Posts by aksak_maboul

    Ist ne schöne Stadt, hat aber zwei korrodierte Reaktoren in Chooz. Charleville Mézières lohnt auch, sehr klassizistisch. Für Großformatiker mit Topografieambitionen lohnt das überaus verlorene Longwy, und in der Nachbarschaft Marville.

    Mein Gitzostativ schwingt, meine Technika schwingt, mein 600er Fujionon schwingt an der Technika an dem Gitzo, und wenn ich eine Filmkassette einlegen, schwingt auch wieder alles. Die Kamera kann noch so stabil sein.


    Das ist aber nicht das Problem. Man muss zur Ruhe können, bevor man auslöst. Einfach nochmal Bauchatmung, nochmal alles über schauen, und ab gehts.


    Mache ich beim Vergrößern auch.
    mit dem L138. Einfach setzen, tief durch atmen, nochmal den Belichtungsplan durchgehen, nochmal den Staub vom Blatt blasen, den Rand kontrollieren, und nochmal durch atmen, bevor man den Tmer drückt, der auf dem Nachbartisch liegt.

    Woher soll ich das wissen!? Und außerdem: warum wohnt er nicht in der Schweiz?


    Spass beiseite: wenn das Angebot in vier Wochen immer noch steht, treten wir an den Mann heran und fragen ihn nach Nachlass. Wenn der Photofreund dann mit dem neuen 9-Euro-Ticket nach Basel kommt, kann er das dann mitnehmen, das wär doch was ... 100 Blatt Fomapan 18x25!

    Was ich jetzt grad gemerkt habe, ist, dass die Horseman 45er Field-Kameras recht rigid sind und sich ziemlich gut für Weitwinkel eignen, in meinem Fall für das Fujinon SW 8/90, das auf einer flachen Platte sitzend sehr gut shiftbar bleibt. Aber das ist 4x5 ... Sowas in 8x10, das wärs.

    Mir schon. Die bestätigt meine Ansichten zur Konstruktion. Dieser merkwürdige U-Bügel, der das Rückteil hält, ist ganz schön wabbelig (3'10"). Dünnes Blech. Zu dünn.

    Aus meiner eigenen Erfahrung mit den 4x5-Modellen sage ich, wabbelig ist nicht unbedingt das Problem, eine alte Sinar F ist u.U. genauso grausam, va. weil es da nur einen, nicht zwei Befestigungspunkte hat. Wabbelig ist nicht schlimm, wenn die Kamera ausschwingen kann, und das tut sie ja. Kernproblem ist die Verarbeitung, die Endkontrolle, die Korrektheit der Applikationen, die Festigkeit der Feststellungen, die Parallelität. Warum hat Intrepid eigentlich keine gehäusebasierte Field gebaut, wie z.B. die Kodak Master?

    Camping und Sport hat man vergessen.

    "Fotografen, die keine Mühe scheuen, um ihre Bilder im Grossformat aufzunehmen, und ihre Sinar sogar auf Drei- und Viertausender hinaufschleppen, verdienen echte Bewunderung - und ihre Bilder auch! [...] unübertroffene[...] 8 x 10"-Dias [...] Dabei geht es nicht ausschliesslich um den Formatvorteil, sondern auch um die Verstellmöglichkeit der Sinar. Will man die Bergwelt perspektivisch richtig darstellen, so sind ein Senkrechtstellen der Standarten und eine Parallelverschiebung der vorderen Standarte nach unten ebenso eine Selbstverständlichkeit wie die Verschiebung in entgegengesetzter Richtung bei einer Architektur-Aufnahme. Nur so gelingt es, die gewaltigen Höhenunterschiede der Berg- und Talwelt auf dem zweidimensionalen Bild einigermassen eindrucksvoll wiederzugeben." (Urs Tillmanns: Kreatives Grossformat, Grundlagen und Anwendung, Band 1, Schaffhausen, 1992, S. 104-105.


    Ich wusste dass ich bisher immer alles falsch machte: erstens nahm ich nur Miniaturkameras mit (4x5), zweitens waren bei mir immer diese dämlichen Berggipfel im Bild! So wird das sicher nichts mit der echten Bewunderung!!!


    Sinar hat ja eigene "Ausrüstungsbeispiele für Aussenaufnahmen" (ebd.): 8x10": Sinar f2 oder Sinar p2, Sinaron-W 155, Sinaron-S 360, Apo-Sinaron 600, Sinar Booster, Sinar expolux-System (wo kommt eigentlich der Saft her?), Mehrzweckstandarte, Binolope, Lichtschacht etc. pp. - Fehlt noch der Sinar-Esel ("asinus sinaris stultus communis"), der alles schleppt: wir der mitgeliefert?


    Hier noch eine andere Fundstelle, es wurde ja behauptet: "In den angelsächsischen Foren sind inzwischen ca. 20-30% der Bilder mit einer solchen Kamera gemacht.", siehe oben. Flickr.com ist zwar kein Forum im engeren Sinne, aber es hat dort nun wirklich sehr viele Bilder, eine recht konsequente Verschlagwortung und auch Kommentare zu Bildern.


    "4x5": 187.419 Ergebnisse

    "large format 4x5": 51.178 Ergebnisse

    "Graflex 4x5": 17.179 Ergebnisse

    "Toyo 4x5": 7.734 Ergebnisse

    "Sinar 4x5": 6.899 Ergebnisse

    "Linhof 4x5": 6.787 Ergebnisse

    "Chamonix 4x5": 6.430 Ergebnisse

    "Wista 3x4": 3.985 Ergebnisse

    "Intrepid 4x5": 3.643 Ergebnisse

    "Shen Hao 4x5": 2.632 Ergebnisse

    "Tachihara 4x5": 2.194 Ergebnisse

    "Arca 4x5": 1.988 Ergebnisse


    Rechnet man den Prozentsatz an Intrepid bei englischsprachigen Nennungen ("large format 4x5") aus, kommt man bei

    >>> (3643/51178)*100

    auf 7.11829301653054%


    Bezieht man die Nennungen von Intrepid auf das Gesamt an "4x5", kommt man mit

    >>> (3643/187419)*100

    auf 1.9437730432880336%


    Spannend: Graflex! Das scheint die populärste Kamera zu sein. Ist ja klar: hat auch einen Messsucher, geht flott, auch aus der Hand, kann mit billigen Barrel-Objektiven, falls Schlitzverschluss vorhanden, hat die absolut nötigsten Verstellungen, ist stabil, einigermaßen transportabel, lässt sich sehr gut zusammenfalten, schützt das enthaltene Objektiv, kurzum: für 90-210 die ideale Lösung, zumal mit den sehr guten Kodak Ektar-Objektiven (Tessar-Typ). Fast drei Mal so stark vertreten wir Linhof.

    In die echten Königsberger Klopse gehört aber auch noch der Salzhering/Matjes dazu, zusammen mit dem Kalbfleisch zu den Klopsen verarbeitet.

    Meins ist das nicht so wirklich und hat sich auch nicht durchgesetzt, ist aber das Original.

    Wenn mich einer um die Sardellen bescheißt, kann er sich seine Klopse was weiß ich wohin stecken, an den Hut!

    Ja klar, du hast meiner Meinung nach ja auch recht. Dein Abschlussfazit würde ich aber noch erweitern: man sollte nicht voreilig zu WZ greifen, nur weil das Objektiv scharf ist, denn wenn man das tut, beschneidet man sich meistens ja auch um wichtige Aspekte.


    Mal heruntergebrochen auf die Ausgangsfrage: Winter mit Überstrahlung: die Dinge werden ja bereits unscharf oder besser: verfremdet, sind sie mit Eis überzogen. Überstrahlungen hängen auch vom Einfallswinkel des Lichts ab. Es kann atmosphärische Diffusion geben, in den Morgenstunden, wenn Sonne auf Rauhreif trifft. Man kann mit Überbelichtung arbeiten, die man beim Vergrößern kompensiert. Weiss nicht: Ausreizen statt Anschaffen?


    Man kann da ja ein ganzes Fass aufmachen: straight statt fuzzywuzzy (Ansel Adams, ohne jetzt auf "straight" im Sinne von rechtskonservativ, aufrecht, richtig, heterosexuell, nichtkommunistisch, McCarthyistisch usw. zu verweisen). Ich habe jedes Jahr Schneeprobleme. Ich habe noch kein Geheimrezept, wie man Schnee spannend abbildet und die Kristalle glitzern lässt. Rauhreif und Schnee auf Bäumen scheinen einfacher zu sein, weil mehr im Gegenlicht, nicht einfach so auf dem Boden. Aber wie man Schnee z.B. belichtungstechnisch behandelt, muss ich noch lernen (ich vermute, ich hatte bisher immer alles falsch gemacht, indem ich den Kontrast kompensierte, statt zu forcieren und auf Schattendurchzeichnung zu achten).

    Ich würde eher eine plus-Dioptrin-Linse vorschnallen, das gibt sensationelle Effekte.

    Die Dir dann ja nicht gefallen, weil zu trickreich:mrgreen:

    Kennst Du Königsberger Klopse? Kalbshackfleisch im Sud. Drinnen allerfeinste Kapern, auch in der Soße. Ich liebe das, mit einem schönen trockenen Nahewein oder einem Elbling von der Mosel. Rinderzunge in weißer Weinsoße ist ebenfalls sowas Delikates. - Aber würde ich das jeden Tag haben wollen?

    Lass jetzt mal gut sein. Ich habe in einem Nebensatz geschrieben, dass Alex Burke bessere Bilder macht als die meisten, die man hier im Forum sieht. Meine eingeschlossen und das ist mir vollkommen egal, da es ein Hobby ist. Das der Begriff "besser" natürlich bei einem solch subjektiven Thema im Auge des Betrachters liegt, ist unbestritten und andere finden Pinhole SW Fotos wesentlich aufregender. Zumindest sind sie aber perfekt belichtet und so scharf wie es nur geht.

    "Besser" oder "schlechter" sind eben nicht ausschließlich abhängig vom subjektiven Geschmack, also subjektiv, sondern relativ: "etwas ist gut für etwas, unter bestimmten Bedingungen".


    Die Bedingungen müssen sachlich spezifiziert werden, ebenso wann die Sache sich lohnen soll, welche Objektive und welches Zubehör in welcher Situation verwendet werden soll, um etwas zu erreichen.


    Und wenn etwas relativ ist, kann man es immer auch relativieren: hinterfragen, vergleichen, hinsichtlich Abbildungsleistung, Handhabung. Dauerhaftigkeit. Transportabilität.


    Das ist das Gute an so einem Forum, dass es viele verschiedene Erfahrungen gibt. ... Die wohl frappierendste Sache hier ist die schweigende Mehrheit, die gar nicht mitdiskutiert. Entweder, weil sie den Nutzen des Gerätes anerkennt und sich fragt, was man hier noch diskutieren soll. Oder weil sie sich denkt, wie mühsam es ist, über etwas zu diskutieren, was eh durchfällt. Oder aber weil sie keine Intrepids hat und nicht mitreden kann? - Jedenfalls frage ich mich, ob diese Diskussion breite Anliegen abbildet.


    Ich stelle mir bei sowas immer vor, jemand neues interessiert sich für eine GF-Kamera. Weil wir nicht die komparativen Ressourcen des LFPF haben, äußern wir uns in solchen Threads. Würde ich da jetzt die Intrepids uneingeschränkt empfehlen? Sagen wir mal, jemandem mit einem Budget, der ausgehend von einem selbstentwickelten MF-Film nun GF ausprobieren möchte? Weiß nicht. Der Relativismus würde mir sagen: "beziehe die Amortisation, den Wiederverkaufswert, die Langlebigkeit, die systemischen Möglichkeiten, die Einfachheit der Handhabung, das totale Gewicht der Ausrüstung mit ein". Und noch vieles mehr.


    Der Witz ist ja, die Intrepids kann durchaus Spaß machen, warum nicht? Ich hatte Spaß damit, mit ihr als Lebensabschnittsgefährtin, aber dauerhafte Liebe wuchs da nicht die heißt ...

    Es wird immer Forenten geben, die die Intrepid für den Preis als angemessenes Werkzeug ansehen, hier als Fanboys bezeichnet, und die, die die Kamera absolut ungeeignet für GF halten ( Bashing ).


    Die Argumente sind schon längst ausgetauscht, aber jeder beharrt auf seiner Meinung.

    Ich denke, ich selbst habe mich durchaus differenziert zum Konzept geäußert und festgestellt, dass gute Bilder möglich sind, dass es aber zumindest bis zur aktuellen Version 4 Mängel gab, die nicht sein sollten. Ich halte die Kamera nicht für ungeeignet für GF, möchte aber zu bedenken geben, dass es eine Milchmädchenrechnung sein kann, nur auf die beiden Parameter "Preis" und "Gewicht" zu achten und andere Aspekte auszublenden.


    Als "Fanboy" bezeichne ich jemanden, der eben genau diese anderen Aspekte willentlich ausblendet, was obsessiv werden kann und unsachlich. Und der gleichzeitig andere Auffassungen kleinredet, indem er sinnlos über Gschmäcker diskutiert, die ja durchaus unterschiedlich sein können. Bei mir bimmelt da einfach die "Fanboy"-Klingel, wenn einer schreibt "Einige Leute machen damit Bilder, die weit über das hinausgehen, was man hier so meist im Forum sieht." - Sorryx, aber das ist einfach fiese Rhetorik vom Feinsten, ein Angriff gegen die Person (argumentum ad personam), die - warum auch immer - noch nicht einmal konkretisiert wird. Bei solchen Bemerkungen ist das "Fanboy"-Attribut eher noch wohlmeinend.


    Was mir auch immer etwas merkwürdig vorkommt: wenn die Leute so seltsam einteilen und damit die Auseinandersetzung erst recht anheizen. Die einen sollen dagegen sein, die anderen dafür, Jockel123 - ich sehe mich weder als Fanboy, noch als Basher, und was ich geschrieben habe und vertreten kann, belegt das.

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    Sind wir vielleicht etwas überempfindlich bzw. egozentrisch? Wo habe ich denn geschrieben, dass Du ein Loser bist? Ich kenne Dich nicht und habe dazu auch nichts über Dich geschrieben. Ich habe auch nirgendwo dargelegt, dass ich ein toller Fotograf bin.

    Alex Burke ist aktuell einer der bekanntesten GF Landschaftsfotografen, es ist daher keine Schande, wenn man weniger gute Bilder vorweisen kann. Auch Alan Brock nutzt die Intrepid und einige andere bekannte Namen...


    Es ging mir nur um die Klarstellung, dass Intrepid-Kameras keineswegs Schrott sind, sondern dass man damit wirklich tolle Bilder machen kann. In den angelsächsischen Foren sind inzwischen ca. 20-30% der Bilder mit einer solchen Kamera gemacht. Die meisten schreiben doch hier, ohne eine Mark IV oder Mark V wirklich in der Hand gehalten zu haben. Für das Geld sind das passable Lösungen, mehr nicht.

    Naja, Du hast geschrieben, dass die Ergenisse von Burke besser sind als die der Forenten, und Du hast das in Verbindung gebracht zur Intrepid.


    Doch, ich hatte eine 4 in der Hand. Der 3d gedruckte(!) Fokusknopf, der auf dem metallenen(!) Gewindestab(!) angeklebt(!) war, brach ab. Ich ersetzt es durch eine angeschraubte Rändelmutter. Die Wasserwaage war 3° schief aufgepappt. Die Lensboards passten nicht, ich musste feilen. Die Mattscheibe hatte nicht nur Spiel, sie war auch windschief, was im Portraitbereich Fokusdifferenz ergibt, nicht zu knapp. Die Kamera war unbrauchbar. Ich veräußerte sie gewinnbringend ohne Wartezeit, keine Ahnung, ob der Käufer jemals erfolgreich damit knipsen konnte.


    Nein, Burke nutzt keine Intrepid mehr, er nutzt jetzt Chamonix. Alles Vergangenheit. https://www.alexburkephoto.com…g-a-4x5-camera-and-lenses - ist aber eigentlich Wurst, denn ja, man kann durchaus auch gute Bilder mit Intrepids machen, wie mit jeder Kamera.


    Zu den Foren: wer GF macht, um die Bilder in Foren zu zeigen statt analog auszuarbeiten und an die Wand zu hängen, hat m.E. was verpasst. Ob das jetzt 30% sind? Gab es vorher diese 30% überhaupt in jenen Foren oder sind die Foren überhaupt erst anhand der IntrepidnutzerInnen gewachsen? Alles so unscharf. Von welchen Foren spricht Du eigentlich?


    Mir scheint, die Firma macht viel in Sachen Mystifizierung. Braucht man heute, in unserer sinnentleerten Zeit, da jeder zwei DSLR und drei PC hat und Bilder nicht mehr in die Hand nimmt, sondern auf dem Bildchirm arrangiert. Die User spüren sich nun also selbst. Ist doch gut so.


    Was mir immer gut gefallen hat, waren die Intrepidposts von Steve O'Nions. Aber der war der schlimmste Gspüri, der mit seiner säuselnden Art jedes Moos aus der Feuchte des walisischen Regens herauskitzelte. So ein bisschen wie Bob Ross. Ich liebe es!