Posts by Severo-Vostok

    Zuerst einmal: Applaus! Es gefällt mir sehr gut.

    Dann: Das Problem ist, dass wir ja eine natürliche Lichtperspektive haben, dass heißt eine Aufhellung findet in Richtung Hintergrund statt. Würde man dieser entgegenwirken, entstünde ein verfälschter Raumeindruck in Bezug auf Vorn und Hinten. Insofern wäre Variante 2 mit der Gesamtbetonung des Vordergrundes aber einer nur sehr geringen Stärkung des rechten Bereichs als Erhöhung Mitteltonkontrast für mein Empfinden optimal - quasi beginnend an der Hangkante.

    AndreasJB Dafür brauche ich dann die Dunkelkammer von Andreas aus einem der der anderen Threads, da bei mir bei 6x9 "vorerst" Ende ist. Der Spurfilm ist wirklich fast kornlos und zeigt eher die Begrenzungen des Triotar auf, was das Auflösungsvermögen angeht, aber Superlative sind ja nicht alles - der Charme dieser alten Optiken misst sich eben "Gott sei Dank" nicht in Megapixeln. Auf dem Screenshot sieht man 100% aus dem 3200 dpi Scan. Ich gehe davon aus, dass das noch nicht die optimale Schärfeebene des Scanners ist, außerdem war die 1/25 aus der Hand sicher auch nicht das, was man an Verwacklungsfreiheit haben möchte.

    In der Auflösung aus der Scandatei würde man auf eine Druckbreite von 61 kommen, bei folgendem Look (siehe Screenshot). Das finde ich wirklich passabel und auch die 50 cm Ilfordrolle würde das so empfinden. Так точно, Анреас!



    schön..was für eine war denn das D Modell :/ ,die Grosse? ..6,5 x11? zeich ma..

    Das gleiche Modell wird gerade von Foto Koerbl bei eBay angeboten:Super Ikonta D An meiner musste ich die Optik reinigen und den Verschluss - das wird bei der aus Österreich auch nötig sein. Bei mir läuft jetzt jedenfalls alles richtig gut. Die Verschlusszeiten des Klio reichen mir auch aus. Allerdings ist das System des selbstspannenden Verschlusses immer wieder ungewohnt.


    Ich habe nun eine weitere Kamera an 120er Rollfilm adaptiert und auf Spur DSX einen ersten Film belichtet und entwickelt: hier f8 mit 1/50 s bei ASA 25. Der Rangefinder an der Kamera ist absolut präzise justiert und wirklich eine ausgezeichnete Hilfe. Selbst der Sport-Klappsucher zeigt ein beinahe adäquates Bild im Vergleich zu dem, was später auf dem Film erscheint. Die leichten Lichtränder oben und unten resultieren aus der Flexibilität der Maske, die ich nur links und rechts in der Kamera leicht befestigt habe. Scan: Epson V800 mit Lomography Digitiza.

    @Micha-Spiegi "Wie man in den Wald..." Es ist, glaube ich, wenig sinnführend und auch nicht wirklich motivatorisch nachvollziehbar, wenn man mit, wenn auch klar formulierten, "Pöbeleien" versucht, eine sachliche Diskussion anzuschieben. Da das Ursache-Wirkungs-Prinzip zumindest in meiner Welt relevant ist, wäre es eher am Auslöser des Ganzen hier, sich zurückzunehmen und die Diskussion auf eine Sachebene zu führen, die nicht von "besser", "schlechter" sondern von "anders" geprägt ist. Man braucht hier keine "Eulen nach Athen tragen" aber eben auch keinen verbalen und substanziellen Sprengstoff anzünden und sich dann über die Explosionen wundern.

    Eine Qualitätsdiskussion in Bezug auf Größe von Abzügen, Trommelscans oder was auch immer zu führen, ist ja immer wieder Gegenstand von Beiträgen aber eben nicht für jeden relevant. Ich glaube, dass die Argumente in obigen profunden Ausführungen für den Autoren selbst schlüssig sind und die getroffene Entscheidung rechtfertigen. Eine gewisse Enttäuschung spricht dennoch aus den Worten.


    Ich denke, dass die von mir hier einmal unterstellte Erwartungshaltung i. S. v., wenn man analog alles technisch richtig macht, wird zwangsläufig ein makelloses Ergebnis entstehen, bei analogem Arbeiten nicht adäquat ist und man zwangsläufig enttäuscht wird, wenn dann im Prozess eine Komponente trotz aller Korrektheit richtig schief geht. Ich denke, man sollte in seine Überlegungen das Scheitern fest einprogrammieren und flexibel sein, sowie dann auch entspannt gegenüber dem Medium.


    Das für mich entscheidende Argument für das analoge Arbeiten, egal in welchem Format, ist die Sinnlichkeit des Zugriffs, das Antizipieren eines möglichen Bildeindrucks in eine spätere Bildanmutung und die bedingte physische Beleghaftigkeit meiner Handlungen und Entscheidungen in Negativ und Positiv. Dabei denke ich nicht in Megapixeln und zu füllenden Wandformaten und auch ein Scan mit einem herkömmlichen Negativscanner bringt mich nicht um den Verstand, weil es das Bild in ästhetischer Hinsicht nicht besser oder schlechter sondern nur anders macht.

    In diesem konkreten Fall würde ich das aus einem anderen Winkel betrachten. Ich komme selber aus dieser „Ecke“ und deswegen ist mir nicht aus der Presse bekannt wie man mit dieser „Erbschaft“ und „Nachlassenschaft“ ab den Null Punkt umgegangen, und heute noch umgeht. Auch auf welche Art wertvolle Sachen den Besitzer gewechselt haben und wie Die die Grenze passiert haben. Deshalb denke ich das hier eine gesunde Skepsis schon an der richtigen Stelle ist.


    Mich bei dieser Sache haben schon ein Paar Details stützig gemacht.


    Als sich diese Klasse Kamera aus dem Nichts (fasst wie die Tage Bücher von dem „Häuptling“) als FED -20 entpuppte, habe ich erst tief schlucken müssen. Denn FED hat zur keinem Zeitpunkt mit dem GF Format rum experimentiert. Ich habe gestern und heute das komplette russisch sprachige WED durgesucht und nirgendwo taucht eine FED-20 auf, genauso wie in der ganzen Literatur die ich all die Jahre angesammelt habe. Wem die Seite mit der FED-20????? gehört und wo der Inhaber lebt konnte ich auch nicht Erfahrung bringen (fehlt auch das Impressum). Auch über einen Bekannten Kamera Sammler mit diesem Namen schweigt das russisch sprachige WEB.

    Ich bin mit Dir in vielen Dingen völlig согласен geo rg. Ich meinte ja auch, dass es heutzutage zum Teil sehr reiche vormalige Sowjetbürger sind, die zumeist leider nicht aus der Intelligenz stammen aber mit monetärer Substanz ausgestattet sind, welche quasi den Rücktransfer der vormalig durch andere dubiose Transaktionen in den Westen gelangten Kameras und sonstiger vor allem patriotischer Werte durch Rückkäufe vornehmen und dabei ordentlich Geld in die Hand nehmen.

    Zu Deiner zweiten Passage, meine ich, dass FED oder die Marke ja nicht geschützt (war) oder ist und vermutlich eine FED-20 somit auch nicht zwangsläufig, nur dem Namen nach auch aus der Produktions-Provenienz der FED Strafkommunen und Werke stammen muss. In der Literatur findet man (ich zumindest) dazu aber wirklich nichts, genauso aber auch nicht zu diversen anderen Geräten dieser Zeit, die es jedoch trotzdem gibt. Ich denke, wenn man sich an Boris Jamchtchik wenden würde, dass dieser sicherlich Licht in das Dunkel bringen könnte: leica-by-boris bei eBay oder https://www.arsenal-photo.com