Posts by Black&White

    Moin zusammen,


    ich greife nochmal eine oben gestellte Frage auf: Warum sollte man auf dem Kontaktabzug eines Monitorbildes, das so fein auflöst, dass man mit dem bloße Auge davor sitzend keine Pixel erkennen kann, auf dem Kontakt davon plötzlich die Pixel sehen (5k iMac)? Sie werden doch durch das Kontakten nicht größer?
    Davon abgesehen gibt es das Unschärfeproblem durch die dicke Glasscheibe, was das Pixelproblem aber noch reduzieren müsste. Das Bild wird vermutlich unscharf, aber ich habe es noch nicht probiert.


    Probiert habe ich aber schon mal die Reproduktion des Monitorbildes. Das 5k Monitorbild auf Schwarzweißfilm abfotografiert. Bei korrekter Fokussierung sah ich aber Moire Effekte auf dem Negativ. Ein wenig zu defokussieren half. Das Problem bei dem Verfahren war nur der Kontrast. Der Film steilt die ganze Sache extrem auf. Man müsste dabei also schon einen extrem weich arbeitenden Film verwenden oder ausgleichend entwickeln.


    Digitale Bilder auf Fotopapier (Baryt wegen der Haptik) zu bringen durch ein direktes Verfahren fände ich sehr hilfreich, z. B. zu Backupzwecken oder einfach zum Angucken, statt es ausbelichten zu lassen.


    Auf Youtube gibt es auch Videos, bei denen ein Smartphone direkt in den Vergrößerer gelegt wird statt des Films. Habe ich ausprobiert, kommt aber recht wenig Licht unten an. Für einen Handabzug von 10x15cm oder so sollte die Auflösung aber locker ausreichen, wenn man nicht übersteigerte Ansprüche stellt und die Vorteile des Verfahrens sieht.

    Cool, dass Du die gekauft hast. Ich war auch schon ganz oft drauf und dran, mir so eine zu schießen, denn eigentlich reicht mir Shift als Verschiebung in den allermeisten Fällen schon aus, wenn ich Großformat mache. Und mit einer Grafmatic Kassette kann man damit bestimmt wunderbar aus der Hand fotografieren.


    Was bekommst Du denn zum Gehäuse dazu, auch Lenskonus mit Objektiv und Sucher, internationales Rückteil, nehme ich an?


    Schön, dass wir dann Infos aus erster Hand haben werden. :)

    Hmm,


    meine 6x9 sieht ganz anders aus, ich habe eine V.
    Bei mir ist es so, dass ich die Kurve so einlegen muss, dass die 100 nach rechts zeigt, da ist sogar ein Pfeil zu sehen.
    Das setzt voraus, dass der Laufboden rausgeschoben ist, denn dann kommt man überhaupt erst da dran. Schiebt man den Boden aber rein in Richtung unendlich, dann dreht sich die Steuerkurve links herum und der Bereich der 100 berührt das Kupplungselement.


    Im Zweifelsfall schau mal bei Butkus nach einer Bedienungsanleitung, da steht:


    "Urn die erforderliche Grundstellung ouf Unendlich zu erreichen, wird die Obiektivstandorte ousgezogen, bis sie in die mit einem forbigen Punkt bezeich-nete Roste (D) ouf dem Oberschlitten einrostet. Die ieweils benutzten Be-zeichnungsforben ouf dem Schlitten und ouf der Kurvenscheibe m[issen iiberein-stimmen und sind folgende: Schwarz fiir Weitwinkelobiektiv,R o t ftir Normolobiektiv,G r u n für Teleobiektiv."


    Hier ist der Link BDA

    Hallo,
    die Einstellschnecken aus China haben etwas mehr Spiel als die von Schneider. Ist aber kein Problem, nach dem Einstellen "wackelt" man ja nicht mehr am Objektiv herum.

    Klar, man dreht dann nicht mehr dran herum, aber ich hatte eine Einstellschnecke aus China, die sich durch zuviel Spiel vorne nach unten verkantete, so dass die Linse nicht mehr parallel zur Bildebene stand. Das passiert bei Deinen nicht?

    Super, gute Arbeit!


    Genau sowas schwebt mir auch vor.
    Die Motive sind wie bei Dir Gewichtsersparnis und der Wegfall alles überflüssigen. Ich brauche in 98% der Fälle auch nur Shift.


    Taugen die Einstellschnecken aus China was? Halten die oder kippen sie durch das Objektivgewicht ab?

    Cool. Es macht also auch bei Dir einen Unterschied.
    Mir kam es so vor, dass das Shiften manchmal ein Bild schon sehr stark verzerren kann an den oberen Ecken. Aber das scheint beim Entzerren sogar noch stärker zu sein. Das Bild müsste deshalb anschließend wieder etwas gestaucht werden.

    Moin Uwe, hallo zusammen,


    hab mir mal den Spaß gemacht und das Bild nachgestellt. Als alter Hannoveraner war das leicht möglich.
    Das Wetter hätte kaum schlechter sein können, aber gestern war ich zu faul. Heute leider keine Sonne, alles grau in grau, und beginnender Regen.


    Ich wollte wissen, ob es einen Unterschied zwischen Shiften und Entzerren in der Bildbearbeitung gibt. Deshalb habe ich das Bild digital gemacht und entsprechend bearbeitet. Kann das sein, dass die digitale Entzerrung das Bild vertikal etwas streckt? Vergleicht das doch mal mit Uwes Bild.


    Was mich aber sehr erstaunt hat, ist die Brennweite. Uwe hat angegeben 90mm. Ich habe das Bild mit Kleinbild gemacht, dabei reichten 24mm nicht aus, so dass ich das 18er angesetzt habe, 20 hatte ich gerade nicht dabei, das hätte vermutlich gepasst. Wenn man also das Shiften ausnutzt, ist ein 90mm Großformat Objektiv schon ziemlich weitwinklig.


    Uwe, der Ausschnitt ist genial gewählt. Etwas mehr drumherum zeigt nur Straßenschilder und anderes, das man nicht sehen will. Und die Laterne rechts von der Kamera (nicht im Bild) hast Du auch schön ausgeblendet. Gut gemacht!

    Hallo zusammen,


    hat unter Euch jemand Entfernungs-Skalen für Linhof Technika 4x5 und/oder 6x9, die er mal auf den Scanner legen könnte oder abfotografieren zwecks Nachfertigung?
    Außer der 100mm Skala, die habe ich, würde mich jede Brennweite interessieren.


    So sieht die 100mm Skala aus:



    Viele Grüße,
    Oliver

    Das sind interessante Fragen, die auf die Frage führen "Warum Großformat?".Ich meine, es gibt im Forum schon den Anfang einer solchen Debatte, die ich niemals für beendet betrachten würde.

    Stimmt, den Faden gibts schon. Aber damit sollten wir diesen Beitrag vielleicht nicht kaputt machen.

    Schöne Grauwerte. Auch der Vordergrund mit den leichten Wellen und den Schatten gefällt mir gut.


    Aber ich möchte mal eine Frage in den Raum stellen:
    Reicht Euch die Schärfe der Häuserzeile? Wo ist der Detailreichtum, der den Einsatz des großen Formates erfordern würde?
    Oder kommt es da gar nicht drauf an? Soll keine Kritik sein, sondern nur eine Frage.

    Genau, die Anschläge sind zu hoch. Blöderweise kommen sie genau auf Höhe des Querstegs zu liegen, wo kein Platz dafür ist. Das ist mit dem 58 und dem 65mm Objektiv leider dasselbe Problem.


    Justiert habe ich mit ganz normal geöffneter Klappe, also 90° geöffnet und dem unteren Laufboden ganz reingeschoben, sozuagen Einstellung auf Unendlich. Dann habe ich die Frontstandarte so hingeschoben, dass sich auf Unendlich ein scharfes Bild auf der Mattscheibe ergibt. Und so habe ich die Anschläge bis zur Frontstandarte geschoben und festgeschraubt. Mit 100 und 180mm ergaben sich da keine Probleme.


    Norma, you made my day! Da war eine Frage dabei, die mich drauf gebracht hat. Der obere Laufboden war bei mir bündig zum unteren. Die Frontstandarte hatte damit genug Platz zum Klemmen, auch bei den Weitwinkeln, die ja weiter innen sitzen müssen. Aber dadurch ergibt sich gerade das Platzproblem. Wenn ich den oberen Laufboden (Oberschlitten) eine Stufe nach innen verschiebe bis zur Rastung, kommen die Anschläge weiter vorne zu liegen um den Betrag, den ich den Laufboden nach innen versetzt habe. Und das reicht, um die Anschläge so weit zu verschieben, dass sie nicht mehr mit der Querstrebe kollidieren.


    Also als wichtiges Ergebnis ist festzuhalten, dass bei den Weitwinkeln 58 und 65mm der obere Laufboden nach innen geschoben werden muss. Keine große Sache, aber man muss es wissen. Habe ich sogar irgendwann mal gehört, aber bisher ignoriert :D .
    Dies ist aber nur von Bedeutung, wenn man die besagten Anschläge montieren will. Sonst geht es auch mit nicht eingeschobenem Oberschlitten problemlos.


    Und die Sache mit den Dingern für besondere Montagesituationen ist jetzt auch klar. Durch die längeren Zinken kommen die Anschläge an anderer Stelle zu liegen, was bei Kollision mit den anderen Anschlägen für die anderen Brennweiten u.U. helfen kann. Danke an alle!