    Vielen Dank nochmals für eure Hilfe. Ich werde ebenfalls 5mm nehmen.

    Ja wenn ich wüsste wo die Norm steht


    Also ich habe nochmal an der Planfilmkassette gemessen. 4,75mm bei eingelegtem Film. Da könntest du mit 5mm Recht haben.
    Ich glaube, ich muss nochmal den Umgang mit der Schieblehre üben, vorhin war ich unter 4,5.

    Eine Frage, ich drucke mir gerade ein 4x5 Rückteil für die Globica. Jetzt nur kurz eine Frage, wie groß ist denn der "genormte" Abstand von der Innenseite des Matscheibenhalter zur Bildebene? 4mm kann das sein?


    Viele Grüße,
    Philippe

    @'Schwarzweißseher den Beruf des Lichtassistent gibt es heute noch, nur wird er bestimmt anders heissen ... Light Control manager oder so

    Ich habe mir neulich das Buch "Hollywood Portraits" von Roger Hicks und Christopher Nisperos sehr günstig in der "Bucht" erbeutet.
    Da werden werden alte Fotos mit ihrer Beleuchtung beschrieben.


    Ich kann Workshops auch wirklich sehr empfehlen. Ich habe ja so gar keine Ahnung von Beleuchtung & Co. Deshalb habe ich mich auch davor gescheut.
    Ich wollte allerdings mal einen "Film Noir" Workshop" in Bad Nauheim besuchen, war allerdings zeitlich an diesem Termin verhindert. Allerdings wurde mir dann ein Einzelkurs angeboten. Wir sind dann auch recht schnell von dem traditionellen Film Noir Thema abgekommen und mehr in den Bereich Hollywood Glamour Portrait übergegangen, da ich meine Ideen selber unter Anleitung umsetzen konnte.


    Es ist zwar richtig, dass es sich bei den oben genannten berühmten Fotografen um Profis mit richtig professionelen Retuschieren handelt, allerdings sind deren Arbeiten auch hin und wieder so, dass ich als Anfänger hier viele Verbessungsvorschläge oder Kritiken bekommen würde.
    Da sind Retuschierungen knallhart mit dem Bleistift gezogen um eine scharfe Trennlinie zu bekommen, das berühmte Portrait von Marilyn Monroe mit ihrem Schmollmund ist kaum an einer Stelle scharf und auf auf einem Portrait von Greta Garbo ist die Nase fast nicht zu erkennen.


    Ich denke, dass diese Portraits oftmals nur deshalb in den Büchern sind, weil es Promotionbilder von berühmten Fotografen sind und deshalb noch erhalten und für die Öffentlichkeit zugängig. Ich glaube, dass es noch viele Werke von Hobbyfotografen gibt, die genauso tolle Portraits fotografiert haben, die aber in privaten Alben kleben, weil sie keiner kennt.


    Hurrell & Co. hatten halt den großen Vorteil, oft direkt in den Filmstudios fotografieren zu können und hatten viele Helfer zur Verfügung. Aber die Werke ihrer Anfangszeiten kennt auch kaum jemand und meist waren diese berühmten Künstler nicht mal "gelernte" Fotografen. Die haben halt auch viel experimentiert und Ausschuß produziert, wussten aber was sie machen.
    Statt gezielt in Zonen zu arbeiten, haben die damals auch nur mit Wasser gekocht und Fime unterbelichtet und überentwickelt.


    Und wie auch schon angemerkt wurde, die Bilder wie sie in den Büchern abgebildet sind, sind nicht die Bilder, wie sie der Fotograf gemacht hatte. Die sind richtig nachbearbeitet.


    Ich glaube, dass man sich deshalb nicht entmutigen lassen sollte. Es hat schon seinen Grund, warum manche Fotografen berühmt wurden und manche nicht, aber unnahbare Götter sind sie auch nicht.

    @'JMK fotodesign wie geht dir mittlerweile mit dem Objektiv?
    Welchen Durchmesser hat eigentlich die hintere Linse?
    Wie ich gelesen habe, hat der Sinar Copalverschluß einen Durchmesser von 75 mm, was an meinem Hugo Meyer nur 5 mm kleiner wäre als der hintere Linsendurchmesser. Macht das was aus?