Posts by andre_s

    Du kannst problemlos Deine Canon Trigger auf der GFX nutzen. Du hast halt nur den Mittenkontakt und musst Dich innerhalb der Blitzsynchronzeit - von 1/125s - bewegen.

    Hier muß ich einmal nachhaken: wie genau meinst du das?


    Ich nutze sowohl eine Bowens-Studioblitzanlage als auch einen ganzen Haufen kleiner Godox-Aufsteckblitze. Die Aufsteckblitze sind Universal-Blitze, d.h. die passen auf jeden System-Blitzschuh, verzichten dafür aber auf die TTL für die Belichtung und sind manuell zu steuern. Die Auslöser hingegen sind kameraspezifisch, u.a. wahrscheinlich, weil die Dinger HSS (HighSpeedSync) unterstützen.


    Der Bowens-Auslöser speziell für Canon hingegen funktioniert ausschließlich auf meinen DSLR-Kameras, auf meiner kleinen spiegellosen Canon aber schon wieder nicht. Im zweiten Fall werden die Blitze nicht ausgelöst. Meine "echten" Speedlites von Canon funktionieren wiederum auf beiden Canon-Systemen. Der Godox-Trigger funktioniert ebenfalls bei beiden.


    Also für mich kaum zu glauben, dass der Bowens-Trigger für Canon auf der GFX funktioniert?!


    Wenn Du die GFX100 kaufst bist Du automatisch kostenfrei im Fuji FPS Programm (FUJIFILM Professional Service) - ich meine mich zu erinnern für 2 Jahre.

    Ja, das ist das Service-Programm, das alle Hersteller anbieten. Ich meinte eher, dass ich im Fall der Fälle mit der Canon 5Ds direkt eine Ersatzkamera in der Tasche hätte, wenn ich die Canon-Objektive statt Mittelformatoptiken adaptiere und während bei einer Produktion passieren sollte. Hatte ich schon einmal bei einer 3tägigen Studioproduktion, am zweiten Tag machte es irgendwann Klack und die Kamera war hinüber. Nach einer Minute ging es mit der Zweitkamera weiter. Canon hat das zwar auf Kulanz repariert, hat aber 5 Tage gedauert. Das hätte mir direkt beim Job also nichts genutzt.

    Bei der Studiofotografie nutzt du eine Blitzanlage? Da habe ich eine interessante Erfahrung mit der Fuji gemacht (steht bei getdpi), wenn man einen an die Fuji adaptierten Sender zum Auslösen der Blitze benutzt.

    Grundsätzlich arbeite ich mit Studioblitzen, auch für meine Unternehmensfotografie "on tour". Seit es wirklich gute und ausdauernde Akku-Blitze gibt, ist das auch unterwegs ein großer Vorteil. Was meinst du genau? Die Farbverschiebungen bei Hensel-Auslösern?


    Ich arbeite mit Bowens, habe mir vor ein paar Jahren im Ausverkauf die XMT500-Blitze gekauft. Hatte mit Bowens nur gute Erfahrungen gemacht, von daher war mir die Service-Frage nach der Bowens-Insolvenz eher egal. Die Blitze gibt es ja dank Calumet immer noch, nur werden nur für Canon, Nikon und Sony Funkauslöser angeboten. Obwohl umgelabelte Godox-Blitze, funktionieren zumindest meine Godox-Remotes leider nicht mit den Blitzen. Wenn es denn die GFX wird, werde ich wohl erstmal klassisch mit Sync-Kabel arbeiten müssen, bis sich eine Lösung findet.

    Vielen Dank für die Hinweise. Beim Adapter wäre ich schon fast schwach geworden, denn den Cambo gibt's bei calumet gerade für 500€ - andere Händler wollen mehr als 1000€ dafür haben... also, danke für die Warnung!


    Nach Durchsicht der RAWs würde ich tatsächlich die Canon TS-E-Objektive adaptieren. Besser sehen die Pentax-Linsen an der GFX auch nicht aus und im Notfall habe ich dann noch immer die Möglichkeit, die Teile auf meine 5Ds zu packen. Mir sind schon 2 Kameras während Produktionen kaputt gegangen, da lernt man dann ein Ersatzgehäuse zu schätzen...


    Ich werde mir jetzt mal meine Wunsch-Komponenten für das GFX-System zusammensuchen, denn es sind ja nicht nur adaptierte TS-Objektive, die dann genutzt werden sollen - auch für meine "Hobby"-Studiofotografie (andy-gold.de) will ich die Farbvielfalt nutzen. Fuji hat zwar gerade ganz nette Cashback-Aktionen, aber ich schätze mal, dass ich mit allem Drum und Dran bei 10-12.000€ lande. Inwieweit die aktuelle Corona-Auftragskiller-Situation dem ganzen entgegensteht, werde ich dann leider abwägen müssen.


    Viele Grüße

    Erstmal vielen Dank für die vielen Kommentare und Gedankenanstöße. Habe mich gestern noch durch einen recht interessanten Forums-Thread gelesen: https://www.getdpi.com/forum/i…ge-circle-and-lens.61087/


    Auf Seite 8 des Threads stellt der Nutzer haihan mehrere RAWs via dropbox zur Verfügung, die mit adaptierten Objektiven und verschiedenen Shift-Einstellungen sowohl an der GFX50 als auch an der GFX100 gemacht wurden. Ich wühle mich gleich einmal intensiver durch die RAW-Dateien. Lt. Forum scheint es beim TS-E50 ausreichend Shift-Spielraum an der GFX zu geben, beim 24er eben schon deutlich weniger, aber für die Praxis reicht das vielen (ist ja auch der Grundtenor hier im Thread). Jedenfalls werde ich mir die RAWs mal ansehen.


    Als Adapter für die EF-Objektive gibt es offenbar nur den Cambo-CA-GFX-Adapter, der auch direkt die Blende steuern kann? Hat jemand Erfahrung mit dem Teil?


    Grüße

    Nichts gegen die hervorragende GFX, von der ich auch sehr angetan bin. Aber dass Farben und Schattendurchzeichung besser sind, bezweifle ich. Zumal die Z und meines Wissens auch die Alpha ebenfalls eine rückseitige Sensorbeleuchtung haben. Aber da möchte ich die Diskussion jetzt nicht off-topic treiben.

    Was den Bildwinkel angeht, da gebe ich dir recht. Je weitwinkliger, desto eher werden runde Lampen an der Decke zum Bildrand hin eiförmig. Das kann bei Interieuraufnahmen ein Problem sein.

    Für Nikon und Sony kann ich nicht sprechen, sondern nur für die Canon. Und der Dynamikumfang der 5Ds ist eher knapp bemessen. Das ist die Farbvielfalt der GFX in meinen Augen eine blühende Sommerwiese...

    Ich habe an der 5d2 das tse24+1,4x verwendet. An den neueren Kameras ist das aber technisch nicht befriedigend.

    Auch das hatte ich schon vor Monaten mal recherchiert, aber vor allem an der 5Ds ist das tatsächlich kritisch. Egal, welche Lösung ich anstrebe, es ist alles immer irgendwo mit einem Nachteil verbunden.


    Bleibe ich bei Canon, fehlt mir das 35er.


    Gehe ich auf die GFX, habe ich praktisch mit dem TS-E 50 den passenden Bildwinkel, aber zum ernsthaften Stitchen evtl. zu wenig Platz. In einem englischsprachigen Forenbeitrag kursieren die Angaben von 58mm für das 17er und 62mm für das 24er als Durchmesser für eine scharfe Abbildung. Der tatsächliche Bildkreis ist größer, aber eben an den Rändern unscharf. Gerade für Innenaufnahmen ist das ein Problem. Im Endeffekt erlaubt das 17er +/-2mm Horizontalshift und +/-3mm Vertikalshift (Querformat), wenn es auch scharfe Ecken ankommt. Das 24er erlaubt 4-5mm. Ganz ehrlich: das ist mir zu wenig.


    Drei Varianten bleiben übrig: ich nutze die TS-E-Linsen an meiner Canon und lebe mit dem fehlenden 35er. Alternativ adaptiere ich mittels Zoerk-Panorama-Shift-Adapter ein Pentax-Objektiv an die Canon. Das löst immerhin das Stitching-Problem. Oder eben doch die Cambo Actus für die GFX mit einem brauchbaren 25er vorne drauf. Grrr. Und alles nur, weil Canon kein 35er Shift baut.

    Hier der Saal in Herne mit TS-E17mm

    Ja, das Kulturzentrum - "damals" von mir für einen Wandkalender fotografiert, allerdings von der Bühne aus: Kulturzentrum Herne (letztes Bild).


    Bei der von dir gezeigten Aufnahme sieht man aber auch das 17er sehr deutlich, z.B. an den verzerrten Rückenlehnen der Stühle und an der elliptischen Verformung der Lampen in der Decke. Wenn du für Architekten fotografierst, sorgt das für Probleme, denn so bekommen z.B. quadratische Fenstern neue Proportionen im Randbereich des Weitwinkel-Bildes und das geht gar nicht. Teilweise beschneide ich freiwillig meine 24mm-Aufnahmen, um die Problemzonen zu entfernen.


    Ich bin allerdings zu dem Schluss gekommen, dass es abgesehen von dem Spaßfaktor des Großformat-Feelings beim Fotografieren qualitativ und wirtschaftlich für meine Architekturfotografie keinen Vorteil bringt.


    Wirtschaftlich ist das erstmal sinnfrei, ja. Fotografisch macht es evtl. schon etwas mehr Sinn, denn es ist eine andere Art der Fotografie. Aber auch hier läßt sich trefflich diskutieren. Ein schlagkräftiges Argument wäre, dass an der GFX ein 50mm eher den Bildwinkel eines KB-35mm-Objektivs einnimmt und somit die häßlichen Verzerrungen des 24er an der Canon/Nikon/Sony umgangen werden. Hinzu kommen bessere Farben, eine durch den rückseitig beleuchteten Sensor bessere Schattenzeichnung und ein paar Pixel mehr.


    Gerade in der aktuellen Situation kann man überlegen, ob ein eigentlich nicht zwingend nötiger Systemwechsel wirklich vollzogen werden sollte. Meine Auftragslage ist eher katastrophal, kein Unternehmen will seine Mitarbeiter hinter einer Maske versteckt fotografiert haben. Im Architekturbereich ist alles abgesperrt und mit Warnplakaten zugeklebt, was auch keiner sehen will. Die lassen mich teilweise noch nichtmals "einfach so" fotografieren, obwohl gerade jetzt in Museen, Konzerthallen und Theatern der perfekte Zeitpunkt wäre, da ich ja niemanden störe. Kranke Situation.


    Trotzdem wären mir die Kosten für die GFX und das Canon TS-E 50mm oder alternativ die Actus egal. Aber natürlich muß es irgendwo einen vertretbaren Vorteil geben, der mich ernsthaft weiterbringt und den ich nicht nur am Monitor sehe.


    Btw, dein Architektur-Portfolio aus meiner ehemaligen Heimat gefällt mir.


    Danke.

    Mein Beharren auf ausreichend lange Wege für's Stitching wird evtl. deutlicher, wenn man sieht, was ich so fotografiere: Heimat Ruhrgebiet - viele Innenaufnahmen, bei denen ich nicht so einfach noch ein paar Meter nach hinten wandern kann, um doch noch alles abzubilden. Da hilft häufig das Stitchen, außerdem peppt es die Qualität der Dateien ordentlich auf.


    Im Moment neige ich dazu, der GFX 100s eine Chance zu geben. Das TS-E 50 habe ich noch nicht, das kommt dann noch drauf. Gibt es hier vielleicht noch eine besondere RearShift-Adapter-Empfehlung für die TS-E-Linsen? Rogeti? Hartblei? Oder doch die günstige Variante von Pocket Pano? Nutzt die Dinger jemand zusammen mit der GFX?

    Ok, das habe ich "befürchtet". Ich meine, dass Adaptieren tendenziell reicht und zweifelsfrei auch Mobilitäts- und Praxisvorteile mit sich bringt. Schade, aber dann schlägt wohl Vernunft das Herz, denn dies habe ich auch schon an anderer Stelle gehört/gelesen. Wobei ich kurz überlegt habe, ob man den "Pro"-Look einer Fachkamera nicht direkt ummünzen kann in höhere Tageshonorare - alleine das Profi-Look&Feel ist manchem Kunden evtl. 500€ mehr/Tag wert...


    Ok, da viele Stimmen die Adapter-Lösung bevorzugen, bleibt letztlich die Frage, ob dann überhaupt noch eine GFX Sinn macht, denn ehrlich gesagt hat sich bisher noch kein Kunde über die Datenqualität des 5Ds beschwert, ganz im Gegenteil.


    Natürlich bleibt das "Problem" des Stitchens - bleibt denn bei an der GFX adaptierten TS-E-Linsen noch Platz dafür? Der KB-35mm-Look ist in meinen Augen der "angenehmste", was die Verzerrungen angeht. 24mm halte ich schon für reichlich kritisch. Da sich Canon beharrlich weigert, ein 35mm-TS zu produzieren, wäre ein adaptiertes TS-E 50 an der GFX die goldene Lösung. Das dürfte häufig jedoch nicht weitwinkelig genug sein, deshalb wäre mir ausreichend Platz für's Stitching bei fixierter Linse schon wichtig. Schließlich ist die Panorama-Lösung von Novoflex auch nur ein ekliger Kompromiss, wenn es um Architektur geht.

    Liebes Forum,


    mein Name ist André, ich fotografiere hauptberuflich im Bereich der Unternehmensfotografie und überlege, auch die Architekturfotografie sinnvoll einzubinden. Aktuell nutze ich dazu meine Canon 5Ds, bei Bedarf in Verbindung mit einem Novoflex Panorama-System. Allerdings habe ich schon seit einigen Jahren ein Auge auf das GFX-System von Fuji geworfen und würde nun tatsächlich gerne umsteigen - die GFX 100s ist schon sehr verlockend.


    Damit eröffnen sich für den Architekturbereich auch neue Möglichkeiten, z.B. mit dem Cambo Actus-System, das mittlerweile auch mit der "großen" GFX kompatibel ist. Die Suche hier im Forum ergab einige wenige Beiträge in dieser Kombination, weshalb ich einfach explizit nachfrage: macht das tatsächlich Sinn? Oder ist die Bastel-Kombination GFX & Canon TS-E 24 bzw. TS-E 50 und Rogeti-Frame ausreichend? Hat hier jemand Erfahrung bzgl. der Verstellwege in dieser Kombination? Reicht der Bildkreis für brauchbare Shift-Wege überhaupt noch aus?


    Falls die Cambo Actus im Zusammenspiel mit der GFX ernsthaft Sinn macht, welche Objektive kommen in Frage? Wie es aussieht, erlaubt Cambo z.B. Pentax 645-Objektive. Durch den kleineren Sensor der GFX ergibt sich entsprechend ein Crop. Da ich am Ende bei Architektur einen Bildwinkel von ca. 70° für praxistauglich halte, braucht's ein entsprechendes Weitwinkel (Pentax 25mm?). Alles über 70° verzerrt mir zu offensichtlich und dürfte im Zusammenspiel mit dem Crop auch nicht realisierbar sein. Sollte ein größerer Ausschnitt her, müßte ich Stitchen, was aber mit der Cambo ja doch recht bequem funktionieren sollte? Oder evtl. doch ein Mamiya67-Objektiv für weitere Verstellwege? Die Actus GFX kann horizontal 40mm und vertikal 27mm - bei einer Sernsorgröße von 44x33mm sollten 6x7-Objektive doch gerade so eben noch gehen? Allerdings wird der Crop-Faktor dann auch nochmals ungünstiger.


    Fragen über Fragen...


    Hat jemand Erfahrung mit der Actus und der Fuji GFX? Macht das überhaupt Sinn oder reicht ein adaptiertes TS-E? Für ein paar Hinweise wäre ich dankbar!


    Einen schönen Rest-Feiertag und viele Grüße


    André