Posts by aksak_maboul

    Die beiden Links hast Du gelesen? Dan Fromm: https://galerie-photo.com/tele…-lenses-v2-2011-03-29.pdf Praxistest: https://www.closeuphotography.…017/1/4/tominon-35mm-lens - nur der Vollständigkeit halber.


    Die Objektive wurden z.B. auf Polaroid-Handkameras verwendet, die man auf Bildschirme von Oszilliskopen, Radargeräten, Anzeigeinstrumenten usw. aufsetzen konnte. Wegen des festen Aufnahmeabstandes und der für den Nahbereich berechneten Optik konnte man scharfe Bildschirmaufnahmen machen, im Sofortildverfahren.


    Ich habe für Nahaufnahmen im Bereich 1:1 bisher noch nichts besseres gehabt als die Brennweiten zwischen 75 und 135 mm - aber das heißt nicht viel. Meine anderen Objektive sind das Fujinon A 180, mit dem es gleichzieht, ein Apo-Ronar 150, dessen 00-Verschluss hakelt, sowie die G-Clarone 150, 210 und 240, die wie das Fujinon A auch für Unendlich ziemlich gut sind. Für Unendlich sind die Tominone aber meiner Meinung nach nicht geeignet, weil keine Bildkreisreserve bieten und auch nicht sooo scharf sind. Aber das ist ja nicht tragisch. Sie funktionieren dort, wo sie sollen, für sehr wenig Geld, und einen funktionierenden Verschluss kriegt man gleich noch nachgeworfen.


    Um es man noch ein wenig anders auszudrücken: wenn ich mir aus einem Kanalrohr, einem alten Cambo-Rückteil und einem mit Heißleim angeflanschten Objektiv eine Makrokamera mit festem Fokus bauen sollte, käme vorne ein Tominon drauf. Den Bildern würde man allenfalls die hohe Qualität ansehen ...

    Shen Hao: klar kann man Makros auch mit Schreibtischlampen machen. Es legt einen halt auf einige wenige Bildwirkungen fest. Wenn das beabsichtigt ist und man das perfektionieren kann, ist das eine gute Lösung.


    Guadarmar : dass die Bilder mit dem vorhandenen Material gemacht werden sollten, habe ich so jetzt nicht mitgekriegt. Ich dachte, kalakke fragte nach einer Empfehlung, weil sein 210er nicht reichte.


    Zur Technika als Makrokamera: die Kleinbildfotografen benutzen Makroschlitten oder 20cm lange Arca Swiss kompatible Platten. Dann kann man die ganze Kamera bidirektional vor und zurück schieben, bis das Bild bei gewähltem Auszug und Abbildungsmaßstab scharf ist.

    Was muss ich machen? Welches Objektiv brauche ich? Oder gibt es einen Konverter für sowas?

    Darf ich mal nachfragen, was jetzt herauskam - falls Du bisher überhaupt Zeit zum Herausfinden hattest? Konntest Du die Front jetzt weiter herausziehen? Ich habe nachgemessen: schon allein mit der Technika IV in 4x5 sind 420 mm Auszug drin. Bei einer Technika III mit 13x18 müsste eigentlich mehr möglich sein ... Hast Du über ein anderes Objektiv nachgedacht? Das Symmar 210 ist für Makro vielleicht auch gar nicht sooo geeignet ... Wie sieht es auf der Mattscheibe aus? Hast Du genug Licht zum Fokussieren?

    Ist heute schon Wochenende? Naja, Freitag ... also neue Bilder. Diese hier sind aber etwas älter, aus dem Frühling 2021. Sie sind einigermaßen düster. Ich habe mir versucht, mir vorzustellen, wie das ist, wenn man sich zu Hause in einer Covid-19-bedingten Quarantäne zurechtfinden muss. So Peter Bichsel like, https://www.mittelschulvorbere…/DE/T67cTischistTisch.pdf - Am Ende steht in meinem Essay das Sterben und der Tod. Mein Schwager war 2 Wochen im Koma, hat es aber überlebt. Ein Problem bei Covid-19 ist vielleicht, dass man das Sterben anderer nicht so richtig "mitkriegt", weil es isoliert in der Intensivstation stattfindet. Darum empfinde ich das irgendwie als ortlos, gleichzeitig aber auch als abstraktes Muster, in das der Mensch sich einzufügen hat.


    Ich habe lange überlegt, ob ich das hier zeigen soll, denn es werden hier ja vor allem eher schöne Bilder präsentiert, monumentale Landschaften sowie prächtig anzuschauende Dinge. Aber die Bilder sind mit einer Horseman 45FA entstanden, mit einem G-Claron 9/150 auf FP4+, durchwegs N belichtet und entwickelt, ohne Filter. Weil es ein halbes Dutzend sind, habe ich die Auflösung auf 600px für die Langseite herabgesetzt, damit man den Essy als Ganzes zu sehen kriegt.









    Hier noch ein paar Tests:


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    nimm Positvpapier für den Anfang, ist billiger und du hast mehr Geld für Blumen!

    Das ist sowieso eine sehr gute Idee.


    Vielleicht hat man ja Platz, ein "Setup" etwas länger stehen zu lassen, z.B. in der Dunkelkammer. Da kann man mit Positivpapier experimentieren, das man direkt nach der Belichtung entwickelt, im selben Raum. Sofortbildfotografie. - Was die Motive angeht, so habe ich mir mittlerweile eine Gruppe eifriger SammlerInnen kurioser Dinge (tote Vögel, skelettierte Mäuse, verdorrte Ziergewächse, hochgiftige Sämereien, vertrocknete Regenwürmer) herangezogen: Kinder, die ich mit Schleckzeug entlöhne ...

    Heisst das ich brauche ein Macroobjektiv oder geht das auch wenn ich meinen Balgen auf 420 mm ausfahren kann? ich hatte bislang immer das Gefühl dass erst ab 2m scharf war.

    Hm, wie weit lässt sich Dein Balgen Deiner Meinung nach ausfahren? Das frage ich deswegen, weil die Technika einen dreifachen Auszug der Laufbodenschiene hat. Das heißt, dass Du die alleroberste Schiene, auf der die Standarte sitzt, noch weiter ausziehen kannst, um noch näher ranzugehen. Du kannst auch die Frontstandarte noch ein wenig vorziehen. Die muss ja im Nahbereich nicht auf der Standardposition/Einrastposition sitzen ... Könnte es sein, dass hier das bisherige 2m-Problem herrührt?


    Was das Makro-Objektiv angeht: man könnte auch mit einem Polaroid-Tominon 105 oder 135 experimentieren. Die kriegt man bei eBay für 50-100 Euro inklusive Copal Press- oder Prontor-Press-Verschluss. Die sind nicht schlecht im Nahbereich. Vgl. https://www.ebay.ch/sch/i.html…at=0&LH_PrefLoc=2&_sop=15


    Dan Fromm hat was zu solchen Objektiven: https://galerie-photo.com/tele…-lenses-v2-2011-03-29.pdf Und hier gibt es noch zusätzliche Infos. Die kürzeren Brennweiten kann man in den Press- Verschluss reindrehen, Copal 1. https://www.closeuphotography.…017/1/4/tominon-35mm-lens


    Statt mit 500 Euro für ein spezielles Makro-Objektiv namhafter Hersteller o.ä. würde ich mit einem Tominon und einem oder zwei gebrauchten Akku-Studioblitzen rechnen, denn Makros in 13x18 fressen viel Licht. Die Blitze könnte man dann grad noch für Portraits oder Stilleben einsetzen.

    In Wollsteins Kolumne wurde mal gesagt, es hängt davon ab, ob man Rapid Fixer verwendet, der braucht nicht so lange und es zieht nicht soviel ein. Aber ich weiß nicht, ob in den Filmträger viel einziehen kann.


    Sodann gibt es im LFPF auch dieses PDF, vgl. https://www.largeformatphotography.info/unicolor/ilfwash.pdf Das beschäftigt sich mit der Ilford-Methode. Ich glaube die Kernaussagen sind, dass man die komplette Gerätschaft wenigstens einmal vor dem Waschen durchspült, dass man das Wasser immer ordentlich ablaufen lässt, bevor man im Ilfordverfahren im nächsten Schritt weiterwässert, und dass man das mit dem Kippen nicht zu hektisch betreibt, eher gemächlich, denn es geht ja drum, dass die Ionen diffundieren, und das braucht irgendwie auch Zeit.


    Ich bin der festen Überzeugung, das funktioniert auch mit Filmhängern im Hängertank, weshalb ich das sowohl mit Paterson-Dosen, als auch mit Filmhängern im Tank so mache.

    Stimmt es eigentlich, dass Tmax bis 10 sek. überhaupt keine Verlängerung benötigt? Und wenn ja, wie geht es danach weiter?


    Für TMax (TMX) hatte ich obenstehende Werte, als ich den noch benutzte. Für 10 Sekunden Belichtungszeit hätte ich 35 Sekunden insgesamt genommen und 9% kürzer entwickelt.


    Wenn ich aber oben @Diercks Bild sehe, das vermutlich ohne Entwicklungszeitanpassung entstand und trotzdem Zeichnung in den Fenstern und im Altar zeigt, frage ich mich, ob es da die Verkürzung wirklich braucht. Vielleicht kommt es auch auf die Bewegung an?

    Genau. Und dann wäre neben der Verlängerung der Belichtungszeiten auch noch eine Reduktion der Entwicklung zu bedenken, weil mit verlängerter Belichtungszeit die Lichter über Gebühr belichtet werden.


    Ich habe mir das auf den Belichtungsmesser gepatched:



    Ergibt die Messung 16 Sekunden Belichtungszeit für einen Ilfordfilm, so belichte ich wegen des Schwarzschildeffektes 50 Sekunden und entwickele das Blatt 10% kürzer, indem ich die Entwicklungszeit in Sekunden ausrechne, 10% abziehe und das wieder in Minuten und Sekunden zurückrechne. Klingt kompliziert, aber eigentlich betrifft es nur die 2, 4, 8, 16, 32 Sekunden.


    Für Fomapan 100 oder Rollei Ortho 25 habe ich nie was zur Entwicklung gefunden, schade. Gerade Fomapan braucht viel zusätzliche Belichtung. Die hätten die Entwicklungsanpassungen durchgeben können.

    Das hervorgehobene habe ich nachweislich nicht gesagt.

    Wenn Du schon soviel Lebenszeit auf Antworten verwendest, dann solltest Du es schaffen, Dir nicht eine falsche Prämisse für Deine Abhandlung (die ich ab Zeile 3 nicht weiter durchgelesen habe) vorzulegen.

    Das hast Du gesagt:


    "Ich frage mich immer wieder, wo dieser wirklich vollkommen absurde Gedanke herkommt, daß man von einem Kritiker erwartet, daß er bessere Bilder als die von ihm Kritisierten abzuliefern hat."


    Dass heißt für mich, dass Du, @ Blindfisch, den Gedanken, ein Kritiker solle sich auskennen und das selber nachweisen, als "vollkommen absurd" bezeichnest. Was Du hervorgehoben hast, dass der Kritiker sich auskennen soll, das hast Du selektiv hervorgehoben. Für mich ist das Sich-Auskennen Voraussetzung für den Nachweis in eigenen Arbeiten. Ich glaube nicht, dass einer gute Bilder macht, wenn er sich nicht auskennt, Du?


    Wenn es Dir zuviel ist, dass Leute hier im Forum was schreiben, auch mal ausführlicher, dann solltest Du vielleicht überlegen, welchem Zweck ein Forum dient.


    Warum zeigst Du dich eigentlich so prohibitionistisch? Du willst verhindern, dass Leute sich legitimieren sollen, Du willst verhindern, dass Leute sich ihren eigenen Reim machen, Du willst verhindern, dass Leute anders denken als Du, und verhindern, dass Leute hier im Forum längere Texte schreiben: das willst Du auch.

    Andreas,


    es geht darum, dass Blindfisch den Gedanken, ein Kritiker solle sich auskennen und das selber nachweisen, als "vollkommen absurd" bezeichnet.


    Dass wir auf alte Texte verweisen können, um gegenteilige Auffassungen zu vertreten, zeigt, dass der Gedanke eben nicht "vollkommen absurd" ist, sondern schon immer zur Diskussion stand. "Es gibt" heißt rein (prädikaten-)logisch eben genau nicht "Kein", und auch nicht "Alle".


    Lessing schreibt ja vom "Rezensenten". Du musst fairerweise dazu sagen, dass ein Rezensent - und Lessing schrieb Rezensionen, und deshalb gibt es diesen Text - mit Worten Geld verdient, die qualifiziert und sachgerecht sein müssen, worauf der Aufklärer Lessing besonders bestand.


    Bemängelte ich an "Adam und Eva" aus der Hand Cranachs d.Ä., dass Evas Haare im Wind flattern, aber die Blätter und Äpfel am Baum der Erkenntnis nicht, dann hat diese "Kritik" das Thema verfehlt.


    Lessing kämpfte für seinen Berufsstand. - Könnte man auf Shen Haos Aussage - "auf mich wirkt das ganze Bild krumm und schief; da interessieren mich weder Lage noch Bedeutungen, und ich diskutiere das auch nicht mit meinem Gehirn" - eine berufliche Tätigkeit aufbauen?


    Nicht, dass ich mich mit Cranach d.Ä. vergleiche, oder mein Bild ein "Kunstwerk" nenne, oder gar meine Bilder erklären möchte, aber in vorliegendem Foto ist ja wohl klar, dass es einen Bruch gibt zwischen der Ausrichtung meiner Kamera und der "camera" im Bild, was ja auch bemerkt wurde. Mehr ist da nicht. Selbst mein Bildtitel wird ironisch gebrochen, indem ich von meiner speziellen "Kraftkamera" rede. Schon in meinem Pseudonym geht es um "krumm und schief", und genau solche Brüche suche ich als Bildanlässe.


    Man muss mutwillig wegschauen, um das zu übersehen. Und diese Mutwilligkei ist nervig. Und Kennzeichen für sehr viele Posts seitens Shen Hao. - Wer aber mit solch einer Stänkerei Erwartungen weckt, muss sich nicht wundern, nimmt sich ein anderer das Recht heraus, zu beurteilen, was dahintersteckt.


    Es gibt ja sehr viele hier, von denen ich niemals verlangen würde, mir eigene Bilder zu zeigen. Aber in diesem einen Falle würde ich es jetzt gerne mal das Blatt sehen. Das ist ja auch erlaubt, sowas zu wollen. Kann mir ja niemand verbieten. Es gibt keine "Bedürfnis-Polizei", sich da aufzuschwingen, ist anmaßend. Ich denke, es wäre sogar von breiterem Interesse, mal zu sehen, was Shen Hao sich unter einem guten Bild vorstellt. Mein Wunsch ist jetzt einfach da, geworfen ins Sein, und man wird sehen, wie Shen Hao mit dieser Realität umgeht. - Dass man darauf nicht eingehen möchte, bestätigt allerdings eher meine privaten Vermutungen.


    Ich erwarte ja nicht die Welt. Ich erwarte nur, dass man seine Augen zeitlich vor dem Mund aufmacht, dass er sich eine Sache anschaut und die Eindrücke sich setzten lässt und dass einer das, was er sagen möchte, in einem menschenwürdigen Ton und weniger schnodderig ausformuliert, am besten so, dass man nachvollziehen kann, wie er zu seinem Urteil kam.


    Darüber hinaus wäre es vielleicht ganz gut, schaute er sich vielleicht mal ein wenig Literatur an, wie Leute fotografieren können, bezüglich Komposition, Disposition, Formgebung, Farbe / Tonwerte, Räumlichkeit, Lichtführung usw. Es geht der Kritik ja auch darum, Bildsprache in Wortsprache zu übersetzen. Vielleicht wird sein Urteil dann ja auch differenzierter. Die Volkshochschule bietet auch Kurse im Bildbeschreiben an, wenn er Wert auf Verbalisierungen legt.


    Ganz toll ist folgendes Buch, auch noch recht aktuell, und der Kritiker legitimiert sich durch wirklich gute Arbeiten in der deutschen Presse: Lüddemann, Stefan: Bilderwelten einer Jahrhundertwende. Texte zur Kunstkritik. Kunstkritiken 1996-2006. Göttingen, V&R unipress, 2006.


    Lüddemann beschreibt darin eine "Dramaturgie" der Rezension (vgl. S. 50). Als Leitlinien der journalistischen Praxis. Dieses Instrumentarium beinhaltet als "Verlaufsmodell der Kunstkritik": den "Einstieg" mit den Möglichkeiten der Beschreibung, des provozierenden Urteils und der These, des Transfers auf Außerkünstlerisches, der vorweggenommenen Schlußfolgerung (vgl. S. 51-52).


    Der Einleitung folgen die "Informationen", die sich möglichst abwechseln sollten mit der "Anschauung" der Objekte, die wiederum auch in strukturellen Hinsicht Reihenbildungen und allgemeineren Aussagen zugeführt werden sollten (vgl. S. 53).


    Die eigentliche "Analyse" untersucht dann die zentralere künstlerische Position und prüft deren Stimmigkeit an den Objekten und an den künstlerisch-gesellschaftlich-biografischen Kontexten der Zeit (vgl. S. 54).


    Mit dem "Transfer" aber soll "der Ausgriff auf andere Kontexte gewagt werden" (S. 54), "als Erkenntnispotential der Kunst, indem er deren Artikulationsleistung auf Themen und Erfahrungen der jeweiligen Gegenwart bezieht" (S. 54), als "Aufklärungen über Konventionen darüber, wie eine Gemeinschaft ihre Welt beobachtet und sich auf bestimmte Versionen dieser Welt als allein gültige verständigt. Die Erfahrung von Kunst stellt solche Versionen in Frage, weil sie es erlaubt, Beobachtungen als Konstrukte sichtbar zu machen, die veränderbar sind." (S. 54).


    Das "Urteil" schließlich - es kommt am Ende! - bewertet die Qualität und die Erkenntnisleistung der künstlerischen Ausagen als Sichtweise auf die Welt (vgl. S. 55); der "Schluß" bezieht sich auf auf das gesagte seit dem "Einstieg", kann sogar auf dessen Katerorien zurückgreifen, um das Gesagte zu bestätigen, oder aber es an letzter Stelle zu hinterfragen und ihm damit eine neue Richtung zu verleihen (vgl. S. 55-56).