Posts by Black&White

    Vor einigen Jahren habe ich auch eine der besagten Scheiben aus China gekauft. Es ist eine Kunststoffscheibe mit eingearbeitetem Fresnelschliff. Für mich war das ein deutliches Update zu der geradezu unterirdisch dunklen Linhofscheibe. Mit leicht schräg gehaltener Lupe ist über die Scheibe auch mit Weitwinkel in den Ecken das Bild fokussierbar. Die Kamera wurde damit erst benutzbar, und ich benutze nie ein Dunkeltuch, sondern nur Lichtschacht oder den Linhof Winkelsucher.


    Leider weiß ich nicht mehr, welcher Lieferant das war, aber Ultrabright kommt mir bekannt vor. Und bei ecobuyonline2008 habe ich auch schon gekauft und die Ware war für das Geld durchaus brauchbar.

    Bei mir sind die dunklen Stellen zu hell - der Boden soll nach hinten in Schwarz verlaufen, das hintere Stuhlbein soll sich gerade so trennen. In der Darstellung hier hat das Bild zu wenig Kontrast.

    Diese Aussage lässt sich verstehen. Der Weg, das ganze Bild absaufen zu lassen, ist m.E. nicht zielführend. Da würde ich zuerst an der Beleuchtung einige Änderungen vornehmen und die Hauptgegenstände akzentuieren, während das Stuhlbein im dunklen versinken darf.

    die Bilder sehen hier im Forum flauer aus als in anderen Plattformen

    Moin Dieter,


    ich wundere mich, dass noch niemand gesagt hat, dass das Bild zu dunkel ist. Selbst wenn ich den Monitor voll aufreiße, und der Mac kann hell, sind die dunklen Stellen immer noch zu dicht, während einen das Weiß des Forumhintergrundes fast erblinden lässt. Deine Bilder sind sonst meistens recht hell, aber dieses ist m.E. mindestens eine Stufe zu dunkel. Schau Dir mal das Histogramm des Bildes an.

    Hallo zusammen,

    ich grabe mal meinen alten Thread wieder aus :) Ein vergleichsweise häufig zu findendes Modell ist der Durst M800. Würde sich dieser als Reprostativ eignen? Ist er stabiler als der M605? Ist der Kopf einfach mit einer 3/8" Schraube befestigt und eignet sich somit zum Anbringen eines Stativkopfs?

    Vielen Dank!

    Der M800 ist stabiler als der M605 gebaut.


    Ich benutze einen M601 als ständig aufgebautes Reprostativ. Wenn man den Kopf abnimmt, bleibt eine Steckachse zurück, auf die man einen sogenannten Reproadapter aufschieben und verschrauben kann, der nennt sich Siriocam. Damit stellt man auch gleich den Abstand der optischen Achse zur Säule her.

    Man kann sich aber auch selbst was basteln, denn die Steckachse hat ein 3/8" Gewinde, wo man sich was dranbasteln kann. Ich nehme an, dass der M800 ähnlich gebaut ist.


    Beim M601 ist die Stabilität nicht besonders hoch. Die Säule an der Wand abgestützt, löst das Problem hinreichend.


    Muss nachträglich noch ergänzen, dass der M800 wohl keinen abnehmbaren Kopf hat wie die oben beschriebenen.

    Der Reproadapter lässt ich nur montieren an 601, 605 und 805.

    Im Unterschied zu Heiland kann ich aber bei jeder dieser LEDs einzeln per Software die Helligkeit in 256 Schritten einstellen. Das kann eine Opalbirne und ein Kondensor nicht leisten.

    Dann musst Du wohl die einzelnen LEDs multiplexen.

    Die Frage ist, was man mit dieser Fähigkeit anstellen kann. Mehr als das Ausgleichen ungleicher Leuchtstärken fällt mir dazu nicht ein. Um eine helligkeitsvariable Maske zu erzeugen, braucht es sicherlich ein feineres Pitch und wie will man das Bild in den Controller eingeben, d.h. heißt welche LEDs heller oder dunkler leuchten sollen? Erscheint mir schwierig. Für Schwarzweiß Splitgrade braucht man auch keine RGB LEDs, sondern nur 2 Farben, die am besten perfekt auf die spektrale Empfindlichkeit des Papiers angepasst sind. Gut, wenn das Blau und das Grün der RGB LED von der Wellenlänge passt, ist es kompakter aufzubauen und man kann weißes Einstellicht erzeugen, was ein Vorteil ist. Ich bin gespannt, wie weit Du die Sache entwickeln wirst.


    Eigentlich müsste bei derartigem Splitgrade ein apochromatisch korrigiertes Objektiv von Vorteil sein oder macht nur das rote Ende des Spektrums ein signifikante Abweichung des Brennpunktes?

    Das reduzierte Licht sieht für das Auge dunkler aus, für das Fotopapier und für eine Messzelle besteht es jedoch aus einzelnen Blitzen mit Dunkelphasen. Das muss wiederum der Belichtungsmesser berücksichtigen, sonst zeigt er falsch an. Das Licht muss also über einen Zeitraum integriert werden, sodass sich ein mittlerer Wert ergibt, der dem Eindruck des Auges entspricht. Diese Mittlung kann entweder durch analoge Hardware oder durch Software erfolgen.

    Da das Fotopapier die einzelnen Lichtimpulse aufsummiert, funktioniert bei der Belichtung die PWM so, wie auch das Auge sie sieht. Ich würde wegen der Messfehler entweder die PWM Frequenz erhöhen oder vorzugsweise die Messzelle langsamer machen. In Hardware ist das genau ein Kondensator und den halte ich für ist besser als die Mittelung über Software. Keep it simple.


    also raus zum fotografieren, Opallampen und Kondensoren funktionieren seit Jahren

    Und dann aber den Spruch von Kenna hinten dran :mrgreen:


    Ich benutze einen Flächenstrahler, der im Augenblick aus einem Array von 64 RGB-LEDs besteht, die etwa eine Fläche von 6 x 6 cm ausleuchten können. Eine einzelne LED ist nicht besonders hell. Bei Kleinbild sind nur etwa 15 LEDs Bild-wirksam.

    Heiland gibt an, die LED Lichtquelle habe 400 LEDs für eine Fläche von 6x9. Man weiß natürlich nicht, welche Helligkeit seine LEDs haben. Hast Du eine Mischbox mit Diffusorglas nachgeschaltet oder wie wird das Licht gleichmäßig?


    Interessant finde ich auch die Frage nach der Lichtart - diffus oder Kondensor. Ich bin mehr der Freund des Kondensorlichts. In den meisten Fällen wird in Verbindung mit LED Köpfen aber wohl diffuses Licht verwendet.

    Vom Preis-Leistung-Verhältnis wäre vielleicht ein einfacher Holzkasten am besten, innen weiß, außen schwarz. Oder ein 1,50 Euro teurer schwarzer Baueimer aus dem Bauhaus, in den man weiße Farbe gegossen hat.


    Darin vier Lampenfassungen E27, für 4 30-Watt-LED-Glühbirnen mit 4000K (eigentlich würden zwei reichen, oder eine große 125mm 4000K E27-Globe von Osram, 1800 Lumen). Ein Stecker für die Zeitschaltuhr, ein milchiges Perspex zur Diffusion, und unter dem Objektiv dann Einlegefilter. Hell, geräuschlos, intuitiv, billig.

    Wenn man einen Vergrößerer besitzt, ist die Beleuchtung meistens schon vorhanden. ;)

    Das mit dem Bleigrau sehe ich ähnlich.

    Ich hab mich wegen des ganzen Aufwandes schon dabei erwischt, wie ich PE Papier statt Baryt verarbeitet habe. Bleibt aber die Ausnahme.

    Ach das meintest Du.

    Ja, hab ich auch schon gesehen. Die Diff Funktion ist cool. Das Nachbelichten finde ich aber eine der leichteren Übungen, wo ich eine lockere Schätzung mache. Ich mache das aber auch nicht so ausgefuchst wie Ansel Adams, wo jede Wolke und jeder Stein einzeln nachbearbeitet werden muss.

    Ich denke schon, aber das wird sich erst in der Praxis zeigen, schließlich werde ich wohl mein übliches Vorgehen dem Gerät etwas anpassen müssen.

    Damit hatte ich eigentlich Renate gemeint.

    DAS ist interessant, und ich hatte das hier bereits verlinkt.

    Habe ich leider nicht gefunden.

    Ich fürchte nur, dass es nicht möglich ist, mit 2 Splitgrade Belichtungen mehr zu erreichen, als mit einer einzigen Belichtung und der äquivalenten Gradation und Belichtungszeit. Erst mit dodge and burn und weiteren Belichtungen lässt sich noch mehr rausholen. Erklär doch mal, wie das gehen soll. Ich möchte das auch lernen.

    Der Meteor war so ähnlich wie der Kodak oben, mit Hochglanztrommel. So easy habe ich danach nie wieder Hochglanz Baryt Prints gemacht. Einfach aufs Band legen und warten, bis es durchgekurbelt fertig wieder rauskommt. Und das ohne Muschelbruch oder Stippchen.

    Schon klar.

    Bei dem Analyzer kann ich noch die Mitten mit reinnehmen, das gefällt mir außerordentlich.

    Ach, wie denn?


    All diese Geräte liefern nur einen Startwert für ein erstes brauchbares Bild.

    Genau, das haben wir ja schon mehrfach festgestellt. Hast Du bei Deiner Messlösung auch eine Möglichkeit vorgesehen, die dem Grauwertindikator entspricht? Das ist für meinen Geschmack die wichtigste Funktion, durch die sich der RH von den anderen unterscheidet. Ich habe auch noch einen alten digitalen Philips Timer PDT2015, der dann immerhin die Zeiten anzeigt, wenn man mit der Sonde über das Bild fährt. Aber der Graukeil zeigt das besser einschätzbar an, wo man sich befindet.

    Das scheinen die dann ja rechnerisch zu kompensieren.

    Renate dreht an beiden Zeiten.

    Keine Ahnung, wie es bei mir enden wird

    im Grunde ist doch ganz einfach. Eine Messung für den Hellgrauwert und eine weitere für den Fast-schwarz-Wert. Man braucht nur zwei auf diese Punkte kalibrierte Messgeräte oder ein umschaltbares und belichtet die beiden ermittelten Zeiten über die Filter.

    Habe früher einen Meteor Trommeldurchlauftrockner benutzt. Das Ding war klasse. Einfach Bild auf das Transportband legen und warten, bis es nach einer Umdrehung trocken wieder rauskommt. Im warmen Zustand kommt es leicht gekrümmt von der Trommel. Zum Abkühlen auf eine Tischplatte legen, dann kühlt es ab, wird flach und bleibt so.

    Ja, korrekt. Ich fragte danach, wieviel Licht über die dichroitischen Ilfordfilter noch ankommt bei den beiden LEDs. Da könnte man dann eine so dimmen, dass sie quasi gleich hell sind.

    Für die Schwärzung der Schicht ist das Produkt aus Zeit und Lichtmenge entscheidend, beides kann variiert werden. Wird das Farbgleichgewicht variiert, ist man bei Ilford 500, bei konstant leuchtenden LEDs bei Heiland.


    Im Grunde ist ja alles vorhanden, sogar doppelt und dreifach. Man müsste sich nur mal endlich aufraffen, was zu vergrößern. :mrgreen:

    Nein, ich weiß nicht, ob da was veröffentlicht wurde.

    Ich lese gerade das Manual vom Analyzer 500. So, wie das geschrieben ist, macht das Manual sowas von keinen Spaß!


    Technische Daten im Manual sind Fehlanzeige.


    Genau wie der Ilford Controller geht beim Analyzer 500 die Anzeige auf LO für Zeiten >97,5s, das Messgerät bietet daher leider keinen Vorteil für mich.

    Heiland kann das Splitten anscheinend besser

    Woran machst Du das fest?